Navigationspfad: Home
medizin-forum.de :: Thema anzeigen - rzte vor dem Marketing-Karren?
Deutsches Medizin Forum
Foren-Archiv von www.medizin-forum.de
Achtung: Keine Schreibmglichkeiten! Zu den aktiven Foren whlen Sie oben im Men "Foren aus!
 
 SuchenSuchen 

rzte vor dem Marketing-Karren?

 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    medizin-forum.de Foren-bersicht -> Gesundheitspolitik
Vorheriges Thema anzeigen :: Nchstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
jaeckel
Administrator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 22.10.07, 15:39    Titel: rzte vor dem Marketing-Karren? Antworten mit Zitat

Liebe DMF-Nutzer,

gerade bekam ich folgende kommerzielle PM zugeschickt.

Zitat:
Sehr geehrte Damen und Herren,

herzliche Gre von dmc digital media center GmbH aus Stuttgart.

Unter dem Thema: "Wie steigern Sie die Qualitt der Arzeinmitteltherapie?"
hat dmc einen neuen Kunden gewonnen, der den elektronischen
Berater AiDKlinik in seinem Verordnungsprozess einsetzen wird.

Mehr Informationen finden Sie in der beigefgten Pressemitteilung.

Im brigen Sie finden uns auf der Medica in Halle 15, auf dem Stand A11.

Mit freundlichen Gren,
Steffi Ahrendt

+++Aktuelle Pressemeldung der dmc digital media center GmbH+++

Die Qualitt der Arzneimitteltherapie steigern
Das Diakonie-Klinikum Schwbisch Hall entscheidet sich fr elektronischen Berater AiDKlinik und dmc digital media center GmbH.

Stuttgart, 22. Oktober 2007. Am Diakonie-Klinikum Schwbisch Hall wird seit Oktober 2007 die Software AiDKlinik eingesetzt: Wir haben uns fr AiDKlinik entschieden, weil wir fr unsere Patienten die grtmgliche Arzneimittelsicherheit erreichen wollen, erklrt Privatdozent Dr. Lothar Jahn, rztlicher Direktor des Diakonie-Klinikums. Das Akademische Lehrkrankenhaus der Universitt Heidelberg verfgt ber 574 Betten in 16 Kliniken und Instituten, und behandelt jhrlich rund 20.000 Patienten stationr.

AiDKlinik wurde in der Abteilung Innere Medizin VI, Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie am Universittsklinikum Heidelberg unter der Leitung von Professor Dr. Walter E. Haefeli entwickelt und stellt seit 2003 die Qualitt der Arzneimitteltherapie im Heidelberger Klinikum sicher. Es wird von der ausgegrndeten Heidelberger Dosing GmbH gemeinsam mit dem Stuttgarter Systemhaus dmc digital media center GmbH bundesweit vertrieben.

Informationen zu Arzneimitteln und Wirkstoffen knnen im Intranet des Klinikums binnen Sekunden gefunden und komplette Fachinformationen und Beipackzettel abgerufen werden. Hochentwickelte Datenbanken liefern die aktuellsten Informationen zum Einsatz von Medikamenten whrend Schwangerschaft, Stillzeit, bei eingeschrnkter Nierenfunktion des Patienten und zur Wechselwirkung mit anderen Medikamenten sowie anderen Risikofaktoren, die bei der Behandlung mit Arzneimitteln besonders beachtet werden mssen.

./..

AiDKlinik ist ein unkompliziertes, selbsterklrendes Arzneimittelinformationssystem, das praxisrelevante, wissenschaftlich validierte Informationen liefert und in das wir eigene Daten, Listen und Behandlungspfade gut einbinden knnen, so Martin Scheerer, leitender Apotheker des Diakonie-Klinikums Schwbisch Hall gGmbH.

