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medizin-forum.de :: Thema anzeigen - Prnatale Diagnostik-Entscheidung ber das menschliche Leben
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Prnatale Diagnostik-Entscheidung ber das menschliche Leben
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Ded
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 11.05.2007
Beitrge: 60

BeitragVerfasst am: 14.05.07, 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Catrin,

Catrin hat dies geschrieben:
Zitat:
Falsch. Kein Arzt wird nach Ihrer Einwilligung in eine Abtreibung fragen, weil sie schlicht nicht erforderlich ist.


Das sollte mal dann endlich im Gesetz verankert werden,das der Arzt nach meiner Einwillung fragt!
Was ungeschtzter GV angeht:Wenn das Gummi platzt ist das also nur mein Problem?Wenn die Frau keine Pille schluckt und mit mir ins Bett geht,ist dann also nur mein Problem?Schne Vorstellungen habt ihr da,meine lieben Frauen!Das muss man euch lassen!Ohne uns Mnner wrdet ihr gar kein Kind in den Bauch kriegen,aber im Falle eines Falles haben wir nichts zu sagen.Wie war das mit Gleichberechtigung und Demokratie?Also,ich glaub ich bleib doch lieber alleine!Ich glaub in einigen Fllen sollten wir Mnner auch mal eine Bewegung grnden und fr unsre Rechte kmpfen!

Gru von Ded
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Catrin
DMF-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 10.04.2006
Beitrge: 205
Wohnort: BaW

BeitragVerfasst am: 14.05.07, 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ded hat folgendes geschrieben::


Das sollte mal dann endlich im Gesetz verankert werden,das der Arzt nach meiner Einwillung fragt!


Dieses Gesetz wre verfassungswidrig und nein, man kann unsere Verfassung nicht so ndern, dass es das nicht wre.

Zitat:
Was ungeschtzter GV angeht:Wenn das Gummi platzt ist das also nur mein Problem?


Bei korrekter Anwendung platzen Kondome nicht so leicht, die wenigen Flle drften zu vernachlssigen sein.
Zur Pille: Wenn Sie sich als Mann darauf verlassen, mssen Sie eben ein gewisses Vertrauen der Frau gegenber mitbringen. Ob die Frau das verdient, wei man allerdings zugebenermaen nicht in der ersten Nacht, aber da kann "Mann" dann ja seine Konsequenzen daraus ziehen.

Zitat:
Ohne uns Mnner wrdet ihr gar kein Kind in den Bauch kriegen,aber im Falle eines Falles haben wir nichts zu sagen.Wie war das mit Gleichberechtigung und Demokratie?


Niemand zwingt Sie, ein Kind zu zeugen.
Zur Gleichberechtigung siehe oben. Und der Bezug zur Demokratie erschliet sich mir nicht.
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Ded
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 11.05.2007
Beitrge: 60

BeitragVerfasst am: 14.05.07, 22:17    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe catrin,

Catrin hat folgendes Geschrieben:
Zitat:
Dieses Gesetz wre verfassungswidrig und nein, man kann unsere Verfassung nicht so ndern, dass es das nicht wre.


Verfassungswidrig?Wie gut das ihr bei der Zeugung nicht dabei seid!

Catrin hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Bei korrekter Anwendung platzen Kondome nicht so leicht, die wenigen Flle drften zu vernachlssigen sein.
Zur Pille: Wenn Sie sich als Mann darauf verlassen, mssen Sie eben ein gewisses Vertrauen der Frau gegenber mitbringen. Ob die Frau das verdient, wei man allerdings zugebenermaen nicht in der ersten Nacht, aber da kann "Mann" dann ja seine Konsequenzen daraus ziehen.


Wie gut,das ihr nie freiwillig mit uns schlaft,und Verhtung nur Mnnersache ist!
Die Frauen als unschuldige Opfer!

Catrin hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Niemand zwingt Sie, ein Kind zu zeugen.


Niemand zwingt Sie,mit uns zu schlafen!

