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medizin-forum.de :: Thema anzeigen - Naht an der Peniswurzel - wie gefhrlich ist das?
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Naht an der Peniswurzel - wie gefhrlich ist das?

 
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Clemens
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.12.2006
Beitrge: 23

BeitragVerfasst am: 22.09.07, 17:19    Titel: Naht an der Peniswurzel - wie gefhrlich ist das? Antworten mit Zitat

Guten Tag!

Ich mchte mich mit einer etwas auergewhnlichen Frage an die beiden betreuenden rzte dieses Forum wenden, mu aber zuerst die Vorgeschichte schildern:

Ich bin 27, mnnlich, Biologe und - wie mir seit neuestem bewut wurde - auch ein Dummkopf: Ich wurde wegen einer Phimose als Kind mit knapp 3 Jahren beschnitten. Die Circumcision wurde an sich sehr gut gemacht. Das einzige Problem, das meine Beschneidung mit sich brachte, ist ein gelegentlich unangenehmes Reiben der Eichel an der Kleidung, vor allem whrend des Sports. Dies hat mich auf die irrwitzige Idee gebracht, den Versuch zu starten, eine Bedeckung der Eichel durch Streckung der Schafthaut zu erreichen. Diese "Foreskin-Restoration" wird vor allem im Internet von einigen Verfechtern dieser Methode propagiert, darunter auch eine Gruppe von rzten, die bei sich selbst angeblich einen Vorhaut-hnlichen Hautlappen rekonstruiert haben sollen. Ich beschloss in einem Anflug aus Ignoranz, alle wissenschaftlichen Zweifel an der Methode beiseite zu lassen und einen Eigenversuch zu starten. Die Methode der permanenten Streckung durch einen Expander fand ich abstoend, so entschied ich mich fr eine manuelle Dehnung. Das heit: Ca. 3 mal tglich fr jeweils eine halbe Stunde intensives Dehnen der Schafthaut mit der Hand. Dazu wird die Schafthaut nach vorne gerollt, bis sie ber die Glans reicht (was bei mir bedeutete, dass ich Haut aus der Region der Penis-Basis nach vorne ziehen mute, da ich sehr eng beschnitten bin). Der Zug, den ich danach ausbte, war ziemlich intensiv und unangenehm, fast schmerzhaft, jedoch ohne dass jemals ein apruptes Stechen oder "Reien" aufgetreten wre. Logischerweise fiel die Hauptlast des Zuges auf den Bereich um die Peniswurzel aus, wo die Haut verankert ist. Das heit auch, dass Schambein- und Leistengewebe ebenso mitgedehnt wurde wie Scrotumgewebe. Nach 12 Tagen brach ich dieses Martyrium entsetzt ab: Das Gewebe hatte seine Festigkeit verloren. Beim Hinsetzen, ja selbst beim bloen Zusammendrcken der Beine, schiebt es mir die Schafthaut wie Butter nach vorne, wo sie sich vor der Glans in Falten zusammenschrumpelt. Dabei schiebt sich behaarte Haut aus der Schambein- und Leistenregion auf den Schaft, die frher festen Halt am Krper hatte. So verschwindet fast der halbe Penis wie in einem "Ballon" im Krper. Bei einer Erektion zieht sich eben dieses haarige Hautgewebe, das frher besten Halt am Schambei und in der Leistenregion hatte, weit mit nach vor. Bei Zug kann ich es sogar noch weiter nach vorne rutschen lassen. Nun kann ich mit Sicherheit sagen, dass dies frher NICHT der Fall war. Zunchst hatte ich nur die Erklrung, dass die Schafthaut an Spannkraft verloren haben msse. Doch laut einem Urologen und einer Dermatologin sei die Schafthaut unauffllig. Zunchst hatte ich keine Erklrung dafr und dachte schon, es sei alles Einbildung. Bis mir ein zweiter Urologe besttigte, dass eine Lockerung des - wie er es nannte - "Muttergewebes" (was immer er damit meint) rund um die Peniswurzel wahrscheinlich sei und dies der Grund fr die sehr unsthethischen und angenehmen Folgen sei. Er empfahl mir, einen plastischen Chirurgen um Rat zu fragen. Mir wurde ein plastischer Chirurg in Linz empfohlen.