Ansprechpartner dmc digital media center GmbH, Stuttgart
Steffi Ahrendt
Marketing- und ffentlichkeitsarbeit Systemhaus
Telefon: +49 (0) 711-601747-239
Mobil: +49 (0) 179-4518224
E-Mail: steffi.ahrendt@dmc.de <mailto:steffi.ahrendt@dmc.de>
Internet: www.dmc.de <http://www.dmc.de>

Ansprechpartner Dosing GmbH, Heidelberg
Jens Kaltschmidt
Telefon: +49 (0) 6221 56 38585
E-Mail: jkaltschmidt@dosing-gmbh.de <mailto:jkaltschmidt@dosing-gmbh.de>

Weitere Informationen zu AiDKlinik und der Dosing GmbH unter:
<http://www.aidklinik.de/>
<http://www.dosing-gmbh.de/>

---------------------------------------------
Steffi Ahrendt
Marketing- und ffentlichkeitsarbeit Systemhaus
dmc digital media center GmbH
Rommelstrae 11
70376 Stuttgart (Germany)

Telefon: +49 711 601747-239
Telefax: +49 711 601747-141
E-Mail: steffi.ahrendt@dmc.de
Internet: www.dmc.de

Handelsregister: AG Stuttgart HRB 18974
Geschftsfhrer: Andreas Magg, Daniel Rebhorn, Andreas Schwend
--------------------------------------------

Vom 14. - 17. November ffnet die MEDICA 2007 in Dsseldorf wieder ihre Pforten.
Kommen Sie uns besuchen und berzeugen Sie sich von der Leistungsfhigkeit
von AiDKlinik und den Integrationsleistungen von dmc.

Sie finden uns in Halle 15, Stand A11.
Mehr Informationen: www.medica.de


Klar, das ist reines Produktmarketing: Aber was sagen wir dazu:

Zitat:
Wir haben uns fr AiDKlinik entschieden, weil wir fr unsere Patienten die grtmgliche Arzneimittelsicherheit erreichen wollen, erklrt Privatdozent Dr. Lothar Jahn, rztlicher Direktor des Diakonie-Klinikums.


  • Ein rztlicher Direktor vor dem Marketing-Karren? Warum tut man so etwas?
  • Was haben die blos gemacht, bevor sie das neue System hatten? Mit den Augen rollen
  • Eine Datenbankanwendung wird zum elektronischen Berater stilisiert?


Leider gibt die Kollegenschaft immer wieder Hinweise darauf, wie man den Ruf und das Vertrauen in die rzteschaft mindern kann. Verrckt

Wichtig: ber das besagte Arzneimittelinformationsystem soll damit aber keinesfalls etwas Negatives gesagt sein.
_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jckel
www.medizin-forum.de
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
PR
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 22.10.07, 21:42    Titel: Reine Stilfrage, Antworten mit Zitat

wrd ich da sagen. Der meine wrs auch nicht.

Aber haben Sie jemals Reklamesprche gesehen, die die berschrift trugen: wir wollen lediglich, da mehr von unserem Produkt XYZ gekauft wird ? Ich mal nicht.

Andererseits ist eigentlich kein Grund offensichtlich, was den Ruf der und das Vertrauen in die rzte mindern sollte, wenn sie laut sagen: schaut her, ich verwende da ein niegelnagelneues Produkt, ich halts fr gut und werds zu Ihrem Nutzen einsetzen ?

Ich bin ja fr mich alleine nicht der Reklamefuzzi der Firma ABC. Wenn aber ich einen Verwaltungsmenschen htt, mit dem ich mich ordentlich versteh weil er mich nie reinlegt, und der mir ein neues Produkt XYZ zur Verfgung gestellt hat, mit dem ich gern arbeit, und der Verwaltungsmensch sagt, horch, die haben mir zwei Prozent Rabatt gegeben, schreib mal ein bichen Reklame fr die - dann tt ichs mir direkt berlegen, die Reklame zu schreiben.

PR
_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
jaeckel
Administrator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 23.10.07, 08:51    Titel: Antworten mit Zitat

PR hat folgendes geschrieben::
Andererseits ist eigentlich kein Grund offensichtlich, was den Ruf der und das Vertrauen in die rzte mindern sollte


Doch, da hab ich Sie! Winken
rzte brauchen zu Ihrer Berufsausbung das besondere Vertrauen der Patienten. Dieses schlgt sich auch in der Bezeichnung "Garantenfunktion" nieder. Neutralitt und Ehrlichkeit gehren dazu.

Wer nicht ehrlich und neutral ist, verdient kein Vertrauen.

Marketing ist aber nicht ehrlich. Die Wahrheit wird kommerziellen Interessen untergeordnet. Beispiele dazu kann ich mir sicherlich schenken.

PR hat folgendes geschrieben::
zwei Prozent Rabatt gegeben...dann tt ichs mir direkt berlegen, die Reklame zu schreiben.


