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Tracheostomawechsel

 
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schtze
Interessierter


Anmeldungsdatum: 23.02.2005
Beitrge: 18
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 30.03.05, 09:02    Titel: Tracheostomawechsel Antworten mit Zitat

Pat. ist beatmungspflichtig ab Einlieferung ins KH. CT-s bei Aufnahme und nach vier Tagen sind unauffllig. Nach 14 Tagen wird ein Tracheostomawechsel durchgefhrt. Der ist vermutlich nicht korrekt durchgefhrt worden, weil sich hernach Emphyseme (Hautemp., Mediastinalemp.) bilden und erheblich freie Luft im Bauchwand /Becken (Pleuranhebung) ist. Das CT ist nun ein paar Tage danach auch auffllig: schwere cerebrale Schden.
Was ist eigentlich bei einem Tracheostomawechsel normalerweise zu machen? Wenn ich das richtig erklrt bekommen bzw. verstanden habe, wird zunchst aufgesttigt und dann das Tracheostoma gewechselt. Schleim abgesaugt und der neue Tubus unter Abhren der Atemgerusche wieder eingefhrt.
Wie kann dabei ein so massiver Lufteinschluss auftreten - ist da vielleicht zu starker Druck oder Beatmung an falscher Stelle die (wahrscheinlichste) Ursache? Oder ist das ein "normaler" Zwischenfall, der sich nicht vermeiden lsst?
Und: welche Rckschlsse lassen sich aus den beiden ersten "unaufflligen" CTs ziehen? Kann man aus dem Umstand, dass man nix aufflliges sieht einen Umkehrschluss ziehen - dann ist das Gehirn nicht geschdigt - oder bleibt allein der auffllige Befund ein Hinweis auf eine Schdigung und umgekehrt waren zumindest mit den 1998 verwendeten Gerten keine Aussagen darber mglich, dass das Gehirn bei unaufflligem CT intakt war?
Fr jeden Hinweis wre ich dankbar.
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Beste Gre
Hinner Schtze
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Dr. Ch. Erbschwendtner
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 30.01.2005
Beitrge: 970

BeitragVerfasst am: 30.03.05, 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr geehrter Herr Schtze !

Ich frage mal so ganz und gar nicht argwhnisch: "Ist die Frage reines Interesse oder geht es um einen Klienten ?"

Wann wurde das Tracheostoma gesetzt ?

Ist bei dem Tracheostomawechsel oderkurz danach eine kritische Situation (Hypoxie oder hnliches) dokumentiert ?

Warum ist der Patient bei angeblich blandem CT so lange beatmungspflichtig ?

Sollten Sie aus reinem fachlichen Interesse fragen, kann ich nach Beantwortung obiger Fragen vielleicht einige allgemeine Erklrungen geben. Amsonsten wrde ich die Krankenakte mit einem Sachverstndigem direkt besprechen.

Gru

Erbschwendtner
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Dr.Ch. Erbschwendtner
Internist, LNA
Rett-Med
DMF-Moderator im Forum Rettungsdienst und prklinische Notfallmedizin
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schtze
Interessierter


Anmeldungsdatum: 23.02.2005
Beitrge: 18
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 30.03.05, 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich bin glcklicherweise nicht der Betroffene - er ist allerdings auch nicht mein Mandant. Ich habe die Sache quasi mittelbar mitgekriegt, weil ich dazu um Rat gefragt wurde. Da ich die medizinischen Details aber auch nicht weiss, versuche ich einfach mehr Infos zu sammeln. Die Dokumentation ist wohl irgendwie vorhanden, allerdings wurde sie bislang dem Pat nur unvollstndig herausgegeben. Ich weiss deshalb nur, dass der Pat sofort beatmungspflichtig war, ohne dass diese Ursache ganz sicher feststnde. Die Tracheotomie wurde aber mglicherweise erst kurz vor dem fraglichen Vorfall gesetzt.
Mich wrde aber jetzt einfach interessieren, wie die Tracheostomawechsel "normalerweise" ablaufen, um besser zu verstehen, woher die Probleme resultieren und evt. auch noch einen Tipp geben zu knnen. Wenn die Frage in dieser Form zu komplex am falschen Ort oder generell nicht geeignet fr das Forum sein sollte, dann ziehe ich sie quasi zurck. Verlegen
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Dr. Ch. Erbschwendtner
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 30.01.2005
Beitrge: 970

BeitragVerfasst am: 31.03.05, 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo !

Die Frage nach der Liegedauer des Tracheostomas ?
Die Frage nach der Anlage des Tracheostomas (Chirurgisch oder Perkutane Dilatation) ?
Die Frage nach dem Grund des Wechsels ?

Warum Frage 1 und 2: Es geht dabei, darum wie weit die Wande verheilt und der Zugang zur Trachea "sicher" ist. Ein operativ angelegtes Tracheostoma hat ein "Fenster" in der Luftrhre mit entsprechender Versorgung und Fixierung nach auen. Bei der perkutanen Dilatation wird mit einer Nadel punktiert, ein Fhrungsdraht eingebracht, dann aufgedehnt und die Kanle eingebracht. Speziell beim ersten Wechsel einer solchen Kanle mache ich das gerne in Intubationsbereitschaft.

Die Liegedauer (Zeitpunkt der Anlage) ist natrlich hinsichtlich des Heilungsprozesses der lokalen Wunde interessant.

Warum Frage 3: akuter Wechsel wegen Kanlenverlegung oder geplanter Wechsel mit entsprechender Vorbereitungszeit ?

