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Erhhte Leberwerte im Blut (Transaminasen) durch Penicilin

 
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Knax
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Anmeldungsdatum: 28.07.2005
Beitrge: 1

BeitragVerfasst am: 28.07.05, 21:36    Titel: Erhhte Leberwerte im Blut (Transaminasen) durch Penicilin Antworten mit Zitat

Hallo,

wegen bakterieller CP habe ich ne ganze Menge Antbiotika bekommen. Zuletzt hat mein Urologe mir ein Kombiprperat aus Amoxicillin und Clavulansure verordnet. Das habe ich 18 Tage eingenommen und das Ejakulat war anschlieend keimfrei. Leider habe ich nach vier Wochen meine Blutwerte untersuchen lassen und es wurden leicht erhhte Transaminasewerte festgestellt. Auch nach wiederholten Blutuntersuchungen ca. 3 Monate sind die Werte immer noch erhht. Eine komplette Ganzkrperuntersuchung hat keine anderen Ursachen ergeben.
Weiter habe ich nun wieder Schmerzen und bin mir sicher wieder Bakterien in der Prostata zu haben. Gehe aber nicht zum Arzt, da ich mich frchte weiter Antibiotika einzunehmen.

Meine Fragen an alle Mitbetroffenen:
1.) Hat jemand Erfahrungen mit diesem Problem?
2.) Gibt es Antibiothika, die keine Leberschden verursachen bzw. andere wirksame Produkte gegen bakterielle CP
3.) Wenn die Schmerzen auszuhalten sind, ist dann eine oft aussichtslose Behandlung mit Antibiotika berhaubt sinnvoll?

Gru Kay
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QED
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Anmeldungsdatum: 07.12.2004
Beitrge: 161

BeitragVerfasst am: 29.07.05, 05:40    Titel: Antibiotika+bakterielle Prostatitis Antworten mit Zitat

In der Behandlung der bakteriellen Prostatitis ist die Wahl der wirksamen Antibiotika eingeschrnkt. Je nach Erregerart variieren die ABs. Ferner gibt es viele Antibiotika, die in der Prostata nicht die fr die Erregereradikation ntige Konzentration erreichen. Der untenstehende Aufsatz nennt einige der verwendbaren Antibiotika. Die wirksamsten ABs sind die Fluorchinolone (Ciprofloxacin, Levofloxacin). Siehe folgenden Link:
Fluorchinolone:
http://www.zct-berlin.de/chinolone.html
Augmentan habe ich u.a. auch nehmen mssen. Die Leberwerte normalisieren sich wieder. Ohne nachgewiesene Erreger wrde ich ich an deiner Stelle keine weiteren Antibiotika mehr nehmen.
In folgendem Beitrag findet sich eine lesenswerte Gesamtbetrachtung von Olaf Urban:
http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewtopic.php?t=24054&sid=897e0e5ef3345f476d9f4f93ab5cccd0&partner=prostatitis

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PROSTATITIS
J. UROL. UROGYNKOL. Sonderheft 3/2001
K. G. Naber, F. M. E. Wagenlehner
________________________________________________

Tabelle 1:NIH-Klassifikation der Prostatitis
(Modifiziert nach: Lenk. Urologe A 2001; 40: 911)

Kategorie I : Akute bakterielle Prostatitis: bakterielle Infektion

Kategorie II : Chronisch bakterielle Prostatitis: chronisch oder rezidivierend verlaufende bakterielle Infektion

Kategorie III : Chronisches Schmerzsyndom im kleinen Becken (chronisch abakterielle Prostatitis), chronic pelvic pain syndrome (CPPS): keine nachweisbaren Erreger

Kategorie III A : mit Anzeichen einer Entzndung : kein Erregernachweis, erhhte Leukozytenzahl (Prostataexprimat,Exprimaturin, Ejakulat)

Kategorie IIIB : ohne Anzeichen einer Entzndung: kein Nachweis von Erregern und vermehrten Leukozyten (Prostataexprimat, Exprimaturin, Ejakulat)

Kategorie IV : Asymptomatische Prostatitis: keine klinischen Symptome, Nachweis einer Entzndung (Prostatazytologie oder histologie); erhhte Leukozythenzahl ((Prostataexprimat, Exprimaturin, Ejakulat bei anderer Diagnostik)
________________________________________________

