Navigationspfad: Home
medizin-forum.de :: Thema anzeigen - Warum werden Eltern von Pflegeheimbewohner weggedrngt?
Deutsches Medizin Forum
Foren-Archiv von www.medizin-forum.de
Achtung: Keine Schreibmglichkeiten! Zu den aktiven Foren whlen Sie oben im Men "Foren aus!
 
 SuchenSuchen 

Warum werden Eltern von Pflegeheimbewohner weggedrngt?

 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    medizin-forum.de Foren-bersicht -> Psychiatrie
Vorheriges Thema anzeigen :: Nchstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Werner
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.11.2004
Beitrge: 38
Wohnort: Schramberg-Sulgen

BeitragVerfasst am: 22.11.07, 23:58    Titel: Warum werden Eltern von Pflegeheimbewohner weggedrngt? Antworten mit Zitat

Hallo,

anlsslich einer Anhrung durch einen Vormundschaftsrichter
in einem Betreuungsverfahren musste ich erfahren, dass man
die Eltern von Pflegeheimbewohnern etwa mit einer Borderline-
Strung versucht, aus dem Leben ihres Kindes hinauszudrngen.
Die Eltern sollten nur zu Weihnachten oder zum Geburtstag
kommen und nicht zuviel Geld mitbringen, nicht so viel tele-
fonieren, ...

Ich habe den Eindruck, dass etwa wchentliche Besuche bei
ihrem Kind offensichtlich zuviel des "normalen" Lebens in
den lebenslang hart beschrnkten Lebensraum des Pflegeheims
tragen, dass es lieber gesehen wird, die Heimbewohner in ihrem
Lebensraum unter sich zu lassen, damit ihre Sehnsucht nach dem
"normalen" Leben im Laufe der Zeit abklinge.

Eine Borderline-Strung zusammen mit Paraplegie in einem Alter,
wo noch Vitalinteressen (auch Sex) das Leben dieser "Lebenslng-
lichen" beunruhigen, ist wohl der denkbar ungnstigste Faktor.

Was sagen Psychologen und Psychiater hierzu? Ist es tatschlich
besser, die Eltern halten sich weitestgehend aus dem Leben ihrer
behinderten Kinder heraus? Dies durch sachliche Antworten zu
wissen, knnte auch fr die hart betroffenen Eltern doch irgend-
wie Beruhigung bringen. Dann knnten sie auch das fr sie kalte
Agieren von Juristen als Vormundschaftsrichter und von Heimlei-
tungen -- mit viel intellektueller Mhe -- verstehen.

Man bedenke aber ebenso, dass hinter solcherart verschlossenen
Tren auch der vieldiskutierte Pflegenotstand blhen kann.

Werner.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
atacama
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 25.03.2007
Beitrge: 90

BeitragVerfasst am: 25.11.07, 02:19    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Werner,

mchten Sie eine allgemeine Diskussion ber Heime? Dazu kann ich nichts beitragen, ich habe keine gesicherten Informationen ber die Gesamtsituation stationrer Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen; nur den Eindruck dass Einrichtungen von vorsintflutlich bis vorbildlich und der Entwicklung vorgreifend sehr verschieden sind.

Oder geht es um "Ihren" Fall, bei dem Sie den Eindruck haben dass das LEben im Heim Auenkontakte ausschliet - dann sind Verallgemeinerungen nicht angebracht, beschreiben Sie lieber konkret was Ihnen Sorgen bereitet?

Sowohl familire Beziehungen als auch sonstige soziale Kontakte (inklusive Liebesbeziehung und sexuelle Kontakte) werden blicherweise gefrdert, da grtmgliche Normalitt und Selbstndigkeit der Klienten vorrangig sind. Ausnahmen kann ich mir nur bei vorbelasteten Beziehungen oder sehr schwierigem Sozialverhalten vorstellen. Das sollte auf jeden Fall deutlich und nachvollziehbar mit allen Beteiligten vereinbart werden.

mfg, a.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beitrge vom vorherigen Thema anzeigen:   
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    medizin-forum.de Foren-bersicht -> Psychiatrie Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  
Sie knnen keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Sie knnen auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Sie knnen an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
© Deutsches Medizin Forum 1995-2019. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de.