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Blockwart Arzt
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
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Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 04.11.07, 16:38    Titel: Ganz richtig: die Sachfrage Antworten mit Zitat

lautet: hat die Kasse Honorar fr ambulante rztliche Behandlung "zurckzufordern", das sie gar nicht gezahlt hat ?

Und meine Antwort: hat sie n i c h t , denn es herrscht Sachleistungsverfahren.

Schn, dass Sie sich da so gut auskennen. Kam mir gleich so vor.
Wei auch, dass Kassen berhaupt nicht mgen,
1. dass Mitglieder zu wissen kriegen, welchen Weg ihre Beitrge nehmen, bis sie beim Arzt landen,
2. wovon (bzw. nicht) abhngt, wie viel es ist,
3. wenn die Mitglieder sich am Ende noch darber Gedanken machen, welcher Anteil der Beitrge dort landet, wo dafr auch Arbeit geleistet wird
4. weshalb ja Kassens freiwilligen Mitgliedern vom Erstattungsverfahren in der Regel unter Angabe falscher Mutmaungen vehement abraten.

PR
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Zuletzt bearbeitet von PR am 04.11.07, 22:46, insgesamt 1-mal bearbeitet
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 04.11.07, 17:51    Titel: Die zweite Sachfrage lautet: Antworten mit Zitat

haben Kassens das Recht, ihre im Gesetz festgelegte Risikoblindheit zu durchlchern ?
Meine Antwort: sie haben es nicht, sollen es aber durch die Hintertr bekommen.
Weitere bereits offene Hintertren: ihr data-mining, die DMPs, die eCard
und, natrlich, dies nachtrglich eingefgt: der "Privattarif", den manche Kassen jetzt aufmachen wollen.
Meine Einschtzung dazu: dann haben Kassens ihr Attribut solidarisch endgltig abzugeben, denn dieses beruht nicht zuletzt auf der Prmisse risikoblind.
Es ist brigens viele Jahre her, dass ich mir mit Anderen zusammen zum erstenmal Gedanken darber gemacht hab, ob es Sinn hat, PKV und GKV auf den Weg einer allmhlichen Konvergenz zu bringen, und wie das zu bewerkstelligen sein knnte, und meine noch heute: es hat. Denn die PKV hat konstitutionelle Elemente, die der GKV bereits mittelfristig gut tten et vice versa. Dies bedeutete allerdings einen Systemsturz. Geradewegs aus diesem Grund meine Einschtzung: so wie gesehen durch die Hintertr gehts dezidiert n i c h t .

Die dritte Sachfrage lautet:
haben irregefhrte Parlamentarier das Recht und die Macht, sowohl ein brgerliches Grundrecht als auch eine in einer staatlich approbierten Berufsordnung niedergelegte Schweigepflicht zu durchlchern ?
Meine Antwort: haben sie nicht.
Meine Einschtzung seit Jahren: andernfalls muss man erstens das Verfassungsgericht zur berzeugung bringen, dass dem zumindest grundrechtshnlichen brgerlichen Rechtsgut Datenschutz ein hherwertiges Rechtsgut entgegensteht, und zwar mit smtlichen Konsequenzen, und zweitens muss man die Berufsordnungen ndern. Letzteres ist vor einigen Jahren geschehen. Der Schutz der Patientendaten vor dem Zugriff durch wen auch immer steht mit klar benannten Ausnahmen noch immer drin, und daran drfte sich wohl auch nichts ndern.

Die vierte Sachfrage lautet: was im Gesetzentwurf rechtfertigt Ihren frommen Glauben, eine Ausweitung der Qualifizierung selbstverschuldet sei nicht in Sicht ?
Meine Antwort: nichts.

Genug Sachfragen ?

Dass ich meine Spezialfreunde/innen im BMG nicht besonders mag, das haben Sie sauber beobachtet. Kann auch recht gut begrnden, warum. Aber das ist nochmal eine andere Sachfrage

PR
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Zuletzt bearbeitet von PR am 04.11.07, 22:49, insgesamt 1-mal bearbeitet
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gesundbrunnen
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Anmeldungsdatum: 01.11.2007
Beitrge: 297
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 04.11.07, 19:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ist doch klar, dass im Sachleistungsverfahren nur ber finanziellen Regress rckabgewickelt werden kann und nicht ber die Sachleistung selbst (ausgenommen Krankengeld). Sonst wre der 52 SGB V doch sinnlos.

Und was da alles dazwischengeschaltet ist? In erster Linie die Kassenrztlichen Vereinigungen - ein Gegengewicht zu den Kassen.

