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Ausbildungsberuf: Gesundheits- und Krankenpfleger/in

 
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Gunnar Piltz
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 17.09.2004
Beitrge: 1766
Wohnort: Schleswig-Holstein

BeitragVerfasst am: 28.11.04, 22:41    Titel: Ausbildungsberuf: Gesundheits- und Krankenpfleger/in Antworten mit Zitat

Liebe KollgeInnen, Nutzer und Gste !

Eines der goen Themen im Jahr 2004 ist das neue Krankenpflegegesetz, welches am 1.Januar 2004 in Kraft getreten ist und eine neue Berufsbezeichnung fr zuknftig examinierte Krankenpflegekrfte mit sich bringt. Die neue Bezeichnung wird somit die alten Namen Krankenschwester und Krankenpfleger ablsen. Nach altem Gesetz examinierte Pflegekrfte drfen zwischen alter und neuer Bezeichnung whlen. Der neue Name soll in Zukunft ein erweitertes Aufgabenspektrum in Richtung Gesundheitsvorsorge und Beratung zum Ausdruck bringen.

Die neue Ausbildungs- und Prfungsverordnung gliedert die Ausbildung zuknftig in 2100 Theorie- und mindestens 2500 Praxisstunden. Sie wird weiterhin an den Krankenhusern angeschlossen Krankenpflegeschulen durchgefhrt, deren Leitung zuknftig ber ein abgeschlossenes Hochschulstudium verfgen mu. Die Rolle der Praxisanleiter wird gestrkt, sie mssen ber mindestens ein Jahr Berufserfahrung und ber eine berufspdagogische Zusatzausbildung verfgen. Integrierte Ausbildungen werden mglich, in denen die Schler sich nach einer Orientierungsphase fr eine Spezialisierung in Richtung Krankenpflege oder Kinderkrankenpflege entscheiden knnen - ein erster Schritt in die Richtung einer generalisierten Pflegeausbildung. Das Mindestalter fr Auszubildende ist weggefallen. Der Unterricht wird sich vermehrt an fcherbergreifenden Lernfeldern orientieren. Der Lehrstoff wird auch in Lernbereichen wie Anatomie, Chirurgie, Innere Medizin etc. vermehrt durch Lehrer fr Pflegeberufe durchgefhrt, externe rztliche Dozenten verlieren hier an Bedeutung.

Ausbildungsvoraussetzungen sind hiernach:
Pfeil Der Realschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung oder eine andere abgeschlossene zehnjhrige Schulbildung oder
Pfeil der Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung, sofern der Bewerber
Pfeil Pfeil eine mindestens zweijhrige Pflegevorschule erfolgreich besucht hat oder
Pfeil Pfeil eine Berufsausbildung mit einer vorgesehenen Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen hat oder
Pfeil die Erlaubnis als Krankenpflegehelferin oder Krankenpflegehelfer.

Ausgebildet wird an sog. Krankenpflegeschulen, die Krankenhusern direkt angeschlossen sind. Die Ausbildung dauert 3 Jahre, sie besteht aus praktischen (mind. 3000 Stunden) und theroretischen Anteilen. Sie ist nach 4, KrPflG gerichtet auf
1. die sach- und fachkundige, umfassende, geplante Pflege des Patienten,
2. die gewissenhafte Vorbereitung, Assistenz und Nachbereitung bei Manahmen der Diagnostik, Therapie und Rehabilitation
3. die Anregung und Anleitung zu gesundheitsfrderndem Verhalten,
Beratungsgesprche und konkrete Hilfen im Hinblick auf gesunde Lebensfhrung
4. die Beobachtung des krperlichen und seelischen Zustandes des Patienten und der Umstnde, die seine Gesundheit beeinflussen, sowie die Weitergabe dieser Beobachtungen an die an der Diagnostik, Therapie und Pflege Beteiligten,
Krankenbeobachtung
5. die Einleitung lebensnotwendiger Sofortmanahmen bis zum Eintreffen der rztin oder des Arztes,
6. die Erledigung von Verwaltungsaufgaben, soweit sie in unmittelbarem Zusammenhang mit den Pflegemanahmen stehen.
7. Manahmen in Krisen- und Katastrophensituationen

Der praktische Unterricht findet auf den Stationen in den Krankenhusern statt. Die theoretische Ausbildung (nach dem neuem Gesetz 2100 Stunden) umfasst folgende Fcher:
Pfeil Berufs-, Gesetzes- und Staatsbrgerkunde
Pfeil Hygiene und medizinische Mikrobiologie
Pfeil Biologie, Anatomie und Physiologie
Pfeil Fachbezogene Physik und Chemie
Pfeil Arzneimittellehre
Pfeil Allgemeine und spezielle Krankheitslehre
Pfeil Grundlagen der Psychologie, Soziologie und Pdagogik
Pfeil Krankenpflege
Pfeil Grundlagen der Rehabilitation
Pfeil Organisation und Dokumentation im Krankenhaus
Pfeil Sprache und Schrifttum
Pfeil Erste Hilfe