Dieser empfahl, zunchst ein paar Monate zu warten und wenn der Krper sich nicht von selbst erhole, das gelockerte Gewebe mit einer tiefen Naht an der Peniswurzel mit dem darunterliegenden Gewebe zu vernhen, sodass es wieder im ursprnglichen Winkel fest mit dem Krper verbunden sei.

Nun meine Fragen an Sie:

1) Ist es denkbar, dass sich das Problem von selber lst. Wie lange kann dies dauern? Ich warte jetzt schon 5 Wochen.

2) Was halten Sie von dem Vorschlag des Chirurgen? Wie gefhrlich ist eine "tiefe" Naht um die Peniswurzel? Kann erektile Dysfunktion als Risiko auftreten?

3) Haben Sie einen besseren Vorschlag oder knnen Sie einen Chirurgen empfehlen, in dessen Hnden man sich bei einer solchen Korrektur sicher fhlen kann?

Ich danke herzlichst fr Ihre Antworten.

Beste Gre,
Clemens
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Clemens
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.12.2006
Beitrge: 23

BeitragVerfasst am: 23.09.07, 08:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mchte vielleicht noch anmerken, dass meinem subjektiven Empfinden nach die Schafthaut dnner und beweglicher scheint als vorher, obwohl die Hautrztin sie als unauffllig und normal diagnostiziert hat. Ich habe das Gefhl, dass die Haut auch ein bisschen unempfindlicher geworden ist, also ein kleines Stck "tauber" als zuvor, was aber auch psychisch bedingt sein kann, da ich extrem besorgt darum bin. Die dorsale Vene des Penis ist nun auch deutlicher sichtbar und lt sich unter der Haut hin und her bewegen. Ich verstehe einfach nicht, was in diesen 12 Tagen passiert sein kann und warte Tag um Tag darauf, dass sich alles normalisiert.
Beste Gre, C.
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Sixtus Allert
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 953
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 24.09.07, 07:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
zunchst sehen Sie mir bitte eine Bemerkung nach, die fr Ihre Ohren womglich zynisch klingt: ich bin dankbar, dass Sie Ihren Erfahrungsbericht hier gepostet haben. Wir werden hin und wieder mit Fragen zur Vorhautrekonstruktion konfrontiert. Alle serisen Langzeituntersuchungen und auch praktischen Erfahrungen lassen den Schlu zu, dass, wenn nicht eine ernste funktionelle Strung vorliegt, alles so belassen werden sollte, da die Ergebnisse in der Breite nicht ermutigend sind.
Die von Ihnen beschrieben Folgen der "Dehnungsbehandlung" sind vorstellbar und nicht ungewhnlich, insbesondere Gefzeichnung und nderung der Sensibilitt.

Die von Ihnen geschilderte Korrektur "der Korrektur" ist mglich.

1) Ist es denkbar, dass sich das Problem von selber lst. Wie lange kann dies dauern? Ich warte jetzt schon 5 Wochen.

Das Problem kann sich in der Tat von selber lsen, das kann allerdings auch einige Monate dauern. Hilfreich wre eine Kompressionshose, die wir z.B. nach Fettabsaugungen oder Straffungen anpassen.

2) Was halten Sie von dem Vorschlag des Chirurgen? Wie gefhrlich ist eine "tiefe" Naht um die Peniswurzel? Kann erektile Dysfunktion als Risiko auftreten?

Man kann Gewebe in der Tiefe fixieren, das machen wir bei Oberschenkel/ Gesstraffungen auch. Auf die entsprechenden Nerven ist zu achten; das erfragte Risiko ist zwar sehr gering, aber nicht wegzudiskutieren.

3) Haben Sie einen besseren Vorschlag oder knnen Sie einen Chirurgen empfehlen, in dessen Hnden man sich bei einer solchen Korrektur sicher fhlen kann?

Sie sind bei einem versierten Plastiker gut aufgehoben, in Linz sowieso. In der Zwischenzeit knnen Sie nach Rcksprache mit Ihrem behandelneden Arzt vielleicht wirklich noch etwas mit der Kompressionshose ausrichten.