Gru von Ded
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cerealkiller
DMF-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 23.03.2006
Beitrge: 179
Wohnort: daheim

BeitragVerfasst am: 15.05.07, 05:20    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Solange das mein Kind ist,was die Frau
da im Bauch hat,entscheide ich mit was da passiert!Im schlimmsten Fall soll sie es austragen,soll dann ihrer Wege nachgehen und ich sorg fr mein Kind.


Das glaub ich eher weniger. Die Frau ist ja keine Brutmaschine und ich finde es auch nicht gut das Kind im Sinne von "die hat da was was mir gehrt" von der Mutter zu trennen. Das liest sich fr mich so als wre der "Besitz des Kindes" ein Machtinstrument.

Was ich mir schon viel eher vorstellen kann ist, dass so mancher Mann garnichts erfhrt. Ich fr meinen Teil wrde keinem Mann das Mitsprache recht einrumen, der versucht dominant zu sein oder der denkt er knnte mir sagen was ich zu tun habe. Es ist praktisch ja garnicht durchfhrbar, dass der Arzt sie um ihre Zustimmung fragt, sie mssen ja rein rechtlich nicht mal ber die Schwangerschaft informiert werden. Was auch immer passiert passiert nicht nur ohne ihre Zustimmung - es kann sogar ohne ihr Wissen passieren.

MEIN Mann hat natrlich ein gleichwertiges Mitspracherecht, weil ich es ihm einrume. Das hat er sich auch verdient - rein moralisch und mal ganz persnlich betrachtet.
_________________
Die Schlauheit des Fuchses resultiert zu 90 % aus der Dummheit der Hhner.
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Beitragszahler
DMF-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 15.05.07, 05:46    Titel: Antworten mit Zitat

Irgendwie hat sich die Diskussion unbemerkt so entwickelt, wie es schon zu vermuten war.
Durch den Wegfall einer Kernfrage bezugnehmend auf die Prnataldiagnostik und die Folgen daraus, ist doch der von dieser Seite behauptete und wirkliche Grund bewiesen worden, dass es hier nur um Sachzwnge geht,
Nicht viel anderes der Fraktion von modernen, aufgeklrten Lebensvernichtern im Sinne, konnte mehr hier erfasst werden.

Eine kurze Begleitung dennoch mal auf dieser Schiene mit Rckleitung zum Ausgangsthema, mit dem hier doch alle ziemlich berfordert sind:

Da wird von Besitz gesprochen und von einer Definition des Beginns von Leben und beides auch zusammen als gesetzlich zu vertretender Anspruch.

Die Menschen, die hier heute ber Leben richten, sind selbst von solchen Entscheidungen bei ihrer eigenen Menschwerdung nicht betroffen gewesen.

Es gibt aus heutiger Sicht grausam verstmmelte, aber dennoch glcklich und beruflich, sowie privat erfolgreiche Menschen aus der eigenen geburtenstrksten Generation des letzten Jahrhunderts, die nach heutigen fr unsereins nur sichtbaren kosmetischen und lebenskomfortbewahrenden Mastben, die tatschlichen Grnde fr Lebensvernichtung, oft genug abgettet worden wren,

Es gibt da nocht mehr an Denkstoff zur Verinnerlichung. Nur soll es ja dosiert gegeben werden...

Ein Beitragszahler


Zuletzt bearbeitet von Beitragszahler am 15.05.07, 05:49, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Susanne.Reuter
DMF-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 21.05.2005
Beitrge: 3513

BeitragVerfasst am: 15.05.07, 05:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde die Vorstellung schlicht absurd, dasss der Mann zunchst auch noch seiner Meinung gefragt werden muss. Wie soll das denn praktisch gehen?

Ich frage nochmals: Wie soll eine Frau gegen ihren Willen gezwungen werden, ein Kind auszutragen?

Soll zunchst ein Gerichtsverfahren darber entscheiden? Und bis dann endlich ein Urteil gesprochen wurde, weil ja alle Beteiligten und evtl. noch Sachverstndige u. psych. Gutachten eingeholt werden mssen, ist das Kind schon da. Sorrry, das ist jetzt extra zynisch formuliert. Nein, die jetzige Lsung ist die einzige die durchfhrbar ist. Entscheiden kann und muss das einer und das kann eben nur die Frau sein.

