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GKV Wettbewerbsstrkungsgesetz:wo bleiben die Merkbltter?

 
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 05.04.08, 16:27    Titel: GKV Wettbewerbsstrkungsgesetz:wo bleiben die Merkbltter? Antworten mit Zitat

Wiedermal haben uns "unsere Lobbyisten" laut gesundbrunnen im dezidierten gesetzlichen Auftrag desselben zustzliche Papierarbeit ins Haus gesch(m)issen.
Zu erkennen, was daran irgend einer Strkung irgend eines Wettbewerbs dienen soll, bleibt der ewigen Weisheit der Besten Gesundheitsministerin Aller Zeiten vorbehalten.
Eher handelt es sich zum wiederholten Mal um ein rztlichearbeitbehinderungsgesetz.

Sei's drum. Diese gesetzliche Zwangsberatung bringt ein bisschen Honorar, und das ist vonnten.
Dieser Mist gilt seit dem 01.01. 2008 ! Doch wo bleiben die dazu versprochenen "gesetzlichen" Merkbltter, verflixt nochmal ?
Also selbermachen. Ein Vorschlag.


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Warum wird mir die jhrliche Krebsfrherkennungs-Untersuchung angeboten ?


Sehr geehrte PatAnrede PatZuname,
dieses Merkblatt erlutert, warum beschwerdefreien Frauen in Deutschland ab dem abgeschlossenen 20. Lebensjahr ein jhrlicher Abstrich-Test auf Vorstufen von Muttermunds-Krebs angeboten wird. Diese Beratung ist gesetzliche Pflicht nach dem GKV Wettbewerbsstrkungsgesetz, vom 1. April 2007


Die wichtigsten Informationen zum Muttermundskrebs:
Pro Jahr erkranken von rund 42 Millionen Frauen in Deutschland etwa 6.200 an Muttermundskrebs, der in etwa 1.500 Fllen zum Tod fhrt. Durchschnittlich 70% der Frauen, bei denen ein Muttermundskrebs festgestellt wird, berleben ihn um mindestens 5, und 60% um 10 Jahre.
Wichtigste Ursache ist die Ansteckung mit dem Human Papilloma Virus (HP-Virus, HPV), insbesondere mit den Virustypen 13 bis 18.
Das HPV ist weltweit verbreitet. Etwa 80 % aller Menschen tragen es zumindest zeitweise in sich, ohne davon zu wissen, und knnen es beim Geschlechtsverkehr weitergeben. Die Ansteckung selbst ist also ein sehr hufiges Ereignis.
In wenigen Fllen, in denen das HPV von der Immun-Abwehr der Sexualpartner nicht erfolgreich beseitigt wird, knnen in der Muttermundshaut der Frau Dysplasien unterschiedlicher Schweregrade, In situ-Karzinome und invasive Muttermunds-Krebse entstehen. Dies dauert im Durchschnitt 5 bis 10 Jahre.
Allein durch den Schutz vor weiteren Ansteckungen (Gebrauch von Kondomen) und ohne medizinische Behandlung knnen fast alle Schweregrade von Dysplasien spontan ausheilen.
Dysplasien und Krebs-Vorstufen des Muttermunds lassen sich mit dem Pap-Test rechtzeitig erkennen.

Der Pap-Test
Fr den Pap-Test werden einzelne Zellen der Muttermundshaut und der Gebrmutterhals-Schleimhaut mit verschiedenen Instrumenten abgenommen und von Spezialisten mikroskopisch untersucht. Der Befund wird in einer standardisierten Nomenklatur (Pap I V bzw. CIN 0 3) beschrieben.
Ein einzelner normaler Pap-Test bietet keineswegs 100-prozentige Sicherheit. Falsch-negative Befunde (normaler Befund obwohl Dysplasie vorhanden) und falsch-positive Befunde (aufflliger Befund obwohl keine Dysplasie vorhanden) kommen vor.
Die Zuverlssigkeit des Pap-Tests lsst sich erhhen, indem
o die gleiche Untersuchung in krzerem Zeitabstand wiederholt wird
o die Untersuchung durch weitere Methoden ergnzt wird (z.B. Kolposkopie, HPV-Typisierung)
Die Einfhrung des jhrliche Pap-Tests in Deutschland vor ber 40 Jahren hat die Zahl der invasiven Muttermundskrebse sowie die Sterblichkeit daran enorm verringert. Gleichzeitig hat naturgem die Zahl der festgestellten Krebs-Vorstufen deutlich zugenommen.
Die Erkrankungsrate und Sterblichkeit an Muttermundskrebs lsst sich viel wirksamer als durch neuere technische Methoden durch eine vermehrte und mglichst vollstndige Teilnahme aller anspruchsberechtigten Frauen an den angebotenen Frherkennnungs-Untersuchungen senken.

