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AVK: Palliativ vs. Amputation

 
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klum
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.11.2006
Beitrge: 6

BeitragVerfasst am: 05.11.06, 12:52    Titel: AVK: Palliativ vs. Amputation Antworten mit Zitat

folgendes problem besteht:
eine dame - jahrgang 25, hochgradig dement, bettlgrig seit mehreren jahren, eingeschrnkte wahrnehmung, reagiert auf uere reize, orale nahrungsaufnahme - leidet unter avk, betroffen ist ein fu, mittlerweile eine groflchige offene wunde, mit teilweiser nekrose. die patientin hat schmerzen.
auf wunsch der angehrigen wird sie palliativ betreut. sie erhlt sowohl lokal morpium als auch ber schmerzpflaster. dennoch sind insbesondere die verbandswechsel fr die patientin sehr schmerzhaft.
ist es sinnvoll/richtig, in dieser situation, in der das sterben via sepsis herausgefordert wird (nebenfrage: kann dies als aktive sterbehilfe deklariert werden?), eine amputation (von der hausrztin und den pflegekrften befrwortet) durchzufhren?
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Alpinus
Interessierter


Anmeldungsdatum: 06.11.2006
Beitrge: 6

BeitragVerfasst am: 06.11.06, 19:37    Titel: Antworten mit Zitat

Nach deiner Schilderung liegt eine aktive Sterbehile nicht vor. Denn diese wird als "Verkrzung des verlschenden Lebens durch a k t i v e Einflunahme auf den Sterbeprozess" verstanden. Du handelst im Bereich der Sepsis aber gerade nicht aktiv.

Eine straffreie passive Sterbehilfe lge aber nur dann vor, wenn der Sterbeprozess bereits eingesetzt hat. Falls der Sterbeprozess noch nicht eingesetzt hat, knnten wir im Bereich der Unterlassenen Hilfeleistung sein.
_________________
Als Ddalos sein Labyrinth erbaute, ahnte er nicht, da er das Modell fr die Sozialgesetzgebung schuf.
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klum
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.11.2006
Beitrge: 6

BeitragVerfasst am: 06.11.06, 20:54    Titel: Antworten mit Zitat

ich bin nun alles andere als juristisch bewandert, und das stichwort "aktive sterbehilfe" fhrte ich eher provokativ an. es behandelt hier auch eher einen nebenaspekt.

vielmehr interessiert mich der medizinische blickwinkel. was gilt in dieser situation als sinnvoll? ist die verweigerungshaltung der angehrigen nachvollziehbar, ist dieses verhalten "blich"?

um deinen einwand zu bercksichtigen: die frau liegt nicht im sterben. inwieweit kann man nun von nicht straffreier passiver sterbehilfe sprechen?
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annjoh
Account gesperrt


Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beitrge: 997
Wohnort: Bezirk Hannover

BeitragVerfasst am: 10.11.06, 04:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Klum

In wie fern ist die alte Dame denn noch "Geschftsfhig" ???
Sollte sie nicht mehr in der Lage sein, ihre medizienische Notwendigkeit nachzukommen, und die Angehrigen kmmern sich nicht, so kann man beim Amtsgericht eine "Betreuung" erwirken, so das auch gegen den Willen des Patienten Notwendige medizienische Behandlung durchgefhrt werden.
Oftmals ist dies bei dementen Patienten der Fall.

Lg
annjoh
_________________
nur wer sich ndert bleibt sich treu
(Wolf Biermann)
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klum
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.11.2006
Beitrge: 6

BeitragVerfasst am: 10.11.06, 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

die frau ist natrlich nicht mehr geschftsfhig und steht unter betreuung ihres sohnes. dieser traf auch die entscheidung darber, dass keine manahmen mehr - bis auf die palliativen - eingeleitet werden.
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