Navigationspfad: Home
medizin-forum.de :: Thema anzeigen - PM: "Schein"-Innovationen haben doch Vorteile
Deutsches Medizin Forum
Foren-Archiv von www.medizin-forum.de
Achtung: Keine Schreibmglichkeiten! Zu den aktiven Foren whlen Sie oben im Men "Foren aus!
 
 SuchenSuchen 

PM: "Schein"-Innovationen haben doch Vorteile

 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    medizin-forum.de Foren-bersicht -> Gesundheitspolitik
Vorheriges Thema anzeigen :: Nchstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
jaeckel
Administrator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 25.10.07, 11:32    Titel: PM: "Schein"-Innovationen haben doch Vorteile Antworten mit Zitat

ARZNEIVERORDNUNGS-REPORT 2007 BIRGT BRISANTE ZAHLEN
"Schein"-Innovationen haben doch Vorteile fr Patienten - und kosten
weniger

Planegg - rzte sollen ihren Patienten aus Kostengrnden keine
sogenannten "Schein"-Innovationen verschreiben. Aber bei einigen
dieser "Analog-Prparate" war die Berechnungsgrundlage fr die
Therapiekosten bisher offenbar falsch: Diese Original-Medikamente sind
im Einzelfall tatschlich gnstiger als Generika. Das geht aus dem
Arzneiverordnungs-Report 2007 hervor.

Die Botschaft der Herausgeber des Reports an die rzte lautet:
Verschreibt mehr Generika! Nachahmer-Medikamente sollen mglichst die
"Me too"-Prparate ersetzen. Diese "Analogprparate" sind neue,
patentgeschtzte Originalmedikamente, die angeblich ber keinerlei
Vorteile verfgen.

Die Zahlen im neuen Arzneiverordnungs-Report besttigen diese Annahme
aber nicht. Bei bestimmten Magen-Darm-Mitteln, den sogenannten
Protonenpumpenhemmern, wird die Einsparmglichkeit im
Arzneiverordnungsreport mit 92 Millionen Euro angegeben. Im Vorjahr
waren es aber noch 247 Millionen Euro. Weshalb diese Vernderung? Im
AVR ist als Begrndung nur kurz von einer "administrativen nderung
der deutschen DDD-Werte" durch das Bundesgesundheitsministerium die
Rede. DDD (Defined daily dosis) steht fr die bentigte "Tagesration"
eines Medikaments.

Ein Vergleich der Zahlen ergibt, dass die bentigte DDD-Tagesration
bei einem dieser "Analogprparate" laut AVR 2007 nur noch halb so gro
ist wie im Vorjahr. Wenn der Patient aber mit der halben Dosis dieses
Medikaments ausreichend behandelt werden kann, ist eindeutig belegt,
dass es effizienter wirkt als die vergleichbaren Prparate.

Auerdem sinken die Therapiekosten drastisch. Ein Vergleich mit den
Kosten der anderen Protonenpumpenhemmer ergibt: Das patentgeschtzte
Prparat ist im Mittel gnstiger als die Generika der Leitsubstanz!

Die politische Vorgabe an die rzte, aus Kostengrnden statt der
"Analog"-Prparate immer Generika der Leitsubstanz zu verordnen, lsst
sich also nicht einmal mit dem Kostenargument rechtfertigen: Ein
sogenanntes "Me too"-Original mit erwiesenem therapeutischen Vorteil
ist offensichtlich billiger als ein Nachahmer-Produkt!

Die vollstndige Pressemitteilung finden Sie auf der Eurecon-Homepage
unter "Presse" bzw.
http://www.eurecon.de/Arzneiverordnungs-Report-2007.171.0.html

Kontakt:
Ansprechpartner: Herr Thomas Engelmann
E-Mail: thomas.engelmann@eurecon.de
Telefon: 089 89 520 235
http://www.eurecon.de/Arzneiverordnungs-Report-2007.171.0.html
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
PR
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 25.10.07, 12:38    Titel: Ja schon. Allerdings Antworten mit Zitat

vergewaltigen da sowohl die Damen und Herren Gesetzgeber als auch die Verordnungsreporter das Konstrukt DDD ganz frchterlich.

Das Instrument DDD war mW von der WHO ? entwickelt worden zwecks Versorgungsforschung. Die Erfinder selbst sagen dezidiert: zum Vergleich hnlicher Medikamente, gar in preislicher Hinsicht, ist es nicht gedacht, nicht gemacht und nicht geeignet.

PR
_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
PR
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 26.10.07, 14:07    Titel: Eine der vorhergesagten Folgen des DDD-Murks Antworten mit Zitat

die entsprechende Mail-Korrespondenz mit einem seiner glhenden leider vollkommen ahnungslosen Befrworter, einem MdB aus dem Raum Heidelberg ("dient doch nur der besseren Vergleichbarkeit") schlummert noch irgendwo in den Abgrnden eines lteren Rechners hier

ist, da heute ein Blatt fr rzte in Deutschland vor dem Teilen von Fentanylpflastern warnen mu. Dies sei ein offlabel use und von der Zulassung der Prparate nicht gedeckt.

Die rzte in Deutschland waren im Gefolge des DDD-Murks und der Verordnungsregresse dazu bergegangen, hherdosige Pflaster zu verordnen und diese zerschneiden zu lassen. Dies ein offlabel-use, den die Kassen normalerweise nicht bemerken und daher nicht per Regress ahnden knnen.

Wenn jetzt wieder in der Presse steht, offlabel use sei in Deutschland selbstverstndlich mglich, so ist das de iure richtig und de facto verlogen. Denn die Kassen treiben die Regresse grundstzlich ein und der Arzt kann dann vier Jahre vorm Sozialgericht prozessieren.

Die Schmidt'sche Anregung, einen in einer Anwendung sauteuren, in einer anderen recht billigen Antikrper off label zu verwenden, wahlweise den billigen Antikrper fr die bislang teure Anwendung zwangszuzulassen, zeigt blo, wie sehr sich diese Ministerin immer tiefer im selbst geschaffenen Regelwirrwarr verheddert. Den Fortschritt in seinem Lauf - vulgo: die Chaotisierung - des deutschen Gesundheitswesens hlt eben weder Ochs noch Esel auf.

PR
_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Beitrge vom vorherigen Thema anzeigen:   
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    medizin-forum.de Foren-bersicht -> Gesundheitspolitik Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  
Sie knnen keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Sie knnen auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Sie knnen an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
© Deutsches Medizin Forum 1995-2019. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de.