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Beryllium. Explosion

 
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Steppenmaus
DMF-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 29.07.2005
Beitrge: 114
Wohnort: Gotha

BeitragVerfasst am: 11.01.06, 15:57    Titel: Beryllium. Explosion Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,
ich bin sehr dankbar, dass es dieses Forum gibt. Schreibe seit lngerem im orthopdischen Forum. Bin sehr gespannt, ob mir bei diesem Problem hier auch geholfen werden kann.
Dies geschah im Herbst 1990. Eine groe industrielle Stadt in Kasachstan (300.000 Einwohner) wurde in einer Nacht erschttert: in einer der zahlreichen Fabriken (die sich unter anderem mit Uran-Verarbeitung befasst) explodierte es gewaltig und Tonnen von Beryllium flogen in die Luft. Diese wunderschn aussehende glizernde Wolke konnte an 3 Tagen nicht gestoppt werden. Die Stadt und deren Einwohner atmeten den Mist ein. Ich war in unmittelbarer Nhe von dem Explosionsort, habe "krftig" inhalielrt, weil mein Weg zur Arbeit an dieser Fabrik vorbei fhrte.
In den nchsten Tag erlag die Hlfte der Stadt der Berylliose (nicht verwechseln mit Borrelliose), wir hatten grippehnliche Symptome, Husten, Schnupfen, Fieber, Gliederschmerzen. Dass das Berylliose war, haben wir alle natrlich wesentlich spter erfahren.
Einige Monate spter kamen amerikanische Wissenschaftler zu uns und untersuchten das ganze Misere. Ihr Urteil war: wir haben das Beryllium in solchen hohen Dosen abbekommen, dass sptestens 40 Jahre nach der Explosion es keinen einzigen geben wird, der zu dem Zeitpunkt in der Stadt war. Also, das sollte quasi heien, wir werden an den Folgen sterben. Dies schreckte uns nicht ab, weiter zu leben.
Beryllium bleibt fr immer im Krper, es besteht keine Mglichkeit, diese feinen Partikeln "rauszusplen", abzubauen. Im Laufe der Jahre begnstzt das die Krebserkrankungen.
1997 wanderte ich aus dem Land aus. Seitdem sind sehr viele von denen, die ich kannte, von dieser Welt gegangen. 2004 wurden bei mir in den Lungen Mikrolungenembolien festgestellt. Seit Frhling 2005 leide ich an unerklrlichem Schwindel. Ich habe gelesen, dass Mikrolungenembolien als Ursache fr den Schwindel fungieren knnen. Stimmt das?
Gibt es in Deutschland Institutionen, in den das Beryllium-Gehalt im Krper gemessen werden kann, um festzustellen, ob meine jetztigen Beschwerden etwas damit zu tun haben?
Ich bin Ihnen sehr fr eine Antwort dankbar.
Gru,
Lilli
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Mathias Szymanski
Account gesperrt


Anmeldungsdatum: 20.03.2005
Beitrge: 10
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 16.01.06, 22:36    Titel: Antworten mit Zitat

von einem Fachkundigen Mediziner:

Die Abgrenzung der Berylliose von anderen granulomatsen Lungenerkrankungen kann schwierig sein; eventuell hilft der Berylliumnachweis in Biopsiematerial (Jones
1986). Zum Nachweis der Berylliumsensibilisierung eignen sich Lymphozytentransformationstest und Leukozytenmigrationshemmungstest, ein Lppchentest sollte
unterbleiben: Er sensibilisiert einerseits und kann zur Exazerbation von Berylliumdermatitis und Lungenberylliose fhren (Reeves 1979).
Zum Berylliumnachweis in Krperflssigkeiten und -gewebe eignen sich spektrographische Methoden, z.B. Massenspektrometrie (Nachweisgrenze 2-20 pg/Probe),
flammenlose Atomabsorptionsspektrophotometrie (Nachweisgrenze 4 pg/Probe, in Krperflssigkeiten 0,3 ng/ml, in Geweben 0,5 ng/g),
Flammenatomabsorptionsspektrophotometrie (Grenze 0,025 g/ml) und Plasmaemissionsspektroskopie (Grenze 1-8g/ml). Kolorimetrische und fluorometrische
Methoden sind unspezifisch (Anonym, 77,80; Davis, Hamilton; Henschler, Kuo, Reeves).
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