Wenn man das weiter spinnt: Dann knnte z. B. auch ein Vergewaltiger sein Opfer zum Austragen seines Kindes zwingen.

Susanne
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Beitragszahler
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 15.05.07, 05:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich frage nochmals: Wie soll eine Frau gegen ihren Willen gezwungen werden, ein Kind auszutragen?

Genauso, wie die Frau gezwungen werden muss und ja gesetzlich jetzt schon oder zum Glck immer noch wird, auch postnatal ihr Kind zu schtzen.

Und wie wre es jetzt mal wieder zurckzukommen auf die Ausgangsthematik, die lngst nicht ausreichend beantwortet wurde und nur viel Ablenkung erfahren hatte, so wie durch solche Allgemeinfragen zu Abtreibung.

Ein Beitragszahler
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christine16
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.07.2005
Beitrge: 1155

BeitragVerfasst am: 15.05.07, 09:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Zunchst einmal mchte ich mich den Worten von catrin / cerealkiller und susanne r. anschliessen.
Dieser Satz von von Ded geschrieben:
Zitat:
Solange das mein Kind ist,was die Frau da im Bauch hat,entscheide ich mit was da passiert!

wirkt auf mich als geringschtzige Aussage Frauen gegenber - als Besitzergreiftum usw. Um zum Ausgangsthema zu kommen, frage ich Sie daher direkt:
Wrde Ihre Aussage :
Zitat:
Im schlimmsten Fall soll sie es austragen,soll dann ihrer Wege nachgehen und ich sorg fr mein Kind.

auch dann Bestand halten, wenn durch die Prnataldiagnostik ein schwerstbehindertes Kind zu erwarten wre?
Zugegeben, eine vielleicht provokante Frage - aber diese stellte sich mir ....

Christine
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cerealkiller
DMF-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 23.03.2006
Beitrge: 179
Wohnort: daheim

BeitragVerfasst am: 15.05.07, 09:26    Titel: Antworten mit Zitat

Genau, und wenn der Mann das Kind nicht mchte, dann muss Frau im umgekehrten Fall abtreiben, oder wie??? Genau wegen solcher Aussagen

Zitat:
Solange das mein Kind ist,was die Frau da im Bauch hat,entscheide ich mit was da passiert!
gibt es Beratungsgesprche, damit sichergegangen wird, dass die Frau SELBER entscheidet, und nicht irgendeinem psychischen Druck einer anderen Person einfach nachgibt.

Ausserdem: Wer sagt, dass es "ihr" Kind ist??

Ein Gesetz die Frau zum Austragen zu zwingen ist zwar machbar, aber es ist nicht wirklich sinnvoll. Ein Gesetz, das nicht eingehalten werden muss bringt nicht viel. Jede Frau kann sich ein paar Schwangerschaftstests kaufen und dann nach Holland oder sterreich urlauben fahren ohne, dass je irgendjemand erfhrt, dass sie schwanger war. Wer als Vater in Frage kommt wei auch die Frau am besten, soferne es mehrere Mglichkeiten gibt (was man natrlich leicht behaupten kann....). So gesehen wird es schwierig auf ein Mitspracherecht zu bestehen.

Ausserdem kann Frau whrend der Schwangerschaft einen Unfall erleiden, ins Ausland ziehen - mit einem anderen Mann, ihr Kind zur Adoption freigeben. Sie haben ja keinen Leihmutter-vertrag oder hnliches, dass sie dann die Auslieferung des Kindes quasi beantragen knnen.

Die Frage, ob er auch unbedingt auf "sein" schwerstbehindertes Kind bestehen wrde ist interessant. Vor allem kann ich mir nicht vorstellen, dass er seiner Frau ihr Verhalten whrend der Schwangerschaft vorschreiben kann - und es gibt schon ein paar Dinge, die das Kind nicht gesnder machen ..... damit wre dann noch ein neues Problem aufgeworfen. Ich kann mir vorstellen, dass es doch ein paar Leute gibt, die bis zum allerussersten gehen nur um zu den Partner/Gegner besiegen wollen. Dann verlieren zwar eigentlich alle, aber das sollte nicht noch per Gesetz ermglicht werden - finde ich.
_________________
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Ded
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 11.05.2007
Beitrge: 60

BeitragVerfasst am: 15.05.07, 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen!

