Navigationspfad: Home
medizin-forum.de :: Thema anzeigen - Von den Privilegien der rzte
Deutsches Medizin Forum
Foren-Archiv von www.medizin-forum.de
Achtung: Keine Schreibmglichkeiten! Zu den aktiven Foren whlen Sie oben im Men "Foren aus!
 
 SuchenSuchen 

Von den Privilegien der rzte
Gehen Sie zu Seite Zurck  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    medizin-forum.de Foren-bersicht -> Gesundheitspolitik
Vorheriges Thema anzeigen :: Nchstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
gesundbrunnen
Account gesperrt


Anmeldungsdatum: 01.11.2007
Beitrge: 297
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 16.11.07, 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Susanne.Reuter hat folgendes geschrieben::
Beim Arzt ist es genau andersrum: Da muss ich befrchten, dass nicht alle sinnvollen Untersuchungen vorgenommen werden. Der Arzt bekommt nmlich weniger wenn er mehr macht.


Gut beobachtet. Stichwort auch die legendren Doppel- und Mehrfachuntersuchungen.

Das wird auch mit allen Mitteln verteidigt. Beispiel: Der Sachverstndigenausschuss "Verschreibungspflicht" des Bundesinstituts fr Arzneimittel und Medizinprodukte ist dafr, die sog. Pille danach freizugeben (wie in unseren Nachbarlndern schon lngst geschehen). Die Gynkologen haben aber erreicht, dass einige Bundeslnder blockieren, sodass die Aufhebung der Rezeptpflicht am Bundesrat scheitert, und knnen somit bei Verschreibung der 'Pille danach' munter weiter untersuchen (obwohl medizinisch nicht indiziert) und abrechnen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Susanne.Reuter
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.05.2005
Beitrge: 3513

BeitragVerfasst am: 17.11.07, 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

So war das nicht gemeint. Dass nur dieser eine Satz von mir zitiert wird, finde ich missverstndlich.

Ich wollte darauf hinaus, dass rzte ja eher "abgestraft" werden, wenn sie zuviel machen. Und dass man deshalb manchmal die Befrchtung haben knnte, dass aus dem Grund nicht alle sinnvollen Untersuchungen/Test gemacht werden.

Susanne
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
gesundbrunnen
Account gesperrt


Anmeldungsdatum: 01.11.2007
Beitrge: 297
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 17.11.07, 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ahaa. Aber dann sollte man nicht

Susanne.Reuter hat folgendes geschrieben::
Ironie-Smilie


ber den ganzen Beitrag schreiben.

Man knnte es aber in der Tat fr blanke Ironie halten.

Ach ja, bei Privatpatienten werden n a c h w e i s l i c h mehr (berflssige) Untersuchungen gemacht als auf Kasse.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
GS
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beitrge: 32

BeitragVerfasst am: 17.11.07, 22:57    Titel: Kleiner Dialektiker ... Antworten mit Zitat

unser Gesundbrunnen hier im Forum.

Vorsicht, Susanne Reuter, ihm ist einer kaum gewachsen. Versucht er Sie doch hier, glatt aufs Eis zu fhren.
_________________
Besuche bereiten immer Freude - wenn nicht beim Kommen, dann beim Gehen!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
PR
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 18.11.07, 19:23    Titel: Doppel- und Mehrfachuntersuchungen Antworten mit Zitat

sind tatschlich reine unfromme Legenden.

Erstens kosten sie das System von auen betrachtet (also die Geldrumschieber in den Kassen) nix, zweitens macht keiner was doppelt, wenns dazu keinen Grund gibt. Entweder gehts um Verlaufskontrolle, oder eine Zweitmeinung ist unumgnglich. Fr eingreifende / gefhrliche Dinge holen wir brigens Zweitmeinungen schon seit vielen Jahre ein, nicht erst seitdem "Patientenbeauftragte" auf den glorreichen Trichter "Zweitmeinung auf Patientenwunsch" kamen.

Das Gleiche gilt fr die Episiotomien. Die werden schon ewig nicht mehr "routinemssig" gemacht. Da werden Statistiken von Vorvorgestern bemht.

