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Ein Hausarzt informiert

 
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 03.08.08, 23:18    Titel: Ein Hausarzt informiert Antworten mit Zitat

ab morgen frh seine Patienten per Wartezimmer-Zeitschrift u.A. so:

Liebe Patienten,

Wuten Sie, dass von Ihren gesamten hohen Krankenkassenbeitrgen nur noch 15% in der ambulanten Patientenversorgung ankommen? Von 100 Euro Beitragsleistung sind nur noch 15 Euro fr Ihre medizinische Versorgung vorgesehen, wenn Sie zum Arzt mssen. In den 90er-Jahren waren das noch 22 %. Eine Krzung also um ein Drittel in einem einzigen Jahrzehnt trotz steigender Beitrge. Wundern Sie sich da noch ber Praxisgebhr, zunehmende Selbstzahlerleistungen, verweigerte, weil Budget-bewehrte Physiotherapien, die dem behandelten Arzt widrigenfalls privat in Rechnung gestellt (!!!) werden. Die ausgebeuteten rzte gehen nach der Ausbildung gar nicht mehr in den Beruf oder wandern ins Ausland ab!

Die in der Patientenversorgung unterschlagenen Mittel wandern in eine immer monstrsere Kontroll- und berwachungsbrokratie. Die von der Politik und der Wirtschaft (!!!) forcierte Einfhrung der sog. E-card kostet nach serisen Berechnungen ca 19 Milliarden, das sind 19 000 000 000 Euro, Eine wahnwitzige Summe, die in der Patientenversorgung fehlt, ihrem Beitragsaufkommen gestohlen wird, und die nur Ihrer Entmndigung und berwachung dient, wobei das besondere Arzt-Patienten-Verhltnis, die rztliche Schweigepflicht, auf der Strecke bleibt. Ihre gespeicherten Daten werden, wie schon in den USA, an Kapitalgesellschaften verhkert, die diese gewinnbringend auswerten, d.h. Sie, lieber Patient, als Melkkuh noch mehr ausnehmen.

In den Medien werden bereits lancierte Meldungen verbreitet, die deutsche Bevlkerung untersttze die Einfhrung der E-Card! Diese Meldungen sind frei erfunden und werden gezielt eingesetzt. Solche Methoden hat Frau Schmidt ganz offensichtlich in ihrer Zeit beim KBW gelernt.Leisten Sie Widerstand! (Solange Sie noch knnen) Verweigern Sie die Einfhrung der E-Card. Verweigern Sie die Zusendung eines Passphotos, das fr Ihre Totalerfassung notwendig ist. Schreiben Sie Protestbriefe an das Ministerium und die Krankenkassen, Fragen Sie nach der demokratischen Legitimation dieser unverschmten Veruntreuung zweckgebundener Beitrge, die Eigentum der Patienten sind! Informieren Sie sich , bleiben Sie auf der Hut vor der Desinformation der Lobbyisten, die alle nur Ihr Bestes wollen: Ihr Geld.
Ihr
Hausarzt
Dr. med. N.N.

Buchempfehlungen zur weiteren Information:
Der verkaufte Patient-Wie rzt und Patienten von der Gesundheitspolitik betrogen werden von Renate Hartwig
Patient in Deutschland-Verraten und verkauft Gaby Guzek

Ich htt dasselbe ein wenig anders geschrieben.

PR
_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
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Kochsalz123
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Anmeldungsdatum: 18.09.2007
Beitrge: 21

BeitragVerfasst am: 16.08.08, 23:37    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wuten Sie, dass von Ihren gesamten hohen Krankenkassenbeitrgen nur noch 15% in der ambulanten Patientenversorgung ankommen? Von 100 Euro Beitragsleistung sind nur noch 15 Euro fr Ihre medizinische Versorgung vorgesehen, wenn Sie zum Arzt mssen.



Lieber Herr Doktor und Derivate,

ich bin in der EDV Branche ttig. Als Kunden habe ich einen Allgemeinmediziner, einen pensionierten Frauenarzt, einen Orthopden sowie eine Chirurgin.

Keine von denen machen auf mich den Eindruck, dass diese am Hungertuch nagen. Diese schwimmen in Luxus, das Haus voller Antiquitten, X Ferienwohnungen, mehrere teure Autos. Bei den rzten wo ich in Behandlung bin, sieht der Fuhrpark auch nicht nach 15 Jahre alter VW Passat aus, sondern neuere Modelle diverser Premiummarken wie BMW, Mercedes usw.