Die Ausbildungsvergtung betrgt monatlich:
Pfeil im ersten Ausbildungsjahr 697,74 Euro
Pfeil im zweiten Ausbildungsjahr 754,91 Euro
Pfeil im dritten Ausbildungsjahr 846,69 Euro

typische Arbeitsbereiche
Pfeil Krankenhaus
Pfeil Einrichtungen der stationren Altenhilfe
Pfeil ambulante Pflegedienste
Pfeil Arztpraxen
Pfeil Dialysezentren
Pfeil Gesundheitsmter, Beratungsstellen

Verdienst/Einkommen
In staatlichen und kommunalen Einrichtungen, wie zum Beispiel Landeskrankenhusern, erfolgt die Bezahlung nach dem Bundesangestelltentarifvertrag (BAT). Das Grundgehalt wird durch teilweise abgabenfreie Zuschlge wie Ortszulage, Schichtzulage, Tarifzulage oder bei Nachtarbeit Nachtzuschlag ergnzt. Kirchliche Arbeitgeber bezahlen meist einen an den BAT angelehnten Tarif. Bei privaten Arbeitgebern, wie Krankenhauskonzernen (z.B. Asklepios-, Helios- oder Sana-Kliniken), gibt es oft Haustarifvertrge, die vom BAT abweichen knnen. Oft sind hier auch leistungsabhngige Gehaltskomponenten blich. Die meisten Krankenhuser zahlen noch Beitrge fr eine tariflich vereinbarte ergnzende Altersversorgung, z.B. in die Kirchliche Zusatzversorgungskasse.

Weiterbildungs- und Aufstiegsmglichkeiten
Pfeil Fachkrankenschwester/-pfleger (z.B. fr Intensivmedizin, OP, Psychiatrie, Ansthesie)
Pfeil Weiterbildung zur Stations-, Bereichs- oder Pflegedienstleitung
Pfeil Praxisanleiter
Pfeil Studium: u.a. Pflegemanagement, Pflegewissenschaften, Pflegepdagogik

Links
Pfeilhttp://www.mh-hannover.de/gleichst/downloads/krankenpflegegesetzfassung2004.pdf
Bundesgesetzblatt: Gesetz ber die Berufe in der Krankenpflege vom 16.Juli 2003

Pfeil http://217.27.2.43/0x0ac80f2b_0x00adb250
Reform des Krankenpflegegesetzes und neue Ausbildungs- und Prfungsverordnung (ver.di)

Pfeil http://www.herzzentrum.de/MEDIA/PDF/Krankenpflegegesetz_Springmann.pdf
Das neue Krankenpflegegesetz - Was hat sich verndert!

Falls Sie noch Fragen zur Ausbildung oder zu den Ausbildungsinhalten haben, stehen wir Ihnen gerne Rede und Antwort!

Wichtige Anteile dieser Information stammen aus der Feder von Markus Wrfel: pflegewiki.de

Herzliche Gre
_________________
Gunnar Piltz
DMF-Moderator
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Wrfel
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.04.2005
Beitrge: 8

BeitragVerfasst am: 02.04.05, 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Deine Informationen sind hier sicher ntzlich. Wenn Du jedoch wie in diesem Beitrag die Informationen aus einem Wiki wie Wikipedia oder Pflegewiki bernimmst, solltest Du unbedingt die Quelle angeben. Insbesondere problematisch, weil hier unten immer das Copyright des Deutschen Medizinforums steht. Der von Dir zitierte Text ist unter der GFDL frei verfgbar. Zu den Bedingungen der GFDL gehrt aber u.a., das die Quelle genannt wird.

Bitte sei mir nicht bse Winken

Viele Gre
Markus
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Joachim Wagener
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 864

BeitragVerfasst am: 02.04.05, 17:22    Titel: Antworten mit Zitat

Wrfel hat folgendes geschrieben::
(...). Wenn Du jedoch wie in diesem Beitrag die Informationen aus (...)Pflegewiki bernimmst, solltest Du unbedingt die Quelle angeben. Insbesondere problematisch, weil hier unten immer das Copyright des Deutschen Medizinforums steht. Der von Dir zitierte Text ist unter der GFDL frei verfgbar. Zu den Bedingungen der GFDL gehrt aber u.a., das die Quelle genannt wird.(...)

