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NichtLaie lobt auch mal

 
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NichtLaie
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 10.08.2008
Beitrge: 1

BeitragVerfasst am: 10.08.08, 18:30    Titel: NichtLaie lobt auch mal Antworten mit Zitat

Hi

Lese ja hier so gut wie nur negatives, ber die Arzt-Pat-Symbiose.
Schade!!

Ich komme aus dem Pflegebereich. Ich hatte bis vor einiger Zeit auch ein gespaltenes Verhltnis zu rzten.
In D-Land kam ich gut klar mit ihnen.
Dann bin ich ins Ausland und konnte mich hufig nur an die Stirn fassen
(berwiegend Hausrzte).
Mittlerweile arbeite ich wieder im stationren Bereich.
Und mein Weltbild ist wieder in Ordnung.

Hufiges in-Frage-stellen der Kompetenz erlebe ich auch immer wieder von den sog. Laien. Ok, manchmal auch berechtigt.
Aber in welchem Bereich gibt es das nicht???!!!
Ich arbeite eng mit den rzten zusammen. Ausserdem besitze ich Fachwissen und Erfahrung. Auch ich stelle manche Entscheidung in Frage.
berwiegend aber, weil ich verstehen mchte, warum diese Entscheidung getroffen wurde.
Die meisten rzte, wissen heutzutage, auf wen sie sich sttzen knnen (Pflege und andere Dienste), wenn sie mal nicht weiterwissen. Ja, auch rzte sind nur Menschen und keine Halbgtter (ja, das ist so; waschen auch nur mit Wasser).
Ausserdem kann man gut mit ihnen kommunizieren.

Dieses hufige in-Frage-stellen der Kompetenz hat meiner Meinung zugenommen, seitdem smtliche Medien, insb. Internet, jedem zugnglich sind.
Der Pat stellt die Diagnose und mchte vom Arzt nur noch die entsprechende Behandlung/ Medikament. Entspricht dies nicht seiner Info, ist der Arzt inkompetent.
Hufiges Bsp: Kopfschmerzen - kann alles sein. Einfach Kopfschmerzen. Oder auch mal nen Tumor. Im Fall des informierten Pat ist es natrlich ein Tumor. Da muss natrlich sofort ein MRT gemacht werden.....
Wenn nicht - inkompetenter Arzt.....usw

Dieses Phnomen betrifft auch die Pflegenden.

Der Pat ist quasi zugut informiert.

Danke
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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 10.08.08, 19:04    Titel: Re: NichtLaie lobt auch mal Antworten mit Zitat

NichtLaie hat folgendes geschrieben::
Lese ja hier so gut wie nur negatives, ber die Arzt-Pat-Symbiose.
Schade!!

Ja? Ist das so? Dann wre es tatschlich schade.
Ist das nicht etwas zu pauschal, so wie Sie es der anderen Seite vorwerfen?
Ist denn nicht genau hier das Hauptproblem, also diese Art Grabenkampf der Sensibilitten?

Was sollte denn schon ein Laie gegen einen Fachmann ausrichten?
Hat der Fachmann nicht gengend Selbstwert und Courage dies gelassen und freundlich entgegen zu nehmen?
Ist das nicht auch so bei anderen Personengruppen, die Persnlichkeiten sein sollten, wie etwa Lehrer, Politiker und Vorgesetzte?

Kompetenz in Frage zu stellen ist ein recht verbreiteter Vorgang, und auch rzte in Richtung der Patienten oder etwa Politikern und anderen rege davon Gebrauch machen.
Und mit rzten ist aus meiner Erfahrung heraus tatschlich gut zu kommunizieren.
Allerdings nur dann, wenn man relativ gesund und klar bei Sinnen und wenig emotional ist.

Leider gehen viele Krankheiten mit diesen vorbergehenden Eigenschaften einher und meiner Erfahrung nach sind nicht wenige rzte damit einfach berfordert.
In solchen Situationen, bemhe ich mich seit Jahren trotz solcher oft hirnorganisch mglichen Situationen bei mir, solche ohnehin fehlschlagenden, weil berfordernden Kommunikationsversuche zu vermeiden, mache vieles mit mir selbst aus.
Zur Beruhigung gilt das dann aber nicht nur fr rzte.

Ach ja, und nur deshalb diese sensiblen Umgangsweisen, weil rzte eben auch nur Menschen sind und fr die meisten Patienten das doch auch bekannt ist.