Vorgehen bei aufflligem Pap-Test
ber einen aufflligen Muttermundsabstrich und das weitere Vorgehen werden Sie von mir informiert.
Das Vorgehen ist weitgehend standardisiert und hngt ab
o vom Schweregrad der festgestellten Aufflligkeit (Pap IIID, Pap IVa, Pap IV b, Pap V)
o von Zahl und Dauer vorangegangener aufflliger Abstriche
o von Ihrem Alter
o von Ihrer (weiteren) Familienplanung
o von Ihrem Sicherheitsbedrfnis

In fast allen Fllen ist es ausreichend, weitere Abstriche in krzeren, zumeist dreimonatigen Abstnden abzunehmen und die Untersuchung um eine Kolposkopie (Betrachtung des mit Jod und Essiglsung gefrbten Muttermunds mit einer Fernlupe) zu erweitern. Damit lsst sich die weitere Entwicklung der Dysplasie beobachten und dokumentieren. In den meisten Fllen wird die Dysplasie spontan ausheilen und der Abstrich sich normalisieren.
Das Risiko fr eine fortschreitende Dysplasie ist erhht, wenn sie ein Hoch-Risiko-HPV als Ursache hat. Dies lsst sich mit einem weiteren speziellen Abstrich erkennen (HPV-Typisierung).
Bleibt insbesondere bei nachgewiesenem Hoch-Risiko-HPV eine Dysplasie ber viele Monate bestehen oder schreitet bis zur Krebs-Vorstufe fort, so muss sie behandelt werden.


Die Behandlung des Muttermundskrebses und der fortschreitenden Dysplasie
Wie das diagnostische Vorgehen beim aufflligen Pap-Test, so ist auch die Behandlung der Muttermundsdysplasie und des Muttermundskrebses weitgehend standardisiert und richtet sich nach den selben Kriterien.
Die Diagnose eines invasiven Muttermundskrebses muss durch Entnahme von Gewebsproben gesichert werden. Seine Behandlung besteht in den meisten Fllen in einer stadien-gerechten Operation (Wertheim-Operation und Modifikationen). Zur Feststellung des Krankheitsstadiums sind umfangreiche Voruntersuchungen notwendig. Die Operation erfolgt durch Bauchschnitt, dabei werden die Gebrmutter (nicht grundstzlich die Eierstcke), mehrere Lymphknoten und eventuell weitere befallene Gewebe entfernt werden. Oft muss eine Strahlenbehandlung, manchmal eine Chemotherapie angeschlossen werden.
Die Diagnose eines In-situ-Karzinoms (auf den Ort beschrnkter Oberflchenkrebs des Muttermunds ohne Risiko der Metastasierung) muss durch Entnahme von Gewebsproben gesichert werden. Seine Behandlung ist weniger eingreifend und abhngig von den individuellen Lebensumstnden. Besteht kein (weiterer) Kinderwunsch, so bietet die Entfernung der Gebrmutter die grte Sicherheit vor Rckfllen. Besteht (weiterer) Kinderwunsch, so wird der Krankheitsherd mit einer Konisation entfernt. Dabei wird unter Ansthesie ein Gewebskegel rings um den Gebrmutterhalskanal ausgeschnitten.
Die Diagnose einer fortschreitenden Dysplasie sollte nach Mglichkeit, insbesondere bei jngeren Frauen und bestehendem Kinderwunsch, durch Gewebsproben gesichert werden. Ihre Behandlung besteht in der Konisation. Diese kann mit dem Skalpell, einer elektrischen Schlinge oder mit einem speziellen Laser erfolgen. Dabei bietet nur die Messerkonisation die Sicherheit mikroskopisch beurteilbarer Schnittrnder. Eine Dysplasie gilt als im Gesunden entfernt, wenn die Schnittrnder dysplasiefrei sind.
Folge jeder Gebrmutter-Entfernung ist die endgltige Unfruchtbarkeit der Frau. Als Folge einer Konisation knnen Verletzungen von Nachbarorganen oder Nachblutungen auftreten, die Fruchtbarkeit kann eingeschrnkt sein, oder es knnen in spteren Schwangerschaften Komplikationen (Frhgeburt oder unter einer Geburt Nichterffnung des Muttermunds mit nachfolgend notwendigem Kaiserschnitt) auftreten.
Nach der Behandlung eines Muttermundskrebses oder einer Muttermundsdysplasie erfolgt eine Serie von Nachsorgeuntersuchungen mit Pap-Tests und gegebenenfalls weiteren Untersuchungen, deren Art. Hufigkeit und Dauer vom Stadium und der erfolgten Behandlung abhngig ist.
Die Nachsorgeuntersuchungen dienen dem rechtzeitigen Erkennen von Rckfllen, die beim In-Situ-Karzinom in 5 bis 10 von 1000 Fllen vorkommen knnen.