Christine16 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
wirkt auf mich als geringschtzige Aussage Frauen gegenber - als Besitzergreiftum usw.


????Geringschtzung gegenber Frauen?Weil ich genauso Mitspracherecht ber "mein Kind"
haben mchte?Oder werden Frauen Frauen neuerdings durch die einst himmlische Befruchtung wieder schwanger?Besitzergreiftum?Weil Ihr nicht machen drft was Ihr wollt?
Ausserdem seid Ihr doch im Falle einer Scheidung,diejenigen die uns Mnner mit Besuchsrecht und allerlei anderen schnen Dingen versucht in die Ecke zu drngen!
Wenn Ihr allein ber ein Kind bestimmen wollt,ob Ihe es kriegt,liegt das Besitzergreiftum doch bei euch!

Christine16 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
auch dann Bestand halten, wenn durch die Prnataldiagnostik ein schwerstbehindertes Kind zu erwarten wre?


Natrlich!Nochmal:Tragen sie es aus,entbinden Sie,und gehen Sie dann Ihrer Wege!Ich krieg mein Kind auch ohne Sie gross!

Cerealkiller hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Genau, und wenn der Mann das Kind nicht mchte, dann muss Frau im umgekehrten Fall abtreiben, oder wie???


Es gibt genug alleinerziehende Mtter,genauso alleinerziehende Vter!

Cerealkiller hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Ausserdem kann Frau whrend der Schwangerschaft einen Unfall erleiden, ins Ausland ziehen - mit einem anderen Mann, ihr Kind zur Adoption freigeben. Sie haben ja keinen Leihmutter-vertrag oder hnliches, dass sie dann die Auslieferung des Kindes quasi beantragen knnen.

Kinder als handelsware,das wird ja immer besser!Wenn ich genetisch die Vaterschaft beweise,habe ich ein Mitbestimmungsrecht ber mein Kind!

Susanne Reuter hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Ich finde die Vorstellung schlicht absurd, dasss der Mann zunchst auch noch seiner Meinung gefragt werden muss. Wie soll das denn praktisch gehen?


So,sie finden es also absurd,das ich nach meiner Meinung gefragt werden mchte,ob Sie das Kind austragen?Ihr finde es eher absurd,das ich ein Kind zeuge,und ihr uns Mnnern noch nicht einmal dieses Recht einrumt,auch ber dieses Kind zu bestimmen!
Nichts gegen Emanzipation,aber die Vorstellungen die Ihr Frauen durch sie habt,sind absurd! Der Mann als rechteloser Diener!Aber Ihr wollt Gleichberechtigung?Komische Gleichberechtigung!

Susanne Reuter hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Wenn man das weiter spinnt: Dann knnte z. B. auch ein Vergewaltiger sein Opfer zum Austragen seines Kindes zwingen.


Jetzt bertreiben Sie aber wirklich.Sie knnen das doch nicht mit einer Partnerschaft etc.vergleichen!Ich glaube nicht,das ein Vergwaltiger an einem Kind interessiert ist!Im schlimmsten Fall,merken Sie nicht ob sie ein Kind kriegen,weil er sie umgebracht hat!

Beitragzahler hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Genauso, wie die Frau gezwungen werden muss und ja gesetzlich jetzt schon oder zum Glck immer noch wird, auch postnatal ihr Kind zu schtzen.


Da haben sie vollkommen recht.Nichts gegen Gleichberechtigung,ich bin auch nicht frauenfeindlich eingestellt,aber das sie uns zu rechtlosen Dienern der Frauen macht,finde ich schlichtweg unverschmt.