Beste Gre
Dr. Sixtus Allert
_________________
Arzt fr Plastische und sthetische Chirurgie, Handchirurgie
Chefarzt der Klinik fr Plastische und sthetische Chirurgie am Sana Klinikum Hameln - www.dr-allert.de
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Clemens
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.12.2006
Beitrge: 23

BeitragVerfasst am: 25.09.07, 08:54    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Herr Dr. Allert!

Danke fr Ihre Antwort! Ihre einleitende Bemerkung strte mich kaum. Sie haben vollkommen recht. Ich kann nur jedem raten, die Finger von solchen Restaurationsversuchen zu lassen und den diversen Internet-Quellen nicht zu glauben! Ich war einfach zu unvorsichtig, es auszuprobieren, obwohl ich es als Naturwissenschafter eigentlich besser htte wissen sollen. Andererseits wird die "Foreski Restoration" auch von einer Gruppe von rzten in Grobritannien propagiert und es ist zumindest nicht vollkommen falsch, dass Haut durch Dehnungsreize mehr werden kann. Allerdings eben nicht nur "mehr", sondern vor allem gedehnt. Besonders unvorsichtig war, nicht zu bedenken, dass solcherart intensives Strecken auch Auswirkungen auf die Gesundheit des darunterliegenden Bindegewebes haben kann. Also: Finger weg von all diesen Methoden, egal ob mit der Hand oder - noch schlimmer - mit Gewichten oder Expandern.

Knnen Sie mir erklren, was in meinem Gewebe passiert sein drfte? Ich denke nicht, dass die Schafthaut selbst fr die Effekte verantwortlich ist, denn diese ist ja ohnedies frei beweglich und war vermutlich auch frher nicht in der Lage, Druck von hinten zu widerstehen, sonst wrde bei dicken Mnnern vermutlich der Penisschaft nicht beim Sitzen "verschwinden"...
Ich persnlich vermute inzwischen, dass es wirklich das Gewebe rund um die Glied-Basis ist, das gelitten hat. Es scheint lockerer und nicht mehr in einem straffen Winkel anzuliegen, sondern zieht sich bei Zug nach vorne mit nach vor, sogar bei der Erektion, was dieser eine leicht "konische" Form gibt. Die Tendenz der Haut dort ist also nicht mehr zurckzuspannen, sondern nach vor zu schieben. Die dorsale Vene ist ebenfalls tastbarer als zuvor und an der Penis-Wurzel besonders wackelig. Dort scheint sie leicht nach oben abzuheben, anstatt wie frher zwischen Haut und Bindegewebe fixiert zu sein. Es ist rgerlich, dass mir zunchst kaum ein Arzt glauben schenken wollte. Es hie, es sei alles ganz normal und ich wrde mir das einbilden. Nun wei ich aber, wie es vorher ausgesehen und sich angefhlt hat. Und da liegen Welten dazwischen. Und dennoch frage ich mich, was denn tatschlich in diesen 12 Tagen passiert ist. Beim Stehen fllt kaum etwas auf, auer dass sich einerseits Haare am Schaft befinden, die frher in der senkrechten Schambeinregion waren und andererseits die Haut nicht mehr so fest in dem Winkel zwischen Glied und Krper anliegt. Kaum beuge ich mich aber nur leicht nach vorne, fllt bereits die vermehrte Faltenbildung und ein leichtes Nach-vorne-rutschen auf. Je mehr die Bewegung in Richtung hinsetzen geht, desto mehr schreitet der Effekt fort. Und das obwohl ich sehr schlank und gut trainiert bin.

Da Ihnen das Thema offensichtlich nicht fremd ist, wrde ich Ihnen gerne noch folgende Fragen stellen, damit mein Warten auf eine Vernderung etwas ertrglicher wird:

1) Wie knnen Sie sich erklren, dass die Erektion um fast zwei Zentimeter lnger geworden ist? Was um Himmels Willen knnte ich denn da an der Peniswurzel alles mitgelockert haben? Die Erektion scheint zumindest im hinteren Bereich auch ein wenig dicker als frher.