Na ja, und wer meine schon fast gebetsmhlenhaften Beitrge zur Forderung von Vernunft bei Patienten liest, der wrde sich auch kein Pauschalurteil ber DEN Patienten erlauben, sei dieser noch so informiert, denn Information kann ja auch genau dazu dienen, eben es nicht hysterisch und panisch zu betrachten.

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singalong
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beitrge: 28

BeitragVerfasst am: 10.08.08, 19:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

also ich muss dir da wirklich Recht geben!
Ich bin auch jemand, der eher selten zum Arzt geht und nur wenn es mir wirklich dringend erscheint. Gerade in letzter Zeit musste ich aber fter und auch zu verschiedenen rzten und ich kann sagen, dass sie mir bis auf eine einzige Ausnahme wirklich sehr sympathisch waren und kompetent erschienen.
Ich bin auch ein Mensch der vieles in Frage stellt und glaube aber trotzdem den rzten, sie haben schlielich mehr Ahnung und nur wenn mir etwas extrem unlogisch erscheint, dann informiere ich mich doch genauer - z.B. wollte mir ein Nuklearmediziner erzhlen, dass es daran liegt, dass ich keinen Sport mache, dass mein Ruhepuls am einen Tag bei 66 lag und am nchsten durchgngig bei 120... das konnte ich einfach nicht glauben und wie mir darauf meine Hausrztin besttigte, ist das auch wirklich Quatsch.
Aber insgesamt bin ich sehr zufrieden und ich denke ein gesundes Ma an Kritik bzw. in-Frage-Stellen vom Patienten ist immer gut, denn wie gesagt sind ja auch rzte "nur" Menschen, aber man darf es auch nicht bertreiben, sonst bruchte man ja nicht zum Arzt zu gehen, wenn man alles besser wei.
Die meisten rzte finde ich sogar netter/sympathischer als andere Menschen mit denen man tglich Kontakt hat, da sie meist sehr aufgeschlossen und freundlich (nicht aufgesetzt) sind Sehr glcklich

Am Dienstag habe ich eine kleine Mund-OP (Weisheitszhne) und den Chirurgen kenne ich auch schon. Beim Beratungsgesprch war ich richtig froh, dass er so nett ist und da fhlt man sich irgendwie gleich sicherer, dass er die OP macht und niemand anderes. Freundlichkeit nimmt sicher in vielen Fllen auch einiges an Angst und gibt Vertrauen. Winken
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singalong
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beitrge: 28

BeitragVerfasst am: 10.08.08, 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ach und der Beitrag von Beitragszahler brachte mich gerade noch auf einen Gedanken: Mir persnlich nimmt es nmlich z.B. die Angst mich im Internet so gut wie mglich zu informieren und ich werde dann ruhiger. Bei anderen kann es natrlich auch genau gegenteilig sein und sie bekommen mehr Angst und dann wird eben aus ganz normalen Kopfschmerzen schnell mal ein Hirntumor. Ich denke doch, dass viele sich soetwas schneller einreden, als man glaubt. Einmal davon gelesen/gehrt und dann fngt es im Kopf an zu arbeiten: "Habe ich das nicht auch...." usw. usw. Eigentlich sollte ein Arzt wirklich mit soetwas umgehen knnen, denn es gibt tatschlich viele Berufsgruppen (meine Eltern sind beide Lehrer Winken ) wo soetwas vorkommt und vieles in Frage gestellt wird.
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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 10.08.08, 19:15    Titel: Antworten mit Zitat

singalong hat folgendes geschrieben::
...Freundlichkeit nimmt sicher in vielen Fllen auch einiges an Angst und gibt Vertrauen...

Ja, so sehe ich es auch und beim bilateralen Erleben ist die gegenseitige Freundlichkeit immer mit die beste Verhaltensweise.
Na ja, und das mit der Angst und dem Vertrauen gilt dann ja auch fr den Arzt.
Och, und die Chirurgen sind doch eigentlich immer ganz nett?
Die mssen ja auch locker bleiben, denke ich mal.

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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 10.08.08, 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

singalong hat folgendes geschrieben::
...Ich denke doch, dass viele sich soetwas schneller einreden, als man glaubt. Einmal davon gelesen/gehrt und dann fngt es im Kopf an zu arbeiten: "Habe ich das nicht auch...." usw. usw...

Na ja, da gab es auch mal so eine ganz schlimme Phase bei mir.
Interessant was man nicht alles haben knnte, dabei habe ich doch schon genug Mist.
Hm, pltzlich fand ich die Suche nach den Resten von Gesundheit bei mir sehr viel interessanter und spannender.
Und was soll ich sagen, dass natrlich Rckflle zur Unvernunft nie auszuschlieen sind.
Nur ist der Mechanismus ja jetzt auch bekannt.

