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Die Wahltarife der GKV

 
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 27.10.07, 11:32    Titel: Die Wahltarife der GKV Antworten mit Zitat

Da hat Leienbach vom PKV-Verband natrlich vllig recht: (Leistungen ausschlieende) Wahltarife innerhalb der umlagefinanzierten GKV sind unsolidarisch, denn die vertraglichen Beitragsnachlsse werden ja dem Beitragstopf und damit den Mit-Mitgliedern entzogen. Noch schlimmer: verlsst einer eines unschnen Tages den reduzierten Tarif, weil er die dort ausgeschlossenen Leistungen dann doch braucht, muss er die in der Vergangenheit eingesparten Beitragsanteile nicht nachzahlen. Er nimmt dann also genau die Solidaritt in Anspruch, die er seinen Mit-Mitgliedern bislang vorenthalten hat - ein (fr eine Gesetzgebung) unhaltbarer Zustand.

Nun kann man Leienbach freilich entgegenhalten, dies sei genau der Vorwurf, der dem System PKV generell zu machen sei. Weshalb man die PKV berhaupt austrocknen und abschaffen, wahlweise sie (in der vagen Hoffung, da sei fr die gesetzlichen Kassen dann Gigantisches zu holen) in den Risikostrukturausgleich der Kassen einbeziehen msse.
Dieser Vorwurf verleugnet indes die Tatsache, dass die PKV die GKV auf der Ebene der Kliniken und Praxen seit Jahrzehnten quersubventioniert. Der Dorn im Auge der Politiker kann dabei ja nur sein: d i e s e Art Risikostrukturausgleich findet (bislang) auerhalb jeglicher staatlicher Zugriffsmglichkeit statt (was ich geradezu als Segen empfinde).
Auffallend ist brigens, dass sein finanzieller Gesamtumfang von keiner Seite jemals quantifiziert worden ist.

Fazit:
1. Systemkonform solidarisch = in der GKV einzig zulssig sind M e h r l e i s t u n g absichernde Wahltarife.
2. Diese sind separat vom Solidartopf zu verwalten.
3. Der von politischer Seite stndig erhobene Vorwurf, die PKV entziehe den Solidartpfen erhebliche Mittel, entbehrt jeglicher nachvollziehbarer rechnerischer Grundlage.
4. Wo eine umlagebasierte GKV und eine kapitalbasierte PKV aufeinander zuwachsen sollen (wofr ich grundstzlich bin),
a. braucht das viel mehr Zeit als Politiker zugeben
b. mssen die beiden Finanzierungsgrundlagen in jeder einzelnen Firma, in jeder einzelnen Krperschaft durchweg separat eingenommen, ausgegeben, verwaltet und ggf. bilanziert werden.
c. Ein wechselseitiger Ausgleich ist nicht solidarisch und nur unter Rechtsbruch und Zerstrung der Einheitlichkeit von Gesetzgebung und Rechtsprechung zu haben - und damit grundgesetzwidrig.

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jaeckel
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Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 28.10.07, 13:19    Titel: PM der PKV e.V.: unsolidarisch, system- und rechtswidrig Antworten mit Zitat

PRESSEMITTEILUNG PKV E.V.
Wahl- und Zusatzversicherungstarife der GKV: unsolidarisch, system-
und rechtswidrig


Berlin - Zum Angebot von Wahl- und Zusatzversicherungstarifen
gesetzlicher Krankenkassen erklrt der Direktor des PKV-Verbandes
Volker Leienbach:

"Wahltarife wie Selbstbehalt- und Beitragsrckerstattungstarife sind
in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) systemwidrig. Sie wirken
entsolidarisierend. Versicherte nutzen diese Tarife zum
Vorteilshopping, indem sie als "gute Risiken" durch Wechsel in einen
Wahltarif Beitragsnachlsse zu Lasten der Versichertengemeinschaft
realisieren. Eine Rckkehr in den normierten GKV-Schutz, z.B. im
Krankheitsfall, ist dagegen mit keinerlei Konsequenzen verbunden -
auer dem Verzicht auf die zuvor genossenen Ermigungen. Durch diesen
systematischen Fehlanreiz fhren Wahltarife in der GKV zu
Risikoselektionen mit der Folge, dass die Beitrge alter und kranker
GKV-Versicherter steigen. Das ist das Gegenteil von Solidaritt.

Anders in der privaten Krankenversicherung (PKV): Verringert ein
Privatversicherter seinen Selbstbehalt, erhht sich sein Beitrag.
Mitnahmeeffekte einzelner Versicherter auf Kosten der
Versichertengemeinschaft sind in der PKV nicht mglich. Selbstbehalte
und Beitragsrckerstattung fhren in der PKV nicht zu einer
Entsolidarisierung, weil Privatversicherte einen risikoquivalenten
Beitrag zahlen.

Auch aus Verbraucherschutzsicht sind GKV-Wahltarife abzulehnen, da es
weder Kalkulationssicherheit noch lebenslangen Versicherungsschutz,
noch Kapitaldeckung und damit Generationengerechtigkeit gibt. Es ist
offenkundig, dass es bei dem Angebot von Wahltarifen in der GKV in
erster Linie um Marketing und um das Errichten von
wettbewerbsfeindlichen Schutzzunen geht. Dafr verstoen die Kassen
fundamental gegen das Solidarprinzip. Versicherteninteressen bleiben
auen vor.

Ein eindeutiger Rechtsversto ist das Angebot von Zusatzversicherungen
wie z.B. die Unterbringung im Einbettzimmer durch gesetzliche Kassen.
Im Rahmen der Kostenerstattung drfen gesetzliche Kassen keine
Leis-tungen anbieten, die sie nicht auch als Sachleistung erbringen.
Zusatzversicherungen wie Einbett-/ Zweibettzimmerunterbringung,
Zahnzusatzversicherungen, Auslandsreisekrankenversicherungen etc.
drfen deshalb von gesetzlichen Krankenkassen nicht angeboten werden.

Zudem verstoen diese Angebote gegen Kartell- und Wettbewerbsrecht,
weil diese Zusatzversicherungen durch die GKV in wettbewerbswidriger
Weise angeboten werden. Denn die gesetzlichen Kassen, die als
Sozialversicherungen von der Steuer befreit sind, kein Eigenkapital
hinterlegen, keine Alterungsrckstellungen bilden und nicht die fr
die PKV geltenden strengen Vorgaben hinsichtlich der
Beitragskalkulation beachten mssen sowie ber das Adressmonopol von
rund 70 Millionen gesetzlich Versicherten verfgen, agieren hier als
Gewerbebetriebe und htten gegenber den privaten
Versicherungsunternehmen massive, nicht zu rechtfertigende Vorteile.
Die privaten Krankenversicherungsunternehmen wrden so vom Markt
verdrngt.

Die PKV geht daher juristisch gegen rechtswidrige Tarifgestaltungen
der gesetzlichen Krankenkassen vor."

Kontakt:
Ansprechpartner:
PKV e.V.
Pressesprecherin
Frau Ulrike Pott
E-Mail: ulrike.pott@pkv.de
Telefon: 030 / 20458927
http://www.pkv.de
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 28.10.07, 19:37    Titel: Merci Antworten mit Zitat

auf das hatt ich mich bezogen

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