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Haben Sie schon Ihren "Medizinprodukte-Pass"?

 
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Pimboli
Interessierter


Anmeldungsdatum: 25.06.2006
Beitrge: 16

BeitragVerfasst am: 18.05.07, 11:53    Titel: Haben Sie schon Ihren "Medizinprodukte-Pass"? Antworten mit Zitat

Haben Sie schon Ihren Medizinprodukte-Pass ?

Die Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) mahnt in 2(2): "Medizinprodukte drfen nur von Personen errichtet, betrieben, angewendet und in Stand gehalten werden, die dafr die erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzen." Zustzlich fordert sie in 5, dass bestimmte in der MPBetreibV aufgefhrte Medizinprodukte (siehe Anlage 1 der MPBetreibV) nur durch Anwender benutzt werden drfen, die durch eine vom Betreiber beauftragte Person in die sachgerechte Handhabung der entsprechenden Medizinprodukte eingewiesen wurden.

Eine Vielzahl dieser einweisungspflichtigen Medizinprodukte wird im Rahmen der tglichen Arbeit eingesetzt. Eine Prfung des Gertebestandes auf einweisungspflichtige Medizinprodukte am persnlichen Arbeitsplatz muss allen medizinisch Ttigen dringend empfohlen werden, um knftigen rechtlichen Auseinandersetzungen vorzubeugen. Hier sollten fehlende Gerteeinweisungen umgehend dem Arbeitgeber mitgeteilt werden, um die fehlenden Schulungen zeitnah nachholen zu knnen.

Die erfolgte Einweisung des Anwenders ist nach 7 MPBetreibV im Medizinproduktebuch des entsprechenden Medizinproduktes zu dokumentieren. Der Anwender erhlt hierbei in der Regel keinen Nachweis ber die erfolgte Einweisung, steht aber als Anwender ebenfalls in der Pflicht nachweisen zu knnen, das er in die sachgerechte Handhabung eines angewendeten Medizinproduktes ordnungsgem eingewiesen wurde. Dieses knnte z.B. im Rahmen eines haftungsrechtlichen Konfliktes Bedeutung erlangen.

Da die MPBetreibV in 5 unbrokratisch gestattet, das eine Einweisung in ein Medizinprodukt entfallen kann, sofern diese schon fr ein baugleiches Medizinprodukt erfolgt ist, wird die Einweisung in der Praxis stellvertretend in einem einzigen Medizinproduktebuch des entsprechenden Gertetyps dokumentiert. Hierbei sollte sich der Anwender jedoch gut merken, in welchem der zahllosen Medizinproduktebcher von baugleichen Medizinprodukten (z.B. bei baugleichen Perfusoren, Infusomaten, Defibrillatoren, etc.) seine hchstpersnliche Einweisung dokumentiert ist, um im Bedarfsfall den entsprechenden Nachweis fhren zu knnen. Angesichts der Vielzahl von Medizinproduktebchern einer Klinik und der Vielzahl von einweisungspflichtigen Medizinprodukten sicherlich keine leichte Aufgabe. Hinzu kommt, das nach Aussonderung eines Medizinproduktes (z.B. bei Totalschaden des Gertes) das zugehrige Medizinproduktebuch schon nach fnf Jahren vernichtet werden kann. Sollte die eigene Einweisung gerade in diesem Buch dokumentiert sein, gibt es fr den Anwender keinerlei Nachweis mehr, jemals in das entsprechende Medizinprodukt eingewiesen worden zu sein. Der gleiche Fall tritt ein, falls das entsprechende Medizinproduktebuch einmal verloren gehen sollte.

Im Falle eines Abteilungs- oder sogar Arbeitgeberwechsel kommt fr den Anwender die Problematik hinzu, dem neuen Arbeitgeber ebenfalls nachweisen zu mssen, in welche Medizinprodukte des neuen Arbeitsplatzes er bereits eingewiesen ist. In der Regel unterscheiden sich die angewendeten Medizinprodukte in den einzelnen medizinischen Berufssparten im Arbeitsalltag nicht und der Anwender wird eine Vielzahl von Medizinprodukten bereits aus seiner bisherigen Berufspraxis kennen und darin eingewiesen worden sein. Dieses muss jedoch der neue Arbeitgeber prfen, um sich und dem neuen Arbeitnehmer die erneute und zeitintensive Einweisung in eine Vielzahl einweisungspflichtiger Medizinprodukte zu ersparen.

Die beste Schulung und Einweisung ist somit wieder mal nichts wert, wenn man diese nicht persnlich nachweisen kann. Insofern ist der Anwender gut beraten, sich seine Einweisungen in Medizinprodukte, zustzlich zu der rechtlich unumgnglichen Dokumentation im Medizinproduktebuch, persnlich bescheinigen zu lassen. Hiervon profitieren sowohl der Anwender als auch der Betreiber der entsprechenden Medizinprodukte, da es sich bei der Anwendereinweisung sowohl um eine Bringschuld des Arbeitgebers, als auch um eine Holschuld des Arbeitnehmers handelt, um Schdigungen von Patienten durch unsachgem angewendete Medizinprodukte zu verhindern. Neben den aufgezeigten haftungsrechtlichen Aspekten sind Medizinprodukte-Einweisungen im Rahmen eines Arbeitgeber- oder auch Abteilungswechsels immer auch mit einem hohen Arbeits- und Zeitaufwand fr alle Beteiligten verbunden. Insofern profitiert der neue Arbeitgeber von einem Bewerber mit bereits erfolgten und glaubhaft dokumentierten Einweisungen in baugleiche einweisungspflichtige Medizinprodukte. Hierdurch sparen beide Seiten wertvolle Einarbeitungszeit und der potenzielle neue Mitarbeiter kann frher selbstndig eingesetzt werden. Aus diesen Grnden wurde daher jetzt ein preiswerter Medizinprodukte-Pass fr alle Anwender entwickelt. Dieser ermglicht die erhaltenen Einweisungen und Schulungen persnlich zu dokumentieren und zu archivieren und arbeitgeber- und abteilungsbergreifend nachweisen zu knnen. Im Rahmen von zuknftigen Bewerbungen ermglicht der Medizinprodukte-Pass zudem aufgrund seines kopierfreundlich-aufklappbaren DIN-A5-Formates die Mglichkeit die Bewerbungsunterlagen schnell vervollstndigen zu knnen und entsprechende Nachweise der persnlichen Qualifikation zu fhren. Neben zahlreichen Nachweisformularen und einer aktuellen Version der Medizinprodukte-Betreiberverordnung enthlt der Medizinprodukte-Pass praktische Beispiellisten fr einweisungspflichtige Medizinprodukte.

Im Buchhandel erhltlich unter:
ISBN-13: 978-3-89556-044-6; 40 Seiten, broschiert; 5,95 Euro (D);
Bibliomed Verlagsgesellschaft Melsungen
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