Navigationspfad: Home
medizin-forum.de :: Thema anzeigen - Organspende aus Sicht von rzten/Schwestern/Pflegern
Deutsches Medizin Forum
Foren-Archiv von www.medizin-forum.de
Achtung: Keine Schreibmglichkeiten! Zu den aktiven Foren whlen Sie oben im Men "Foren aus!
 
 SuchenSuchen 

Organspende aus Sicht von rzten/Schwestern/Pflegern

 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    medizin-forum.de Foren-bersicht -> Transplantation
Vorheriges Thema anzeigen :: Nchstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
primax
Interessierter


Anmeldungsdatum: 16.11.2005
Beitrge: 14

BeitragVerfasst am: 16.11.05, 20:52    Titel: Organspende aus Sicht von rzten/Schwestern/Pflegern Antworten mit Zitat

Hallo -

im Grunde habe ich mir die Frage nicht wirklich gestellt, ob ich Organspender werde - ich wollte ... habe mich dann aber doch im I-Net informiert und bin ber Berichte gestolpert, die mich nun doch zweifeln lassen Geschockt
Mir persnlich ist es 100%-ig egal, was mit mir nach dem Tod passiert - ich merke es nicht mehr und werde es nie erfahren. Den Hirntod letztlich zum Abschalten der Gerte zu nutzen, ist fr mich ein Stck willkommener Euthanasie und erspart die Patientenverfgung. Ich brauche meine Organe nicht mehr und wenn es anderen hilft, warum zgere ich dann? Weil es Lebende gibt, die mit meiner Entscheidung umgehen mssen:
- Es trifft die Angehrigen. Mit denen muss man im Vorfeld reden, sich erklren.
- Wollen es die Organempfnger? Ich denke, wer sein Schicksal auf sich nehmen und kein fremdes Organ transplantiert bekommen will, muss sich nicht auf eine Warteliste setzen lassen.
- Bleiben diejenigen, die die Arbeit machen mssen. Die rzte, das Pflegepersonal. Wie ist es mit der psychischen Belastung, einem Hirntoten Organe zu entnehmen - mit dem Wissen, was man da letztlich tut? Hat diesbezglich schon einmal jemand seinen Job an den Nagel gehngt? Ist es egoistisch von einem Organspender ... der ja von alledem nichts mehr mitbekommt? Hassen Sie mich, wenn ich hirntot auf Ihrem OP-Tisch liege?

Danke!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
kopav
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 14.09.2005
Beitrge: 94
Wohnort: Niederlande

BeitragVerfasst am: 02.05.06, 23:49    Titel: Antworten mit Zitat

Wieso sollte Sie jemand hassen wenn Sie auf dem OP-Tisch liegen... ?!?

Ich bin im Organtransport ttig und war auch schon das ein- oder andere mal mit im OP (allerdings nur als Zuschauer).
Organtransplantationen zhlen heute zum ganz normalen Alltag vieler Chirurgen und ich habe noch nie gehrt, dass da Gefhle wie Hass entstehen... wieso auch?!?

Psychisch belastend ist dieser Job nur, wenn man Kinder oder Jugendliche vor sich liegen hat - das wird ja jeder nachvollziehen knnen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Birgit Hveler
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 23.02.2006
Beitrge: 470
Wohnort: Niederkassel

BeitragVerfasst am: 03.05.06, 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

hallo kopav , hallo primax,

zu Ihnen lieber kopav
Zitat:
Psychisch belastend ist dieser Job nur, wenn man Kinder oder Jugendliche vor sich liegen hat - das wird ja jeder nachvollziehen knnen.

das kann und will ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, das nur Organ-entnahmen belastend bei Kindern und Jugendlichen sind. Ich gehe davon aus und wei es aus Kollegenkreisen und aus der Literatur , das Organ-entnahmen belastend fr das gesamte Personal sind. Auch fr eine Reinigungskraft kann es unter Umstnden belastend sein den OP nach einer Organ-entnahme zu reinigen. oft wird nmlich gefragt was ist passiert ? Hat derjenige noch Familie hinterlsst er eine Frau, hat er kleine Kinder und man ist auch bestrzt wenn dem so ist. Habe ich jedenfalls aus Geprchen diesbezglich mitbekommen.

Und primax ich glaube niemand hasst einen Patienten dafr das man ihm nun die Organe entnehmen muss. Es gibt sicherlich hier und da Diskussionen beziehungsweise Gesprche auf so manches Unfall geschehen, welches schlielich und endlich zum Hirntod und schlielich zur Organ-entnahme gefhrt hat, aber Hass ist das niemals.
_________________
Birgit Hveler
DMF-Moderatorin
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
kopav
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 14.09.2005
Beitrge: 94
Wohnort: Niederlande

BeitragVerfasst am: 04.05.06, 13:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wollte dass ganze jetzt auch nicht herunterspielen, wenn ich da irgendwelche Gefhle verletzt habe tut mir das leid!

... aber ich bekomme halt gut mit wie es den rtzten und Perfunisten nach den Entnahmen geht und ber was Sie sprechen - und daher auch meine Anmerkung dazu, dass besonders junge Menschen immer anlass zu entsprechenden Gesprchen geben.

Die Entnahmen an sich gehren nunmal zum Alltag der Chirurgen und wenn sie sich jedesmal auf das Leid und den Kummer der Angehrigen, bzw. den immer irgendwie tragischen Fall des Spenders an sich konzentrieren wrden, dann knnten sie diesen Job wohl nicht sehr lange machen!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beitrge vom vorherigen Thema anzeigen:   
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    medizin-forum.de Foren-bersicht -> Transplantation Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  
Sie knnen keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Sie knnen auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Sie knnen an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
© Deutsches Medizin Forum 1995-2019. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de.