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Decubitusbehandlung

 
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DrSafety
Gast





BeitragVerfasst am: 11.01.05, 16:46    Titel: Decubitusbehandlung Antworten mit Zitat

Hallo

ich suche hilfe bzgl einer behandlung eines decubituses grad 3 / 4
oder anderherum gesagt ich tue mir sehr sehr schwer die vom behandelnden arzt verordnete therapie einzuleiten bzw fortzufhren

ich verzichte vorerst auf div information ber den pat, da ich denke, das diese nihct unbedingt zur beantwortung meiner frage ntzlich sind.

soviel sei jedoch gesagt, pat um die 70, az reduziert, div kardiolog. und pulmonlae vorerkrankungen, zur zeit pneumonisch,fiebernd und mrsa besiedelt.

pat brachte bereits einen ca 5x5 cm groen, ca 2 cm tiefen, infizierten (auch mrsa-verkeimt) und belegten decubitus, im sakral bereich, mit.

wir als pflegepersonal baten den behandelnden arzt bitte in diesem fall konkrete handlungsanweisungen zu geben, da man in der decubitustherapie schnell gravierende fehler machen kann, und wir bei diesem besondern schweren fall keine behandlungsfehler machen wollten. uns schwebte eine therapie mittels octeniseptsplungen sowie silberaktivkohleauflagen (soweit ich informiert bin sind diese bei mrsa besiedelten wunden zugelassen).
jedoch wurde dies dann abgelehnt...
verordnet wurde eine andere therapie, nmlich das die wunde fortan mit handelsblichem zucker und sterilen kompressen behandelt bzw abgedeckt werden soll.
die begrndung lautet, das es presiwert sei, zucker binde aufgrund seiner hohen osmolarischen wirkung hervorragend wasser und ausserdem sei es 'ein altes chirurgen rezept'

leider tue ich mir wie bereits oben erwhnt sehr schwer mit dieser anordnung.
im zeitalter des sog. 'modernen wundmanagement' hatte ich eigentlich auf andere therapieformen gesetzt und gehofft.

nun suche ich argumente und kontraindikationen fr diese art der therapie, das ich denke das dem patienten mit der zucker-therapie nihct unbedingt geholfen wird bzw der decubitus sowie der mrsa-befall nicht saniert werden kann.
lasse mich aber auch gerne vom gegenteil berzeugen.........
ich hoffe ich finde hier jmd hilfsbereites Smilie

google.de, hat mich nicht unbedingt weiter gebracht

danke
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AnnettLoewe
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 16.09.2004
Beitrge: 871

BeitragVerfasst am: 11.01.05, 16:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dr. Safety,
ich hab von der Zuckervariante grad bei schweren Fllen auch schon gehrt - mich aber nicht getraut, hier danach zu fragen.
Mir wurde von guten Erfolgen berichtet und theoretisch wurde das so begrndet, wie Sie es aufgeschrieben haben. Nur das Kostenargument war nicht dabei, ist aber evident.
Ich hab den Moderator hier schon vor einiger Zeit danach gefragt, mal was zur Dekubitusbehandlung reinzusetzen und er hat versprochen, sich drum zu kmmern.
Wird schon und danke dafr, dass ie es ihm nochmal "auf den Schirm2 gerckt haben.
Schne Gre,
Annett Lwe
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rebecca
Gast





BeitragVerfasst am: 13.01.05, 21:26    Titel: zucker auf einen dekubitus Antworten mit Zitat

grrrr Verlegen hallo,ich hoffe diese antwort erreicht dr.safety noch rechtszeitig...

mein wissen hierzu: zucker ist kein eingetragenes arzneimittel,sondern ein offizielles haushaltsmittel. ich als pflegefachkraft habe mich stetig auf den aktuellen stand der pflege zu bringen und mich an ein transparentes qualittsmanagementsysthem zu halten.aus diesem grund kann ich diese anordnung des arzts nicht ausfhren,da ich diese aus pflegefachlicher und arzneimittelgesetztechnischer sicht nicht vertreten und somit verantworten kann.
wenn der arzt geld sparen will und auf diese therapie besteht,kann er gerne selber kommen und den verbandswechsel durchfhren. Sehr bse

das wichtige allerdings ist,dass die pdl darber informiert ist,denn letztendlich hat auch sie dies zu verantworten.diese muss am strksten dahinter stehen.denn sie kann und sollte solche flle mit koordinieren.

auerdem wrde ich mit den angehrigen sprechen od mit pat (wenn mndig) selbst,da diese/r dann mit einem arztwechsel einverstanden sein knnten.
dann wrde ich generell einen arzt whlen der bereit ist am impuls der zeit zu arbeiten.

es mag ja sein,dass alte hausmittel ihre wirkung haben,nur bin ich als pfk nicht abgesichert. etwas besseres als die moderne wv gibt es nun mal nicht und gleichzeitig kann ich auch den hygiene und brokratievorschriften gerecht werden,denen ich mit meinem pflegetitel untersstellt bin.

den therapievorschlag fand ich so aus der ferne brigens sinnvoll! viel glck beim durchsetzen! Lachen
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Gast