Es ist diese weitverbreitete Haltung, die ich kritisiere. Man denkt vielleicht, es schadet ja niemanden. Dabei wird hier fr jeden ersichtlich "die Haut zu Markte getragen". Ohne rot zu werden.
_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jckel
www.medizin-forum.de
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
PR
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 23.10.07, 16:55    Titel: Marketing ist aber nicht ehrlich Antworten mit Zitat

Genau so isses.

Witzige Koinzidenz. Schraube eben an der Replik auf ein Zeitungsinterview mit einem eben (wegen interner Umstrukturierung) in Frhruhestand (jnger als ich) tretenden Beamten einer sogenannten Versorgerkasse. Es geht um meinen flagranten Verdacht, da Kassen und Politik im Verein (und unter Irrefhrung der Bevlkerung) mit den entsprechenden Strukturen jenseits des Rheins die hiesige Krankenhauslandschaft einebnen und mit den hiesigen Patienten die dortigen berkapazitten auslasten wollen.
Zitiere mit freundlicher Erlaubnis des Vorsitzenden: "Wenn das Modellprojekt nchstes Jahr aus der Versuchsphase heraustritt, haben auch die deutschen Akutkliniken die Chance, von der Kooperation mehr zu profitieren vorausgesetzt sie finden zu einem professionellen Marketing."

Boing.

Welche Neutralitt wird von mir erwartet, wenn ich Kassenmitglieder alle paar Wochen in das neueste gerade modische Kassenmodell komplimentieren soll ?
Welche Ehrlichkeit wird von mir erwartet, wenn ich Mammapatientinnen ins DMP schwadronieren soll, die vor zwei Jahren in aller Eindeutigkeit innerhalb des DMP schlechter behandelt worden wren als sie auerhalb behandelt worden sind ?
Welches Vertrauen soll noch bestehen, wenn werauchimmer sich die intimsten Daten meiner Patientinnen erschleichen wird, sobald die dolle eCard online gehen wird ?

Das sind die Dinge, die Ehrlichkeit und Vertrauen im Arzt-Patienten-Verhltnis torpedieren. Politisch klar gewollt, behaupte ich, und - im Unterschied zu Ihrem Beispiel - flchendeckend. Bis heute werde ich den Verdacht nicht los, da genau dies der Kern der Lauterbach'schen "bergeordneten Verantwortung" ist.

PR
_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
jaeckel
Administrator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 25.10.07, 15:47    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber PR,

also was bedeutet das jetzt nach Ihrer Meinung?

Knnen rzte ruhig Marketing machen, weil der Ruf sowieso schon ruiniert ist?

oder

Knnen rzte ruhig Marketing machen solange es noch schlimmere Lgner gibt? Im Zweifelsfall ist immer die Politik und die Kasse dran schuld?
_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jckel
www.medizin-forum.de
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
PR
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 25.10.07, 23:30    Titel: Was das bedeutet: Antworten mit Zitat

Es gibt jede Menge Erwartungen und massiven Druck von auen auf rzte, die sie zwingen wollen, Marketing zu machen. Fr sich und fr Dritte.

Es gibt rzte, die der Ansicht sind, ihr Tun allein spreche ausreichend fr sie, und die Dritten sollten ihr Marketing ruhig selber machen, wenn sie es fr ntig halten.

In beiden Haltungen kann ich nichts grundstzlich Unrztliches erblicken.

PR
_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
jaeckel
Administrator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 26.10.07, 08:44    Titel: Antworten mit Zitat

Geschtzter Kollege PR,

verstehe ich Sie richtig?

Wenn man als Arzt also Marketing fr ein DMP (Disease-Management-Programm: Begriffserklrung) macht, in welchem die Patienten schlechter behandelt werden als gewhnlich oder als auerhalb, dann ist das ok? Weil man sich dem Druck der Kasse beugt und/oder ein Kopfgeld kassieren kann? Das wre "nichts grundstzlich Unrztliches"?
_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jckel
www.medizin-forum.de
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
PR
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 26.10.07, 13:23    Titel: Asche auf mein Haupt ! Antworten mit Zitat

Ich betreue in der Tat 2 Flle DMP Mamma. Gestern und vorgestern gingen die Bgen an die DAWS, diesmal per selbstangeschaffter und auf eigene Kosten upzudatender Software erstellt, eine veritable *.PDF auf Diskette kopiert und diese dann per Post geschickt, das "Kopfgeld" dafr deckt diese Kosten bei Weitem nicht.