Ich selbst war gut 5 Jahre lang ohne Versicherungsschutz. Wenn es Probleme gab, war ich Patient 3. Klasse und wurde abkassiert wie einer aus der 1. Klasse. Ich wurde bei diversen rzten als Versicherungsloser wie Dreck behandelt (auer beim Zahnarzt), obwohl ich immer die Rechnungen korrekt und sofort bezahlt habe. Fr die Sprechminute und kurzer Blick auf die Augenbindehaut wurde mir mit 120 Euro berechnet. Beim Neurologen wegen Probleme mit dem Sulcus-Ulnaris Nerv wurden beim Rechnungsposten sogar Dinge in Rechnung gestellt, die vom Arzt nie erbracht wurde. Auf meinem Einspruch meinte der Arzt, ich solle mich nicht so anstellen, wrde ja sowieso meine Versicherung bezahlen. Krzlich ist ein Abrechnungsbetrug hier in der Region aufgeflogen wo diverse rzte daran beteiligt waren. Mein Vater der zu dieser Zeit im Krankenhaus fr eine Mandelentfernungs-OP lag, erhielt zwei Monate spter von der Krankenkasse einen Fragebogen, wie es bei Ihm zu einem Schdelbasisbruch gekommen sei, der im Krankenhaus angeblich behandelt wurde. Es gab nie einen Schdelbasisbruch


Ich bin der Meinung, viele rzte verdienen auch heute noch viel zu viel. In meinem Speziellen Fall alles Taugenichtse die nur abkassieren knnen! Ich habe diverse Beschwerden und werde damit allein gelassen oder von einem Arzt zum anderen gereicht die alle null Ahnung haben und einen in der Sprechstunde meist nach 2-3 Minuten abfertigen. Vor einem Monat war ich mit meiner Katze beim Tierarzt. Tierarzt 1 sagte, die Katze habe eine Lungenentzndung und gab mir Antibiotika. Das Zeug half nicht also bin ich Montags wo Tierarzt 1 geschlossen hat, zu Tierarzt 2 gegangen. Die meinte auch, die Katze hat eine Lungenentzndung und gab mir ein anderes Antibiotika. Als das Zeug auch nicht half habe ich die Katze zur Tierklinik gebracht. Dort wurde ein Rntgenbild gemacht und gesagt, dass sei keine Lungenentzndung sondern eine vergrerte Speiserhre welche die Atmung behindert. Die Katze musste ich leider einschlfern lassen und habe somit die vielen Wochen davor die Katze unntig mit Antibiotika qulen mssen, weil die Tierrzte nichts taugten. So wie es der Katze bei den Tierrzten erging, so ergeht es mir bei den Humanmedizinern. Keiner hat Ahnung, auer vom abkassieren. Selten trifft man einen, der sein Handwerk versteht.

Ich wre fr eine Novellierung der Arztabrechnungen. Nur wenn der Patient am ende der Behandlung zufrieden ist, sollte der Arzt auch fr die Behandlung Geld erhalten. So wre man am schnellsten die Pfuscher und Taugenichtse los, whrend die guten rzte zurecht entlohnt werden.



Zitat:
In den Medien werden bereits lancierte Meldungen verbreitet, die deutsche Bevlkerung untersttze die Einfhrung der E-Card! Diese Meldungen sind frei erfunden und werden gezielt eingesetzt. Solche Methoden hat Frau Schmidt ganz offensichtlich in ihrer Zeit beim KBW gelernt.Leisten Sie Widerstand! (Solange Sie noch knnen) Verweigern Sie die Einfhrung der E-Card.



Ich befrworte eine E-Card bzw. elektronische Patientenakte, aber nicht so, wie diese demnchst realisiert werden soll. Ich will eine E-Card wo alles von den rzten gespeichert ist und ich jederzeit da reinschauen kann. Als ich neulich den Hausarzt gewechselt habe, gab es ein riesen Theater, eine Kopie von der Patientenakte zu erhalten. Es gibt auch manchmal ein riesen Geschiss, wenn man Rntgenbilder fr die Weiterbehandlung bei einem anderen Arzt ausleihen mchte. Toll ist, wenn man in der Patientenakte Diagnosen und weiterbehandlungsempfehlungen von Fachrzten liest, von denen man von den rzten nicht in Kenntnis gesetzt wurde. Eine echte elektronische Patientenakte ist ntiger den je, um auch unntige doppeluntersuchungen zu sparen.