EINLEITUNG

Die Prostatitis ist eine hufige urologische Erkrankung. Unter diesem Begriff werden alle klinischen Formen zusammengefat, die prostatitische Beschwerden aufweisen und sich nicht durch andere Ursachen (z. B. BPH, Urethritis) erklren lassen, auch wenn im eigentlichen Sinne keine Entzndung der Prostata nachzuweisen ist. Halten die Beschwerden lnger als drei Monate an, so spricht man von einem chronischen Prostatitis-Syndrom. Im Gegensatz zur BPH und dem Prostatakarzinom tritt diese Erkrankung in allen Altersklassen auf. Es wird geschtzt, da etwa die Hlfte der Mnner einmal in ihrem Leben an prostatitischen Beschwerden leiden. Das chronische Prostatitis-Syndrom ist eine multifaktorielle Erkrankung unterschiedlicher tiologie. Es ist sogar unklar, ob in jedem Fall die Prostata an der Erkrankung beteiligt ist. Dem wird in der neueren NIH-Klassifizierung (Tabelle 1) dadurch Rechnung getragen, da die Kategorien IIIA und IIIB als entzndliches bzw. nichtentzndliches chronisches Schmerzsyndrom im kleinen Becken (chronic pelvic pain syndrome CPPS) bezeichnet werden. Damit wird nur die Lokalisation und Dauer, aber nicht die Ursache des Schmerz-Syndroms angedeutet. Aus diesem Grunde ist verstndlich, da sehr viele, zum Teil vllig unterschiedliche Behandlungsmethoden zum Einsatz kommen, was wiederum zeigt, da keine der Behandlungsmethoden wirklich befriedigend ist. Am eindeutigsten sind noch die Therapieempfehlungen bei den akuten und chronischen Verlaufsformen der bakteriell bedingten Prostatitis.

AKUTE BAKTERIELLE PROSTATITIS (KATEGORIE I)

Die akute bakterielle Prostatitis wird in der berwiegenden Mehrheit der Flle von Escherichia coli, anderen Enterobakterien und gelegentlich auch Pseudomonas aeruginosa verursacht. Die Rolle der grampositiven Kokken wird sehr kontrovers diskutiert und ist eher untergeordnet. Die wirksamsten Antibiotika stellen die Fluorchinolone dar. Weitere Substanzen mit ausreichenden Gewebekonzentrationen in der akut entzndeten Prostata sind Cephalosporine, Breitspektrum-Penicilline, die bei der empirischen Therapiein Kombination mit einem Betalaktamaseinhibitor eingesetzt werden sollten, und Aminoglykoside. Nach dem kulturellen Erregernachweis aus dem Urin (Prostatamassage ist bei der akuten, bakteriellen Prostatitis kontraindiziert) und dem Ergebnis der Resistenzbestimmung soll auf eine gezielte Antibiotikatherapie umgestellt werden, die nach Besserung der klinischen Situation als orale Therapie fr mindestens 46 Wochen fortgesetzt wird. Bei schweren Infektionen kann eine Kombinationstherapie (z. B. Beta- Laktam-Antibiotika + Fluorchinolone) durchgefhrt werden. Die Komplikationen der akutenbakteriellen Prostatitis sind akuter Harnverhalt, Epididymitis, Prostataabsze, Urosepsis, chronische Prostatitis und Infertilitt. Bei Restharnwerten -Rezeptorblockern durchgefhrtunter 100 ml kann ein Versuch mit werden, bei Restharnwerten ber 100 ml sollte die Anlage eines suprapubischen Blasenverweilkatheters erfolgen. Bei der Epididymitis knnen zustzlich zur antibiotischen Therapie Kortikosteroide inabsteigender Dosierung gegeben werden. Ein Prostataabsze sollte chirurgisch saniert werden (z. B. TURP). Die Entwicklung einer Urosepsis, einer chronischen bakteriellen Prostatitis und einer Infertilitt kann durch eine rechtzeitige effektive Therapie verhindert werden.

