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Mit dem Maserati zum Brtchenholen

 
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 09.01.08, 17:10    Titel: Mit dem Maserati zum Brtchenholen Antworten mit Zitat

Jahr fr Jahr gehen hier entschdigungslos drei- bis fnftausend Euronen fr Datenverarbeitungs- und Telekommunikationstechnik drauf, nur damit eine Arbeit erledigt werden kann, die noch vor fnfzehn Jahren gerade zwei Kartons A 4 und ein bichen Porto gebraucht hat.

Heut war ich zweieinhalb Stunden mit der Software-Hotline auf Fernwartung.
Es ging um die Installation einer neuen DF-Verbindung.

Die brauchen die Datenstellen der Kassen, um knftig ein paarmal pro Woche / Monat / Quartal ein Pckchen in Empfang zu nehmen, das Daten der Umfangs und der Komplexitt einer einzigen Seite *.PDF enthlt. Auf diese Art Versand bestehen die Kassen. (Bis zum 31.03. des Jahres darf ich die eine Seite wahlweise auch noch auf Disk brennen und per Post versenden.) Fr andere Zwecke ntzt mir die D2D-Verbindung nullkommagarnix.

Gescheitert ist die Installation noch an der abgeschalteten bertragung meiner Rufnummer im ISDN, wird von der Magentapost grad gendert. Zum Glck hab ich mich wenigstens noch nicht zu DSL berreden lassen, denn damit gings berhaupt garnicht.

Dieser Aufwand kommt mir etwa so vor, als ob ich Sonntagfrh bei der Leihfirma Dingsbums einen Maserati ordern wollte, um damit um die Ecke zum Brtchenholen zu fliegen.


Ich bin noch unentschieden, welcher rger berwiegt der ber den technischen Schwachsinn oder der ber die unbeschreibliche Arroganz dieser Bestimmung.

PR
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jaeckel
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Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 11.01.08, 17:53    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber PR,

wenn Sie uns die genaue rechtliche Grundlage dieser Datenanforderung dazuschreiben, wre alle Mitleser transparent, wer fr die "unbeschreibliche Arroganz" die Verantwortung trgt.
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Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jckel
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 11.01.08, 20:07    Titel: Auf dem Bogen *.PDF stehen Antworten mit Zitat

1 Name mit Nummer, vier bis fnf Kreuzelchen und mein Stempel.

Dett janze dient der bermitlung altbekannter Daten an eine der Datenannahmeundweiterleitungsstellen (DAWS) im Rahmen eines DMP (Disease Management Program = "strukturiertes Behandlungsprogramm"),

welches ja keinesfalls ein Behandlungsprogramm ist,
denn weder die DAWS noch die Kasse behandeln und machen also auch kein Programm, sondern das machen die zustndigen rzte,

sondern der x+y.te Nachweis der betreffenden Kasse gegenber dem Moloch Risikostrukturausgleich
welchen man sich getrost als milliardenschweren Geldtopf vorstellen darf, innerhalb dessen die Kassen versuchen mssen, sich gegenseitig Geld abzuluchsen,

dafr, dass unter ihren Mitgliedern welche mit einer Diagnose sind, fr die die jeweilige Kasse von der Kassenaufsicht eben ein Behandlungsprogramm genehmigt gekriegt hat.

Alles klar ?
Mir auch.

PR
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jaeckel
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Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 12.01.08, 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber PR,

die Leser wnschen Transparenz und werden sich fragen:

- Mssen rzte bei einem DMP mitmachen?
- Oder bekommen sie so etwas wie eine Provisionszahlung von der jeweiligen Kasse fr jeden Patienten, den sie in einem DMP nach genauen Vorgaben behandeln?
_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jckel
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 12.01.08, 14:58    Titel: Mssen rzte bei einem DMP mitmachen ? Antworten mit Zitat

Dia Antwort lautet klipp und klar: jein.

Die berschrift des Threads knnte brigens fr den gesamten DMP-Unfug gelten.

So, und nun gern ein bisschen differenzierter.

Wer will a priori die DMPs ?
1. einige Ideologen und - bei gegebener politischer Konstellation - folglich
2. der Gesetzgeber
3. die Kassen

Beide setzen alle brigen Akteure im Gesundheitswesen unter massiven Druck.
1. die Kassenmitglieder
2. die rzte
was zur Folge hat, dass
3. in zweiter Linie die Kassenmitglieder ihre rzte unter Druck setzen, und die rzte sich gegenseitig. In unserer Gegend lautet die Devise mittlerweile: egal, was wir sachlich und fachlich und politisch von den DMPs halten - wir knnen sie nicht verhindern. Wenn wir uns (weiter) verweigern, gehen massiv Kassengelder in andere Bundeslnder, die fehlen uns dann.