Ein Beitragszahler
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singalong
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beitrge: 28

BeitragVerfasst am: 10.08.08, 19:56    Titel: Antworten mit Zitat

Ja ist auch sicher verstndlich, wenn man Symptome hat und nicht wei woher sie kommen, da rechnet man nachher mit allem. Kenne ich auch von mir, aber ich habe es ganz schnell wieder aufgegeben, weil man sich eben nur noch nervser macht. Schade ist es fr diejenigen, die das nicht knnen und sich hufig ganz umsonst extreme Sorgen machen.

Bisher hatte ich nur mit zwei Kieferchirurgen zu tun und die waren beide sehr nett, ansonsten habe ich da keine Erfahrungswerte (zum Glck? Winken )
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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 10.08.08, 22:07    Titel: Antworten mit Zitat

singalong hat folgendes geschrieben::
...Ja ist auch sicher verstndlich, wenn man Symptome hat und nicht wei woher sie kommen...

Nur war es bei mir keine Angst vor schlimmen Krankheiten und dem Tod, sondern als Technokrat musste alles wieder hopplahop funktionieren.
Das war damals mein Irrtum und konnte eine ganze Zeit die damals so von mir gefhlte Einfltigkeit und Unwissenheit bei rzten einfach nicht verstehen.
Heute weiss ich, das es eben bei mir zu komplex ist und habe Ruhe gegeben, bin dann alles nach und nach ganz punktuell angegangen, als ich aus dem tiefsten krperlichen und dann auch seelischen Loch raus war.
Immer schn sachte, nur keinen Arzt mit den vielen Meinungen und dann auch schon ein paar Diagnosen, berfordern.
Tja, nun habe ich tabellarisch gesehen zwei Seiten Diagnosen, helfen konnte dennoch fast niemand in dem Umfang, ist eben so, wie es immer war und habe damit den Weg zur Gesundheitsfindung eingeschlagen und den Weg zur akribischen Krankheitssuche aufgegeben, von ein paar neugierigen Blicken abgesehen.
So lebe ich nach Kontrolluntersuchungen mit dem geringgradigen Fortschritt und nun mehr seit etwa drei Jahren bei einigen Sachen eher mit dem Stillstand und fhre dies aber auch auf meine genderte Einstellung zu diesen, meinen Angelegenheiten in aller Breite, zurck.
Na ja, abwarten? Nein. Einfach leben, ab und zu hier mal seinen Senf los werden und sonst habe ich genug zu tun.
singalong hat folgendes geschrieben::
...Bisher hatte ich nur mit zwei Kieferchirurgen zu tun und die waren beide sehr nett, ansonsten habe ich da keine Erfahrungswerte...

Nun ja, sind jedenfalls Erfahrungen und wenn die positiv waren, umso besser.
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singalong
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beitrge: 28

BeitragVerfasst am: 10.08.08, 22:23    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist, wie ich finde, eine wirklich gute Einstellung Sehr glcklich
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Sybille
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Anmeldungsdatum: 23.09.2004
Beitrge: 1427
Wohnort: Nrdliches Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 16.08.08, 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ein abendfllendes Thema. Winken

Und wenn es nicht um Menschenleben ginge, eigentlich gar nicht soooo wichtig.
Wir haben freie Arztwahl und wenn die Chemie nicht stimmt... geht man zu einem anderen.

Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht.

Klar, rzte sind keine Gtter in Wei... nur haben das ETLICHE immer noch nicht begriffen (nicht nur meine Meinung).

Viele (nicht alle natrlich) nehmen die Patienten nicht ernst; machen sie sogar lcherlich; zeigen deutlich, dass sie den Arztbesuch an sich fr unntig halten.

Das passiert in D zehntausend Mal am Tag (geschtzt Winken ).

Diverse Foren sind voll von solchen Erlebnissen... und es spielt berhaupt keine Rolle, um was fr Erkrankungen es sich handelt.

Natrlich gibt es Hypochonder... aber die sind ein anderes Thema.

Ich mchte hauptschlich von der Situation der PATIENTINNEN sprechen; also des weiblichen Geschlechts.

Meines Erachtens werden sie lngst nicht so behandelt, wie es die mnnlichen "genieen" drfen.

Schaut man sich die Krankenakten in KH an, so findet man bei weiblichen Patienten ganz oft den Eintrag: V.a. psychische Beteiligung.