2) Der Plastiker, mit dem ich gesprochen habe, hat gemeint, es gbe noch andere Korrektur-Mglichkeiten auer einer tiefen Naht. Er wolle mit mir aber noch nicht konkret darber sprechen, bevor ich nicht einige Monate gewartet htte. Dies fllt mir derzeit sehr schwer. Deswegen mchte ich Sie fragen, welche anderen Methoden SIE sich vorstellen knnten und ob es tatschlich mehrere Varianten gibt, auf die man in einem solchen Fall zurckgreifen knnte.

3) Ich habe kaum eine Vorstellung, wie eine solche tiefe Vernhung ablaufen wrde. Um welche Art von Naht handelt es sich? Mu geschnitten werden? Wie gelangt man in die Tiefe, ohne Skalpell und Messer? Und welche Gewebe vernhnt man dabei miteinander? Wie schmerzhaft ist die Angelegenheit?

4) Wie steht es um die Haltbarkeit solcher Korrekturen? Ich bin 27 und bewege mich gerne, mache Sport und bin aktiv. Mu ich befrchten, dass die Nhte irgendwann reien, aufgehen, platzen oder - noch schlimmer - sich ins Gewebe einschneiden und mich verletzen oder gar das Gewebe durchreien wie ein Ohrring an dem man fest zieht? Was, wenn ich mich hinhocke und ein ziemlicher Druck auf die Nhte entsteht? Oder knnen sie gar beim Geschlechtsverkehr durch die Belastung reien? Sprt man die Nhte?

5) Und was passiert, wenn man lter wird? Halten diese Nhte ein Leben lang?Mu man sie erneuern oder regelmig warten lassen? Was, wenn ich eines Tages dicker werden sollte und mein Krperbau sich verndert?

6) Kann man eine solche Naht auch rundherum fhren, also auch an der Unterseite des Gliedes? Was mich vor allem interessieren wrde: Kann man eine solche Naht auch an einem klassischen Blutpenis durchfhren, der in seiner Gre je nach Witterung, Stimmung und Aktivitt extrem variabel von lang und dick bis kurz und dnn ist? Wie viel Dehnung der Haut lassen solche Nhte noch zu? Kann man "abgeschnrt" werden?

Nun warte ich bereits etwas mehr als 5 Wochen und meinem Empfinden nach hat sich nichts verbessert. Wie lange kann es dauert, bis man eine eindeutige Verbesserung erkennt? Laut dem Chirurgen knnte es gut 3 Monate dauern, bis berhaupt eine merkliche Besserung einsetzt. Ich frage mich aber, ob ich da nicht vergeblich warte. Es fhlt sich frustrierend an, wenn ich auch wei dass andere Menschen viel gravierendere Probleme haben. Dennoch wrde ich am liebsten sofort etwas unternehmen. Ich werde Ihrem Rat folgen, und mich um eine Kompresse kmmern. Wie lange sollte diese getragen werden? Rund um die Uhr?

Herzlichen Dank nochmal, dass Sie sich die Zeit nehmen. Danke fr Ihre Hilfe,

Clemens
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Clemens
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.12.2006
Beitrge: 23

BeitragVerfasst am: 01.10.07, 13:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo nochmal!

Meine Fragen haben sich - so befrchte ich - erbrigt. Ich war heute bei einem Urologen und plastischen Chirurgen in Wien. Er ist nicht bereit, eine solche Korrektur durchzufhren und meint, ich wrde auch keinen anderen finden, der diese Bereitschaft htte, da es unverantwortlich sei. Wrde man eine solche Naht durchfhren, wrde mir das Gewebe bei der nchsten Erektion einreien. Er lie mich wissen, dass er keinerlei Verstndnis fr mein Problem habe. Es sei nun mal so, dass ich durch die "Behandlung" die elastischen Fasern zerstrt htte und damit msse ich nun leben. Das Problem ist scheinbar nicht der Winkel an der Radix penis, sondern die zerstrten elastischen Elemente der gesamten Haut.
Er meinte, ich solle die Sache vergessen und mein Krper wrde es mir danken. In mehreren Monaten knne die Sache schon besser aussehen.

Ich habe keine Ahnung, ob und wie der Krper zerstrte elastische Fasern austauschen und das Gewebe reparieren kann. Ich wei nur, dass in den letzten 7 Wochen absolut nichts besser geworden ist. Sieben Wochen seien zu kurz, hat man mir heute gesagt. Mir erscheinen 7 Wochen allerdings relativ lang.