Zitat:
wobei das besondere Arzt-Patienten-Verhltnis, die rztliche Schweigepflicht, auf der Strecke bleibt


Die rztliche Schweigepflicht ist ohnehin fr die Katz, wenn die Putzfrau im Aktenschrank whlt, was die Nachbarin fr Krankheiten hat, oder die Krankenschwester oder Arzthelferin aus dem Nhkstchen plaudert. Da sind die rzte gefordert, dass Aktenschrnke immer abgesperrt werden. Toll sind auch Arztcomputer mit Internetzugang. Ruck zuck whlt sich da ein Trojaner in den Patientenakte herum.
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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 17.08.08, 00:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, also wie immer im Leben, sollten wir uns in der Mitte einfinden, der eine oder andere dann doch nicht.
Wie auch immer, so finde ich jetzt diese beiden einleitenden Beitrge einfach nur perfekt, so kontrovers, einfach herrlich.

Die eine Seite:

PR stellt es schon richtig dar und wir alle sollten mal davon ausgehen, dass sich hier rzte zu Wort melden, die eben nicht im Geld schwimmen, sondern ihre Helfer-Profession im Dienste anderer Menschen stellen, und genau diese mit innerster berzeugung und Kraft gelebten Werte schon fast wie Naivitt gesehen werden knnten, wenn mal genau von allen hingesehen werden wrde, oder einfach mal hier die vielen Beitrge, geradezu Hilferufe von rzten gelesen und verinnerlicht werden wrden.

Das kann doch einfach nicht sein und wie wrde es uns denn gehen, wenn auf uns stndig eingeprgelt werden wrde und wir unter diesen Druck noch gleichzeitig unsere Aufgaben mit Freude und berzeugung erfllen sollen?

Werden sich auch gengend Gedanken darber gemacht, wie oft ein Arzt helfen konnte, anderen oder auch einem selbst?
Ist vieles Gute nicht einfach schneller vergessen, als das Bse?

Ich hatte nach meiner Zeit des Grolls bei mir mal so eine Inventur gemacht und es gab danach keinen Grund die in Wirklichkeit vielen guten Ergebnisse und die damit verbundenen Personen nur deshalb nicht mehr positiv zu sehen, nur weil es da mal in der Tat sehr unschne Ausrutscher anderer medizinischer Personen gab.

Die andere Seite:

Wenn ich jetzt mal loslegen wrde, was mir so widerfahren ist, dann kann das schon so einiges im Schatten stellen, bin aber davon wieder genesen, na klar auch mit ein paar Folgeschden aus dieser Zeit, wo ich auch am Verstand einiger rzte berechtigt zweifeln konnte, andere rzte das spter so sanfter ausgedrckt einrumten, meine Lebenszeit zu knapp bemessen ist, mich mit solchen Dingen rumzurgern, ich das habe auslaufen lassen und zudem noch eine Kehrtwende im Bewusstsein zu mehr Gesundheitsfindung eingeschlagen hatte, selbst bei lebenslang begleitenden und sich zum Teil gesteigerten, neu erworbenen Defiziten.

Warum nur dieser ewige Frust, diese tiefe und langatmige Verbitterung?
Wem hilft das denn? Einem selbst doch nicht? Irgendjemandem berhaupt?

Ich bin schon damals in die Offensive gegangen, so bin ich nun einmal, habe eine Gesprchsrunde mit den Anfangsinitiatoren organisieren knnen, bin bis heute von dieser Bereitschaft sehr angenehm berrascht, das war gut, denn es war der Beginn davon, mir den Druck zu nehmen, obwohl es mir sehr schlecht ging, ich das aber ohnehin kaum zeigen kann, ich das Gejammer und Gesthne einfach nur hasse.

brigens habe ich erst krzlich gesehen, dass dieses KH bei den Qualittssiegeln vom Rang her wirklich gut da steht, mchte nicht sagen wo, knnten Rckschlsse gezogen werden, nur fr die Abteilung, die damals den Mist gebaut hatte, suchen die heute immer noch oder wieder? Hatte das ja Jahre nicht verfolgt, aber die knnen ja auch nicht mit allem ein gutes Hndchen haben.