Das alles ist aber vom Ausgangsthema schon etwas zu weit entfernt. Ich denke, dass es auch die Billigung des BVerfG finden wird, wenn eine entsprechende Regelung kommt. Argumente habe ich oben schon einige dargelegt
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Dr.med. Vornhusen
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beitrge: 1790
Wohnort: 49377 OM

BeitragVerfasst am: 04.11.07, 19:45    Titel: Antworten mit Zitat

Susanne.Reuter hat folgendes geschrieben::
Ein Unfall ist ein Unfall. Eine Krankheit ist eine Krankheit. Das passiert (normalerweise) ja nicht weil ich es so entscheide. Habe ich da eine Willen bzw. kann bewusst etwas dafr?
Kenne genug Krankheiten fr die es Risikofaktoren gibt. Ich gebe ein Bespiel: Kehlkopfkrebs. Nahezu jeder Patient mit dieser Krankheit raucht und hat Alkohol konsumiert. Das taten sie wissentlich/willentlich. Man kann sagen, sie haben sich dazu entschieden.
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 04.11.07, 20:03    Titel: Im Sachleistungsverfahren Antworten mit Zitat

einschlielich "Honorar"zahlung via Kopfpauschale an die KV gibt es nichts "rck"-abzuwickeln, weil nichts abgewickelt wurde.

Eine Rckabwicklung knnte es nur geben im Erstattungsverfahren.

PR
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gesundbrunnen
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Anmeldungsdatum: 01.11.2007
Beitrge: 297
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 04.11.07, 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

Die Kasse kann den Versicherten sich "an den Kosten beteiligen lassen", wie es im Gesetz heisst, und das habe ich untechnisch Regress genannt. Wie das rechtsfrmlich passiert, ist doch irrelevant.

Im brigen erkenne ich Ihr Bemhen an, sich fr die Daten Ihrer Patienten stark zu machen, aber ich frchte, Ihre Argumente werden - auch fr den Gesetzgeber - eher die schlechteren sein.
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Susanne.Reuter
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Anmeldungsdatum: 21.05.2005
Beitrge: 3513

BeitragVerfasst am: 04.11.07, 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

@ Dr. med. Vornhusen

Fr mich ist es trotzdem ein Unterschied. Ich halte die Sache mit dem missglckten Piercing oder Tattoo fr eindeutig(er). Aus dem Grund drfte man das - meiner Meinung nach - auch mit gutem Gewissen durchsetzen - wenn man es knnte.

Nun ist es aber so, dass ich bei verschiedenen Sachen (htte ich zu entscheiden) eine Kostenbernahme durch die Krankenkassen strikt ablehnen wrde. Da ich aber von vielen Dingen auch keine Ahnung und eben nur meine Meinung habe ist es sicher gut, dass ich da nichts entscheiden kann....

Susanne
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 04.11.07, 22:39    Titel: Die Kasse kann Antworten mit Zitat

den Versicherten sich an Kosten beteiligen lassen, die sie gehabt hat. An Kosten, die die Kasse nicht gehabt hat, kann die Kasse auch niemanden sich beteiligen lassen. Wurscht wie Sie das nennen und in welcher Rechtsform das stattfinden sollte.

Kassen haben auf den Fall bezogene Kosten bei Krankenhausbehandlung, bei Arznei-, Heil- und Hilfsmittelbehandlung, bei Krankengeld und eingeschrnkt bei Kuren. Im Fall einer ambulanten rztlichen Behandlung trgt die Kasse keine fallbezogenen Kosten und kann daher auch niemanden daran beteiligen.

Himmelherrgottnochmal. Es gibt jetzt wie immer zwei Mglichkeiten.
Entweder Sie sind der Blicker. Dann erzhlen Sie hier Mrchen, und ich bin sauer.
Oder Sie sind der Blicker garnicht. Dann entschuldige ich mich in etwa dreistelliger Hhe, weil ich Sie flschlich fr einen solchen gehalten hab. Und empfehle wrmstens, in eine mir nicht namentlich bekannte Suchunderklrmaschine die Zeichenfolge "wie kommt das Geld zum Arzt ?" einzugeben. Damit mte sich eine Linkliste anzeigen lassen, in der ziemlich weit oben eine HP in Berlin steht. In der gucken Sie nach derselben Zeichenfolge.

Ich wnsche mehr Erleuchtung als Spa.
Und hernach knnen wir uns weiterschreiben.

PR

Wie war das brigens mit den Privilegien und dem garantierten Mindestlohn der
rzte ?
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gesundbrunnen
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Anmeldungsdatum: 01.11.2007
Beitrge: 297
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 09.11.07, 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

Sie haben mir immer noch kein Sachargument geliefert (ausser die Angst um Ihre Privilegien), warum der Arzt dadurch zum Blockwart werden soll.