BeitragVerfasst am: 22.01.05, 23:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rebecca,
der erste Teil deines Beitages klang eher nicht danach dass du diesen Versuch als Erfolgversprechend beurteilst...
daher wundert mich deine Zusammenfassung ein bischen...
was httest du als Pflegefachkraft denn getan??
Ich htte den Patienten vermutlich Systemisch mit Vankomycin therapiert und ihm einen Hydrocolloidverband gegeben (bei enger:d.h. mind. 2tgiger Kontrolle des Wundabstriches auf Keime)...mir ist klar das der Verband auf entsprechend weniger sezernierenden Wunden lnger verbleiben knnte...aber in diesem speziellen Fall wr`mir die Kontrolle zu wichtig und somit mit den zus. Kosten vereinbar...
W.
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Annette Koch
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 29.09.2004
Beitrge: 994
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 29.01.05, 21:17    Titel: Re: zucker auf einen dekubitus Antworten mit Zitat

rebecca hat folgendes geschrieben::

mein wissen hierzu: zucker ist kein eingetragenes arzneimittel, Lachen


Hallo Rebecca: Also Zucker als Heilmittel fr Wunden ist mir bekannt, hat uns sogar eine rztin in meiner Ausbildung nahegelegt, eine Mglichkeit von vielen!
Aber in diesem Falle bei MRSA?? Aber als Pflegefachkraft mu man manchmal Auftrge von rzten ausfhren, obwohl man es gerne anders machen wrde, aber was ich auch schon getan habe, dass ich es einfach in Frage stelle und der Arzt hat die Mglichkeit sich darber zu uern, ansonsten.........bleibt einem nichts anderes brig als die Therapie auszufhren.

liebe Gre corectly
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rebmirk
Gast





BeitragVerfasst am: 02.02.05, 22:25    Titel: immer noch zucker auf einen dekubitus Antworten mit Zitat

nach langer zeit bin ich mal wieder hier in diesem forum und habe mir die beitrge zu meinem beitrag durchgelesen.

es mag ja sein dass zucker wirkung gezeigt hat bei der therapie von dekubiti.
trotzdem darf ich es als pflegefachkraft nicht anwenden.
ich habe mit abschluss meiner ausbildung zur krankenschwester oder auch pflegefachkraft die verpflichtung geschlossen mich immer auf dem aktuellen stand der pflege zu halten und mich regelmig fortzbilden.

in allen fortbildungen,die ich gemacht habe wurde mir ans herz gelegt um himmelswillen solche sachen wie zucker und kohlauflagen zu vermeiden.(neben mercuochrom,betaisodonna etc)

ich habe zwar die ausfhrungspflicht einer avo,jedoch nicht wenn ich dies pflegerisch nicht vertreten kann. und haushaltsmittel kann ich als moderne pflegekraft nicht vertreten.
wozu gibts denn die moderne wv?bersichtlich,lt der wunde ihre ruhe,nutzt das physiologische wundheilungsmilieu...
wichtig dazu ist die planung auch der umgebungsfaktoren so wie lagerung,matratze,pflege der umgebungshaut,evtl schmerzmittelgabe etc
also die entstehungsfaktoren des dekubitus auszuschalten.

es gibt immer noch viele rzte,die angst vor zu hohen kosten haben,jedoch ist es doch ein alter schuh,wieviel gnstiger oder kostengleich die moderne wv ist.
ich finde in der heutigen zeit sollte eine pdl generell mit den rzten einen roten faden in der wundversorgung erstellen.dann gibt s auch nicht mehr die diskussionen vor ort.und alles ist entspannter.

ich zum bsp wrde in diesem fall auf keinen fall einen kolloidverband verwendet haben,aber DAS kann man sowieso nur vor ort entscheiden.bewusst muss ich mir darber sein was ich will.
in diesem fall wre es 1.die keimreduzierung,die ich auf jeden fall bei guter vertrglichkeit mit silber vorgenommen htte.was als sekundrverband dient hngt von der sezernierung ab.2.hngt dann eben vom entwickelten zustand ab.

es macht so viel spass mit modernen mitteln zu arbeiten,aber zugegeben:auch darber sollten die ausfhrenden pflegekrfte ausreichen geschult sein,denn sonst kann es wirklich auch teurer werden(bei nicht fachgerechter anwendung und zB tgl(unntigem)vw

mein faforit:mit einem sanittshaus zusammen arbeiten,welches wundversorgung mit anbietet.
das meine ma umsonst schult,regelmig eine wundvisite macht,immer auf dem aktuellsten stand ist,gesprche mit den rzten bernimmt und vieles mehr..

so,liebe gre und mehr mut an die,die glauben rzte seien immer noch das einzig zu entscheidene organ
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luna3003
Gast





BeitragVerfasst am: 04.02.05, 01:55    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist sogar sehr wichtig, mglichst viele Informationen zu haben, nur mal so am Rande. Geschockt

Z.B. ist der Abstrich von der Wundflche auch MRS-positiv? Da haben wir gute Erfahrungen mit Lavasept-Lsung und Lavasept-Gel gemacht. Bei chronisch nicht heilenden Wunden, vorausgesetzt eine konsequente Umlagerung und Entlastung des betroffenen Gebietes findet statt, wird bis zur Epithelisierung mit Alginat-Wundauflagen, nach Splung mit Ringer, behandelt. Dekus 3. und 4.Grades drfen keinesfalls okkulent, d.h. luftdicht, abgedeckt werden!!!!!!!!!!! Und was die MRS angeht gibt es auch mehr als genug zu sagen ... Winken

Daumendrck und viel Geduld Auf den Arm nehmen
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gast53
Gast





BeitragVerfasst am: 08.02.05, 21:01    Titel: Antworten mit Zitat

Beim Decu 4. geb ich dir recht...
Aber dass 3.gradige nicht okkulent behandelt werden drfen ist Quatsch!
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