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medizin-forum.de :: Thema anzeigen - Definition: Geschftsfhigkeit?
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Definition: Geschftsfhigkeit?

 
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Werner
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.11.2004
Beitrge: 38
Wohnort: Schramberg-Sulgen

BeitragVerfasst am: 24.09.07, 15:46    Titel: Definition: Geschftsfhigkeit? Antworten mit Zitat

Hallo,

welches sind die Kriterien einer "Geschftsfhigkeit" oder
"GeschftsUNfhigkeit?

Diagnose: schizoaffektive Strung, ohne erkennbare psychotische
Episoden, gut und stabil eingestellt (Risperdal 1mg/14tg).

Welche Zeit muss nach einer nachweislich-letzten psychotischen
Episode vergangen sein, um wieder als "geschftsfhig" zu gelten?

Wer bestimmt die Geschfts(un)fhigkeit rechtsrelevant?

Dank fr Hinweise,

Werner.
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I-user
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 29.04.2005
Beitrge: 1985
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 24.09.07, 21:44    Titel: Re: Definition: Geschftsfhigkeit? Antworten mit Zitat

Hallo,
Werner hat folgendes geschrieben::
Wer bestimmt die Geschfts(un)fhigkeit rechtsrelevant?
Im Zweifel ein gerichtlicher Gutachter.
Ich kann nur auf die 104 Nr. 2 und 105 verweisen: http://bundesrecht.juris.de/bgb/BJNR001950896.html#BJNR001950896BJNG001202377
_________________
Im Schlechten Gutes finden
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Stefan4242
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.01.2007
Beitrge: 337

BeitragVerfasst am: 25.09.07, 16:10    Titel: Re: Definition: Geschftsfhigkeit? Antworten mit Zitat

Hallo,

I-user hat folgendes geschrieben::
Ich kann nur auf die 104 Nr. 2 und 105 verweisen: http://bundesrecht.juris.de/bgb/BJNR001950896.html#BJNR001950896BJNG001202377

Kleine drei Buchstaben dazu: BGB (obwohl es aus dem link hervor geht).

Viele Gre,
Stefan
_________________
Ich glaube nicht (an einen persnlichen Gott), aber ich kenne eine persnliche Kraft, deren Wirkung kein Widerstand entgegengesetzt werden kann. Ich nenne sie Gott. (C.G.Jung)
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Pasta
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 06.11.2007
Beitrge: 30
Wohnort: Koeln

BeitragVerfasst am: 30.11.07, 16:17    Titel: neben der schuldfhigkeit.... Antworten mit Zitat

D_Geschftsfhigkeit ist der parallele Begriff zur Schuldfhigkeit und betrifft das Feld der
selbst-stndigen Fhrung der eigenen Geschfte.
A-Schuldfhigkeit bezieht sich auf Ihre Zurechnungsfhigkeit im Falle vo erheblichen,
oder schweren kriminellen Delikten.,z.B. Krperverletzung
Die von Ihnen benannte Diagnose enhebt Sie des zweiteren, allerdings sollten sie nicht mehr im weissen Kittel auf Mitmenschen losgelassen werden!
_________________
hai-kuh:
das linke knie ist nicht die rechte schulter,
der kufuss ein helden-symptom,
lila oder ge-scheckt?
be aware!
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AnnettLoewe
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 16.09.2004
Beitrge: 871

BeitragVerfasst am: 30.11.07, 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Pasta,
nein, die Begriffe sind durchaus nicht "parallel". Die Schuldfhigkeit bezieht sich auf ein konkretes (bereits geschehenes) Delikt und wird ex post und nur bezogen auf dieses Delikt beurteilt. Das ist nur im Strafrecht relevant und die Kriterien sind durchaus andere, als fr die Geschftsunfhigkeit.

Diese setzt eine prognostische Beurteilung der Mglichkeiten des Betroffenen voraus, die rechtlichen Folgen seiner geschftlichen Handlungen vorherzusehen und entsprechende Entscheidungen zu treffen.

Beide Dinge werden von gerichtlichen Sachverstndigen geprft...im ersten Fall vor einem Strafgericht, im zweiten Fall vor dem Amtsgericht in Zivilsachen (Vormundschaftsgericht). Die Frage der Geschftsfhigkeit ist unabhngig von der Frage zu klren, ob jemand zum Beispiel fr die Regelung seiner wirtschaftlichen Angelegenheiten eines Betreuers bedarf.
Auch wer einen Betreuer braucht, kann selber voll geschftsfhig sein und neben seinem Betreuer voll wirksam handeln.
Die Geschftsunfhigkeit muss im gerichtlichen Beschluss explizit festgestellt werden und kann auch separat berprft werden.
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Pasta
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 06.11.2007
Beitrge: 30
Wohnort: Koeln

BeitragVerfasst am: 01.12.07, 14:30    Titel: Gesellschaftliche Geometrie! Antworten mit Zitat

Ich denke schon das diese Begriffe parallel zu begreifen sind,
da die Geschftsfhigkeit wie Frau Loew richtig bemerkt hat, die selbstndige Fhrung
der eigenen Geschfte meint.

und die Schuldfhigkeit strafrechtlich relevante Delikte bezeichnet, die wiederum durch die
Diagnose, die zur Debatte steht, ausgeschlossen wird.
Wenn allerdings jem. mit der vorliegenden Diagnose im gesellschaftlichen Feld sozusagen
"freigesprochen" und weiterhin strafrechtlch erheblich schdigend ttig werden darf,
steht fr mich der Handlungsspielraum des Diagnostizierenden und der betreuenden rzte
zur Disposition.
Die Geschftfhigkeit sollte durch einen Gutachtern berpft werden, wenn was geschehen ist?!
Der Bankrott des Nachbarn ist hier am Rhein anscheinend Grund genug, da dann nicht der Nachbar berprft wird, sondern, die die fr ihn zahlen soll!
Also wenn die Diagnose eine Scheindiagnose ist und die Geschfte weiter so laufen sollen und knnen, mssen andere wirklich die 104 bis 108 des BGB buchstabieren.
Vielleicht geht das "Geschft" ja ohne Verschiebung und Satanisten, die Ihr Merschweinchen anbeten, besser....Mhm, ich habe da einen konkreten Fall im Blickwinkel!


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