Die "zweite Facharztschiene" ist auch so eine immer wieder gern aufgewrmte Ente. Das Vorhandensein von Fachrzten sowohl in (immer schwerer erreichbaren weil immer zentraleren) Kliniken als auch in (noch immer leicht erreichbaren, aber das wird grad von oben herab gendert) peripheren Praxen ist eben n i c h t wie immer gern behauptet unwirtschaftlich, sondern ganz im Gegenteil. Es folgt nmlich der Einsicht, dass man jedes Problem dann am wirtschaftlichsten lst, wenn man es auf der Ebene abhandelt, die dafr kompetent eingerichtet ist.

"Pille danach" freiverkuflich
Bittesehr, wenn das BfArM = der Staat die vollumfngliche Verantwortung dafr bernimmt. Zur Abwgung, ob sich der Staat das leisten will, empfiehlt sich das schlichte berfliegen des Beipackzettels fr 1500 g Levonorgestrel, echtes Verstndnis ist gar nicht ntig. Vielleicht erschliet sich dann ja, welche Dinge derjenige im konkreten Fall wissen sollte, der das Prparat ausgibt. Wir haben da im Minimastab das gleiche Problem wie bei der Meldung, das BMG wolle demnchst die Zwangszulassung fr einen Antikrper in einer Indikation durchsetzen, fr die der Hersteller die Zulassung gar nicht beantragt hat (natrlich aus Gewinnstreben, warum denn sonst, dafr sind Konzerne schlielich da, oder nicht ?). Das wird nicht kommen, denn dann wre die Produkthaftung mit allen Konsequenzen beim Gesetzgeber. Das wr mal was ganz Neues.


Wieder mal ein hbsches Krbchen miese Meldungen - und Zeugnisse berragender Fachkompetenz, nicht wahr ? Ob die Meldungen stimmen oder nicht, ist offenbar ohne Belang. Sie sind jedenfalls schon mal in der ffentlichkeit, und das war schliesslich das Ziel. Hab brigens im Leben noch nicht erlebt, dass die Melder solche Meldungen jemals dementiert htten...

PR
_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
gesundbrunnen
Account gesperrt


Anmeldungsdatum: 01.11.2007
Beitrge: 297
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 20.11.07, 09:27    Titel: Antworten mit Zitat

Auszug aus Unsere Perspektive ist ein einheitlicher Versicherungsmarkt Gesundheitsexperte Franz Knieps ber das Gesundheitswesen (GesundheitsNachrichten Nr. 11/2007):

rzte ruinieren ihr Image

Stellen Sie sich mal Juristen vor oder Architekten, denen geht es wesentlich schlechter, aber trotzdem kommen die nicht auf die Idee, ein negatives Berufsimage aufzubauen. Stellen Sie sich doch mal vor, Daimler oder nur ein Dienstleister wrde sagen: Es ist alles schrecklich! Ich kann diese Arbeit nicht mehr tun! Ja, wer investiert denn da? Wer kauft denn da?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
PR
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 20.11.07, 13:09    Titel: alles schrecklich - kann diese Arbeit nicht mehr tun Antworten mit Zitat

haben Sie bei mir wo genau gelesen ?

Zum Gesundheitsexperten Franz Knieps fllt mir in erster Linie ein, dass er der dienstlteste Perspektivagent des AOK-Bundesverbandes im BMG ist. Mit einem seiner Vorgnger war ich mal im Tropenkurs und spter auch ande2rweitig zusammen gesessen. Kenne brigens sonst keine Kasse, die ihre Agenten so lang und zentral platzieren darf. Gehe ich recht in der Annahme, dass dies eine Manahme zur Wettbewerbsstrkung (neuerer Nomenklatur) darstellt ?

PR
_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Lerner
Interessierter


Anmeldungsdatum: 20.11.2007
Beitrge: 8

BeitragVerfasst am: 20.11.07, 15:28    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag Zusammen!

@gesundbrunnen:
Ich habe eine ernstgemeinte Frage an Sie: Glauben Sie die ganzen Dinge, ber die Sie hier berichten wirklich?

Zuerst:
Ein niedergelassener Arzt trgt alle Risiken eines Freiberuflers. Er mu fr die Gehlter seiner Angestellten aufkommen, Investitionen abzahlen und wirtschaftlich arbeiten in seiner Praxis.

gesundbrunnen hat folgendes geschrieben::

Aber auch eine gesetzestechnische Privilegierung will ich Ihnen gern nennen:

Das Sachleistungsprinzip.