Nehmen wir an, eine Patientin kommt wegen Beschwerden bei Piercing (in Ihrem Fall: Intimpiercing) in die Praxis. Denn greift der Leistungsausschluss im 52 SGB V. Aus dem Arztvertrag (und Ihrer Kassenzulassung...) resultiert sodann die Nebenpflicht, die Patientin darauf hinzuweisen, dass das nur auf GO-Rechnung geht. Wenn sie aber jetzt, obwohl sie weiss, dass sie keinen Anspruch gegen die GKV hat, trotzdem auf Kassenabrechnung besteht, dann teilen Sie ihr mit, dass Sie das dann melden mssen.

Sagen Sie mir, was daran schlecht sein soll.

Jeder Beitragszahler, der ein Interesse daran hat, dass seine Gelder ordentlich verwendet werden, wird dieser Regelung zustimmen. Man muss den Leuten nur erklren, dass es genau darum geht, und nicht um den glsernen Patienten, Volksverdummung und Verletzung von Datenschutzrechten oder hnliche vollmundige Schlagworte, die Sie nur allzu gern gebrauchen.
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 09.11.07, 13:59    Titel: Wir machen jetzt einen Handel Antworten mit Zitat

Ich erklr Ihnen, wie ich im genannten Fall verfhre, und Sie mir die Privilegien und den garantierten Mindestlohn der niedergelassenen rzte , ok ?

Im beschriebenen Fall wrde ich die gepiercte Dame nach GO behandeln oder sie bitten, sich dafr einen anderen Arzt zu suchen. Eine Meldepflicht wrde ich nicht akzeptieren und auch niemals eine Meldung erstatten.

Mir fehlt Ihre Begrndung ber den frommen Glauben hinaus, welcher Umstand berechtigt, nicht anzunehmen, dass die geplante Meldepflicht ber kurz oder lang auf andere Sachverhalte ausgeweitet wrde.

Was mir desweiteren vollkommen fehlt ist die Einsicht in die Notwendigkeit, weitere gesetzliche Regelungen in einer Frage zu schaffen, zu der doch im Sozialgesetzbuch alles gesagt ist. Auch mchte ich Ihnen meine Beobachtung mitteilen dahingehend, dass Gesetzesregelungen, die dergestalt berflssig sind, in der Vergangenheit stets zu Zwecken geschaffen wurden, die ihren deklarierten Absichten nicht ent- sondern oftmals widersrpachen. Hierin sehe ich die Volksverdummung.

PR
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gesundbrunnen
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Anmeldungsdatum: 01.11.2007
Beitrge: 297
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 09.11.07, 14:43    Titel: Re: Wir machen jetzt einen Handel Antworten mit Zitat

PR hat folgendes geschrieben::
Ich erklr Ihnen, wie ich im genannten Fall verfhre, und Sie mir die Privilegien und den garantierten Mindestlohn der niedergelassenen rzte , ok ?


Hierzu soll vorerst das Stichwort "Budget" gengen, dann wissen Sie vielleicht, was ich meine...

Im brigen denke ich dient die vorgeschlagene Regelung, welche ja eine formellrechtliche Regelung ist, primr dazu, die materiellrechtlichen Regelungen zum Leistungsausschluss in der Praxis auch umsetzbar zu machen. Denn ohne die Mitarbeit der rzte ist die nunmal nicht umsetzbar. Daher die Pflicht zur Meldung. Aber wie Sie selbt ausfhren, Sie mssen ja nicht melden, wenn Sie nicht auf Kasse behandeln, und das ist ja dann ihr gutes Recht bzw. Ihre Pflicht.

Dass das der Einstieg in eine neue Droge welcher Form auch immer sein soll, kann ich nicht erkennen, es geht doch primr oder allein ums Einsparen. Es gibt ja schliesslich verfassungsrechtliche Grenzen, die bisher noch immer vom BVerfG aufgezeigt worden sind (auch wenn dessen Rechtsprechung in letzter Zeit zunehmend fragwrdig geworden ist).
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 09.11.07, 15:21    Titel: Das Budget als Mindestlohn Antworten mit Zitat

ist frwahr eine originelle Betrachtungsweise angesichts der Tatsache, dass es in den Bereichen, in denen derzeit vom Mindestlohn geredet wird, um Arbeitsvertrge mit sehr begrenzter Gegenleistung geht.

Dies ist im Bereich der niedergelassenen rzte gerade nicht der Fall, denn die von ihnen eingeforderte Arbeitsleistung ist im Prinzip unbegrenzt. Vergleichbare Berufsgruppen htten fr derlei Irrefhrung ein Hohnlachen brig.

Im brigen decken Kassenumstze lngestens weder einen Arztlohn noch betriebswirtschaftlich unumgngliche Wiederbeschaffungskosten sondern gerade mal Laufkosten ab.

