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Weggsperrt nach Suizitversuch

 
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Bigmag
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 24.06.2008
Beitrge: 1

BeitragVerfasst am: 24.06.08, 10:09    Titel: Weggsperrt nach Suizitversuch Antworten mit Zitat

Meine Lebensgefhrtin hat nach einer Kurzschlureaktion einen Suizitversuch unternommen.
Nun wird Sie im Klinikum [Namen entfernt] in der Geschlossenen Abteilung festgehalten.Es werden weder Psychologische Aufbauesprche noch sonstige Therapeutische Massnahmen gettigt.Die Patienten werden einfach mit Medikamenten ruhig gestellt damit die Pfleger ihre Ruhe haben.Meine Bekannte hat den Suizitversuch schon wrend der Tat bereut und dies auch dem Arzt berichtet, aber der stellt meine Bekante nur als bekloppt hin. Es wurden meiner Lebensgefhrtin sogar die Handcreme weggenommen, da sie sich an der Verpackung verletzen knnte, obwohl im Gemeinschaftsraum offen Messer und Gabel fr jeden frei zugnglich rumliegen. Wie passt da denn zusammen.
Kann ich irgent etwas tun um meine Lebensgefhrtin aus dieser Lage zu helfen?
Sollte Sie noch lnger in dieser sogenannten Klinik bleiben, kann ich fr Ihre Gesungheit nicht garantieren.Ich bin der meinung dass Wegsperren keine Lsung fr meine Lebensgefrtin ist.
Sollte ich ev. einen Anwalt einschalten?

Wre fr jede Hilfe dankbar.

Bigmag
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AlexOrange
Account gesperrt


Anmeldungsdatum: 25.02.2006
Beitrge: 73

BeitragVerfasst am: 25.06.08, 01:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bigman,

Zitat:
Sollte ich ev. einen Anwalt einschalten?


Aber natrlich, sollte sie unter Betreuung stehen wird das komplizierter, doch letztlich kann Euch nur ein RA und neue Pychiater / Psychologe helfen.

Denke daran, dass sie evtl. vllig weggespritzt war, als der Richter sie befragte, aber aus solch einem Hllennest sollte sie schnellstens raus.



Alexander
_________________
Der Mensch ist ein hervorragendes Beispiel fr den oftmals grimmigen Humor der Evolution!
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Arianrhod
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 11.07.2007
Beitrge: 48
Wohnort: Deutschland - hoher Norden

BeitragVerfasst am: 29.06.08, 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo @bigman, wie lange hat deine Lebensgefhrtin denn ihre Unterbringung bekommen? Ihr Fall msste nach dieser Zeit wieder geprft werden. Was Du beschreibst an Manahmen bzw. nicht geleisteten Therapien ist leider so.
lieber Gru Arianrhod
_________________
Andere sehen ins Licht; ich schaue ins Dunkel und da ist immer etwas drin.....
Viele Gre Arianrhod
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angie1978
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 26.02.2006
Beitrge: 35

BeitragVerfasst am: 25.09.08, 10:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

ich htte ein paar Fragen an Arianrhod;

Was und wie luft es auf einer guten bzw. schlechten geschloenen Station ab? Wrd mich gerne darber informieren aus pers. Grnden.

Danke vorab fr die Info.

Gru Angie
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schima
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 09.10.2008
Beitrge: 120

BeitragVerfasst am: 13.10.08, 07:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
vieleicht kann ich ein paar deiner Fragen beantworten.
Ich war bisher dreimal (nach Suizidversuch) in einer geschlossenen Station. Auer, dass ich in den ersten Tagen nicht raus durfte, hatte ich eigentlich keine Einschrnkungen. Es gab tglich Gesprche mit Psychotherapeuten, Gruppentherapien usw. Es wurde versucht - gemeinsam mit mir - einen Plan auszuarbeiten, wie es weiter gehen knnte. Meine Familie wurde ebenfalls zu Gesprcen eingeladen.
So weit das positive. Das negative war, dass auf dieser Station zu 90 % Alkoholiker auf Entzug waren. Das heit es war sehr laut, sehr aggresiv und man hatte nirgends Platz fr sich und seine Gedanken. Allein dies Aggressivitt machte mich schier wahnsinnig und ich wollte so schnell wie mglich wieder weg. Meine rztin verstand mein Problem (zu viele Gewalterfahrungen in der Kindheit) und berwies mich anstandslos an eine andere, offene Klinik.
Vieleicht wre das auch eine Mglichkeit fr deine Freundin? Die Alternative gar nichts tun und einfach nach Hause entlassen werden wollen ist nicht gut und kein verantwortungsbewuter Arzt macht da mit. Ein Suizidversuch ist kein Versehen oder dummer Ausrutscher!
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schima
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 09.10.2008
Beitrge: 120

BeitragVerfasst am: 13.10.08, 07:31    Titel: Antworten mit Zitat

.....vieleicht sollte ich noch erklren, warum ich dreimal auf dieser Sation gelandet bin?
Ich war der Ansicht dass dieser dumme Selbstmordversuch lediglich eine Folge von Stress, berarbeitung und ein paar kleineren Problemen mit meiner Familie war. So zumindest die Version die ich meinem Mann, meinen Kindern und den rtzten erzhlt habe. Meine Familie hat mir das auch anstandslos geglaubt (sogar mein Mann nach fast 25 jhriger Ehe). Ich wute dass mehr dahinter steckt - ich wollte Schluss machen aber ich wollte mit niemandem darber reden weil ich mich fr meine Schwche schmte.
Ich hab natrlich nichts unversucht gelassen um so schnell wie mglich weg zu kommen, ich wollte diese ganzen unangenehmen Fragen nicht beantworten. Ich machte mich lustig ber diese offensichtlichen Widersprche wie z. Bsp. dass Gabel und Messer offen herum liegen aber man nicht mal allein duschen und sich die Haare fnen durfte.........
Heute wei ich warum das so war. Ich hab dreimal gebraucht um zu begreifen dass Flucht keine Lsung ist. Mein Mann ist immer noch der berzeugung das alles nur ein Versehen war. Wir sind inzwischen geschieden.
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angie1978
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 26.02.2006
Beitrge: 35

BeitragVerfasst am: 14.10.08, 11:50    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Schima fr deine offene Antwort.

Es handelt sich bei mir tatschlich um eine sehr gute Freundin von mir. Bei ihr waren es bisher angeblich nur Suizidgedanken bzw. plne wie sie es machen wollte. In die Tat hat es sie nach ihren eigenen Angaben bisher noch nicht versucht. Sie hat aber panische Angst vor Kliniken, rzten... (schweren Unfall berlebt). Sie geht dabei an die "Decke" und wrde vermutlich sogar schon dann als suizidgefhrdet eingestuft werden, wenn sie nur darber nachdenken sollte in eine Klinik zu gehen. Lieber mchte sie sterben bevor sie nocheinmal in ein Krankenhaus geht. Traurig

Wir (Mann, ich, Geschwister, Eltern) versuchen unser bestmglichstes ihr diesen ersten Schritt so einfach wie mglich zu machen. Wir wissen bisher nur aus dem Netz was in einer Traumatherapie alles gemacht wird und sind uns einig, dass ihr nur soetwas hilft darber hinwegzukommen. Die Gefahr mit dem Suizid ist uns bewut! Wir befrchten, dass wenn sie in ein Krankenhaus mu, sich vorher versucht das Leben zu nehmen. Deshalb ist das nicht ganz so einfach.

Wir mchten hier alle wieder, dass es ihr baldmglichst wieder besser geht.

Gru Angie
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