Beitragzahler hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Und wie wre es jetzt mal wieder zurckzukommen auf die Ausgangsthematik, die lngst nicht ausreichend beantwortet wurde und nur viel Ablenkung erfahren hatte, so wie durch solche Allgemeinfragen zu Abtreibung.


Das meine ich aber auch!

Gru von Ded
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cerealkiller
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 23.03.2006
Beitrge: 179
Wohnort: daheim

BeitragVerfasst am: 15.05.07, 10:27    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wenn Ihr allein ber ein Kind bestimmen wollt,ob Ihe es kriegt,liegt das Besitzergreiftum doch bei euch


ber UNSEREN Krper drfen wir auch alleine bestimmen. Wenn es nach mir ginge, dann knnten die Mnner ruhig ihre eigenen Kinder austragen, aber das ist biologisch nicht mglich. Ich htte das Gesicht meines Mannes garnicht so ungern gesehen, immerhin hatte unter Sohnemann die Gewichtsklasse zwischen 4,5 und 5 Kilo. Es ist halt nunmal so, dass man den Embryo nicht einfach umpflanzen kann wie es beliebt, die Natur hat das so festgelegt, weil es sich so bewhrt hat .

Wenn die Frau das Kind will und der Mann nicht, dann sollte pltzlich die Frau das Entscheidungsrecht haben?? Also was nun??? Dh. die Frauen sollten generell zwingend das Kind austragen, wenn IRGENDEINER das will?

Zitat:
Kinder als handelsware,das wird ja immer besser!Wenn ich genetisch die Vaterschaft beweise,habe ich ein Mitbestimmungsrecht ber mein Kind!


Und wie soll das praktisch funktionieren.... so innerhalb der Zeit der legalen Fristenlsung??? Die Frau muss ihnen doch nichteinmal sagen, dass sie schwanger ist.

Kinder als Handelsware: Naja sie meinten doch wenn es IHR Kind ist, dann bestimmen SIE ber den Krper der Frau. Die Leibeigenschaft wurde abgeschafft, dh. auch Schwangere drfen sich auf diesem Planeten frei bewegen, sie besitzen weder Kind noch Mutter, also bestimmen sie auch nicht. Kind als Handelsware - sowas gibt es - nennt sich Leihmutter !

Sie sind doch kein rechtloser Diener der Frau, es zwingt sie doch niemand ein Kind zu zeugen, am allerwenigsten einen Frau, die garkein Kind von ihnen will. Um ganz sicherzugehen kann man sich ja sterilisieren lassen, dann kann ihnen auch keine bse Frau ein Kind unterjubeln, das nicht ihres ist - und sie kann ihnen keines vorenthalten. Sie haben ja jede Mglichkeit so einer Situation zu entgehen.
_________________
Die Schlauheit des Fuchses resultiert zu 90 % aus der Dummheit der Hhner.
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Dr. A. Flaccus
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 06.03.2005
Beitrge: 3181
Wohnort: Hildesheim

BeitragVerfasst am: 15.05.07, 15:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und guten Tag!

Jetzt fhrt die Diskussion schon wieder auf Pfade im Abseits.

Beitragszahler hat recht, wenn schreibt, da man sich hier von den wichtigen Kernfragen entfernt. Also zurck:
Beitragszahler hat folgendes geschrieben::

Durch den Wegfall einer Kernfrage bezugnehmend auf die Prnataldiagnostik und die Folgen daraus, ist doch der von dieser Seite behauptete und wirkliche Grund bewiesen worden, dass es hier nur um Sachzwnge geht,
Nicht viel anderes der Fraktion von modernen, aufgeklrten Lebensvernichtern im Sinne, konnte mehr hier erfasst werden.


Nur Sachzwnge? Das sehe ich etwas differenzierter. Wenn ich bei meiner Entscheidung das Wohl meiner Familie und die Qualitt meines weiteren Lebens in den Vordergrund stelle, dann sind das nicht nur Sachzwnge. Die Entscheidung, was aus dem eigenen Leben werden soll, hat sehr wohl etwas mit Moral- und Wertvorstellungen zu tun. Diese mag man als "besser" oder "schlechter" bezeichnen, z.B. je nach Glaubensrichtung, aber es auf "Sachzwnge" zu reduzieren, halte ich fr nicht korrekt.

