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invertiertes Papillom

 
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Birgit
Gast





BeitragVerfasst am: 23.09.04, 13:37    Titel: invertiertes Papillom Antworten mit Zitat

Ich wurde im Juni diesen Jahres extranasal wegen eines invertierten Papilloms an der mittleren Nasenmuschel operiert. Jetzt hat mein behandelnder Arzt vor ein paar Wochen eine erneute Probe entnommen. Es wurde wieder die Diagnose "invertiertes Papillom" gestellt. Ich bin jetzt sehr verunsichert. Kann es auch an dem Arzt gelegen haben, dass er nicht ordentlich operiert hat oder sind Flle bekannt, bei denen das Papillom so schnell wieder nachwchst?
Ich frage mich auch, welche Mglichkeiten es noch zur weiteren Therapei gibt. Ich berlege zum Beispiel mich mal von einer Heilpraktikerin behandeln zu lassen. Hat jemand Erfahrungen auf diesem Gebiet im Zusammenhang mit dem invertierren Papillom sammeln knnen? Auerdem soll es in Amsterdam einen neuen Therapieansatz geben, der mit lokaler Chemotherapie o.. arbeitet. Hat jemand dazu etwas gehrt?
Ich bin auch an Erfahrungsberichten sehr interessiert!!
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bavmd
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 23.09.2004
Beitrge: 184

BeitragVerfasst am: 24.09.04, 04:19    Titel: Re: invertiertes Papillom Antworten mit Zitat

Hallo!

Nicht immer, wenn manche Erkrankungen rezidivieren hat das was mit schlechter rztlicher Arbeit zu tun! Manchmal sind es auch Eigenheiten der Erkrankungen selbst, wo man als Arzt tut, was man kann, es aber trotzdem nicht verhindern kann!
Darber (ber die Rezidivwahrscheinlichkeit trotz Arbeit nach lege artis) mu natrlich vorher aufgeklrt werden, damit die Patienten auch Bescheid wissen.

So, nun aber zum Thema:
Papillome, gutartige Tumoren, hier der Schleimhute von Nasenhaupt- bzw. nebenhhle, zeigen je nach Lokalisation ein sehr unterschiedliches Wachstum! Hier sind auch Vergleiche unter Betroffenen oft wenig hilfreich, weil es bei jedem Patienten unterschiedliche Verlufe gibt!
Unter dem Strich sind es am Nasenseptum vor allem exophytisch wachsende Papillome, breitbasig aufsitzend oder gestielt, welche hufig (nicht immer) relativ umschrieben wachsen und nach ordentlicher aber dennoch gewebeschonender Resektion im Gesunden sehr selten rezidivieren.
Im Bereich der Transitionalmukosa (vor allem Nasennebenhhlenbereich, NNH) wachsen Papillome hufiger als sog. "invertiertes Papillom" (auch Transitionalzellpapillom oder Schneider-Papillom genannt). Gerade invertierten Papillome zeigen ein eher diffuses Wachstum, wo eine Resektion rundherum des Tumors im Gesunden nicht immer mglich ist! Das ist unter anderem einer der Grnde, warum trotz sorgfltiger und richtig durchgefhrter Resektion in Beachtung der Lokalisation diese Papillome eine sehr hohe Rezidivneigung (60 - 70 %!) zeigen, soda hufig mehere Operationen ntig werden.
Bzgl. beider Papillomhauptformen in diesem Bereich wird eine virale Genese diskutiert.

Wichtig: Das invertierte Papillom stellt eine fakultative Prkanzerose dar, das heit, ein invertiertes Papillom kann maligne entarten. Maligne Transformationen kommen in bis zu 10 % d. F. vor. Daher wird blicherweise das invertierend wachsende Papillom noch zu Zeiten benigner Dignitt wie ein maligner Tumor operiert!

Es mu alle 3 Monate eine Nachsorge, eine endoskopische Kontrolle, ber mindestens 3 Jahren durchgefhrt werden.


MfG
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