Hallo Wrfel;

ich antworte hier kurz fr den Kollegen Gunnar Piltz, der im Moment am Posten verhindert ist:
    (1) In der Tat stammen wesentliche Anteile dieses Postings aus pflegewiki, verfasst von Markus Wrfel.
    (2) Versehentlich hatte der Kollege Piltz den lizenzrechtlich erforderlichen Hinweis nicht eingefgt; habe den Originalbeitrag entsprechend gendert.
    (3) Wir bitten um Entschuldigung fr das versehentliche Nicht-Einfgen dieses Hinweises. Insofern kann sich das Copyright des DMF natrlich nicht auf den Text des Postings beziehen.
    (4) Inwieweit ein Forumsbeitrag in ffentlichen Foren berhaupt von Urheberrechten geschtzt ist, ist zweifelhaft, jedoch trotzdem noch mal PARDON, lieber Kollege!


Hoffe, sie bleiben uns trotzdem gewogen?!

Herzliche Frhjahrsgre!
_________________
Joachim Wagener
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Wrfel
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.04.2005
Beitrge: 8

BeitragVerfasst am: 02.04.05, 22:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

mit dieser Lsung bin ich sehr einverstanden. Vielen Dank fr die schnelle Reaktion!

Herzliche Gre
Markus Wrfel
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srausac
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 13.04.2005
Beitrge: 2
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 13.04.05, 22:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Bin eine von denen, die sich als Neuling hier bezeichnet.
Bitte daher schonmal im voraus alle Fehler und so zu entschuldigen. Verlegen

Aber nun zum wesentlichen:

Aufgrund des neuen Krankenpflegegesetz werden in unserem K-Haus seit letztem Jahr Praxisanleiter geschult. Unter anderem auch ich.

So langsam geht die Weiterbildung dem Ende zu.
Unsere Prfung ist es, eine Facharbeit zu erstellen und im Rahmen eines Collocnium vor zu tragen.
Mein Thema sollte eigentlich die "Entwicklung der beruflichen Handlungskompetenzen" sein. Da dies ja nun Schwerpunkt der neuen Ausbildung ist.
Aber anscheinend ist dieses Konzept doch zu neu. Denn ich habe Schwierigkeiten ausreichend Informationen zu finden.
Knnt ihr mir da einen Tipp geben?

LG
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Wrfel
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.04.2005
Beitrge: 8

BeitragVerfasst am: 14.04.05, 20:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hmmm, vielleicht kann da noch jemand was anderes zu schreiben und ich knnte mich irren, aber ist damit nicht gemeint, dass nicht mehr nur starr Faktenwissen vermittelt werden soll, das zum Teil sowieso nach kurzer Zeit wieder veraltet ist - sondern die Schler sollen lernen, selbst Inhalte zu erarbeiten. D.h. ihnen soll know how an die Hand gegeben werden, wie man sich Wissen selbst aneignet und sie sollen dazu befhigt werden, das eigene Berufsbild in den Gesundheitsberufen zu positionieren. Fhigkeit zur Diskussion, Gesprchsfhrung, Vertreten von Positionen, Gruppenarbeit etc. Ich werd mich noch mal umhren und wenn ich nheres herausfinde, dann melde ich mich nochmal, bzw. vielleicht kann ein anderer Teilnehmer ja schon bessere Ausknfte geben.

Gre
Wrfel
http://www.wuerfelig.de
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srausac
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 13.04.2005
Beitrge: 2
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 15.04.05, 17:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Wrfel!

Mit deiner Vermutung liegst du richtig.
Doch was ich brauche sind sinnvolle Informationen ber die einzelnen Kompetenzen (fachlich, methodisch, sozial-kommunikativ, personelle). Jedoch Schwerpunkt Krankenpflege. Denn Pdagogisch/Psychologisch bin ich reichlich bedient. Mit den Augen rollen

Nehme alle Informationen dankend entgegen, die ich bekomme.

Gru

srausac
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Wrfel
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.04.2005
Beitrge: 8

BeitragVerfasst am: 29.04.05, 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Evt. schon zu spt fr Deine Arbeit, hier wenigstens noch die Definition von Kremer/Sloane (1999). Zitat: Handlungskompetenz=Die Summe aller Fertigkeiten, Wissensbestnde und Erfahrungen des Menschen, die ihm zur Bewltigung seiner beruflichen Aufgaben u. gleichz. zur eigenst. Regulation seines Handelns, einschl. der damit verbundenen Folgenabschtzung, befhigen. HK entfaltet sich in den Dimensionen von Fachkompetenz, Personalk. und Sozialk. Aber wahrscheinlich hast Du diese Info auch schon, vieleicht wenigstens fr andere, die danach suchen, interessant.
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