Wo bekomme ich weitere Informationen ?
Ihre rztin oder Ihr Arzt informiert Sie gern bei weiteren Fragen. Darber hinaus bieten die Bundeszentrale fr gesundheitliche Aufklrung (BZgA, Internetadresse: www.bzga.de) und andere Organisationen weitere Informationen zum Thema sexuell bertragbare Erkrankungen an.




Die Teilnahme an der jhrlichen Untersuchung zur Frherkennung des Muttermundskrebses ist keine gesetzliche Pflicht. Sie knnen sie ohne Nachteile seitens des Gesetzgebers ablehnen.
Sie erhalten dieses Merkblatt aufgrund der Beratungspflicht nach dem GKV Wettbewerbsstrkungsgesetz, das zum 1. April 2007 in Kraft getreten ist. Dieses sah ursprnglich vor, gesetzlich Krankenversicherte zur Teilnahme an bestimmten Gesundheitsuntersuchungen zu verpflichten. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat hierfr die wissenschaftliche Grundlage geprft. Er kam zu dem Schluss, dass selbst fr wirksame Krebsfrherkennungsprogramme ein Zwang zur Teilnahme nicht vertretbar wre. Die Teilnahmepflicht wurde zu einer Beratungspflicht abgeschwcht. Diese betrifft zunchst die Frherkennung von Brustkrebs, Darmkrebs und Gebrmutterhalskrebs. Wird die Beratung nicht in Anspruch genommen, verlieren die Versicherten im Krankheitsfall die finanziellen Vorteile fr chronisch Erkrankte. Sie mssen sich dann mit zwei statt mit maximal einem Prozent der jhrlichen Bruttoeinknfte an den Zuzahlungen fr medizinische Leistungen beteiligen. Die Regelung gilt fr Versicherte, die vom 1. Januar 2008 an erstmals Vorsorgeuntersuchungen nach 25 des V. Sozialgesetzbuches (SGB V) in Anspruch nehmen knnen. Das sind alle Frauen, die nach dem 1. April 1987, und alle Mnner, die nach dem 1. April 1962 geboren wurden. Die Beratung soll durch jene rztinnen und rzte erfolgen, die die Frherkennungsuntersuchungen durchfhren.


Stmp1
Stmp2
BehOrt , den Datum Stmp3
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Stmp7


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Miie
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Anmeldungsdatum: 01.04.2008
Beitrge: 294
Wohnort: Nrnberg

BeitragVerfasst am: 07.04.08, 08:25    Titel: Antworten mit Zitat

Interessant und schn geschrieben, Cool .
Knnten Sie mir bitte eine Quellenangabe fr de Zahlen nennen?
Danke und Gre
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H.S.
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Anmeldungsdatum: 11.02.2008
Beitrge: 152

BeitragVerfasst am: 07.04.08, 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

Aber wer wird denn da gleich wieder die Angst- und Werbetrommel rhren wollen?

Und die Herkunft Ihrer Zahlen wrde mich auch einmal interessieren.

Etwas objektiver und aus dem Munde einer kompetenten Frau klingt das ganze nmlich so:

Kopie des vollstaendigen Artikels, der ohne Genehmigung des Autors eingestellt wurde, entfernt. Bitte zukuenftig das Urheberrecht beachten!

http://www.brigitte.de/gesund/a_z/krebsvorsorge/index.html?nv=vbulletin
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 07.04.08, 10:58    Titel: Die Zahlen Antworten mit Zitat

sind von Mhlhauser aber nicht aus der Brigitte sondern aus ihrer Stellungnahme zur gesetzlichen Beratungspflicht in arnzei-telegramm 2008 Jg.38 Nr.3., Sonderbeilage

g e s e t z l i c h e n Beratungs p f l i c h t

Der Artikel ist ein achtseitiges Opus, in dem eine statistische Spezialitt die andere jagt, kann man niemand um die Ohren hauen, der nicht vom Fach ist und nix von Statistik versteht.
Und bislang eine Einzelmeinung, aber eine ordentlich begrndete.