Dennoch gab es dann doch noch eine Zeit, wo ich auf diesen Irrwegen war, auf denen sich leider noch viele Menschen befinden, obwohl ich das vorher anders gelebt hatte, eben so wie heute auch wieder, nur heute noch besser.

Ach ja, vielleicht werden wir ja doch noch einmal alle vernnftig...

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A.Moyet
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 23.08.2008
Beitrge: 2

BeitragVerfasst am: 23.08.08, 11:11    Titel: E-Card, skandals !!! Antworten mit Zitat

Wie weit wird es noch gehen? Soweit mir bekannt, handelt es sich um MEINE Daten! Dann sollte doch auch ICH entscheiden knnen, wem diese Daten zugnglich gemacht werden! Was geht einen "Wald- und Wiesendoktor", der sich um meine Erkltung kmmern soll, an, welche gynkologischen Probleme ich habe? Was bei Verlust der Karte? Warum mit Foto? Wird Deutschland immer verrckter?

Eigentlich sollte das Case-Management ausgebaut werden! Um gerade bei chronisch Kranken etc. Doppeluntersuchungen usw. zu vermeiden! Ich glaube nicht, da die Mehrheit damit einverstanden ist, das so mit unseren VERTRAULICHEN Daten umgegangen wird! Mchte ich mich JEDEM Arzt bis ins letzte offenbaren?
Wie oft ist es (jedem?) schon passiert, da man bei einem Arzt die Praxis verlt und man sich sagt "oh Gott, der sieht mich nie wieder".

Und all das finden unsere Datenschutzbeauftragten in Ordnung? Ich versteh die Welt nicht mehr...

Was unsere "Gtter in Wei" angeht, so mu ich zwar feststellen, da es wohl tatschlich in den letzten Jahren finanziell schlechter luft, aber wohl kaum so schlecht, da man stndig darauf hinweisen mu und es den Patienten stndig unter die Nase reiben mu! Denn tatschlich ist es doch so, da sie noch immer zu den Besserverdienenden gehren! Einen solchen Beruf sollte man in allererster Linie aus berzeugung ausben!! Und verglichen mit Zeiten, indenen rzte solange bezahlt wurden wie ihre Patienten GESUND und nicht krank waren (z. B. China) und sie berwiegend in Naturalien vergtet wurden, geht es ihnen heute doch ausgezeichnet!!

In solchen Diskussionen habe ich hufig den Eindruck, da alle anderen in diesem Land dumm, faul und berbezahlt sind, nur die rzte haben die Weisheit mit riesen Kellen genascht und haben kaum genug um zu berleben...

Aber es gibt auch noch Idealisten!! Ich habe ZWEI kennengelernt. Die 24h rund um die Uhr Arzt sind, Zeit fr ihre Pat. haben oder sich nehmen und die Ganzheitlichkeit definieren knnen!

...

MfG
A.Moyet
_________________
Es kommt nicht auf die Jahre im Leben, sondern auf das Leben in den Jahren an.
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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 23.08.08, 12:12    Titel: Re: E-Card, skandals !!! Antworten mit Zitat

A.Moyet hat folgendes geschrieben::
...Was geht einen "Wald- und Wiesendoktor", der sich um meine Erkltung kmmern soll, an, welche gynkologischen Probleme ich habe?...
Das fragt sich der Doktor selbst wohl auch, und dies ja diversen Beitrgen hier und woanders zu entnehmen ist.

A.Moyet hat folgendes geschrieben::
...Eigentlich sollte das Case-Management ausgebaut werden! Um gerade bei chronisch Kranken etc. Doppeluntersuchungen usw. zu vermeiden!...
Hm, aber genau das wollen doch viele Patienten gar nicht.
Wer sich mal richtig querliest und die Realitt auch sonst wahrnimmt, wird leicht und schnell feststellen, dass leider viel zu viele Patienten durch ein zgelloses rzte-Hopping Vielfachuntersuchungen begren werden, da sie einfach nicht glauben wollen, bei Zipperleinchen im somatisch-pathologischen Sinne doch sehr gesund zu sein, dies aber gerade niederschmetternd und entsetzlich finden, einer persnlichen Niederlage und Demtigung gleichstehend.

Auerdem ist doch jeder Krankheitsfall ein CASE und ich es sehr ungerecht finde, dass Menschen mit seltenen Erkrankungen sehr viel schlechter behandelt werden, als die mit Lobby.