Wie bitte ist das, unter den heutigen Bedingungen, fr IRGENDEINEN Freiberufler (oder irgendwen anderen) attraktiv? Ich mchte den Selbststndigen sehen, der sich in Punkten bezahlen lt, ahnungslos, wieviel ein Punkt in ein paar Monaten(!), wenn er sein Geld bekommt, wert sein wird. Und das Beste an dieser "Whrung": Je mehr gearbeitet wird, desto weniger ist der einzelne Punkt wert! Erklren Sie das bitte mal zB einem IG-Metaller, einem GDLer oder sonst irgendwem.

gesundbrunnen hat folgendes geschrieben::

Zwar uerst intransparent, wie Sie schon zu recht kritisierten, aber es fhrt dazu, dass Sie zu 99% solvente Schuldner haben (oder haben Sie schonmal was von einer zahlungsunfhigen KV gehrt?), whrend Angehrige anderer freier Berufe nicht unerhebliche Mhe darauf verwenden mssen, ihrem Geld hinterherzurennen...


Mal abgesehen davon, da "intransparent" eine Untertreibung darstellt, bringt es dem niedergelassenen Arzt herzlich wenig, wenn die Vergtung zwar kommt, aber einfach zu wenig ist.
Auerdem bekommt der niedergelassene Arzt die Vergtung nicht ohne erheblichen brokratischen Aufwand, was die paar Mahnungen, die fr die privaten Patienten zZ anfallen (prozentual gesehen) in den Schatten stellt.

gesundbrunnen hat folgendes geschrieben::

Bei jeder Gesundheitsreform war es jedoch diese Berufsgruppe, die ungeschoren davon kam oder gar noch profitiert hat. Trifft das auch auf die Versicherten zu?


Ach ja?
Wie erklren Sie sich die 30-50% unbezahlte Arbeit am Ende des Quartals, wenn die Individualbudgets ausgeschpft sind?
Wie erklren Sie sich, da Ihr Arzt, sollte er es wagen "zu viel" zu verschreiben, fr IHRE Medikamente in die eigene Tasche greifen mu?
Wie nennen Sie denn die Tatsache, da die Bezahlung eines ganzen Berufstandes politisch festgelegt (und gedeckelt!) wird, aber gleichzeitig voller Einsatz, bei vollem freiberuflichem Risiko verlangt wird?
Wissen Sie, wieviel einem Arzt fr einen Hausbesuch bezahlt wird? Vergleichen Sie das mal mit der Rechnung erines Handwerkers, wenn er Ihre Waschmaschine reparieren kommt.

Was Ihre Theorie zur Pille danach angeht: siehe oben. Regresse und unbezahlte Mehrarbeit singen ein anderes Lied, als Sie.

gesundbrunnen hat folgendes geschrieben::

Ach ja, bei Privatpatienten werden n a c h w e i s l i c h mehr (berflssige) Untersuchungen gemacht als auf Kasse.


Zum Glck haben Sie das "berflssig" eingeklammert, sonst htte ich da auch noch ein paar nette Bemerkungen dazu gehabt.
Und angesichts der obigen Tatsachen, ist es nicht verwunderlich, da ein Arzt Jemandem, der um einiges besser zahlt, als jemand anderes eine umfangreichere Versorgung ermglicht. Ich rede hier nicht von der Verweigerung lebenswichtiger Manahmen, sondern von Service! Privatpatienten zahlen einen Haufen Geld monatlich, um sich diese Art der Versorgung leisten zu knnen. Und seit dem Inkrafttreten des GKV-WSG steht Ihnen der selbe Weg ber eine schicke neue Zusatzversicherung offen!
Von der andauernden Quersubventionierung in Arztpraxen, die eine gesetzliche Krankenversicherung in ihrer heutigen Form finanziell indirekt mittrgt, will ich gar nicht erst anfangen.
Zum einheitlichen Versicherungsmarkt fllt mir nur ein: Noch nie ging es Jemandem besser, blos weil Jemand anderes schlechter gestellt wurde.
Auerdem tragen sich Privatkassen selbst, ohne Steuergelder aufzubrauchen.

Zum G-DRG fllt mir der Begriff anreizinkompatibel ein. Aber bei den Krankenhusern ist eh einiges im Argen: Entschuldungsbeitrag, Investitionsstau, zunehmende Privatisierung (mein Favorit: die Rhn AG mit dem Doppelmoralisten Karl Lauterbach vorneweg)

Abschlieend lege ich Ihnen noch diese Lektre ans Herz. Der Verfasser ist Jurist.

