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Warum brauchen wir so viele gesetzliche Krankenkassen ?

 
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Dr. A. Flaccus
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 06.03.2005
Beitrge: 3181
Wohnort: Hildesheim

BeitragVerfasst am: 22.02.08, 09:51    Titel: Warum brauchen wir so viele gesetzliche Krankenkassen ? Antworten mit Zitat

Guten Morgen!

Da hier im Moment an verschiedenen Stellen ber "Kosten Im Gesundheitssystem" unter ganz verschiedenen Aspekten diskutiert wird, will ich einen weiteren Diskussionspunkt hinzufgen - in der Hoffnung auf eine sachliche Diskussion:

Warum brauchen wir in Deutschland ber 250 gesetzliche Krankenkassen mit ihren jeweiligen Verwaltungsgebuden etc. ?
Das Leistungssprektrum ist identisch, es finden groe Geldverschiebungen als "Risikoausgleich" statt.

Warum ist das so ?
Ist dieses System sinnvoll ?
Welche Vorteile rechtfertigen die enormen (250
-fachen!) Verwaltungskosten ?

Gru

Dr. A. Flaccus
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Dr. A. Flaccus
Facharzt fr Ansthesie
- Notfallmedizin -
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Christiane
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Anmeldungsdatum: 20.10.2004
Beitrge: 902

BeitragVerfasst am: 22.02.08, 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

naja, ber die richtige gre eines oligopols lsst sich ja immer schn streiten - wohin andererseits monopolstrukturen fhren, zeigt uns ja z.b. die energiewirtschaft, wobei man dies bei manchen kassen in bestimmten regionen ja auch beobachten kann (barmer, AOK ...)

im brigen denke ich, dass das leistungsspektrum auf dem papier zwar grundstzlich identisch, in der realitt aber divergierend ist (dies zeigen ja auch die klagen vor den sozialgerichten, bei denen bestimmte kassen doch sehr hufig antreten drfen) - ebenso wie die zahlungsmoral der KK's fr krankenhausleistungen (da sind die kassen mit hohen kopfpauschalen fr den niedergelassenen bereich doch recht lahm ...)

ansonsten kann man im bereich der satzungsleistungen deutliche unterschiede erkennen - z.b. im bereich der freiwillig versicherten, z.b. haushaltshilfe abweichend vom SGB V ...

tja, was ist die richtige gre fr die mitglieder eines oligopol, dem ca. 90% der bewohner deutschland's angehren?
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Dr. A. Flaccus
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 06.03.2005
Beitrge: 3181
Wohnort: Hildesheim

BeitragVerfasst am: 22.02.08, 14:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Zitat:
ansonsten kann man im bereich der satzungsleistungen deutliche unterschiede erkennen - z.b. im bereich der freiwillig versicherten, z.b. haushaltshilfe abweichend vom SGB V ...


...na ja, aber wievel Prozent der jeweiligen KK-Ausgaben fallen denn darunter und sind frei verfgbar. ? Nur darber lt sich ja der Wettbewerb rechtfertigen, fr den diese vielen Kassen stehen.

Gru

A. Flaccus
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 22.02.08, 21:01    Titel: Keine Ahnung, wer auer Seehofer Antworten mit Zitat

mal gemeint hat, mit mglichst vielen Kassen wrde alles besser und billiger. Viele werden's jedenfalls nicht gewesen sein, Gesundheitsminister haben nun mal 'nen Hang zur Autokratie. Davon abgesehen kapieren Parlamente sowieso nie, was diese Minister so w i r k l i c h wollen.

Nu sind die vielen Kassen und Ksschen halt mal da. Das galoppierende Fusibakterium wirds schon hin richten, sind schlielich alles Betriebswirte, die Herrn Gesundheitshndler.

Die schiere Zahl ist mein Problem nicht, alle Quartale mal fnfe weniger auch nicht. Mein Problem ist es aber, wenn alle Naslang an i r g e n d einem der aberhundert Schrubchen gedreht wird, an denen von Gesetzes wegen die Kassen nun drehen sollen, und jedes Kchen jedesmal an einem anderen
- was Politiker gern als MARKT!!! verkaufen und ihre Kunden als Intransparenz nicht nur empfinden:

da ein Rabttchen, dort ein Modellchen, hie ein bichen integriert, da ein bichen differenziert, bis wann gilt das Befreiungskrtchen ? gilt es auch fr Kuren ? Halt, da hat sich doch der Status gendert ? Ist der Stempel fr Frischundfromm schoin drauf ?

Es ist zum, naja, Steinerweichen.

So fhrt sich ein Sachleistungsprinzip schnell und mit groer Zuverlssigkeit selbst ad absurdum.

Die einzigen Alternativen heien Erstattungsprinzip und Direktabrechnung.
Dafr, dass alle rzte Angestellte der Einheizkasse sind, ist die Zeit ja denn doch noch nicht ganz reif.

