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Hilfe bei der Altenpflege

 
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margeC
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 23.04.2005
Beitrge: 48

BeitragVerfasst am: 18.09.07, 20:45    Titel: Hilfe bei der Altenpflege Antworten mit Zitat

Hallo,

brauche Hilfe in Beziehung Altenpflege. Vielleicht habt Ihr einen Tipp fr mich.

Meine Oma (82) hat in letzter Zeit so stark abgebaut, dass man sie nicht mehr alleine lassen kann. Sie fllt dauernd hin und kann dann nicht mehr aufstehen. Allerdings liegt das wahrscheinlich nicht an einer Krankheit (sie hat zwar Parkinson, aber dadurch lt. Arzt keine merklichen Einschrnkungen), sondern daran, dass sie schon immer bequem war und krperliche Bewegung schon immer gescheut hat. Die Muskeln sind entsprechend schwach.

Meine Mutter (also Omas Schwiegertochter) muss nun Ihre Pflege bernehmen, obwohl sie gesundheitlich auch nicht so gut drauf ist.

Natrlich hilft auch mein Vater und ich, wenn wir zu Hause sind, da wir aber beide arbeiten gehen, bleibt doch der Groteil der Arbeit an meiner Mutter hngen.

Ein groes Problem dabei ist, dass wir nicht wissen, wie wir mit meiner Oma umgehen mssen, damit wir sie nicht zu unrecht zu sehr fordern bzw. ihr zu wenig helfen aber sie andererseits auch nur so viel untersttzen, wie es wirklich notwendig ist.
Meine Oma ist ein Mensch, der sich gerne bedienen lsst. Ich denke aber es ist ihr so gar nicht bewusst. Sie glaubt wirklich, dass sie dies oder jenes nicht mehr kann. Sie gehrt leider nicht zu den Menschen, die nach einer Krankheit oder einem Unfall wieder mglichst schnell fit werden wollen. Sie hat nach jedem Krankenhausaufenthalt ein bisschen Arbeit abgegeben, weil sie ja so krank ist. Tatsache ist aber, dass sie nicht wirklich eine Krankheit hat, die einen solchen Abbau bedingen wrde. Das sagt auch ihr Hausarzt. Auch er hat besttigt, dass sie stur und bequem ist.

Es gibt Situationen, in denen wir einfach nicht anders knnen, als mit ihr zu schimpfen, weil wir denken, dass sie etwas an Arbeit abgeben will, wo es nicht ntig wre. Hinterher machen wir uns manchmal schon Gedanken, ob wir sie zu Unrecht geschimpft haben, denken dann immer, dass sie vielleicht wirklich nicht mehr kann. Es ist schwierig.

Wie geht man damit um? Bin fr jeden Tipp dankbar.

margeC
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Annette Koch
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 29.09.2004
Beitrge: 994
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 19.09.07, 17:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo margeC!

Es ist fr sie natrlich eine Gratwanderung zu beurteilen welche Fhigkeiten ihre Oma nun noch vorweisen kann , ohne dabei in Gefahr zu gelangen sie wie sie schon sagten sie zu berfordern oder ihr auch zu wenig zuzutrauen.

So wie sie beschreiben ist sie auf alle Flle sturzgefhrdet. Dies kann im Schlimmsten Falle in diesem Alter zu Knochenbrchen insbesondere zum gefrchteten Oberschenkelhalsbruch fhren , sowie zu Platzwunden etc.
Ist sie denn im Besitze eines Rollators? Er wrde ihr auf alle Flle etwas Sicherheit verleihen. Ist sie denn noch gut sehfhig? Sind evtl. Stolperfallen in der Wohnung wie Teppiche? Bekommt sie aufgrund ihrer Muskelschwche Krankengymnastik?

Stellen sie doch einfach mal eine Liste auf welche Hilfen ihre Oma speziell bentigt.
Wie z.b.



Kann sie sich noch gut artikulieren? uert sie ihrer Familie noch ihre Wnsche, ngste u. Sorgen?

bermittelt sie ihnen wenn sie z.b. Schmerzen versphrt?

Kann sie sich ausreichend selbst pflegen? Inwieweit ist sie noch bewegungsfhig,
kann sich die Haare kmmen, sich duschen?

Kann sie sich alleine anziehen? Oder braucht sie Hilfe z.b. beim Schuhe anziehen?
Kleidet sie sich temperaturgerecht, d.h. dem Wetter entsprechend?

Nimmt sie ausreichend Nahrung und Flssigkeit zu sich?

Ist sie inkontinent? d.h. kann sie ihren Urin noch halten.Geht sie alleine auf die Toilette?

Hat sie auer ihrer Familie noch soziale Kontakte? Kann sie sich noch selbst beschftigen, z.b. lesen, Radio hren?

Achtet sie noch auf ihr ueres?



Vielleicht sollten sie sich mal in ihrer Familienrunde darber unterhalten was noch zu leisten ist und inwieweit sie durch ihre Strze gefhrdet ist, dass sie keine Minute alleine gelassen werden kann. Wenn es ber die Krfte ihrer Mutter geht sollte vielleicht darber nachgedacht werden ob evtl. ein Pflegedienst in Betracht kommen knnte um sie etwas zu entlasten.