Ich stimme aber zu, da fr eine nicht unwesentliche Zahl von Menschen Sachzwnge im Vordergrund stehen. Aber dies gerade hier an dieser Stelle in bezug auf die Diskussionsteilnehmer anzuwenden, finde ich nicht richtig.

Beitragszahler hat folgendes geschrieben::
Es gibt aus heutiger Sicht grausam verstmmelte, aber dennoch glcklich und beruflich, sowie privat erfolgreiche Menschen aus der eigenen geburtenstrksten Generation des letzten Jahrhunderts, die nach heutigen fr unsereins nur sichtbaren kosmetischen und lebenskomfortbewahrenden Mastben, die tatschlichen Grnde fr Lebensvernichtung, oft genug abgettet worden wren,


Hier nun kommen wir an einen ganz zentralen Punkt der Diskussion.

Fr die Lebensbefrworter gibt es keine Alternative: Jedes Leben ist lebenswert, von der ersten Zellteilung an. Niemand hat das Recht dort einzugreifen. Beitragszahlers Beispiel im obigen Zitat mag dafr als Beweis dienen und die berechtigte Frage (erneut) aufwerfen: Wann ist Leben "lebenswert" und wer entscheidet das?

Die Argumentation derer, die bereit sind Leben im Mutterleib zu tten, hat hier - aus meiner Sicht - sehr wohl Schwachpunkte, weil niemand eine Trennlinie ziehen kann zwischen "lebenswert" und "nicht lebenswert".
Und wenn man das gar nicht trennen kann, gesteht man ein, im Zweifel durchaus auch "lebenswertes" Lebens zu vernichten.

Offener Rcken, fehlendes Gehirn, offener Bauch - hier liegt zumindest fr mich der Fall klar. Da wrde ich ohne zu zgern einer Schwangerschaftsunterbrechung zustimmen. "Nicht lebenswert" bedeutet hier fr mich, da der im Mutterleib heranwachsende nach der Geburt nicht lebensfhig sein wird und an den Folgen seiner Fehlbildung innerhalb krzester Zeit verstirbt. Wobei sich fr mich hier schon die begriffliche Frage schwierig gestaltet: lebenwert...
Selbst diese Menschen haben fr Ihre Eltern evtl. ja einen unermesslichen Wert, wie hier mehrfach gezeigt wurde.

Fr andere aber - und jetzt kommen wir zu den Abtreibungsbefrwortern - ist dieser Wert eben nicht gro genug, um dafr sein eigenes Wohlergehen aufs Spiel zu setzen. Der "Wert" des eigenen Lebens und der persnlichen Umstnde wird hier hher angesetzt, als der empfundene Wert des behinderten Kindes im Mutterleib.

Und die Melatte dieses Wertes schwankt erheblich: Von "schwerstbehindert/nicht lebensfhig" bis zu "ich wills grundstzlich nicht" (letzteres hat nun rein gar nichts mehr mit med. Indikation zu tun, pat aber sehr wohl in dieses Thema).

Die Argumentationskette ist nicht so sauber und scharf, wie bei denen, die Abtreibungen generell ablehnen. Sie ist aber genauso von persnlichen Wertvorstellungen geprgt. Es sind nur andere Werte.

Und nun sind wir wieder bei Recht und Gesetz: Unsere Gesellschaft lt es zu, da solche Werte eine Rolle spielen drfen, bei der Entscheidung ber die Fortsetzung einer Schwangerschaft.

Und mit den Konsequenzen dieser Entscheidung mu jeder selbst klar kommen. Da helfen Vorwrfe genauso wenig weiter, wie gutes zureden.