CHRONISCHE BAKTERIELLE
PROSTATITIS (KATEGORIE II)

510 % der Patienten mit der Diagnose Prostatitis-Syndrom leiden an einer chronischen, bakteriellen Prostatitis [Schaeffer 1999]. Studien zur Behandlung der chronischen, bakteriellen Prostatitis wurden in den siebziger und frhen achtziger Jahren mit den damals zur Verfgung stehenden Antibiotika Cotrimoxazol, Minocyclin, Erythromycin, Cephalexin und Carbenicillin durchgefhrt. Die bakteriologischen Heilungsraten waren jedoch enttuschend. Der Grund hierfr ist die schlechte Penetration dieser Antibiotika in das chronisch infizierte Prostatagewebe und -sekret und die schwierige antibiotische Behandelbarkeit der Bakterien im Rahmen der Biofilminfektion, die aufgrund experimenteller Studien bei der chronisch bakteriellen Prostatitis eine wichtige Rolle spielt. Erst die Einfhrung der Fluorchinolone konnte die bakteriellen Heilungsraten verbessern. Die bakteriellen Heilungsraten lagen zwischen 55 % und 100 %. In den meisten Studien waren die niedrigeren Heilungsraten durch eine Reinfektion oder ein Rezidiv durch grampositive Kokken oder P. aeruginosa bedingt. Bei der Behandlung der Prostatitis mit grampositiven Kokken oder Anaerobiern knnten die neueren Fluorchinolone der der Gruppe 4 aufgrund ihrer hheren intrinsischen Aktivitt eine wirksame Alternative darstellen.Klinische Studien dazu fehlen aber noch. Weiterhin schwierig bleibt die Therapie einer Prostatitis mit P. aeruginosa, da die Fluorchinolone im allgemeinen gegen diese Erreger weniger aktiv bzw. zu einem groenTeil auch unwirksam sind. Ciprofloxacin ist nach wie vor das Fluorchinolon, das in vitro die hchste antibakterielle Aktivitt gegen P. aeruginosa aufweist. Im allgemeinen sind die therapeutischen Ergebnisse der chronischen, bakteriellen Prostatitis mit Ciprofloxacin (500 g 2 x tgl.) oder Ofloxacin (200 mg 2 x tgl.)bei Infektionen mit E. coli und anderen Enterobakterien gut. Die Therapiedauer sollte 46 Wochen betragen. Das Gleiche kann fr Levofloxacin, das L-nantiomer von Ofloxacin, bei einer Dosis von 500 mg einmal tglich angenommen werden, obwohl grere klinische Studien bisher fehlen.Bei einer Infektion mit Enterokokken, Staphylokokken oder Anaerobiern knnte ein Therapieversuch mit Gatifloxacin (400 mg 1 x tgl.) durchgefhrt werden, ein Fluorchinolon, das bereits in den USA, aber noch nicht in Europa zugelassen ist. Als zustzlicheTherapie bei der chronischen bakteriellen Prostatitis wird die Gabe von Alpha-Blockern in Kombination mit Fluorchinolonen verwendet. Ist trotz mehrmaliger antibiotischer Therapie keine Erradikation oder Besserung der Symptome zu erreichen, kann als letzte Manahme die transurethrale Resektion der Prostata durchgefhrt werden. Jedoch wird die periphere Zone, welche der Hauptort der Infektion ist, bei dieser Methode in der Regel nicht effektiv entfernt. Deshalb mu in diesen Fllen die transurethrale Resektion mglichst radikal erfolgen.

CHRONISCHES SCHMERZSYNDROM
IM KLEINEN BECKEN
(KATEGORIE III)

Da die tiologie dieses Syndroms beim individuellen Patienten oft unklar ist, werden verschiedene Therapieanstze angeboten, die oft wie bei einem Stufenplan eskaliert werden mssen, bis die fr den individuellen Patienten effektive Therapieform gefunden wird.

