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Wer informiert Objektiv ber die Gefahren beim Rntgen?

 
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Blauhai
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 23.09.2006
Beitrge: 38

BeitragVerfasst am: 23.11.07, 21:42    Titel: Wer informiert Objektiv ber die Gefahren beim Rntgen? Antworten mit Zitat

Hallo,

wer wei, bei welchem Arzt oder bei welcher Institution man sich ber die Gefahren beim Rntgen informieren kann.

Ein Radiologe wird sich wahrscheinlich sein Geld mit Rntgenaufnahmen verdienen. Der wird die Gefahren wahrscheinlich herunterspielen.

Von wem kann man objektive Informationen ber die Gefahren und Auswirkungen beim Rntgen erhalten.

Viele Gre
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Dr. A. Flaccus
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 06.03.2005
Beitrge: 3181
Wohnort: Hildesheim

BeitragVerfasst am: 23.11.07, 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend!

Welchen Hintergrund hat Ihre Frage ?
Was genau wollen Sie wissen ?

Die "Gefahren" der Rntgenstrahlung sind immer im Verhltnis zu dem Erkenntnisgewinn der Untersuchung zu sehen.

Theoretisch kann schon die erste und einzige Rntgenuntersuchung der Lunge zu einem Erbschaden fhren. Was aber, wenn der Verzicht auf diese Aufnahme zur Nicht-Diagnose einer Lungenerkrankung fhrt ? Am Ende stirbt man dann, weil der Lungentumor nicht gefunden wurde...

Regelmiges Fliegen erzeugt eine vielfach hhere Strahlenbelastung, als so mancher schwerkranke Patient in seinem Leben auf der Erde jemals abbekommt.

Wichtig ist, da die Anwendung der Rntgenstrahlung aufgrund einer gezielten, kritisch abgewogenen Fragestellung erfolgt.

Generell ist zu sagen: Rein theoretisch kann man schon an den Folgen der ersten und einzigen Rntgenaufnahme schwer erkranken, ja sogar sterben. Das Risiko wchst natrlich mit der Hufigkeit.
Insgesamt ist das Risiko aber - im Verhltnis zu all den anderen Gefahren um uns herum (Straenverkehr!!!) - als sehr gering einzustufen.

Sehr gute Infos gibt es beim Bundesamt fr Strahlenschutz:
http://www.bfs.de/de/bfs

Gru

Dr. A. Flaccus
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Dr. A. Flaccus
Facharzt fr Ansthesie
- Notfallmedizin -
DMF-Moderator
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Blauhai
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 23.09.2006
Beitrge: 38

BeitragVerfasst am: 23.11.07, 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr geehrter Herr Dr. Flaccus,

vielen Dank fr Ihre Antwort.

Hintergurnd meiner Frage ist, dass vor ca. 1 Jahr eine Knochendichtemessung (CT im Lendenwirbelbereich) bei mir durchgefhrt wurde (1- 2 Jahre davor hatte ich bereits eine CT der Nieren).

Nach dieser Knochendichtemessung bekam ich einen Ausschlag (Dermatitis) im Gesicht, die ich bis heute nur mit kortisonhaltiger Salbe in den Griff bekomme.

Kann diese Rntgenbelastung eventuell zu Schdigungen der Niere oder anderen Organen fhren und sich dann nach auen durch Hautrtungen zeigen?

Falls ja, was kan man dagegen tun?

Viele Gre
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Dr. A. Flaccus
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 06.03.2005
Beitrge: 3181
Wohnort: Hildesheim

BeitragVerfasst am: 23.11.07, 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Eine sog. "Strahlendermatitis" als Hauterscheinung tritt meines Wissens (bin kein Radiologe!) nur nach unsachgemer Strahlenanwendung auf.

Bei den von Ihnen beschriebenen Untersuchungen ist eher nicht damit zu rechnen.

Nierenfunktionsstrungen werden z.B. von Kontrastmittel verursacht, das zur besseren Darstellung der inneren Strukturen verwendet wird. Beim "nierengesunden" Pat. sollten normale Dosierungen des Kontrastmittels allerdings keine Probleme verursachen.

Fr weitergehende Ausknfte mte man aber Ihre gesamte Krankengeschichte kennen.

Gru

Dr. A. Flaccus
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Blauhai
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 23.09.2006
Beitrge: 38

BeitragVerfasst am: 23.11.07, 22:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

bei der Knochendichtemessung habe ich keine Kontrastmittel erhalten. Allerdings habe ich schon ber 15 Jahre lang (vielleicht auch schon lnger) einen erhhten Kreatininwert (1,25 - 1,3).
Diesbezglich scheint meine Niere nicht 100 %ig zu funktionieren, ist anscheinend schon vorbelastet.

brigens, die Knochendichtemessung ergab, dass eine Osteoporose vorliegt. Ich bin mnnlich und 43 Jahre. Ich rauche nicht und trinke fast keinen Alkohol. Die Untersuchungen ergaben, dass bis auf die Niere (Eiwei im Urin) und Vitamin D Mangel alles ok ist.

Komisch ist nur, dass ich die Hautprobleme nach der Knochendichtemessung bekommen habe.

Viele Gre
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bemaa
Interessierter


Anmeldungsdatum: 18.04.2007
Beitrge: 17

BeitragVerfasst am: 24.11.07, 00:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

eine (Strahlen-)dermatitis im Gesicht wird nicht durch eine Untersuchung im LWS-Bereich verursacht. Wenn berhaupt, dann lokal, dort, wo die Strahlung auftritt und auch dann eher nur bei therapeutischen Dosen im Sinne einer Bestrahlung.
Gerade eine Knochendichtemessung per CT ist mit einer minimalen Dosis realisierbar, da nur 3-4 reprsentative Schichtbilder durch die Wirbelkrper gemacht werden. Die Untersuchung der Nieren drfte mit einer wesentlich hheren Dosis verbunden gewesen sein, die aber zur Diagnostik sicher vertretbar war (oder wurden diese Bilder "nur mal so" gemacht?).

Ein Kreatinin-Wert <1,5 ist fr die meisten Kliniken fr eine Kontrastmittelgabe unbedenklich.

mfg,

Bernd
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Gast H
Gast





BeitragVerfasst am: 03.12.07, 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

wer informiert objektiv ber die Gefahren des alltglichen Lebens? Keiner. Ist auch gut so, denn sonst wrde ich frh gar nicht mehr ins Auto steigen Winken.

Um die Frage, denn es ist ja eine, dennoch zu beantworten: Ihr Arzt informiert Sie, entweder aktiv, indem er Ihnen Nutzen und Risiken aufzeigt, oder passiv, indem er den Nutzen der Untersuchung gegen die Risiken abwgt und eine berweisung schreibt. Der Radiologe selbst, indem er Sie vor der Untersuchung einen Behandlungsvertrag (Anamnesebogen, Aufklrungsbogen usw.) unterschreiben lt, welcher i.d.R. auch Hinweise auf die Gefahren von Rntgenstrahlen enthlt. Nicht zuletzt durch den Gesetzgeber, der Sie auf Wunsch gern ber sein Bundesamt fr Strahlenschutz informiert und auch ber die Einhaltung der Grenzwerte wacht.

Eine spezielle Aufarbeitung der Risiken und Dosen in Gegenberstellung zu den alltglichen Risiken finden SIe z.B. hier, PowerPoint(-Viewer) erforderlich:
http://www.idr.med.uni-erlangen.de/veranstaltung/Strahlenrisiko-IDR.ppt
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