PR
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Kasi
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Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beitrge: 367

BeitragVerfasst am: 09.11.07, 17:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
Zitat:
Denn ohne die Mitarbeit der rzte ist die nunmal nicht umsetzbar.

Es wre auch mal schn, wenn die Kassen Ihre Bereitschaft zur Mitarbeit zumindest ansatzweise signalisieren wrden, wenigstens zum Schein. Letztenendes sind sie doch der Spielball einiger irrer Brokraten geworden, die von Gesundheit gar nichts verstehen, aber umso mehr von irgendwelchen formalrechtlichen/ materiellrechtlichen Regelungen.
Zitat:
es geht doch primr oder allein ums Einsparen

Nein, es geht um mglichst viel Gesundheit zu einem mglichst guten Preis. Der Faktor der in den letzten Jahren enorm zugenommen hat ist die Brokratie. Wenn man eine echte Kosten-Nutzen Analyse nicht nur beim Einsatz von sinnvollen Therapien, sondern auch fr die Umsetzung dieser ganzen Regelungswut erstellen wrde, dann wrden die allermeisten Vorschlge der letzten Jahre und eben auch dieser Vorschlag im Papierkorb landen. Ich sehe schon die vielen Briefwechsel, seitenlange Auseinandersetzungen mit irgendeinem ganz wichtigen Kassenmitarbeiter, der selbst meist noch gar nicht verstanden hat, was wieder mal beschlossen wurde. Und dann brauchen wir auch wieder Anwlte, die dem nicht meldenden Arzt auf die Finger klopfen.
Ein riesiger Aufwand fr eine minimale Kostenersparnis, da freut sich die Kasse.
Als ob es nicht dringendere Probleme gbe, die aufeine Lsung warten.

VG Kasi
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Gast H
Gast





BeitragVerfasst am: 09.11.07, 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

gesundbrunnen hat folgendes geschrieben::
Sicher kennen Sie 52 SGB V...
In diesen Fllen bestehen aus guten Grnden keinerlei Ansprche gegenber der Solidargemeinschaft. Dementsprechend haben auch die rzte dazu beizutragen, dass es zu einer unberechtigten Leistungsinanspruchnahme nicht kommt.


Hallo,

auch wenn Sie vielleicht anderer Meinung sind, ich sehe immer noch klare Abgrenzungsprobleme. Die Formulierung "selbstverschuldet" kann man nur als Schreibtischtter in der Praxis immer so klar abgrenzen, wie es zu sein scheint. Paradebeispiele wie die "Trinkerleber", das Piercing oder die abgefackelte Mundschleimhaut beim Feuerschlucker ;.) sind doch eher die Ausnahme. Alles andere ist eher hochkomplex und bedarf zur Beurteilung des Grades des Selbstverschuldens doch oft mehr als den 5-Minuten-Blick des behandelnden Arztes. Ich erinnere z.B. an die krftezehrenden Sozialgerichtsverfahren in Sachen Berufskrankheiten, dort werden i.d.R. mehrere rztliche Gutachter und Gerichtsinstanzen ber Jahre oder Jahrzehnte beschftigt - hnlich wrde es m.E. bei der Selbstverschuldensfeststellung laufen.

Ich bin daher nach wie vor der Meinung, dass man diese Meldepflicht nicht dem Hausarzt, dem ja zudem ein besonderes Vertrauensverhltnis gg. dem Patienten obliegt, per Gesetz aufdiktieren sollte. Nicht einmal ein Polizist oder Staatsanwalt ist bei Bekanntwerden eines Vergehens auerhalb seines Dienstbereiches/seiner Dienstzeit per Gesetz verpflichtet, aktiv zu werden (Ausnahme schwere Verbrechen/Gefahr fr Leib und Leben). Das schliet ja nicht aus, dass bei offensichtlichem Bekanntwerden von Leistungsmibrauch der Arzt eine Meldung machen kann.
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Kalli
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Anmeldungsdatum: 15.01.2007
Beitrge: 218
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 09.11.07, 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Bitte versuchen Sie im Stil freundlich und sachlich zu bleiben und nicht persnlich verletzend! Danke.


Lieber Herr Jckel!

Was sagen Sie denn dazu, das unsere Gesundheitsministerin Schmulla genannt wird?
Nicht verletzend?

Ich fnde es schner, wenn sie nicht so persnlich angegriffen wrde, denn nicht sie allein und PRs ebenso geliebter Lauterbach machen die Gesetze. Wenn die Koalition sich nicht einig wre, kmen sie nicht zustande.

Jeder hat so seine Meinung, wie "gerecht" es zugehen sollte, aber, wie selbst PR zugeben muss, irgendwo ist ein Kompromiss ntig, alles andere wre Diktatur oder Anarchie.

Schnes Wochenende, Kalli
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