Medikamentse Therapie

Auf Befunde, da bei einem Teil der Patienten mit chronischer Prostatitis der Kategorie IIIA bestimmte prokaryonte RNS-Sequenzen gefunden wurden, was darauf hindeuten knnte, da in der Prostata mit Routinemanahmen nicht kultivierbare Mikroorganismen als Infektionserreger in Frage kommen, sttzt sich die Empfehlung, da auch bei der chronischen Prostatitis der Kategorie IIIA eine antibiotische Therapie versucht werden kann. Bei Prostatitispatienten wurde von mehreren Autoren eine funktionelle Obstruktion bei der Blasenentleerung beschrieben. Der Blasenhals relaxiert nicht bei der Miktion, so da es zu einem turbulenten Harnflu distal des Blasenhalses mit Reflux von Urin in die Prostatakanlchen kommt. Es resultiert eine chemische Entzndung der Prostata mit Freisetzung von Mediatoren, die auch die Schmerznervenfasern stimulieren. Eine medikamentse Relaxierung des Blasenhalses wird aufgrund seiner hohen Dichte an Alpha-Rezeptoren durch Alpha-Rezeptoren-Blocker erreicht. Die Fortentwicklung der Alpha-Blocker von nicht selektiv (Phentolamin, PhenoxybenzaminHemmung -Rezeptoren)ber mehr selektiv (Prazosin, Terazosin Hemmungaller 1-Rezeptoren) zu mehr uroselektiv (Tamsulosin selektiveder 1a Rezeptoren der Prostata) hat die NebenwirkungsrateHemmung der deutlichgesenkt, so dass mit uroselektiven Alpha-Blockern weitgehend nebenwirkungsfreie Prparate zur Verfgung stehen. Die Initialdosis liegt bei 0,4 mg/Tag und kann auf 0,8 mg/Tag Tamsulosin gesteigert werden. Es wird eine mindestens 6-monatige Therapie empfohlen, da es 1a Rezeptoren kommt.dann eventuell zu einer Herunterregelung von Geben die urodynamischen Untersuchungen Hinweise auf eine Funktionsstrung der quergestreiften Muskulatur (Beckenboden- EMG etc.) im Sinne einer externen Sphinkter-Detrusor-Dyssynergie, knnen Muskelrelaxantien wie z. B. Baclofen 3 x 5 mg/Tag mit eventueller Dosissteigerung versucht werden. Kontrollierte Studien hierzu liegen allerdings nicht vor. Nichtsteroidale, antiinflammatorische Substanzen (NSAID) hemmen die Prostaglandin-Synthese durch Hemmung der Cyclooxygenase und haben so einen gnstigen Effekt auf die Prostataentzndung. Stehen Schmerzen im Vordergrund der Symptomatik, knnen deshalb NSAID hinzugegeben werden. Bestimmte Phytotherapeutika haben eine hnliche Wirkung und knnen alternativ in Erwgung gezogen werden, wenngleich die meisten dieser Substanzen bisher nicht in klinischen Studien evaluiert wurden. Bei starken Schmerzen sind auch Analgetika mit anderen Wirkmechanismen indiziert. Erste Erfahrungsberichte mit COX-2-Inhibitoren liegen vor. Stehen Miktionsstrungen im Sinne einer Reizblase im Vordergrund, knnen Anticholinergika zur symptomatischen Behandlung verabreicht werden. Psychosomatische Therapie Bei Patienten, bei denen keine bakteriellen Befunde nachweisbar sind, aber die entsprechenden Symptome einer Prostatitis bestehen, wird das Krankheitsbild oft als vegetatives Urogenitalsyndrom, Prostatodynie oder Beckenbodenmyalgie eingestuft. Solange es keine standardisierten, effektiven Behandlungsmglichkeiten des chronischen Schmerzsyndroms im kleinen Becken gibt, mu der behandelnde Arzt seine Patienten natrlich auch psychosomatisch betreuen. Es bleibt dabei offen, ob die psychosomatischen Symptome dabei primrer oder sekundrer Natur sind. Eine medikamentse Therapieoption ist die begleitende Behandlung mit Amitriptylin.

Physikalische Therapie

Es wurde ber einen positiven Effekt einer dreimal wchentlichen Prostatamassage in der Therapie der chronischen Prostatitis berichtetet. Verschiedenste Methoden, Energie in die Prostata zu applizieren, wurden versucht, kontrollierte Studien hierzu fehlen jedoch. Eine Placebo-kontrollierte Arbeit kommt zu dem Ergebnis, da bei der chronischen Prostatitis der Kategorie IIIA eine Besserung der Symptomatik durch transurethrale Mikrowellenthermotherapie (TUMT) zu erreichen ist.

Chirurgische Therapie

Ist eine anatomische Vernderung der Prostata oder benachbarter Strukturen nachgewiesen, knnen chirurgische Verfahren angewendet werden: Reste des Mllerschen Ganges werden transurethral reseziertm oder Zysten inzidiert. Liegt eine Obstruktion des Colliculus seminalis vor, kann dieser reseziert oder inzidiert werden. Eine nachgewiesene Obstruktion der Samenblasen, die durch Resektion des Colliculus nicht beseitigt wird, kann durch direkte, transurethrale Inzision der Samenblase beseitigt werden. Liegt eine Blasenhalssklerose vor, kann durch transurethrale Inzision des Blasenhalses wieder eine laminre Urinstrmung hergestellt werden. Dabei mu jedoch in bis zu 50 % mit einer retrograden Ejakulation gerechnet werden.