Bei Mnnern findet man das so gut wie NIE.

Da heit es dann: chron. Gastritis.

BEIDE leiden an der gleichen Erkrankung... der Mann erhlt ein Medikament; die Frau wird gleichzeitig zum Psychiater geschickt.

berspitzt?
Oh nein!

Anderes Beispiel:
Frau (32 Jahre alt) geht zu ihrem Gyn., weil sie einen Knoten in ihrer Brust festgestellt hat.
Gyn. beruhigt Frau, weil... viel zu jung fr was Bsartiges.
Frau ist beruhigt und salbt die Brust mit dem verordneten Medikament brav ein.
Kontrolle ein halbes Jahr spter: Knoten unverndert tastbar.
Gyn. beruhigt wieder, ist nur eine Mastopatie...
So geht das 2 Jahre... bis Frau starke Schmerzen im Skelett versprt.
Sie geht zum Orthopden; der tippt auf Verspannungen und verschreibt ein Medikament.
Medi hilft nicht... Frau kann fast nicht mehr laufen und geht wieder hin.
Orthopde ratlos... und schickt sie zum CT.

Ergebnis: Frau hat Brustkrebs im fortgeschrittenem Stadium mit Knochenmetastasen sowie Lebermetas.

Frau stirbt nach einem halben Jahr... sie wird gerade mal 35 Jahre.

berspitzt?
Einzelfall?

OH NEIN, absolut NICHT!

Knnten alle verstorbenen Patientinnen ber ihren "missglckten" Krankheitsverlauf berichten, mssten wir wohl 10 Jahre lang 24 Stunden zuhren...

Das gleiche gilt fr den Herzinfarkt bei Frauen (werden deutlich spter erkannt als bei Mnnern).

Jetzt sollte man meinen, dass Frauen doch nur zu weiblichen rzten gehen brauchten, dann wre das Problem gelst.

Pustekuchen!

Auch da haben Patientinnen keine Garantie, optimal versorgt zu werden.

Ich sagte ja schon... ein abendfllendes Thema.

Wohl dem, der (wie ich/wir) einfach nur Glck mit der Arztwahl hatte und sich gut aufgehoben fhlt.

Liebe Gre
Sybille
Diagnose Brustkrebs Nov. 2001
Diagnose Darmkrebs Juni 2007 bei meinem Mann
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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 16.08.08, 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Sybille hat folgendes geschrieben::
...Klar, rzte sind keine Gtter in Wei... nur haben das ETLICHE immer noch nicht begriffen (nicht nur meine Meinung)...

Nur haben etliche Patienten auch noch nicht begriffen, dass diese ebenfalls ihren, wenn nicht sogar grten Anteil an Gesundheit haben.
Sybille hat folgendes geschrieben::
...Viele (nicht alle natrlich) nehmen die Patienten nicht ernst; machen sie sogar lcherlich; zeigen deutlich, dass sie den Arztbesuch an sich fr unntig halten...

Die meisten Arztbesuche scheinen ja auch tatschlich berflssig zu sein.
Sollten da rzte nicht auch einmal keine Lust mehr haben?
Sollten PatientInnen dann nicht lieber zorniger auf die PatientInnen sein, die den Arztbesuch als so eine Art Freizeitbeschftigung ansehen, dadurch viel Geld verbraten wird und andere PatientInnen deshalb nicht mehr ernst genommen werden?
Sybille hat folgendes geschrieben::
...Das passiert in D zehntausend Mal am Tag (geschtzt...
Wo kommt die Zahl her und wie oft wird geholfen, geschtzt?
Sybille hat folgendes geschrieben::
...Diverse Foren sind voll von solchen Erlebnissen... und es spielt berhaupt keine Rolle, um was fr Erkrankungen es sich handelt...
Tja, nur was soll so eine Quantitt des Frustes ber eine Gesamtqualitt aussagen, wenn es demgegenber nicht die gleiche Anzahl von Foren gibt, die Zufriedenheit uern.
Sybille hat folgendes geschrieben::
...Natrlich gibt es Hypochonder... aber die sind ein anderes Thema...
Was ist das berhaupt, siehe oben die Wirkung, knnen jahrelang eingebildete Krankheiten nicht dann auch mal dann gerade zur Wirklichkeit werden, so wie destruktive Lebenseinstellung und ungesunde Lebensweisen an sich hier auch sehr frderlich fr Krankheit sind?
Sybille hat folgendes geschrieben::
...Ich mchte hauptschlich von der Situation der PATIENTINNEN sprechen; also des weiblichen Geschlechts.... Meines Erachtens werden sie lngst nicht so behandelt, wie es die mnnlichen "genieen" drfen...
Da habe ich allerdings als Mann ganz andere Erfahrungen gemacht und als Genuss habe ich zu keiner Zeit irgendeine Behandlung ansehen knnen.
Sybille hat folgendes geschrieben::
...Schaut man sich die Krankenakten in KH an, so findet man bei weiblichen Patienten ganz oft den Eintrag: V.a. psychische Beteiligung... Bei Mnnern findet man das so gut wie NIE...
Und woher kommt diese Statistik? Wo kommen diese Vergleiche her? Ich verstehe das nicht, zumal ich am Anfang einer meiner lebenslang zyklisch auftauchend schlechten Phasen, es war die schlechteste mit den markantesten Folgeschden, eben auch anfangs mit Psychodiagnosen abgefttert wurde, wie ich heute wei damals aus kompletter berforderung der rzte, aber auch kompletter berforderung bei mir und sich bei hirnorganischen Erkrankungen ohnehin schlecht eine Grenze ziehen lsst, das aber lngst durch kompetente Vorgehensweisen korrigiert ist, auch von meiner Seite her entgegenkommend, denn es geht doch nur um mich bei meinen Defiziten.