Der brige Text ist weitgehend von mir, aufgebaut und formuliert analog zu den Beratungsblttern zum HIV-Screening Schwangerer und zum Chlamydienscreening bis 25-Jhriger unter Kontrazeption.
Auch eine Einzelmeinung, und auch nicht schlecht fundiert.

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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 07.04.08, 12:42    Titel: Messerkonisation...sptestens nach einem Jahr Antworten mit Zitat

Mhlhauser, zitiert in BRIGITTE

Das ist in dieser Verallgemeinerung eindeutig falsch.

Je jnger eine Frau mit Dysplasie, desto eher sitzt die Dysplasie an der Extozervix und lsst sich 1. mit Kolposkopie und Histologie beweisen oder ausschlieen und 2. lasern wenn bewiesen. Das kost zwar auch Geld, hinterlsst aber Muttermnder, die neun Monate Schwangerschaft problemlos durchhalten.

Nachblutung ist die einzige halbwegs hufige Akutkomplikation einer Messerkonisation. 2 x in 12 Jahren erlebt. Nebenverletzungen sind uerste Raritten. Ein Antibiotikum nach Konisation hab ich in 12 Jahren Klinik nie gebraucht. Hier rhrt Mhlhauser die Angttrommel, falls es sowas giibt.

Die Aussage "Der Eingriff wird bei etwa 140.000 Frauen jhrlich durchgefhrt, das ist um ein Vielfaches hufiger, als Frauen an Gebrmutterhalskrebs erkranken: Selbst wenn es keine Frherkennung gbe, wren es hchstens 20.000 Frauen" ist ein formidabler Zirkelschluss.

Im Originalartikel geht Mhlhauser im brigen durchaus auf die konsekutiven Abstriche ein, deren Validitt dadurch deutlich zunimmt.

Qualittssicherung: die Zytologie arbeitet in Deutschland seit etlichen Jahren qualittsgesichert. Die Abstrichentnahme ist standardisiert und folgt vorgeschriebenen strengen Regeln. Muss eine Histo genommen werden, erfhrt der Zytologie das Resultat, diskrepante Befunde werden von Drittbefundern nachbefundet. Nichts von alledem wird besser, wenn man da jetzt noch einen Riesen-QM-Papierquatsch drumrum bastelt.

Dass die Mortalitt nicht noch weiter schnell abnehmen kann, ist logisch und ergibt sich daraus, dass sie bereits sehr niedrig ist. Mortalitt ist daher kein geeignetes Kriterium zur Beurteilung der Frherkennung sondern zur Beurteilung der Modalitten der Therapie.

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Alba
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Anmeldungsdatum: 23.02.2005
Beitrge: 84

BeitragVerfasst am: 07.04.08, 13:07    Titel: Antworten mit Zitat

H.S. hat folgendes geschrieben::
Ingrid Mhlhauser: In fast allen europischen Lndern wird nur alle drei bis fnf Jahre getestet, zum Teil allerdings dann unter qualittsgesicherten Bedingungen.


Nanu, H.S.? Habe Sie uns nicht eben noch ein Loblied auf Grobritannienen gesungen, weil da die Nurse den Abstrich macht? Sind das die qualittsgesicherten Bedingungen, die Frau Prof .Mhlhauser einfordert?

Interessanterweise ist beides (Einsatz der Nurse und nur noch alle drei bis fnf Jahre untersuchen) so schn kostensparend. Was macht es da schon, wenn auf 1000 gerechnet nun 10 Frauen jhrlich statt nur 3 an Gebrmutterhalskrebs versterben. Das nimmt man als Kollateralschaden in Kauf.

brigens gehe ich recht in der Annahme, da Gynkologie nicht gerade das engere Fachgebiet von Ingrid Mhlhuser ist?

Freundliche Gre von Alba
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 07.04.08, 13:29    Titel: Siehe Antworten mit Zitat

http://www.chemie.uni-hamburg.de/igtw/Gesundheit/personal/details/i_muehlhauser.html

Ingrid Mhlhauser

Univ.-Prof. Dr. med., Fachrztin fr Innere Medizin und Endokrinologie. Habilitation fr Innere Medizin mit Schwerpunkt Gesundheitserziehung. Seit 1996 Professur fr Gesundheit, Universitt Hamburg.