Therapiestrategien

Da die tiologie des chronischen Schmerzsyndroms im kleinen Becken der Kategorie III letztlich nicht geklrt ist, liegt eine Flle unterschiedlicher Therapieoptionen vor. Wichtig fr den Patienten ist, da er so frh wie mglich ber seine Erkrankung, die diagnostischen Schritte und Therapieoptionen aufgeklrt wird und in einen geordneten Diagnose- und Therapieplan (Stufenplan) eingefgt wird. Nur so kann ein vertrauensvolles Arzt-Patientenverhltnis aufgebaut werden, das deshalb so wichtig ist, da in der Regel mehrere frustrane Therapieversuche verkraftet werden mssen, bis im individuellen Fall hoffentlich ein Ergebnis erzielt wird, mit dem der Patient leben kann. Solange die Ursachen dieser Erkrankung nicht geklrt sind, ist eine Polypragmasie gerechtfertigt, die einem Stufenplan mit steigender Invasivitt folgen knnte.

ASYMPTOMATISCHE
PROSTATITIS (KATEGORIE IV)

Die Kategorie IV wurde neu fr solche Patienten eingefhrt, bei denen auf Grund anderer Fragestellungen (z. B. TUR bei BPH, Infertilitt) ein entzndliches Korrelat (Mikroskopie, Zytologie, Mikrobiologie etc.) der Prostata bzw. der Samenblasen festgestellt wurde, die aber diesbezglich keine Beschwerden angeben. Diese Patienten bedrfen keiner weiteren Diagnostik und Therapie bezglich der Prostatitis.

Weiterfhrende Literatur:
Urologe A 2001; 40: 328.
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Olaf Urban
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 24.11.2004
Beitrge: 1191
Wohnort: HH

BeitragVerfasst am: 30.07.05, 01:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kay,
anbei noch 'n paar Ergnzungen zu deinen Fragen.

Zitat:
Gibt es andere wirksame Produkte gegen bakterielle CP?

Es gibt nichts, dessen Wirksamkeit mit zeitgemen Methoden nachgewiesen wren. Eine Reihe von Berichten in diesem Forum verweist aber (ohne Gewhr) auf Einzel- bzw. Teilerfolge mit alternativen Methoden. Zu diesen Methoden gehren
- Autovakzine (siehe http://www.medizin-forum.de/prostatitis/autovaccine-d.html , http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewtopic.php?p=57397&highlight=&partner=prostatitis#57397 ) ,
- Umckaloabo (siehe http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewtopic.php?t=8481&postdays=0&postorder=asc&start=0&partner=prostatitis ) und
- ditische Ernhrung ( http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewtopic.php?t=23364&partner=prostatitis , http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewtopic.php?t=19109&partner=prostatitis ) .


Zitat:
Wenn die Schmerzen auszuhalten sind, ist dann eine oft aussichtslose Behandlung mit Antibiotika (ABX) berhaubt sinnvoll?

Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die zeigen, da Antibiotikatherapien mit fortschreitender Dauer einer CP/CPPS immer mehr an Wirkung verlieren. Ursprnglich wurde vermutet, da diese Tendenz auf Resistenzen der Baktieren gegenber den eingesetzten ABX zurckzufhren sei. Diese Vermutung konnte bisher nicht schlssig bewiesen werden. Inzwischen wird eine verursachende Rolle von Bakterien bei CP/CPPS von der Mehrheit der Fachleute bezweifelt und eine ber 6 Wochen hinaus gehende ABX- Therapie eher abgelehnt.
Die Wirkungslosigkeit von ABX ist nach meiner Erfahrung kein Grund CP/CPPS- Schmerzen einfach hinzunehmen. In einschlgigen Foren gibt es immer wieder Berichte von Betroffenen mit vermeintlich bakterieller Prostatitis, die erst durch die Abkehr von allein antibakteriellen Methoden ihre Beschwerden erheblich reduzieren konnten.
Gru
O. Urban
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