Das hatte ich aber irgendwann auch verstanden und nutze diesen Zusammenhang seitdem mit erstaunlich proaktiven Effekten.
Sybille hat folgendes geschrieben::
...BEIDE leiden an der gleichen Erkrankung... der Mann erhlt ein Medikament; die Frau wird gleichzeitig zum Psychiater geschickt...

Aus heutiger Sicht und Erfahrung beides nicht richtig, denn es gehrt fr beide eine gesamtheitliche Behandlung bei Indikation dazu, die m.E. so immer gegeben ist.
Sybille hat folgendes geschrieben::
...berspitzt?...
Meiner Erfahrung nach: Ja.
Sybille hat folgendes geschrieben::
Anderes Beispiel...

Ja, das ist traurig, gilt aber nicht nur bei Mammakarzinomen so, zudem wissen wir mit der Fallbeschreibung dennoch zu wenig zu anderen Eckpunkten, die doch auch noch dazu gehren.
Ich mchte mir nicht vorstellen wollen, dass es so einfach zusammengefasst werden kann, es natrlich sein kann, aber bestimmt mchte ich mir nicht vorstellen wollen davon ein Massenphnomen ableiten zu wollen.

Na ja, es ist aber auch ein zu emotional hier vorgebrachtes Thema und es auch sehr schwierig ist unter solchen Bedingungen mit Piett irgendwelchen evtl. ungerechten oder ungerechtfertigten Urteilen zu begegnen.
Sybille hat folgendes geschrieben::
...Wohl dem, der (wie ich/wir) einfach nur Glck mit der Arztwahl hatte und sich gut aufgehoben fhlt.

Es war ein langer Weg bis dahin, der zum Schluss nur funktionierte, weil ich mich selbst wiedergefunden hatte, ich deshalb heute sehr viel selbstzufriedener sofort in beide Richtungen blicke, also psychisch und physisch, auch in dieser Reihenfolge, und ich deshalb auch gar nicht mehr so den besonderen Arzt brauche, er ist mir hchstens noch zum kompetenten und nur zeitweiligen Begleiter geworden.

Ein Beitragszahler

Diagnosen: Zu viele, nicht schlimm genug fr die einen, die ohnehin die schlimmste Krankheit haben, schlimm genug fr die anderen, die jede Krankheit verbannen wollen, es ist so, wie es ist, fr einen selbst.
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Laluna
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Anmeldungsdatum: 16.09.2004
Beitrge: 383

BeitragVerfasst am: 16.08.08, 18:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Beitragszahler,

Sie bewerten die Aussagen anderer Forenuser ja immer recht kritisch, siehe

Beitragszahler hat folgendes geschrieben::
Wo kommt die Zahl her...

oder
Beitragszahler hat folgendes geschrieben::
Und woher kommt diese Statistik? Wo kommen diese Vergleiche her?


Darf ich daher mal fragen, worauf Sie diese Aussage sttzen?

Beitragszahler hat folgendes geschrieben::
Die meisten Arztbesuche scheinen ja auch tatschlich berflssig zu sein.