Ich wrde dies klar als eine der absichtlich eingebauten Infamien der DMPs bezeichnen. Die zweite absichtlich eingebaute Infamie besteht darin, dass Politiker und Kassen den Kassenmitgliedern die V e r b e s s e r u n g der Behandlung ihrer chronischen Erkrankung versprechen, was eine eindeutige Unwahrheit ist, also Volksverdummung. Als Indiz dafr, dass diese Unwahrheit den Politikern bewusst ist, darf man die Tatsache werten, dass die Begleitforschung (mitlaufende Evaluierung) der DMPs aus den Entwrfen der entsprechenden Gesetzgebung gestrichen worden sind. Ich nehme an, dass damit verhindert werden sollte, dass ans Licht kommt, dass DMPs die Versorgung der Chroniker durchaus zu v e r s c h l e c h t e r n imstande sind. Beim DMP Mammakarzinom war dies beweisbar einige Jahre lang der Fall.

Wer m u s s am DMP teilnehmen ?
Diejenigen (Hausrzte), die sich von den Kassen (an den KVen vorbei) an besondere Versorgungsvertrge binden lassen, z.B. Hausarztmodelle. Im Land BaW wird das derzeit flchendeckend zwischen einer greren dreibuchstabigen Kasse und zwei (Hausarzt-)-Verbnden verhandelt. Der Arzt, der am Hausarztmodell teilnehmen will, verpflichtet sich, pro Zeiteinheit eine bestimmte Anzahl oder Quote an DMP.Einschreibungen abzuliefern.

Dann kriegen die auch eine Art Provisionszahlung. Alle brigen DMP-rzte drfen halt ein paar lumpig bewertete Nummern mehr abrechnen.

Da im Jahr 2008 der konomische Druck auf alle Kassenrzte erheblich zunimmt - mein Eindruck ist, dass das Jahr 2008 von politischer Seite als das Jahr ausersehen ist, in dem endlich ein ordentlicher Schwung Kassenrzte in Pleite und Resignation getrieben werden sollen, bevor 2009 angeblich die Kassen das ihnen allein zustehende Morbidittsrisiko bernehmen sollen - werden die DMP-Einschreibungen in 2008 massiv zunehmen.

Dies treibt lngst Sumpfblten. Ich kenne eine ganze Reihe Nicht-Diabetikerinnen, die z.B. ins DMP Diabetes eingeschrieben sind. Derlei wird zunehmen.

PR
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Kalli
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Anmeldungsdatum: 15.01.2007
Beitrge: 218
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BeitragVerfasst am: 12.01.08, 17:14    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Dies treibt lngst Sumpfblten. Ich kenne eine ganze Reihe Nicht-Diabetikerinnen, die z.B. ins DMP Diabetes eingeschrieben sind. Derlei wird zunehmen.


Das kann ich nur besttigen, mein Hausarzt und mein Diabetologe machen dieses Spiel nicht mit, aber von etlichen Bekannten weis ich, das sie praktisch ins DMP Programm reingetrieben worden sind, obwohl die Werte noch im Normalbereich waren. Da lockt wohl die Belohnung.
Eine ltere Dame vertraute mir an, das ihr in Richtung Zucker nichts passieren knne, sie wre ja in so einem Programm, Auf meine Frage, was der Doc denn so macht, meinte sie :
Eigentlich nur jedes Quartal Blutabnahme, sonst nichts!
Also keine Ernhrungsberatung, keine Aufklrung, nichts! Hauptsache chronisch krank, da darf man mehr verschreiben und DMP, das ist dann das Sahnehubchen und wenn dieser Patient keine Medikamente braucht, um so besser. Geschockt

Diese Entwicklung kann keinem gefallen. Wenn unser Gesetzgeber (Nicht nur die Ministerin!)
das sehenden Auges toleriert, wie so vieles andere, dann braucht sich wirklich kein Mensch ber unsere Jugend zu wundern und zu schimpfen. Die machen mit der Faust nur das, was wir ihnen Gewaltfrei vorleben. Immer feste druff, Hauptsache, es bringt Gewinn oder wenigstens das Gefhl der Macht.

Schnen Abend, Kalli
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 12.01.08, 19:56    Titel: unser Gesetzgeber (Nicht nur die Ministerin!) Antworten mit Zitat

aber die und ihre Entourage verwendet gern Mehrzweckwaffen.

