Navigationspfad: Home
medizin-forum.de :: Thema anzeigen - Eine Frage an Dr. Winfried Gahbler
Deutsches Medizin Forum
Foren-Archiv von www.medizin-forum.de
Achtung: Keine Schreibmglichkeiten! Zu den aktiven Foren whlen Sie oben im Men "Foren aus!
 
 SuchenSuchen 

Eine Frage an Dr. Winfried Gahbler

 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    medizin-forum.de Foren-bersicht -> Schmerztherapie
Vorheriges Thema anzeigen :: Nchstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
error6
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 30.04.2006
Beitrge: 475

BeitragVerfasst am: 14.11.08, 11:54    Titel: Eine Frage an Dr. Winfried Gahbler Antworten mit Zitat

Hallo Herr Dr. Gahbler!
Vielleicht haben Sie den Beitrag von mir gelesen, in dem
ich ber den Morphinentzug berichte. Ich habe also dieses
Depressiva abgesetzt, weil es nur Probleme brachte.
Ich muss aber noch erwhnen, dass ich zuerst das Original
hatte, das zweite Rezept wurde einfach mit dem billigerem Prparat
bedient. Ersteres war m.M. nach in der Wirkung sehr viel angenehmer.
Sind Ihnen solche Unterschiede bekannt?
Aber die eigentliche Frage ist folgende.
Ich habe nun geschtzte 36 Std. kein Medikament irgendwelcher Art
genommen. Und letzte Nacht ging es los Entzug vom Allerfeinsten!
Aber wovon???
Der mich behandelnde Arzt sagte, das Morphin knne sich noch 6 Monate
bemerkbar machen. Dazu sagen mchte ich noch, dass ich die Pflaster und im
Nachhinein die Tabletten mit wirklichem Ekel genommen habe, einfach
nur um nicht auf Entzug zu sein.
Ich hatte diese Nacht das Gefhl wie beim Alkoholentzug:
Kein Verlangen nach Tabletten, ich habe wirklich gedacht, jetzt einen
groen Schnaps und alles ist im Lot.
Natrlich ausgeschlossen, dem nachzugeben.
Aber kann das noch vom Morphium kommen? Ich habe in meiner Not
die vom Arzt verordnete Dosis von 50mg fr die Nacht genommen
und alles war wieder in Ordnung.
Nur eine Frage als Tipp:
6 Wochen, wie vom Arzt verordnet weiternehmen?
Und evt. die Marke wechseln, d.h. das Original verlangen?
Bin gespannt auf Ihre Antwort und verabschiede mich mit
freundlichem Gru,
Smilie error6
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Winfried Gahbler
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 1640

BeitragVerfasst am: 17.11.08, 22:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo error6,

die Probleme beim Absetzten/Auschleichen von Opioiden sind soooo unterschiedlich. Ich habe Patienten, die haben eine hohe Opioid-Dosis [ohne Rcksprache mit mir] von einen auf den anderen Tag abgesetzt und kamen nach 6 Wochen wieder ohne berhaupt nur ein Symptom von Entzug und in anderen Fllen ist es ungemein schwieirig. Das hnelt dann Ihren Erfahrungen.
Ich mache da schon berhaupt keine "Vorhersagen" mehr.
Ebenso ist es eben ungemein schwer zu sagen, ob eine anderes Prparat mit dem gleichen Wirkstoff (ob nun das Original-Prparat oder ein andere Generikum) weniger Problemem bei der Dosisreduktion macht. Das kann man m.E. nur individuell entscheiden - im Zweifelsfall durch probieren. Gleiches gilt fr den Zeitrahmen, in dem man die Dosis reduziert.
Wenn Ihr Arzt ihnen den beschriebenen Weg vorgeschlagen hat, wird er dies aus seiner Erfahrung mit Ihnen und anderen Patienten getan haben. Ich denke, der kennt Sie diesbezglich. Also kann ich nicht so vermessen sein, und ein anderes Vorgehen vorschlagen, wo ich Sie doch gar nicht kenne.
Es geht ohnedies nur, wenn Sie ihm vertrauen und mit ihm zusammen arbeiten.

Gute Besserung und alles Gute wnsche ich Ihnen
MfG W.Gahbler
----------------------

Hinweis unter Bezug auf 7(3) der Berufsordnung fr rzte:
1. Der voranstehende Beitrag ist eine allgemeine Stellungnahme, die, ausgehend von Ihrer Anfrage mit grtmglicher Sorgfalt verfasst wurde.
2. Bitte wenden Sie Sich unabhngig davon persnlich zur Beratung, Untersuchung und Behandlung an eine rztin oder einen Arzt Ihres Vertrauens!
_________________
aus der Gemeinschaftspraxis
Dr.W.Gahbler/F.Becker/Dr.K.Sieben
http://www.schmerzkreis.net
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
error6
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 30.04.2006
Beitrge: 475

BeitragVerfasst am: 17.11.08, 23:17    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend Dr. W.Gahbler !
Herzlichen Dank fr Ihre Antwort.
Im Prinzip ist sie so ausgefallen, wie ich es mir denken konnte.
Sie haben recht, das Arzt - Patientenverhltnis muss stimmen.
Der einzige Arzt bisher, der mein vollstes Vertrauen hatte, war der
behandelnde Arzt beim Entzug. Es stimmte wirklich alles, was er tat und sagte.
Ich habe zum ersten mal einem Arzt voll und ganz vertraut. Nicht deshalb,
weil ich ihm im Prinzip auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, nein deshalb nicht.
Fr solche Flle sorgt man oder besser gesagt ich, vor.
Ich werde meinen HA um das Original bitten, das ist kein Problem.
Liebe Gre,
Smilie error6
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beitrge vom vorherigen Thema anzeigen:   
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    medizin-forum.de Foren-bersicht -> Schmerztherapie Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  
Sie knnen keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Sie knnen auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Sie knnen an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
© Deutsches Medizin Forum 1995-2019. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de.