Das Thema ist sicher interessant, wobei ber das Medium Internet sicher nur allgemeine Betrachtungen der Probleme mglich sind. Detailierte Ausknfte und Fragestellungen, die ber ein allgemeines Interesse hinausgehen, knnen sicher nur mit einem "Experten" persnlich geklrt werden.

Ich hoffe mit den allgemeinen uerungen geholfen zu haben, wenn Sie mehr Informationen haben, knnen wir vielleicht weitere Aspekte besprechen.

Gru

Erbschwendtner

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Hinweis unter Bezug auf 7(3) der Berufsordnung fr rzte:
1. Der voran stehende Beitrag ist eine allgemeine Stellungnahme, die, ausgehend von Ihrer Anfrage mit grtmglicher Sorgfalt verfasst wurde.
2. Bitte wenden Sie Sich unabhngig davon persnlich zur Beratung, Untersuchung und Behandlung an eine rztin oder einen Arzt Ihres Vertrauens!
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Dr.Ch. Erbschwendtner
Internist, LNA
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schtze
Interessierter


Anmeldungsdatum: 23.02.2005
Beitrge: 18
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 31.03.05, 14:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Herr Erbschwendtner,
herzlichen Dank fr die Antworten bzw. die Hinweise auf offene Fragen. Mir ist jedenfalls jetzt klar, dass noch weiterer Aufklrungsbedarf besteht. Sicherlich wird da noch ein Sachverstndiger eingeschaltet, allerdings ist es oft so, dass man als Patientenvertreter gut informiert sein muss, um mglichst sinnvolle Fragen stellen zu knnen.
Mir ist z.B. nicht klar, ob es sinnvoll sein kann, zustzlich noch eine Atemmaske anzulegen, whrend man den Wechsel vornimmt.
Die genauen Details kann ich natrlich erst dann berichten, wenn die vollstndigen Unterlagen vom Gericht angefordert werden und ich davon auch noch etwas erfahre, da ich selbst ja wie schon geschrieben nicht im Verfahren involviert sein werde.
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Joachim Wagener
DMF-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 864

BeitragVerfasst am: 31.03.05, 23:15    Titel: Antworten mit Zitat

schtze hat folgendes geschrieben::
(...)Mir ist z.B. nicht klar, ob es sinnvoll sein kann, zustzlich noch eine Atemmaske anzulegen, whrend man den Wechsel vornimmt.(...)

Hallo Herr Schtze,

hierzu kann man nur dann etwas sagen, wenn man die vorhergehende Situation kennt; detaillierte Erkenntnisse hierzu sind aus der Sachverhaltsschilderung nicht zu gewinnen.
Varianten:
    (1) Der Patient atmet weitgehend selbststndig und hat seine Kanle, um die Atemwege frei zu halten: dann kann die Sauerstoff-Vorlage via Maske sinnvoll sein, um z.B. Phasen der schwierigen Passage der Ersatzkanle in den Kanlenschacht zu "gltten"; das geht natrlich nur dann, wenn z.B. die Passage der Atemluft nicht dauerhaft operativ umgelenkt wurde.

    (2) Der Patient wird kontrolliert ber das Tracheostoma beatmet: dann hat wegen der vorbestehenden Strung die Vorlage von Sauerstoff ber eine Maske nur begrenzt Sinn.

_________________
Joachim Wagener
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Elisabeth D
DMF-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 28.09.2004
Beitrge: 120

BeitragVerfasst am: 01.04.05, 07:22    Titel: Antworten mit Zitat

Tracheostomawechsel???? Wurde aus einem Bougierungstracheostoma ein chirurgisches Tracheostoma gemacht???
Oder ist hier der Trachealkanlenwechsel bei vorhandenem Tracheostoma gemeint?
Bin etwas verwirrt.

Elisabeth
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schtze
Interessierter


Anmeldungsdatum: 23.02.2005
Beitrge: 18
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 01.04.05, 10:42    Titel: Antworten mit Zitat

Elisabeth D hat folgendes geschrieben::
Tracheostomawechsel???? Wurde aus einem Bougierungstracheostoma ein chirurgisches Tracheostoma gemacht???
Oder ist hier der Trachealkanlenwechsel bei vorhandenem Tracheostoma gemeint?
Bin etwas verwirrt.

Elisabeth

Die Fachbegriffe kenne ich jetzt nicht, aber es war ein beatmungspflichtiger Pat. Ich habe das so verstanden, dass auch eine Beatmung ber das Tracheostoma erfolgte. Der Wechsel war wegen wohl einer Cuff-Undichtigkeit notwendig. Ich verstehe das dann so, als ob ein vorhandenes Tracheostoma ausgetauscht wurde, weil die Atemwege verlegt waren. Die Verwendung einer Maske wrde mir dabei auch nur als Notfalllsung einleuchten, weil dazu ja die ffnung abgedichtet werden msste.
Man vermutet, es wird beim Wechsel ein Fehler unterlaufen sein, weil sonst kein Emphysem aufgetreten wre und auch keine Luft in den Bauchraum dringt. Ein gerichtlicher Sachverstndiger hat das auch als hchstwahrscheinlich bezeichnet, allerdings wird dessen Gutachten wohl angegriffen.
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Dr. Ch. Erbschwendtner
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 30.01.2005
Beitrge: 970

BeitragVerfasst am: 02.04.05, 08:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Herr Schtze !

Den Ausfhrungen von Kollegen Wagener kann ich nur voll zustimmen, mehr kann ich aus der Entfernung und Unkenntnis der Details auch nicht beitragen.

Gru

Erbschwendtner
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Dr.Ch. Erbschwendtner
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