MfG - Lerner.
_________________
Disclaimer
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
PR
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 20.11.07, 18:03    Titel: Dieser Jurist Antworten mit Zitat

ist w i r k l i c h brilliant. Mal im Net suchen: "Lenin und der Kassenarzt". Vielleicht ist der Aufsatz noch irgendwo zu finden. Ich hab mich jedenfalls geringelt vor purem intellektuellem Vergngen. Was mir bei Juristen nicht leicht passiert.

Ansonsten wag ich mal die Prognose, dass eine Antwort, wenn eine kommt, so lauten wird:
1. es ist genug Geld im System
2. es ist genug Geld im System
3. es ist nur falsch verteilt
4. es sind die rzte selbst (Ihre Krperschaften), die das alles falsch machen
5. denn die Politik macht sowieso alles richtig

denn das hr ich mir schon seit 1992 an, von stark wechselnden Besetzungen, die mit ein- und derselben Begrndung einander perfekt widersprechende Gesetze gemacht haben.

PR
_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.


Zuletzt bearbeitet von PR am 20.11.07, 18:12, insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Reblein67
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 24.03.2006
Beitrge: 57
Wohnort: Nds.

BeitragVerfasst am: 20.11.07, 18:08    Titel: ich Antworten mit Zitat

muss sowohl PR als auch Lerner zustimmen.
@PR... der Aufsatz ist genial
@Lerner... nicht zu vergessen den Tarifvertrag "ZUSI" - was soviel heit wie "Zukunftssicherung der Krankenhuser" - hier tragen die Beschftigten einen nicht unerheblichen Anteil von bis zu 7 % wenn ihr KH fast Pleite ist. Und ob die die Kohle wieder bekommen ist fraglich... hngt NATRLICH von der Wirtschaftskraft nach 7 Jahren ab Mit den Augen rollen

Und wenn jetzt noch einer behauptet, die rzte wrden mit der "Muschelwhrung" gut verdienen.... naja.... ich mchte den sehen - jetzt abgesehen vom Niedergelassenen, der seine Abrechnung abgibt und erst nach 2- 3 Monaten wei, was er verdient hat *kopfschttel* Dieses System hat leider noch niemand versucht zu ndern.... was sicher nicht einfach ist, aber es ist auch sicher nicht mehr lange tragbar Geschockt

LG Reblein

edit: Der Aufsatz ist hier zu finden: http://www.make-love-not-law.com/aufsaetze/lenin.html
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
PR
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 20.11.07, 18:22    Titel: kleine Korrektur am Rande Antworten mit Zitat

es sind auf den Tag 6 Monate plus 2 Wochen, nicht 2 oder 3 Monate

So lang gehts halt, bis die von uns bezahlte Krperschaft mit dem Verteilen der Budgets fertig und alles so lang hin und her geschoben und kontrolliert ist, dass allen ungefhr gleich weh getan wird.

PR
_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Reblein67
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 24.03.2006
Beitrge: 57
Wohnort: Nds.

BeitragVerfasst am: 20.11.07, 18:37    Titel: ups Antworten mit Zitat

sorry @PR Verlegen
Ja, diese Krperschaft wird von Ihnen bezahlt und darf leider zum berwiegenden Teil nur staatlich verwalten....... Aber auch hier denke ich, es kommt immer auf den/diejenige drauf an, den man am Telefon bzw. als Sachbearbeiter dort hat Idee

Und glauben Sie mir, nicht jedem dort gefllt dieses System, welches aber leider derzeit nicht zu ndern ist, es sei denn, Sie steigen aus und machen Ihre Vertrge allein Verlegen
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
PR
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 20.11.07, 18:53    Titel: Innerhalb des Wahns Antworten mit Zitat

folgt der Irrsinn einer beraus strengen Logik
(mit freundlicher Genehmigung: Dr. Fritz Lenz, Schopfheim)

Der neuere Gebauer ist natrlich ein Pldoyer zur Abschaffung der KVen.
Das zu wollen haben Politiker unterschiedlichster Frbung auch immer wieder behauptet. berwiegend mit glatt gelogenen Argumenten ("rztelobby..." etc.)
Der Pferdefu: danach gb's nichts Anderes als tausende von Klein-KVen, in denen sich dann garnix mehr ausmittelt. Weshalb ich fr meine Person von der Abschaffung der KVen nichts halte. Nicht mal dann, wenn sie ber Jahrzehnte hinweg zu einem Drittel pleite gehalten werden.