Beitragszahler hat folgendes geschrieben::
Ich mchte mir nicht vorstellen wollen, dass es so einfach zusammengefasst werden kann, es natrlich sein kann, aber bestimmt mchte ich mir nicht vorstellen wollen davon ein Massenphnomen ableiten zu wollen.


Eben! Im Fall der Ihrer Meinung nach grtenteils berflssigen Arztbesuche mchten Sie sich dies aber schon vorstellen wollen?

Laluna
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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 16.08.08, 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

Laluna hat folgendes geschrieben::
Sie bewerten die Aussagen anderer Forenuser ja immer recht kritisch, siehe
Beitragszahler hat folgendes geschrieben::
Wo kommt die Zahl her...

oder
Beitragszahler hat folgendes geschrieben::
Und woher kommt diese Statistik? Wo kommen diese Vergleiche her?

Na und, warum sollte ich nicht, wenn hier mit Zahlen um sich geworfen wird?
Ich verstehe Ihre Einwnde berhaupt nicht, denn sind Sie nicht auch an Aufklrung und Fakten interessiert?
Oder glauben Sie so etwas einfach ohne es zu wissen, ohne Hintergrnde und Quellen?
Laluna hat folgendes geschrieben::
Darf ich daher mal fragen, worauf Sie diese Aussage sttzen?
Beitragszahler hat folgendes geschrieben::
Die meisten Arztbesuche scheinen ja auch tatschlich berflssig zu sein.

Sttze ich die Aussage auf irgendetwas, hatte ich da eine Quelle angekndigt?
Ich denke, wenn jemand schreibt, so wie "scheinen", "knnte", "vermutlich", ist es genau so zu verstehen.
Wenn da jemand mehr hineindichten mchte, bitte schn.
Den letzten Satz kann ich nach direkter oder Umkehrlogik angewendet auf vorherige Aussagen, nicht nachvollziehen.
Ist aber auch egal, denn hatten Sie jetzt auch noch selbst etwas zu dem Thema beizutragen oder was war denn nun Ihre tatschliche Motivation bisher nichts beizutragen?
Ich jedenfalls bin immer an vielen Meinungen interessiert, auch wenn diese anschliessend kritisch hinterfragt werden sollten.
Alles ganz normal in einem demokratischen System. Alles in Balance.

Ein Beitragszahler
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Sybille
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Anmeldungsdatum: 23.09.2004
Beitrge: 1427
Wohnort: Nrdliches Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 17.08.08, 02:00    Titel: Antworten mit Zitat

Leider wurde mein Hinweis auf ein "abendfllendes Thema" wohl nicht verstanden.

Nur noch kurz:
Sehr geehrter Herr Beitragszahler, wenn Sie der Meinung sind, dass die meisten Arztbesuche tatschlich berflssig zu sein scheinen, dann kann ich Ihnen nur wnschen, dass Ihr Arzt im Ernstfall nicht auch so denkt.

Bedenken Sie: auch SIE haben nur EIN Leben...

Ich verabschiede mich hiermit aus der Diskussion.

Sybille
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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 17.08.08, 12:21    Titel: Antworten mit Zitat

Sybille hat folgendes geschrieben::
...Leider wurde mein Hinweis auf ein "abendfllendes Thema" wohl nicht verstanden...

Nein oder besser doch mit Befrchtungen, denn insofern es um eine wiederholt einseitige, frustige und verbitterte Schuldsuche nur auf der einen Seite gehen wrde, die mit der Realitt in so einer verzerrten Darstellung erneut nicht vereinbar wre, so mchte ich das auch gar nicht verstehen wollen.
Sybille hat folgendes geschrieben::
...wenn Sie der Meinung sind, dass die meisten Arztbesuche tatschlich berflssig zu sein scheinen, dann kann ich Ihnen nur wnschen, dass Ihr Arzt im Ernstfall nicht auch so denkt...

Dieses Denken habe ich schon mehrfach erprobt und erfolgreich den rzten abgenommen, ich habe da nicht Den Arzt, habe aber zuverlssig immer mich.
Sybille hat folgendes geschrieben::
...Bedenken Sie: [b]auch SIE haben nur EIN Leben...

Unterstellen Sie einfach mal anderen Menschen, dass diese evtl. ein schwereres Schicksal tragen mssen und sich auch tglich lebensgrenzwertig bewhren mssen.
Denken Sie aber auch daran, dass wir Menschen unser Schicksal alle unterschiedlich bewerten und wahrnehmen, vor allem ich fr meinen Teil fr mein Schicksal niemanden die Schuld gebe.

Ein Beitragszahler
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