Gru
A. Flaccus
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Susanne.Reuter
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.05.2005
Beitrge: 3513

BeitragVerfasst am: 15.05.07, 19:51    Titel: Antworten mit Zitat

Es stimmt, dass die Diskussion zum Thema "Abtreibung allgemein" von der Ausgangsfrage abweicht und das ganze wohl auch dadurch zu sehr ausufert. Ich mchte dennoch gerne kurz auf die Reaktion von Ded auf mein Posting eingehen:

Absurd finde ich, wenn der Mann gefragt werden muss. (Habe ich geschrieben)

Wie ich ebenfalls geschrieben habe, entscheiden im besten Fall beide Parteien zusammen und finden eine Lsung mit der beide leben knnen. Wenn dies nicht mglich ist, dann kann nur die Frau entscheiden. Das ist fr mich die einzige Mglichkeit. Anders ist es nicht durchzufhren.


...............................................................................................................


Fr mich hat sich die Definition eines Lebens welches ich noch als lebenswert erachte im Laufe der Jahre verndert. Meine Grenzen haben sich verschoben. Man wird lter, reifer und sieht Dinge dadurch anders. Frher habe ich ja auch geglaubt, dass man mit 30 uralt ist ; -)

Wenn ich nun eine Entscheidung fllen muss: Wie kann ich meinem Kind ein Leben zumuten, dass ich selber fr mich ablehne?

Susanne
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Laluna
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 16.09.2004
Beitrge: 383

BeitragVerfasst am: 15.05.07, 20:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

@ Dr. Flaccus
zunchst mal vielen Dank, dass Sie die Diskussion wieder aus dem Abseits zurckgeholt haben.

@ Susanne Reuter
Ich glaube nicht, dass das Thema Abtreibung allgemein hier so unpassend ist, das war wohl was anderes....

Ich mchte in diesem Zusammenhang nur einen Gedanken niederschreiben, er soll nicht mehr als ein Denkansto sein. Ich habe diese Aussage vor langer Zeit mal gehrt und sie fllt mir immer wieder ein, wenn von derartigen Themen die Rede ist. Ist zwar vielleicht etwas drastisch formuliert, aber ich finde, es steckt doch ein Krnchen Wahrheit drin.

Sie lautet:
Drfen wir uns wundern, wenn wir einmal von Angehrigen jener Generation gettet werden, deren Geschwister wir umgebracht haben?

Die tatschliche Frage lautet nmlich meiner Ansicht nach nicht "Wann beginnt das Leben?". Ich nehme an, dass es wohl fr jeden darauf nur eine gltige Antwort gibt und die hat Herr Dr. Flaccus vorhin schon gegeben.
Die entscheidende Frage lautet vielmehr "(Ab) wann ist Leben schtzenswert?" Fr Christen wird es vermutlich auch darauf nur eine gltige Antwort geben, whrend andere versuchen hier irgendwo eine Grenze zu ziehen. Eine Grenze, die aber immer willkrlich gesetzt sein wird - denn woran sollte man dies festmachen?
Ist Leben erst nach einer bestimmten Anzahl von Wochen schtzenswert (Stichwort Fristenlsung),
....oder ab einem bestimmten Entwicklungstadium,
....oder nur wenn keine schweren Behinderungen zu erwarten sind,
....oder wenn es einem in den persnlichen Lebensplan passt,
....oder ....??

Wer will oder kann das entscheiden (und mit dieser Entscheidung dann auch leben)?

Und wenn ich die Entwicklung des Zeitgeistes so verfolge, dann knnten sich manche in vielleicht gar nicht so ferner Zukunft ja auch mal fragen "Bis wann ist Leben lebens- bzw. schtzenswert?" Und es ist fr mich ehrlich gesagt eine Horrorvorstellung, wenn das mal andere fr mich entscheiden wrden / knnten / drften.....

Schne Gre
Laluna


Zuletzt bearbeitet von Laluna am 15.05.07, 22:14, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Ded
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 11.05.2007
Beitrge: 60

BeitragVerfasst am: 15.05.07, 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Guten abend,

Um nochmal kurz auf auf das Thema Abtreibung zurckzukommen:
Susanne Reuter hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Wie ich ebenfalls geschrieben habe, entscheiden im besten Fall beide Parteien zusammen und finden eine Lsung mit der beide leben knnen. Wenn dies nicht mglich ist, dann kann nur die Frau entscheiden. Das ist fr mich die einzige Mglichkeit. Anders ist es nicht durchzufhren.