DMP ist so eine. Die Zwecke der Waffe DMP sind:

1. Ungleichgewichte schaffen im Risikostrukturausgleich, damit
2. Kassen zumachen / fusionieren mssen, die DMPs nicht anbieten knnen / wollen oder zu wenige "Chroniker" unter ihren Mitgliedern haben, damit
3. die Seehofer'sche Idiotie ausgebgelt wird, die darin bestanden hatte, unter dem Schlagwort "mehr Wettbewerb ! " neue Kassen wie die Stinkmorcheln aus dem Boden sprieen zu lassen.
4. DMPs sollen weiterhin kassen- und staatshrige also willfhrige rzte selektionieren und diejenigen, die sich eine gewisse Kritikfhigkeit noch leisten, per Kontostand dazu erpressen, dass sie zu solchen werden.
5. DMPs knnen in Wirklichkeit n i c h t irgend eine individuelle Behandlungsqualitt v e r b e s s e r n . Was sie knnen ist kollektive Behandlungskosten verringern und
6. das frei werdende Geld umschichten, damit
7. manche Kassen ihre skandals illegalen Schulden schneller los werden, damit
8. man sie in nherer Zukunft mit klar v o r h e r verteilten Gewinnchancen mal wieder in einen sogenannten Wettbewerb schicken kann, das wird dann der "Wettbewerb" mit den Krankenversicherungen sein.

PR
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Kalli
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Anmeldungsdatum: 15.01.2007
Beitrge: 218
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 12.01.08, 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
aber die und ihre Entourage verwendet gern Mehrzweckwaffen


Stimmt. Aber mchten Sie in so einem verkrusteten und von Lobbyisten wimmelnden Haufen Gesundheitsminister sein? Und glauben Sie nur nicht, man knnte diesen Augiasstall mal eben so entmisten, dieser Schimmelpilz hat bereits smtliche Ministerien berzogen.
Informationen fr mndige Brger? Das ich nicht lache. Was ist mit dem Mindestlohn, was mit der Riesterrente? Was mit Herrn Kochs Wahlkampfthema? Auf die kriminellen Jugendlichen eindreschen, aber Hessen ist das Bundesland, in dem eben Jugendlichen am lngsten auf ihren Prozess, also auf ihre Bestrafung warten mssen. Herr Rttgers tutet in dasselbe Horn, will aber gleichzeitig 79 Richterstellen abbauen!

Die Krankenkassen machen nichts anderes mit ihrem DMP. So wenig Information wie mglich, aber viel Reklame dafr. brigens knnten wirklich eine Menge Krankenkassen eingespart werden. Gru, Kalli
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 13.01.08, 12:29    Titel: Mchte ich gewi nicht, Antworten mit Zitat

aber das ist nicht das Entscheidende. Im brigen wrde mich interessieren, in welchem Wirtschaftszweig es nicht vor Lobbyisten wimmelt.

Ein mir gut bekannter Politiker hat, um sein Tagewerk zu beschreiben, mal gesagt, Politik sei nichts Anderes als Medizin im Groen und Ganzen. Ich bin sicher, dass er das wirklich so gemeint und sein Tagewerk auch so betrieben hat.

Einen Politiker mit dieser Grundhaltung wrde ich mir lngst als Gesundheitspolitiker wnschen.

PR
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gesundbrunnen
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Anmeldungsdatum: 01.11.2007
Beitrge: 297
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 13.01.08, 16:58    Titel: Antworten mit Zitat

"Es kann nur das Geld ausgegeben werden, was eingenommen wird", hrt man immer gern als Argument gegen gesetzliche Mindestlhne.

Diese Grund-Regel gilt aber auch in allen anderen Lebensbereichen und insbesondere in der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Und die Kassenrzte, die haben den gesetzlich garantierten Mindestlohn ja schon. Und immer einen solventen wie insolvenzunfhigen (weil er skandals illegale Schulden machen darf) Schuldner. Was will man da eigentlich mehr!
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 14.01.08, 12:31    Titel: Garantierter Mindestlohn Antworten mit Zitat

Insolvenz-Unfhig: das haben die Mitglieder der verblichenen BKK Hochrhein-Wiesental frher auch gedacht. Ich wei, der Vorgang hie nicht Insolvenz, es war aber eine.

Einen gesetzlich garantierten Mindestlohn der Kassenrzte gibt es tatschlich auf keiner Ebene der Mittelflsse. Richtig ist:

- die Gesamteinnahmen der GKV hngen ab von der Summe der sozialabgabenpflichtigen Lhne und Gehlter = nix garantiert und nix mindest
- die Gesamtausgaben der GKV hngen ab von ihren Gesamteinnahmen, wie die zitierte Gund-Regel besagt = nix garantiert und nix mindest
- die Gesamtvergtung fr Kassenrzte (mittlerweile noch um 15 % des Beitragsaufkommens der Kassen) a. ist Verhandlungssache, b. hngt ab vom Namen der Kasse, c. sinkt, wo immer Mitglieder in Billigkassen wechseln, d. ist in jedem Regierungsbezirk / neuerdings Bundesland anders, e. ist wie gesehen von Kassenseite beliebig kndbar, f. wird zunehmend bereinigt um die Ausgaben annhernd beliebiger Marketing-Spielchen seitens der Kassen = nix garantiert und nix mindest
- die Gesamtvergtung ist Arztlohn zum kleinsten Teil. Was davon beim einzelnen Arzt ankommt, deckt landauf landab gerade mal die Laufkosten der Praxen und das wars = nix Lohn, nix garantiert und nix mindest.
- eine Anpassung der Gesamtvergtung an gestiegene Fixkosten hat es nicht gegeben, nicht an steigende Helferinnen-Tarife, nicht an deren steigenden Zeitaufwand nach Einfhrung der Kassengebhr und weiterer Bureaukratiemonster

