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DRGs und neurlogiche Frhreha?

 
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AnnettLoewe
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 16.09.2004
Beitrge: 871

BeitragVerfasst am: 17.09.04, 10:30    Titel: DRGs und neurlogiche Frhreha? Antworten mit Zitat

Hallo,
ich habe eben die Pressemeldung zum Fallpauschalensystem gelesen und wsste gerne, ob Leistungen der neurologischen Frhreha nun komplett von den DRGs ausgenommen worden sind oder nicht.
Wenn nicht, dann wsste ich gern, welche Leistungen knftig nach DRGs abgerechnet werden sollen.
Die neurologische Frhreha (Phase B) ist ein auerordentlich wichtiger Bestandteil der neurologischen Rehabilitationskette nach cerebralen Insulten und Traumata. Im Idealfall findet eine intensive interdisziplinre Betreuung der Patienten statt - d.h. die verschiedenen Behandlergruppen (Physiotherapie,Ergotherapie, Logopdie und Neuropsychologie) arbeiten als Team am Patienten und zwar nach Mglichkeit wohnortnah, so dass auch Angehrige an den Therapien teilnehmen und ihre Kenntnis der prmorbiden Persnlichkeit des Patienten in die Behandlung einbringen knnen. Die Behandlung erfordert eine Menge Erfahrung und nach Mglichkeit ein eingespieltes Behandler-Team.

Ich arbeite in einer Berliner Selbsthilfegruppe fr Schdel-Hirnpatienten und hre Angehrigen mit und wir haben die Erfahrung gemacht, dass die erzielbaren Ergebnisse umso besser sind, je frher nach dem Ereignis ein intensives individuelles und flexibles Therapiekonzept ansetzt.
Leider mssen wir befrchten, dass mit Einfhrung der Fallpauschalen die neurologische Frhrehabilitation fr viele Kliniken nicht mehr lukrativ genug ist und viele Patienten auf diese Weise verfrht und dauerhaft in Pflegeheime verbracht werden mssen, weil sie eine "Phase-C-Fhigkeit" gar nicht erst erlangen.
Die Heime wiederum haben selten ein Interesse an intensiver Rehabilitation, weil sie die maximalen Pflegestze mit schwer betroffenen und mglichst unselbstndigen Patienten abrechnen knnen, whrend sie kein Geld verdienen, wenn der Patient doch irgendwann in eine Reha-Klinik verlegt werden knnte und sich womglich soweit erholt, dass er in einer Wohngruppe besser untergebarcht wre. Ein ambulantes Netz zur intensiven neurologsichen Rehabilitation ist nur rudimentr vorhanden. Neuropsycholgen sind noch immer nicht (offiziell) als ambulante Leistungserbringer anerkannt, so dass bei verfrhter Entlassung noch nicht einmal eine weitere Verlaufsdiagnostik gewhrleistet ist.
Neurologische Frhrehabilitation ist zwar eine zunchst recht teure Angelegenheit, spart aber langfristig Pflegekosten, was insbesondere bei jngeren Patienten erheblich ins Gewicht fllt.
Ich wre fr eine fachkundige Auskunft dankbar - vielleicht auch fr einen Link zum Fallpauschalensystem, wie es aktuell aussieht.

Mit freundlichen Gren,
Annett Lwe
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