A.Moyet hat folgendes geschrieben::
...Ich glaube nicht, da die Mehrheit damit einverstanden ist, das so mit unseren VERTRAULICHEN Daten umgegangen wird! Mchte ich mich JEDEM Arzt bis ins letzte offenbaren?...
Genau, wie vorher erklrt sollte ja niemand seine Reise durch das deutsche Medizinschlaraffenland nachverfolgen knnen, obwohl dies ja alle mitfinanzieren mssen.

A.Moyet hat folgendes geschrieben::
...Wie oft ist es (jedem?) schon passiert, da man bei einem Arzt die Praxis verlt und man sich sagt "oh Gott, der sieht mich nie wieder"...
Ich mchte mir lebhaft vorstellen wollen und knnen, bei den Patienten die ich alle so aus gleicher Stellung heraus kennenlernen durfte, ich mal selbst kurze Zeit durch Verblendung so war, dass dies ein bilateral geuerter Wunsch sein wird.

A.Moyet hat folgendes geschrieben::
...Was unsere "Gtter in Wei" angeht, so mu ich zwar feststellen, da es wohl tatschlich in den letzten Jahren finanziell schlechter luft, aber wohl kaum so schlecht, da man stndig darauf hinweisen mu und es den Patienten stndig unter die Nase reiben mu!...
Aber das machen doch vorwiegend nicht die rzte, also das mit dem unter die Nasen reiben von Gehlterdifferenzen zwischen den Berufsgruppen, auer um mal sichtbare Vergleiche zu schaffen.
Es ist doch auch hier nur wieder eine fr mich sprbar versuchte Neiddebatte.

A.Moyet hat folgendes geschrieben::
...Aber es gibt auch noch Idealisten!! Ich habe ZWEI kennengelernt. Die 24h rund um die Uhr Arzt sind, Zeit fr ihre Pat. haben oder sich nehmen und die Ganzheitlichkeit definieren knnen!...
Schn, ich persnlich kenne damit fast alle rzte so, die mir begegneten, auch wenn ich einige davon mal zeitweise anders sah.
Mich interessiert aber eher heute, ob auch die Patienten erkannt haben, dass es wohl tatschlich schon "Gtter in Wei" sein mssten, um so etwas auch leisten zu knnen.

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A.Moyet
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Anmeldungsdatum: 23.08.2008
Beitrge: 2

BeitragVerfasst am: 23.08.08, 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

ber "rzte-Hopping" brauchen wir nicht zu reden und wenn dies das einzige Argument FR diese "Errungenschaft - neue e-card - " ist, dann ist mir das zu wenig!

Dem "Hopping" sollte mit Einfhrung der Praxisgebhr und erforderlichem berweiser zum FA begegnet werden. Gegen dieses Verfahren habe ich auch keine Einwnde! Es geht mir darum, da jeder Arzt (unabhngig von seiner Fachrichtung) Zugriff auf die bei mir erhobenen Befunde hat und stelle daher die fr mich berechtigte Frage des WARUM.

Was wird verbessert? Werden bei jedem Zipperlein dann weniger Antibiotika verschrieben? Zchten wir uns somit weniger multiresistente Keime? Wird die Diagnostik dann ausgefeilter, weil vor Rezeptverordnung mirkobiologisch festgestellt wird um welchen Keim es berhaupt geht und nutzt dann das Antibiogramm? Ist es wirklich erforderlich einen glsernen Pat. zu schaffen um damit vermeintlich Kosten zu sparen?

Wie kann man z.B. unntze Rntgenaufnahmen rechtfertigen? I.d.R. ist das in den Klinken z.B. so. Egal mit welcher (Verdachts)diagnose sie eingewiesen werden (primr Internistisch) es wird ein Rntgen vom Thorax gemacht. Ist es erforderlich, weil man eine Cystitis, eine Thrombose, ein Nierensteinleiden etc. ausschlieen oder besttigen will?
Auf die Frage der Notwendigkeit bekommt man hufig zu hren "das ist eben so" oder so hnlich.

Auerdem ist es doch vermessen, dem Gros der Pat. und Versicherten zu unterstellen "rzte-Hopping" zu betreiben.


MfG
A.Moyet
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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 23.08.08, 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

A.Moyet hat folgendes geschrieben::
...ber "rzte-Hopping" brauchen wir nicht zu reden...
Doch, natrlich rede ich darber, denn hier ging es ja nicht nur um dieses m.E. berzogene Thema E-Card.