Einer ist Rezidivfall, der zweite aus dem Jahr 2003. Beide Flle auf dringenden Wunsch der Patientin im Jahr 2004 eingeschrieben ("ich kenne die Dame von der Kasse aus dem Dorf und will nicht lnger dreimal in der Woche am Telefon von ihr bedrngt werden"), beide hatten wegen der Tumoreigenschaften von vornherein keine Sentinel Lymphonodektomie sondern Axillacleaning.
Zu einer der beiden hatte die DAWS/Kasse nach Oktober 2006 dreimal die Neuerstellung der Erstdokumentation nachgefordert, sie sei nie eingegangen, war aber taggleich bei mir abgegangen - wahrer Grund: zum Oktober 06 waren die abgeprften Parameter ohne Wissen der Patientinnen im Nachhinein gendert, die DMP-Vertrge also nichtig geworden -, dreimal bekommen und der Eingang erst beim Drittenmal (Einschreiben mit Antwortschein) besttigt.

Bei allen anderen meiner leider zahlreichen Mammapatientinnen hatte die wie immer vollstndige Aufklrung zum Thema DMP dazu gefhrt, dass die Patientinnen den Vertrag lieber nicht unterschreiben mochten.

Und wie immer waren ihnen die Callcenter der Kassen erst auf die Fe gestiegen, als smtliche therapeutischen Weichen lngst gestellt waren, eine Schlechterbehandlung per
DMP also nicht mehr mglich war.

Wenn ich das DMP ganz richtig machen tt wie die Kassen, meine Spezialfreundin Schmulla und Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Karlchen Lauterbach zu Kln und von Sinnen das haben wollen, also bereits den ersten Verdacht zum DMP-Fall machen, tt ich jedes Fibroadenom einschreiben. So wie das zB im Hausarztmodell gefordert ist und landesweit in tausenden Praxen Tag fr Tag stattfindet, die die Ausschludiagnose Diabetes II zum Anla nehmen und schlicht bergewichtige ins DMP Diabetes einschreiben.

Die derzeit im Amt befindlichen Gesundheitspolitiker haben 1997 beschlossen, die Zahl der Patientenrzte um ein Drittel zu reduzieren (war dabei). Andrea Fischer hat das eingelutet, und ihre Nachfolgerin exekutierts bis heute, Hand in Hand mit dem namentlich bekannten Perspektivagenten des XYZ-Bundesverbands im BMG. Nie zimperlich in der Wahl der Mittel, entsprechend dem Redebeitrag eines mir gut bekannten Redners im Oktober 97. Dazu gehrt eben auch, dass man die Existenz eines "genuin rztlichen" leugnet oder es zersetzt wo immer man es antrifft, und damit Patienten und rzte zueinander in Gegensatz und Widerspruch treibt, damit das ungewnschte Drittel endlich die Segel streicht oder den Schirm zumacht.

PR
_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
PR
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 28.10.07, 10:30    Titel: Wr da ja noch ein Wort zur Ehrlichlkeit derer, Antworten mit Zitat

die DMPs ersinnen, auflegen, aufzwingen.

Ich qualifiziere das in aller Eindeutigkeit als die dreisteste konzertierte Volksverdummungsaktion zumindest seit den beiden Erichs, blo um nicht unbeliebterweise noch etwas weiter zurck in die Geschichte zu greifen.

Der Aufwand war unglaublich. Man hat klar Statistiken flschen mssen um den Leuten ins Hirn zu hauen, sie seien medizinisch schlechter versorgt als irgend ein Anderer in Europa. Es war nur noch appettitlich, was den Leuten da alles unters Hemd gejubelt worden ist von den unntig abben Fen und Busen... (Letzte Woche tat brigens die an derlei Aktionen stets beteiligte Staatssekretrin im BMG dann den Spruch, es sei an der Zeit dass das Schlechtreden des Gesundheitswesens aufhre. Aha.
Es brauchte jede Menge berzeugungsarbeit, damit einst nachdenkliche Schurnalisten in allen Medien das unbesehen so rberbrachten wie vorgeschrieben. Von denen hatte ja k e i n e r gemerkt, wie Altmeister Lauterbach den Begriff der Qualitt doppelbesetzte, denn die von ihm gemeinte "Qualitt" ist das diametrale Gegenteil dessen was die Patienten darunter verstehen. Die Quintessenz der Propaganda lautete: den Deutschen bleiben blo Spezialfreundin Schmulla und ein paar KassenSoFas, um die Qualitt ihrer medizinischen Versorgung zu retten. So hat man dem Volk die DMPs verkauft.