PR
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GS
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Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beitrge: 32

BeitragVerfasst am: 22.02.08, 22:29    Titel: Irgendwo gelesen heute, nur noch 219 Kassen ,,, Antworten mit Zitat

... und vorher getankt fr 142 Cent.

Pro Liter natrlich. Die beiden Zahlen nhern sich rapide einander an, auch wenn sie herzlich wenig miteinander zu tun haben.

Fazit: Negative Korrelation. Null kausaler Zusammenhang. Diagnose: Positiv

Es geht also aufwrts.

Vielleicht kein konstruktiver Beitrag zur Diskussion, soll ja auch nur zur Entspannung nach einer stressigen Woche dienen.

Obwohl: Morgen ist erst Samstag,
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H.S.
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Anmeldungsdatum: 11.02.2008
Beitrge: 152

BeitragVerfasst am: 27.02.08, 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Herr Dr. Flaccus.

Wenn demnchst ohnehin der Gesundheitsfonds kommt, fragt man sich umso mehr, warum es dann noch so vieler Kassen bedarf. Mein Vorschlag wre eine Bundes-Krankenkasse, gegebenenfalls gegliedert in regionale Sektionen. Warum sollte, was in der Rentenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung geht, nicht auch in der Krankenversicherung gehen?

Das Sparpotential wre langfristig ganz erheblich, aber berall, wo hier gespart werden kann, sitzen Leute, die sich selbst freilich kaum einsparen wollen.

Manchmal habe ich aber auch den Eindruck, den Medizinern sind viele kleine Kassen lieber, da sie wesentlich mehr Angriffsflche bieten und zudem weniger schlagkrftig sind als eine zentralisierte Krankenversicherungsanstalt.
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 27.02.08, 23:14    Titel: Sie haben meine Meinung dazu Antworten mit Zitat

gelesen ?

Die schiere Zahl ist mir egal.

PR
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Catrin
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Anmeldungsdatum: 10.04.2006
Beitrge: 205
Wohnort: BaW

BeitragVerfasst am: 27.02.08, 23:15    Titel: Antworten mit Zitat

H.S. hat folgendes geschrieben::
Warum sollte, was in der Rentenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung geht, nicht auch in der Krankenversicherung gehen?


Gerade das sind doch die besten Beispiele, dass es nicht geht. Jedenfalls nicht besonders gut.
Oder wollen Sie dieses Brokratiemonstrum namens Bundesagentur fr Arbeit mit all ihren sich vornehmlich selbst verwaltenden Zweigstellen ernsthaft als Beispiel fr gelungene Effizienz und Sparsamkeit preisen?
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 28.02.08, 00:15    Titel: eine Bundes-Krankenkasse Antworten mit Zitat

kommt nicht, solange Deutschland in Europa liegt.

PR
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H.S.
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Anmeldungsdatum: 11.02.2008
Beitrge: 152

BeitragVerfasst am: 28.02.08, 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

Catrin hat folgendes geschrieben::
H.S. hat folgendes geschrieben::
Warum sollte, was in der Rentenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung geht, nicht auch in der Krankenversicherung gehen?


Gerade das sind doch die besten Beispiele, dass es nicht geht. Jedenfalls nicht besonders gut.
Oder wollen Sie dieses Brokratiemonstrum namens Bundesagentur fr Arbeit mit all ihren sich vornehmlich selbst verwaltenden Zweigstellen ernsthaft als Beispiel fr gelungene Effizienz und Sparsamkeit preisen?


Hallo Catrin,

ich habe gewusst, dass dieses Argument kommen wrde.

Aber vermutlich wird Ihnen nicht sehr viel einfallen, wenn ich Sie frage, was im Bereich der Deutschen Rentenversicherung nicht oder nicht besonders gut geht.

Bei der Bundesagentur fr Arbeit wrde es ebenfalls bestens funktionieren, wenn man deren Zustndigkeitsbereich auf die Leistungsverwaltung reduzieren wrde. Die Probleme kommen ja auch nicht von da, sondern aus den Bereichen Arbeitsvermittlung, Arbeitsmarktforschung, sonstige Einmischung... usw. Das knnen Sie auf den Leistungsbereich nicht bertragen.

Aber wie Sie an PR's Kommentar sehen, wollen es die rzte gar nicht, und zwar aus ganz anderen Grnden. Allein schon deshalb, weil man dann nicht mehr so viel auf den "kranken Kassen" etc. herumhacken knnte.
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 28.02.08, 13:45    Titel: Was ich in dieser Sache will, Antworten mit Zitat

lieber H.S., bin ich hier noch gar nicht gefragt worden, werd ich auch sonst wenig gefragt, hab ich hier auch nicht geschrieben.

Aber vielleicht besorgen Sie sich mal eine Kopie des von seinem Eigner lebendig beerdigten KLARTEXT-Forums, vielleicht so Jahrgang 1998. Da stehts drin.

PR
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