Und wenn es schon um E-Karten geht, nehme ich also stark an, dass Sie auch keine elektronischen Daten sonst wie austauschen, also z.B. Bank, Fhrerschein, Finanzamt, E-Mail, Suchmaschinen mit Profiler, etc. und natrlich hier ber Internet.

Ihre Daten sind doch schon vielfach weiter weltweit verbreitet, als es mit einer medizinischen Krankenakte in E-Kartenform kaum mehr mglich sein wird.
Finden Sie sich damit ab?

Wenn nicht, was machen Sie also generell gegen Datenhandel, denn das wird ja auch nur helfen?
Auch ohne E-Card sind Ihre medizinischen und weiteren sozialsystemhaftenden Daten doch schon begehrt und keinesfalls ndert das etwas mit einer E-Card.
Ob nun mit oder ohne, so wird nur Angebot, Nachfrage und die menschliche Gier darber entscheiden, wann Sie Ihre Daten mal in unbefugten Hnden erkennen knnen, falls dies nicht ohnehin schon so geschehen ist, was ich fest glaube, wenn ich an die Menschlichkeit glaube, die doch sehr davon bestimmt ist, wie Statussysmbole Eigenheim, Auto, etc, zu finanzieren sind.

Es ist nur noch nicht ans Licht gekommen, wir werden es schon sehen, weil wir es immer gesehen hatten, nicht heute, vielleicht nicht morgen, aber irgendwann bestimmt, wie gesagt, auch aus Zeiten ohne E-Karte, oder gerade aus diesen Zeiten.

A.Moyet hat folgendes geschrieben::
...Was wird verbessert? Werden bei jedem Zipperlein dann weniger Antibiotika verschrieben? Zchten wir uns somit weniger multiresistente Keime? Wird die Diagnostik dann ausgefeilter, weil vor Rezeptverordnung mirkobiologisch festgestellt wird um welchen Keim es berhaupt geht und nutzt dann das Antibiogramm? Ist es wirklich erforderlich einen glsernen Pat. zu schaffen um damit vermeintlich Kosten zu sparen?...

Ich verstehe das nicht ganz, auf was oder welchen Beitrag beziehen Sie sich da, wird da jetzt etwas durcheinander geworfen?
Noch einmal, so hatte hier doch niemand irgendeiner Seite geschrieben, dass er den Sinn einer E-Card verteidigen wollte.

A.Moyet hat folgendes geschrieben::
...Wie kann man z.B. unntze Rntgenaufnahmen rechtfertigen? I.d.R. ist das in den Klinken z.B. so. Egal mit welcher (Verdachts)diagnose sie eingewiesen werden (primr Internistisch) es wird ein Rntgen vom Thorax gemacht. Ist es erforderlich, weil man eine Cystitis, eine Thrombose, ein Nierensteinleiden etc. ausschlieen oder besttigen will?
Auf die Frage der Notwendigkeit bekommt man hufig zu hren "das ist eben so" oder so hnlich...

Und was hat das denn nun wieder mit Ihrem verlangten Fokus auf eine E-Card zu tun?
Das ist doch nur der normale Vorschriften- und Abrechnungswahnsinn dieses Gesundheitssystems, also auch schon ohne E-Card.

A.Moyet hat folgendes geschrieben::
...Auerdem ist es doch vermessen, dem Gros der Pat. und Versicherten zu unterstellen "rzte-Hopping" zu betreiben...

Ich schrieb von viel zu Vielen und das impliziert noch lange keine Majoritt.
Mir persnlich ist viel zu viel, wenn es schon mehr als einer so macht.
Darum bitte ich Sie doch hflich, diesbezglich im ffentlichen Raum etwas mehr Zurckhaltung zu ben.
In Ihrem Zweifel drfen Sie aber gerne fragen, wie andere Menschen ihre Sicht auf die Dinge verstehen und ich ja auch immer sehr bemht bin auf Aspekte meiner Mitmenschen einzugehen, ohne Unterstellung, hchstens mit konkreter und auffordernder Fragestellung.