Kein klrendes Wort zum Datenklau, der mit den DMPs verbunden ist. Kein Wort ber den Datenschutz, denn der ist hinber. Kein Wort des Bedauerns beim Datenschlamp, der wenig spter einri. Ich nenne den Firmennamen der beteiligten DAWS nicht mehr, seitdem es zur panikartigen Schlieung eines Forums gefhrt hat (der Arm der Firma scheint recht lang zu sein) als ich dort aus ihrem "Leitbild" zitierte. Etliche Jahre lang Schlechterbehandlung und dann klammheimliche Vertragsnderung beim DMP Mamma unter Vortuschung einer Vertragswidrigkeit Dritter. Zu den anderen DMPs kann ich nichts sagen, kenn sie zu wenig, aber mir reicht das.
Schlielich und ganz zu Anfang: niemand hat offiziell die Wahrheit gesagt gekriegt, dass nmlich DMPs dafr da sind, dass die zwei Leute in Deutschland, die den Risikostrukturausgleich der Kassen angeblich noch durchschauen, eine Idee haben knnen, in welche Richtung da die Milliarden gerade geschaufelt werden mssen.

Sehnse lieber Herr Jckel, das sind fr mich nicht mehr nur Stilfragen.

PR
_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
jaeckel
Administrator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 29.10.07, 08:39    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe PR,

wir sind ein bichen vom Thema abgekommen. Sie kritisieren eine "dreiste konzertierte Volksverdummungsaktion" und das Unterdrucksetzen der rzteschaft durch Poltik und Kassen. Was bedeutet dies nun fr die Glaubwrdigkeit/Ehrlichkeit der rzteschaft. Stehen die dagegen mit ritterlich-sauberer Weste da?
_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jckel
www.medizin-forum.de
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
PR
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 01.11.07, 12:28    Titel: Bei welcher Aussage htten Sie mich denn gern ? Antworten mit Zitat

Ich bleib mal bei der meinen. Die lautet:

es gibt in unserem System der ambulanten medizinischen Versorgung noch ein einziges Element, das "die Solidaritt" verkrpert. Es ist die Summe der niedergelassenen freiberuflichen rzte, die ihr gesamtes Vermgen unter Einschlu ihres Rentenanspruchs der Patientenversorgung zur Verfgung stellen.

Wirklich schlimm ist, dass sie sich von wem auch immer dafr fortwhrend verdchtigen und beschimpfen lassen mssen.

PR
_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
gesundbrunnen
Account gesperrt


Anmeldungsdatum: 01.11.2007
Beitrge: 297
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 01.11.07, 20:13    Titel: Re: Bei welcher Aussage htten Sie mich denn gern ? Antworten mit Zitat

PR hat folgendes geschrieben::
Es ist die Summe der niedergelassenen freiberuflichen rzte, die ihr gesamtes Vermgen unter Einschlu ihres Rentenanspruchs der Patientenversorgung zur Verfgung stellen.


Angesichts des garantierten Mindestlohns (die rzte haben ihn schon!) hlt sich das Risiko wohl sehr in Grenzen.... Wenn man zu den bestverdienenden Mitgliedern der Gesellschaft gehrt, kann man sich Solidaritt doch auch leisten, nicht?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
PR
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 01.11.07, 21:38    Titel: Bitte Beweis antreten Antworten mit Zitat

fr den garantierten Mindestlohn

PR
_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
PR
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 01.11.07, 23:06    Titel: Re: Bitte mal eben den Beweis antreten Antworten mit Zitat

PR hat folgendes geschrieben::
fr den garantierten Mindestlohn

PR

_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Beitrge vom vorherigen Thema anzeigen:   
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    medizin-forum.de Foren-bersicht -> Gesundheitspolitik Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  
Sie knnen keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Sie knnen auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Sie knnen an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
© Deutsches Medizin Forum 1995-2019. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de.