Das Problem ist leider das die Frauen die Kinder kriegen.Dann haben wir den umgedrehten Fall,das nicht die Frau,sondern der Mann der alleinerziehende Vater ist.
Weil es ein Teil von beiden ist.

Dr.Flaccus hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Offener Rcken, fehlendes Gehirn, offener Bauch - hier liegt zumindest fr mich der Fall klar. Da wrde ich ohne zu zgern einer Schwangerschaftsunterbrechung zustimmen. "Nicht lebenswert" bedeutet hier fr mich, da der im Mutterleib heranwachsende nach der Geburt nicht lebensfhig sein wird und an den Folgen seiner Fehlbildung innerhalb krzester Zeit verstirbt. Wobei sich fr mich hier schon die begriffliche Frage schwierig gestaltet: lebenwert...
Selbst diese Menschen haben fr Ihre Eltern evtl. ja einen unermesslichen Wert, wie hier mehrfach gezeigt wurde.


In diesem Fall bin ich der selben Meinung,wie einige andere Teilnehmer an dieser Diskussion.Es hat ein Recht auf einen wrdigen Tod im Bauch oder draussen bei den Eltern.Das sich die begriffliche Frage nach lebenswert schwierig gestaltet,ist vollkommen richtig.
Ich zitiere nochmals ihren letzten Satz:
Zitat:
Selbst diese Menschen haben fr Ihre Eltern evtl. ja einen unermesslichen Wert, wie hier mehrfach gezeigt wurde.


Liebe Diskussionsteilnehmer,liebe Frauen,ich wollte nicht in einem Frauenforum "rumschnffeln"aber zu diesem vollkommenen richtigen Satz von Dr.Flaccus habe ich ihnen den Link in ein spezielles Forum kopiert.Dort tauschen sich Frauen aus ,die eine Fehlgeburt erlitten haben.Die Trauer der Frauen ist grenzenlos.
Keine der Frauen , ich glaube eine Teilnehmerin schrieb schon so was,damit trsten knnen,das Kind wre "ja behindert ,also krank gewesen,"
Dies ist der Link hierzu:Beachten Sie bitte,das sie zum Kernthema Schwangerschaft gehen,dort erscheinen dazu mehrere Foren,darunter das Forum Fehlgeburt,

http://www.gofeminin.de/

Dr.Flaccus hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Die Argumentation derer, die bereit sind Leben im Mutterleib zu tten, hat hier - aus meiner Sicht - sehr wohl Schwachpunkte, weil niemand eine Trennlinie ziehen kann zwischen "lebenswert" und "nicht lebenswert".
Und wenn man das gar nicht trennen kann, gesteht man ein, im Zweifel durchaus auch "lebenswertes" Lebens zu vernichten


Diese Linie kann man nicht ziehen.Sie haben vollkommen recht.

Beitragszahler hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Es gibt aus heutiger Sicht grausam verstmmelte, aber dennoch glcklich und beruflich, sowie privat erfolgreiche Menschen aus der eigenen geburtenstrksten Generation des letzten Jahrhunderts, die nach heutigen fr unsereins nur sichtbaren kosmetischen und lebenskomfortbewahrenden Mastben, die tatschlichen Grnde fr Lebensvernichtung, oft genug abgettet worden wren,


Treffender kann man es nicht beschreiben,es gibt kein Recht Leben zu vernichten.
Auch die Urteilsbildung,ob ein Mensch lebenswert ist,das steht uns nicht zu.Natrlich
drfen wir schauen,wie wir mit einer Situation zurechtkommen.Im Falle einer Schwerstbehinderung ,welche Massnahmen bezglich der Pflege und Frderung und Integration in den Alltag so gut es geht zu ergreifen.Wir schauen auf das Wohlergehen der bereits bestehenden Familie.Aber es gibt Wege,wo man ohne Abbruch zurechtkommt.
Denn die Linie,wie Dr.Flaccus beschrieb knnen wir nicht ziehen und drfen es auch nicht.




Gru von Ded
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