Wissenschaftliche Schwerpunkte: Behandlungs- und Schulungsprogramme fr Patienten mit chronischen Erkrankungen (Diabetes, Hypertonie, Asthma bronchiale), Quality of life, Versorgungsepidemiologie, Evidence-based Medicine, Evidence-based Nursing and Health Care, Evidenz-basierte Patienten/Verbraucherinformation, Informed Decision Making

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H.S.
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Anmeldungsdatum: 11.02.2008
Beitrge: 152

BeitragVerfasst am: 07.04.08, 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag Alba,

die Propaganda Ihres Gynkologen hat offenbar gut funktioniert inklusive vllig falscher Zahlen.

Welche Qualitt die Abstriche in Deutschland aufweisen, knnen Sie im thread ber die Pillenskandale, angestoen durch Interessierte987, nachlesen.

Und wie Sie unter Qualittsaspekten so ber medizinisches Hilfspersonal denken, ist schlichtweg peinlich.

Allerdings ist die Kompetenz von Krankenschwestern in denjenigen Lndern, in denen der rztliche Standesdnkel weniger ausgeprgt ist als in Deutschland, auch deutlich grer als hierzulande, weil der Abstand nicht knstlich gro gehalten werden muss.
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Alba
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Anmeldungsdatum: 23.02.2005
Beitrge: 84

BeitragVerfasst am: 07.04.08, 16:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo H.S.,

die angeblich falschen Zahlen habe ich aus dem von Ihnen zitierten Brigitte-Interview. ich habe die zentralen Passagen hervorgehoben:
H.S. hat folgendes geschrieben::
BRIGITTE.de: Jetzt haben wir viel ber die negativen Folgen der Krebsfrherkennung gesprochen. Was ist denn ihr Nutzen?
Ingrid Mhlhauser: Der Gebrmutterhalskrebs war in unseren Breitengraden schon vor dem Screening eine seltene Krebsart im Vergleich zu Brust- oder Darmkrebs. Die Frherkennung konnte die Sterberate weiter reduzieren: Von tausend Todesfllen in Deutschland entfallen drei auf den Gebrmutterhalskrebs, ohne Vorsorge wren es zehn. Ausrotten kann man den Gebrmutterhalskrebs aber selbst dann nicht, wenn alle Frauen regelmig einen PAP-Abstrich durchfhren lieen.

Wieso ist es peinlich, da ich einer Krankenschwester nicht zutraue, am Muttermund auf korrekte Art und Weise einen Abstrich zu entnehmen und korrekt auf einen Objekttrger aufzubringen?
Fhlen Sie sich davon irgendwie persnlich getroffen?

Gegen die Unterstellung, ich sei der Propaganda meines Gynkologen (bei mir brigens derzeit eine Gynkologin) erlegen, verwahre ich mich.

MfG Alba
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H.S.
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Anmeldungsdatum: 11.02.2008
Beitrge: 152

BeitragVerfasst am: 07.04.08, 16:32    Titel: Antworten mit Zitat

Das, was Sie, Alba, als "Kollateralschaden" aufgrund qualitativ schlechter Abstriche anfhren (10:1000), entspricht der Mortalitt ohne jegliche Frherkennung. Meine Empfehlung: Richtig lesen und verstehen bevor falsch verwerten und schreiben.

Dass Sie einer Krankenschwester nicht zutrauen, "am Muttermund auf korrekte Art und Weise einen Abstrich zu entnehmen und korrekt auf einen Objekttrger aufzubringen", wundert mich nicht, wenn ich mir berlege, dass Sie wohl auch dies ihrem/r Gynkologen/in nachplappern.

P.S.: Die Mortalitt aufgrund des Cervix-Ca liegt in UK (wo die unqualifizierten und unfhigen nurses die unbrauchbaren Abstriche machen) laut WHO brigens knapp unterhalb der in Deutschland. Und das, wo doch in Deutschland Spitzenabstriche (nur von Gynkologen) gemacht werden und die meisten Frauen wegen des Pillenrezepts ohnehin stndig untersucht werden, was in UK nie so engmaschig der Fall war und mit der Freigabe der Pille ab sofort auch immer weniger der Fall sein wird.

Fazit: berversorgung plus Qualittsprobleme bei Deutschlands Gynkologen.
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 07.04.08, 18:16    Titel: P.S.: Antworten mit Zitat

und an der Geburtenrate ist der Storch schuld.

Hab versucht, Ihnen nahezubringen, dass der Vergleich von Mortalitten an Zervixkarzinom mit der Frherkennung dort, wo die Prvalenz relativ niedrig ist, viel weniger ber die Qualitt der Frherkennung aussagt, als ber die Qualitt der Behandlung des Zervixkarzinoms.

Das war wohl vergeblich. So mssen Sie Ihre Vor-Urteile halt weiter aus der BRIGITTE nhren.

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