Wie lange kann eine Reparatur dauern, bis man endlich eine Vernderung merkt? Ist das wirklich realistisch zu erwarten? Wrden Sie auch sagen, dass es keinerlei Mglichkeit einer vernnftigen operativen Korrektur gibt?

mfg,
C.
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OS
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 14.07.2005
Beitrge: 40

BeitragVerfasst am: 04.10.07, 21:32    Titel: Vorhautrestoration Antworten mit Zitat

Ich bin gebeten worden, eine Stellungnahme von NORM-UK, der erwhnten "Gruppe von rzten in Grobritannien", hier einzustellen:

Wer hat Sie gebeten?


"Es tut uns sehr leid, was Clemens widerfahren ist, aber es ist nicht passiert, weil er versucht hat, seine Vorhaut wiederherzustellen, sondern weil er dabei falsch vorgegangen ist.

() empfiehlt ausdrcklich sanften Zug ber einen langen Zeitraum, der dazu fhrt, dass sich im Lauf von Jahren neue Haut bildet, nicht im Lauf von Monaten. Es ist ganz offensichtlich, dass in diesem Fall viel zu starker Zug in einem viel zu kurzen Zeitraum ausgebt wurde, mglicherweise, weil schnelle Ergebnisse erwartet oder erhofft wurden. Das ist jedoch vollkommen falsch. I
[]
Keine Werbung verffentlichen.

Es gibt keine publizierten Belege fr die Behauptung, dass nicht-chirurgische Vorhautrestoration schlechte Ergebnisse bringt. NORM-UK hat eine lange, allerdings unpublizierte Reihe von Fllen vorzuweisen, bei denen Mnner ohne nachteilige Auswirkungen die vollstndige Bedeckung der Eichel erreichten."

Wenn die Ergebnisse gut sind, dann publizieren Sie sie.


Es sei auch auf die Kurzinformationen und FAQs zu Vorhautrestoration auf der hingewiesen:
()

Dr. Peter Ball schreibt:

"Nicht-chirurgisches Dehnen der Schafthaut ist die am weitesten verbreitete Methode der Restoration. Dabei wird sanfter und dauerhafter Zug auf die verbleibende Schafthaut ausgebt. Die natrliche Reaktion der Haut auf diesen Zug ist, dass sie neue Hautzellen produziert. So wchst auf natrliche Weise eine neue Vorhaut.

Dehnen erfordert Zeit und Hingabe. Mnner, die ihre Vorhaut wiederhergestellt haben, berichten, dass es die Mhe wert war, ihr Selbstbewusstsein gesteigert hat und ihr Sexleben verbessert hat.

Leider gibt es manchmal anatomische Grnde, warum nicht-chirurgische Restoration nicht mglich ist, z.B. zu wenig verbleibende Schafthaut oder Hypospadie."


FAQ:

Wie lange dauert eine nicht-chirurgische Restoration?

Es gibt zu viele Variablen, um eine konkrete Antwort geben zu knnen. Zwischen einem bis drei oder mehr Jahre. Bei straffer Beschneidung sogar lnger.


Ist chirurgische Rekonstruktion nicht eine schnelle, einfache Lsung?

Nein. Das Ergebnis sieht niemals so natrlich aus wie eine nicht-chirurgische Restoration und viele Mnner sind von den Ergebnissen sehr enttuscht.

Wir empfehlen die nicht-chirurgische Expansion von Gewebe, da sie ermglicht, die Schafthaut so zu erweitern, dass sie die Eichel bedeckt, ohne dass es dadurch zu Narben, unterschiedlichen Frbungen oder chirurgischen Komplikationen kommt. Chirurgische Rekonstruktion transplantiert Haut von einer anderen Stelle des Krpers, was unvermeidlich zu Narben, unterschiedlicher Frbung und Bedeckung mit Haaren fhrt. Von den Fllen, die persnlich bekannt sind, gibt es nicht eine einzige hundertprozentig erfolgreiche chirurgische Rekonstruktion, aber wir wissen von mehreren, die katastrophal verlaufen sind.


Nach der Restoration habe ich Haare am Penisschaft. Was kann ich tun?