Aus der Ferne kann ich natrlich den Pflegebedarf ihrer Oma nicht einschtzen, wie gesagt notieren sie ihren Bedarf und berlegen sie dann ihre weitere Vorgehensweise.


Ich wnsche ihrer Familie viel Kraft bei der weiteren Entscheidung!
_________________
Liebe Gre

Annette Koch
---------------------
DMF-Moderatorin
Geriatrie/Gerontologie
Pflege
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margeC
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 23.04.2005
Beitrge: 48

BeitragVerfasst am: 27.09.07, 09:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Frau Koch,

vielen Dank fr Ihre Antwort.
Insgesamt ist meine Oma noch sehr gut beisammen, besser, als sie es selbst glaubt.

Annette Koch hat folgendes geschrieben::

Ist sie denn im Besitze eines Rollators? Er wrde ihr auf alle Flle etwas Sicherheit verleihen. Ist sie denn noch gut sehfhig? Sind evtl. Stolperfallen in der Wohnung wie Teppiche? Bekommt sie aufgrund ihrer Muskelschwche Krankengymnastik?


Ja sie hat einen Rollator, sie sieht nach einer Grauen Star-OP wieder sehr gut (besser als ich Smilie )
Stolperfallen sind eigentlich keine in der Wohnung und Krankengymnastik bekommt sie zur Zeit wegen eines Handgelenkbruchs. Sie macht aber leider zu Hause Ihre bungen nicht weiter und 2x pro Woche ist eben auch ein bichen wenig, wenn sie selbst zu Hause nicht ein bihen mithilft.

Annette Koch hat folgendes geschrieben::

Kann sie sich noch gut artikulieren? uert sie ihrer Familie noch ihre Wnsche, ngste u. Sorgen?

Sie mu oft lange berlegen, weil Ihr gerade entfallen ist, was sie sagen wollte. Ihre Wnsche uert sie allerdings immer sehr deutlich, ja sogar fordernd bzw. im Befehlston.

Annette Koch hat folgendes geschrieben::

bermittelt sie ihnen wenn sie z.b. Schmerzen versphrt?

Ja, das kann sie sagen.

Annette Koch hat folgendes geschrieben::

Kann sie sich ausreichend selbst pflegen? Inwieweit ist sie noch bewegungsfhig,
kann sich die Haare kmmen, sich duschen?
Kann sie sich alleine anziehen? Oder braucht sie Hilfe z.b. beim Schuhe anziehen?
Kleidet sie sich temperaturgerecht, d.h. dem Wetter entsprechend?

Ich habe den Eindruck, dass sie sich schon noh selbst pflegen knnte. Sie hat aber sehr viel Angst, z.B. beim Duschen hinzufallen, deshalb macht sie das nicht mehr alleine.
Bei der sonstigen Pflege ruft sie manchmal um Hilfe und ein anderes Mal macht sie es wieder alleine, deshlab meine ich, dass sie es alleine knnte, es aber fr sie bequemer ist, wenns jemand anderes macht. Langfristig ist es aber doch auch fr sie nicht gut, wenn man ihr jede Arbeit abgibt.

Annette Koch hat folgendes geschrieben::

Nimmt sie ausreichend Nahrung und Flssigkeit zu sich?

Sie trinkt etwas zu wenig. Da mssen wir immer hinterher sein.

Annette Koch hat folgendes geschrieben::

Ist sie inkontinent? d.h. kann sie ihren Urin noch halten.Geht sie alleine auf die Toilette?

Sie geht zwar zur Toilette, trgt aber trotzdem Windelhschen, weil es nicht immer klappt.

Annette Koch hat folgendes geschrieben::

Hat sie auer ihrer Familie noch soziale Kontakte? Kann sie sich noch selbst beschftigen, z.b. lesen, Radio hren?

Nach dem letzten Krankenhausaufenthalt nur noch die Nachbarin.
Wenn sie nicht mit der Nachbarin zusammen sitzt, sieht sie fern.
Sie knnte theoretisch auch ein ganz kleines bihen im Haushalt mithelfen. Mir scheint es aber, dazu ist sie zu bequem.
Sie holt sich morgens z.B. ihr Frhstcksgeschirrr raus und frhstckt, rumt es aber nicht weg. Das knnen dann die anderen erledigen. Ich meine allerdings, dass das auch nicht mehr Arbeit ist, als das herrumen.

Annette Koch hat folgendes geschrieben::

Achtet sie noch auf ihr ueres?

Nicht weniger als die letzten 30 Jahre. Besonders eitel war sie so lange ich denken kann noch nie.

Annette Koch hat folgendes geschrieben::

Vielleicht sollten sie sich mal in ihrer Familienrunde darber unterhalten was noch zu leisten ist und inwieweit sie durch ihre Strze gefhrdet ist, dass sie keine Minute alleine gelassen werden kann. Wenn es ber die Krfte ihrer Mutter geht sollte vielleicht darber nachgedacht werden ob evtl. ein Pflegedienst in Betracht kommen knnte um sie etwas zu entlasten.

Einen Pflegedienst hatten wir in akuten Phasen schon.

Viele Gre,
margeC
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