Wahrscheinlich ist sogar nicht mal das Sachleistungsprinzip samt Budget abschaffbar und muss beides weiter ertragen werden.
Blo mcht ich es bittesehr nicht - auch hier nicht - ausgerechnet als "Privileg" aufs Brot geschmiert kriegen sondern auch von offizieller Seite als das gewrdigt, was es ist: ein jederzeit quantifizierbarer Beweis fr die Solidaritt der rzte mit ihren Patienten.

PR
_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
gesundbrunnen
Account gesperrt


Anmeldungsdatum: 01.11.2007
Beitrge: 297
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 21.11.07, 10:35    Titel: Re: Doppel- und Mehrfachuntersuchungen Antworten mit Zitat

Fr heute nur soviel:

PR hat folgendes geschrieben::
"Pille danach" freiverkuflich
Bittesehr, wenn das BfArM = der Staat die vollumfngliche Verantwortung dafr bernimmt.PR


In dem hier empfohlenen Aufsatz von Gebauer, der viel Wahres enthlt, in mancher Hinsicht aber auch etwas berzogen ist, kann man folgendes schnes Zitat von Tucholsky lesen:

Auf nichts ist der Anstaltsleiter so erpicht wie auf die Ausdehnung seines Betriebes. Er vertrgt alles: Kritik, die ihm ja meist nicht viel anhaben kann, Kontrollen, Revisionen, Besichtigungen nur eines vertrgt er nicht, da man ihm die Anzahl der von ihm beherrschten Menschen oder Sachen mindert.

Genau daswegen bleibt die "Pille danach" rezeptpflichtig.

Denn warum ist sie in fast allen Lndern, sogar in der Schweiz, freigegeben? Wie kommen Sie darauf, dass dann der Staat haftet? Wie wre es denn mal mit Eigenverantwortung, die auch die Entscheidungsfreiheit beinhaltet, ob man rztliche Untersuchungen in Anspruch nimmt oder nicht? Und die Haftung der Hersteller haben Sie mal ganz elegant unterschlagen. Mit der von Ihnen gebrauchten Argumentation knnte man alles und jeden unter Rezeptpflicht stellen. Glauben Sie im Ernst, dass jemand in einer solchen Notsituation die Pille danach doch nicht nimmt, weil er irgendwelche Risiken scheut? Und warum schreibt selbst die Fachliteraur, dass eine Untersuchung hierfr nicht indiziert ist?

Der Arzt vertrgt eben nicht, da man ihm die Anzahl der von ihm beherrschten Menschen oder Sachen mindert.... Zu Ihrem Glck hinterfragen das aber nur die wenigsten Versicherten.

Ich glaube brigens nicht, dass Sie tatschlich so welt- und lebensfremd sind, wie Sie hier argumentieren.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Lerner
Interessierter


Anmeldungsdatum: 20.11.2007
Beitrge: 8

BeitragVerfasst am: 21.11.07, 11:09    Titel: Re: Doppel- und Mehrfachuntersuchungen Antworten mit Zitat

gesundbrunnen hat folgendes geschrieben::
Fr heute nur soviel:

PR hat folgendes geschrieben::
"Pille danach" freiverkuflich
Bittesehr, wenn das BfArM = der Staat die vollumfngliche Verantwortung dafr bernimmt.PR


In dem hier empfohlenen Aufsatz von Gebauer, der viel Wahres enthlt, in mancher Hinsicht aber auch etwas berzogen ist, kann man folgendes schnes Zitat von Tucholsky lesen:

Auf nichts ist der Anstaltsleiter so erpicht wie auf die Ausdehnung seines Betriebes. Er vertrgt alles: Kritik, die ihm ja meist nicht viel anhaben kann, Kontrollen, Revisionen, Besichtigungen nur eines vertrgt er nicht, da man ihm die Anzahl der von ihm beherrschten Menschen oder Sachen mindert.

Genau daswegen bleibt die "Pille danach" rezeptpflichtig.