Jedes Haarfollikel kann durch Elektrolyse zerstrt werden. Eine einfachere, schmerzlose aber weniger dauerhafte Behandlung ist, den Schaft zu rasieren.
[]

beantwortet weitere Fragen:


Ist nicht-chirurgische Restoration schmerzhaft?

Restoration sollte nicht schmerzhaft sein. Wenn es doch schmerzhaft ist, wird vermutlich etwas falsch gemacht. Manche Mnner versuchen, zu stark und/oder zu schnell zu dehnen, oder bringen das Tape nicht korrekt an, was zu Schmerzen fhrt. Wenn es weh tut, sollte man fr einige Tage aufhren und es dann mit etwas weniger Enthusiasmus noch einmal probieren.


Wie lange dauert Vorhautrestoration?

Es kann keine exakte Zeitdauer angegeben werden. Sie hngt davon ab, wie viel Haut zu Beginn noch zur Verfgung steht, welche Menge Haut gewnscht ist, den Techniken und Vorrichtungen, die angewendet werden, dem Eifer des einzelnen und weiteren Faktoren.

Das Wachstum einer neuen Vorhaut durch Gewebeexpansion erfolgt sehr allmhlich und fast nicht wahrnehmbar.

Beschnittene Mnner unterschtzen mglicherweise, wie viel Gewebe tatschlich durch Beschneidung verloren gegangen ist und somit auch, wie viel neue Haut notwendig ist, um die Vorhaut wieder aufzubauen. Die Vorhaut ist doppellagig, daher muss fr jeden cm sichtbarer Vorhaut 2 cm neue Haut gebildet werden. Diese zustzliche Haut wachsen zu lassen, erfordert einige Zeit. Man sollte mit mindestens einem Jahr und mglicherweise sehr viel lngerer Dauer rechnen.


Sollte ich einen Arzt aufsuchen, bevor ich mit der Vorhautrestoration beginne?

Es scheint vernnftig, einen Arzt zu konsultieren, bevor man mit einer solchen Prozedur beginnt. Eine rztliche Beratung kann hilfreich sein, wenn der Arzt sich mit Gewebeexpansion auskennt. Allerdings haben die meisten rzte noch nichts von Vorhautrestoration gehrt. Es gibt fast keine Publikationen darber in der medizinischen Literatur. Daher werden die meisten rzte vermutlich nicht helfen knnen, mglicherweise davon abraten oder sogar falsche Ratschlge geben.

Mnner mit Hautkrankheiten, Hautallergien, Diabetes, offenen Wunden usw. sollten aber unbedingt mit einem Arzt sprechen, bevor sie beginnen.


Es ist in JEDEM Falle sinnvoll, wie die Beispiele gezeigt haben, vor allem anderen zunchst mit einem Arzt zu sprechen, als sich allein auf Hinweise aus dem Internet zu verlassen.

Dr. Sixtus Allert
DMF-Moderator
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Clemens
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.12.2006
Beitrge: 23

BeitragVerfasst am: 05.10.07, 08:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe bei Dr. Ball angefragt, ob die Methode des manuellen Dehnens, wo kein dauerhafter, sondern tglich nur spontane und dafr intensivere Dehnungsreize gesetzt werden, seiner Meinung nach auch funktioniert. Seine Antwort per E-Mail darauf lautete:

"Dear Clemens I believe manual restoration as you describe could bring
results but probably would take longer than any other methods."

In einer anderen Mail schreibt er selbst, dass schockierende Ergebnisse vor allem in den Anfangsphasen mglich sind:

-------- Original-Nachricht --------
Datum: Thu, 23 Aug 2007 14:17:20 +0100
Von: Peter Ball
An: Clemens
Betreff: Re: foreskin restoration PROBLEMS!

I do understand your problem. We are dismayed as first when early
restoration results in the virtual disappearance of the penis. As things
improve the penis starts to descend and things begin to look normal again.
The scrotal skin is different as you say and initially is noticeable at the
base but it gets left behind at new shaft skin grows Dr Peter
[Ende]

Genau das ist auch das Hauptproblem: Skrotalhaut wird an einen Ort gedehnt, an dem sie absolut nichts verloren hat: Auf den Schaft.