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Kalli
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Anmeldungsdatum: 15.01.2007
Beitrge: 218
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 24.08.08, 12:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, PR!
Nachdem die verhngnisvollen Daten aus Lichtenstein in Rostock aufgetaucht sind, die hauptschlich wohl Konten von rzten betreffen, (Die armen, armen rzte) ist mir klar, das Sie den Datenschutz fr immer wichtiger halten. Lachen
Nun zum eigentlichen Thema: Mir ist es nur recht, wenn wirklich alles auf einer Karte zu lesen ist, mglichst wirklich mit Bild. Dann hren endlich die Doppeluntersuchungen auf; die rzteolympiade einiger Patienten auch und endlich knnen nicht mehr ganze Sippen mit einer Karte Untersuchungen erschleichen.
Denn jetzt ist es kinderleicht mit einer geklauten Karte smtliche rzte abzugrasen und es wird auch fleiig praktiziert.
Sie argumentieren, das diese Daten frher oder spter in Umlauf geraten. Da mgen Sie recht haben. Ich frage mich nur, wie es geschehen konnte, das ich nach einer schweren Operation Post von diversen Pharmafirmen bekam die mir Aufbaumittel und hnliches andienen wollten? Wo haben die wohl jetzt meine Daten her? Ich sollte wohl Herrn Schuble fragen, denn der ist ja fr mehr Datenerfassung.
Netter Gru, Kalle
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Christiane
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Anmeldungsdatum: 20.10.2004
Beitrge: 902

BeitragVerfasst am: 24.08.08, 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

die datenerfassung auf der karte ist ja fr den einzelnen karteninhaber nicht pflicht, sondern "nur" mglich - wenn man dies nicht mchte, gibt's nur die kerndaten wie name, anschrift usw. auf der karte (obwohl blutgruppe plus impfstatus z.b. bei unfllen usw. nicht schlecht wren, aber alles andere wre mir ein zu groes risiko wg. datenmissbrauch).

fr die verhinderung von kartenmisbrauch wrde aber brigens auch ein einfaches foto auf der karte reichen - und wre meiner meinung auch ausreichend.

bei der hier angesprochenen verhinderung von doppeluntersuchungen durch erfassung der daten auf einer wie auch immer gearteten karte muss man allerdings auch beachten, dass es z.b. doch erhebliche unterschiede in der durchfhrung eines untersuchungsverfahrens geben kann - beispielsweise beim mrt durch wahl der schnittebenen, bildabstnde, kontrastmittel j/n ....

einen arztbrief bei facharztbesuchen mit berweisung kann man ja ganz einfach anfordern ... ist ja in der regel keinerlei problem (porto und ausdruckkosten werfen einen ja nun nicht um) ....

ansonsten hat's halt ein bisschen was von deep space 9 ... mal kurz mit 'nem scanner ber den patienten fahren und man hat das ergebnis wird wohl mittelfristig das ziel sein Winken

christiane.
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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 24.08.08, 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

Kalli hat folgendes geschrieben::
...Nachdem die verhngnisvollen Daten aus Lichtenstein in Rostock aufgetaucht sind, die hauptschlich wohl Konten von rzten betreffen...

Das ist natrlich traurig, betrifft aber nur diese eine der schon aufgedeckten und noch aufzudeckenden Affren.
Nun ja, vielleicht sind die rzte eben nicht so gerissen, wie Wirtschaftsprfer, Politiker, Geschftsfhrer und anderer Geldneuadel.
Jedenfalls kann doch aufgrund solcher Berichte, vermutlich doch mehr ein Chef- und Zahnarztthema, nicht auf Assistenz- und Hausrzte, so wie die meisten anderen Fachrzte geschlossen werden.

Kalli hat folgendes geschrieben::
...Ich frage mich nur, wie es geschehen konnte, das ich nach einer schweren Operation Post von diversen Pharmafirmen bekam die mir Aufbaumittel und hnliches andienen wollten? Wo haben die wohl jetzt meine Daten her?...

Ist doch nun wirklich vielfach und sehr einfach mglich, wie z.B. ber eine der Suchmaschinen, also dann, wenn Patienten so informiert sein wollen.
Hierzu nur ein Beitrag unter http://www.wdr.de/tv/monitor/beitrag.phtml?bid=976&sid=184 oder hier unter http://www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtvextrakt.phtml?p=400&b=038&ex=3 doch gleich solche schnen Mglichkeiten in Bild und Ton.
Ach so, schon einmal vorab, so hat u.a. ein/das Apothekenportal diese Schnffelsoftware nach diesen Recherchen entfernt.

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