Denn warum ist sie in fast allen Lndern, sogar in der Schweiz, freigegeben? Wie kommen Sie darauf, dass dann der Staat haftet? Wie wre es denn mal mit Eigenverantwortung, die auch die Entscheidungsfreiheit beinhaltet, ob man rztliche Untersuchungen in Anspruch nimmt oder nicht? Und die Haftung der Hersteller haben Sie mal ganz elegant unterschlagen. Mit der von Ihnen gebrauchten Argumentation knnte man alles und jeden unter Rezeptpflicht stellen. Glauben Sie im Ernst, dass jemand in einer solchen Notsituation die Pille danach doch nicht nimmt, weil er irgendwelche Risiken scheut? Und warum schreibt selbst die Fachliteraur, dass eine Untersuchung hierfr nicht indiziert ist?

Der Arzt vertrgt eben nicht, da man ihm die Anzahl der von ihm beherrschten Menschen oder Sachen mindert.... Zu Ihrem Glck hinterfragen das aber nur die wenigsten Versicherten.

Ich glaube brigens nicht, dass Sie tatschlich so welt- und lebensfremd sind, wie Sie hier argumentieren.


Und mich ignorieren Sie wohl?
Sie haben den trivialsten Punkt dieser Diskussion aufgegriffen und mit Argumenten, auf die ich bereits in meinem letzten Post eingegangen bin, versucht zu belegen. Nochmal:

Ihr Arzt ist berhaupt nicht erpicht darauf Ihnen die Pille danach zu verschreiben, da jedes verschriebene Medikament, welches die Verschreibungsaktivitten des Arztes ber den Fachgruppendurchschnitt bringt, aus seiner eigenen Tasche bezahlt werden mu!
Auerdem ist er, zumindest im letzten Monat des Quartals, froh, wenn Sie gar nicht auftauchen, da die IB bereits voll sind!


Zu Ihrer Frage bzgl. der Haftung des Staates:
Zu wem gehen Sie denn heute zuerst, bzw. wen werden Sie verklagen, wenn ein zugelassenes (also staatlich abgesegnetes) Medikament bei Ihnen aus irgendwelchen Grnden Schaden anrichtet? Richtig. Zum Arzt, der es Ihnen verschrieben hat, da er ja die Fachkenntnis besitzen mte, Ihnen keine schdlichen Arzneien zu verschreiben.
Wie Sie evtl. aus eigener Erfahrung wissen, ist die Pille danach nicht ohne Nebenwirkungen, die zT sehr unangenehm sein knnen.
Um die Pille danach rezeptfrei erhltlich zu machen, bedarf es eines einfachen Verwaltungsaktes des BMG, um alles auf den Weg zu bringen. Allerdings ist in Deutschland (zumindest im Gesundheitswesen) der Brger von der von Ihnen oben angesprochenen Eigenverantwortung generell befreit.
Wie kann dem Brger als Patienten denn zugemutet werden, selbst die Konsequenzen seines gesundheitlichen Handelns tragen zu mssen? Also mte nach momentan im System vorherschender Logik Jemand die Verantwortung fr die freie Vergabe der Pille danach bernehmen.
Herstellerhaftung ist schn und gut, aber bei unsachgemer Verwendung knnen auch Papierscheren erheblichen Schaden anrichten, fr die der Hersteller nicht haftbar zu machen ist. Wer bleibt denn dann brig?

Und glauben Sie mir bitte, wenn ich Ihnen sage: Ulla Schmid ist keine rztefreundin! Sie hat viel gewichtigere Dinge gegen den Willen der (brigends ziemlich schwachen) rztlichen Lobby durchgesetzt.

Was Eigenverantwortung angeht, bin ich voll hinter Ihnen! Sehr glcklich
Ich finde das Geld als steuerndes Mittel mu zurck ins Gesundheitswesen, und es mssen anreizkompatible Mechanismen her, die den Patienten dazu veranlassen Doppeluntersuchungen selbst zu vermeiden und einen gesunden Lebensstil zu fhren.

@PR: Sie hatten Recht.

MfG - Lerner.
_________________
Disclaimer
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beitrge vom vorherigen Thema anzeigen:   
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    medizin-forum.de Foren-bersicht -> Gesundheitspolitik Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehen Sie zu Seite Zurck  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
Seite 3 von 5

 
Gehen Sie zu:  
Sie knnen keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Sie knnen auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Sie knnen an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
© Deutsches Medizin Forum 1995-2019. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de.