Auf der Seite von Norm UK existiert auch ein Link zu einer Beschreibung des "manual tugging", wo empfohlen wird, mehrmals tglich per Hand zu ziehen und dafr fester, um Dehnungsreize zu setzen. Ich such den Link heraus und poste ihn spter.

Ich hatte brigens keine wirklichen Schmerzen whrend des Dehnens.

Es ist unverantwortlich, im Internet Infos zu diesem kranken Thema zu posten. Wer bringt meine Haut wieder in Ordnung? Knnen mir die Herrn von NORM-UK wenigstens sagen, ob sich Elastinfasern in der Haut wieder zusammenziehen und regenerieren knnen?

Clemens
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Sixtus Allert
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 953
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 05.10.07, 08:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich habe den Beitrag aus Grobritannien editiert. Hier drfen keine Links, keine Werbung etc pp. verffentlicht werden. Auch scheint mir der Norm-Beitrag auertordentlich einseitig eingefrbt. Sollte sich etwas hnliches hier finden. wird dieser Thread gesperrt.

@Clemens
Gedehnte Haut kann sich erholen/ zurckbilden (Prinzip "Schwangerer Bauch"). Das kann Monate dauern und mu nicht immer erfolgreich sein. uerer Druck durch Mieder, intensive Hautpflege knnen den Vorgang untersttzen. Die Mglichkeiten der op. Korrektur hngen vom Befund ab. Als Beispiel mge dienen die Technik der Hautstraffung des Schamhgels nach massiven (!!) Gewichtsreduktionen.
Beste Gre
Dr. Sixtus Allert
_________________
Arzt fr Plastische und sthetische Chirurgie, Handchirurgie
Chefarzt der Klinik fr Plastische und sthetische Chirurgie am Sana Klinikum Hameln - www.dr-allert.de
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OS
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 14.07.2005
Beitrge: 40

BeitragVerfasst am: 05.10.07, 09:22    Titel: Re: Vorhautrestoration Antworten mit Zitat

Hr. Dr. Allert, ich muss sagen, sie verwirren mich.

Zitat:
Wer hat Sie gebeten?


Ich denke, das drfte offensichtlich sein: Die ganannte "Gruppe von rzten" ist es gewesen.

Zitat:
[color=red]Keine Werbung verffentlichen.


Mit Werbung im Sinne der Mediquette ist sicherlich etwas ganz anderes gemeint.

Zitat:
Wenn die Ergebnisse gut sind, dann publizieren Sie sie.


Aber nicht, dass dies dann als kommerzielle Werbung ausgelegt werden wrde...

Zitat:
Es ist in JEDEM Falle sinnvoll, wie die Beispiele gezeigt haben, vor allem anderen zunchst mit einem Arzt zu sprechen, als sich allein auf Hinweise aus dem Internet zu verlassen.


Schon richtig, nur wenn dann die Informationen genauso sprlich flieen wie vor der Zirkumziion (dass es zu genau diesem Problem, nmlich lebenslangen unangenehmen Gefhlen bei der Reibung der Eichel an der Unterwsche kommen wird ist fr einen Patienten bzw. seine Eltern gerade nicht offensichtlich), dann drfte dieser Hinweis sein Ziel verfehlen. Jetzt war der Fragesteller beim Arzt und hat wohl in jeder Beziehung nur Unverstndnis erfahren.

Die Stituation ist klassisch: Er wurde als minderjhriger ohne sein Zutun von einem Arzt operiert, der sehr schnell mit dem Skalpell ist. Dass schon da das Unheil begann, das hat er noch nicht so ganz realisiert. Dann hat er die Internetseite der genannten Organisation etwas berinterpretiert und jetzt ist allein das Internet schuld!? Ich gehe jede Wette ein, dass es damals als es zur Operation kam mit der Indikationsstellung und der rztlichen Aufklrung nicht sehr weit her war.

So, die Mediquette hab ich mir jetzt auch noch mal angeguckt. Schn eindeutig formuliert: Die ursprngliche Fragestellung ist eindeutig ein Versto gegen die Mediquette, die vielfach zensierte Antwort dagegen kaum. Lediglich unkommentierte Links sind unzulssig.
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