Das an dieser Stelle unweigerlich fllige Argument, es sei aber doch genug Geld im System, nur verteile es irgend jemand nicht richtig, hat einen furchtbar langen Bart und wird selbst davon nicht richtiger.

Wir halten fest: Kassenrzte haben k e i n e n garantierten Mindestlohn

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Kalli
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Anmeldungsdatum: 15.01.2007
Beitrge: 218
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BeitragVerfasst am: 14.01.08, 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Einen Politiker mit dieser Grundhaltung wrde ich mir lngst als Gesundheitspolitiker wnschen


und Sie glauben wirklich, dieser "gute" Politiker htte etwas bewirken knnen?
Sorry, das finde ich naiv. Das wrde bedeuten, das ausschlielich unsere Gesundheitsministerin unsere Gesundheitspolitik steuert. Im Gegenteil, ich knnte mir vorstellen, das gerade sie jeden Abend fr etwas mehr Entscheidungsmglichkeiten betet.

Zitat:
Das an dieser Stelle unweigerlich fllige Argument, es sei aber doch genug Geld im System, nur verteile es irgend jemand nicht richtig, hat einen furchtbar langen Bart und wird selbst davon nicht richtiger.


Was schlagen Sie vor? Die Zwangsbeitrge um 5% zu erhhen? Mag sein, sie haben in der Zeitung mal etwas von der fehlenden Binnennachfrage gelesen?
Ein amerikanischer Finanzguru hat sich eben heftig ber die Deutschen gewundert, die sich nur auf den Export verlassen und damit absolut abhngig machen. Er wrde die Binnennachfrage strken.
Tja, wenn man diesem Mann sagt, wir mssen erst noch deutlich mehr Geld in unser Gesundheitssystem schaufeln, wird er noch mehr staunen.

Aber mag sein, Sie haben eine bessere Idee, wie man ALLE Seiten zufriedenstellen kann.

Schnen Tag, Kalli
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 14.01.08, 19:50    Titel: Keine Glaubensfrage Antworten mit Zitat

denn ich habe gesehen und wei, was Politiker bewirken knnen.

Bei den Zwangsbeitrgen werden Sie mit ordentlicher Wahrscheinlichkeit demnchst eine Erhhung erleben, die sich gewaschen hat, ohne dass davon merklich mehr ins Gesundheitsfrsorgesystem fliet. Dieses hatte ich gemeint. Denn beileibe nicht alles, was bis dato mit Kassenbeitrgen finanziert wird, kommt dort an, wo Tag fr Tag und Nacht fr Nacht Arbeit fr Gesunde und Kranke geleistet wird.

Genau aus dem Grund: Transparenz a u c h der Allokationen und Mittelflsse war ich ursprnglich ein begeisterter Anhnger der ersten Vorstellungen von einem Fondsmodell. Wie das nun Geplante dann aussehen, und welche Nebenwirkungen es mit sich bringen wird, mu man abwarten. Ganz allein aus dem hohlen Bauch drften seine Gegner ja auch nicht argumentiert haben...

Die Amis haben ber Jahre hinweg ihre Binnennachfrage einschlielich Schiewerkzeug in wahnsinniger Weise und fast ausschlielich zu Lasten der gesamten restlichen Welt gestrkt und tun genau dies bis heute. Ich wei, was ich von deren Gurus zu halten habe. Aber haben Sie den denn nicht miverstanden ? Gesundheitssystem i s t doch Binnennachfrage. Darber mte er doch erfreut sein ?!?

Allerdings bin ich durchaus der Meinung, dass es bei uns ein himmelschreiendes Miverhltnis gibt in der Mittelverteilung zwischen Patientenarbeit und Papierarbeit.

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Anmeldungsdatum: 15.01.2007
Beitrge: 218
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 14.01.08, 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Allerdings bin ich durchaus der Meinung, dass es bei uns ein himmelschreiendes Miverhltnis gibt in der Mittelverteilung zwischen Patientenarbeit und Papierarbeit.


Da allerdings haben Sie recht Winken schnen Abend , Kalli
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