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Die Qualitt der Gesundheitsversorgung

 
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 23.11.07, 16:50    Titel: Die Qualitt der Gesundheitsversorgung Antworten mit Zitat

Mit der Behauptung, die Qualitt der Gesundheitsversorgung in Deutschland sei im internationalen Vergleich unzureichend, begrndet das BMG seit Jahren seine Gesetzesinitiativen, die zu weitreichenden Vernderungen unseres Gesundheitswesens fhren sollen.

Ist diese Behauptung eigentlich richtig ?

Nein, sagt Prof. Beske, Leiter des Instituts fr Gesundheits-System-Forschung (IGSF) in Kiel, denn eine Analyse der Versorgungsqualitt zu der auch die offene und ehrliche Unterrichtung der ffentlichkeit ber diese Analyse gehrt - hat berhaupt nie stattgefunden.

Weder das GMG noch das WSG nehmen Bezug auf Analysen der gesundheitlichen Situation und der Gesundheitsversorgung in Deutschland im internationalen Vergleich. Gerade Letzterer htte nmlich gezeigt, dass Deutschland mit seinem weltweit einmalig umfangreichen Leistungskatalog ber ein auerordentlich effizientes Gesundheitswesen mit einer berdurchschnittlich hohen Qualitt verfgt. Dieser im Bericht der OECD ausgewiesene Qualittsvorsprung Deutschlands ist nicht wegen, sondern trotz der Reformen in einem System staatsferner Selbstverwaltung und Selbstgestaltung erreicht worden.

Die aktuellen Gesundheitsgesetze sttzen sich im Gegensatz zu anderen Gesetzen nicht einmal auch nur ansatzweise auf eine Evaluation der Auswirkung frherer Gesetze, weder das GMG noch das WSG.

In Deutschland erarbeitet und verabschiedet man Gesetze, die jede Spur jener Sorgfalt und Qualitt vermissen lassen, die der Gesetzgeber selbst von allen an der Gesundheitsversorgung Beteiligten vehement und nachhaltig einfordert, sagt Beske.

Nichts spricht dafr, Abschied zu nehmen von einem funktionierenden und weltweit anerkannten staatsfernen, pluralen, sich selbst verwaltenden und regional ausgerichteten Gesundheitssystem, sagt Beske.

Sachliche Grnde knnen es nicht sein. Was also treibt den Gesetzgeber so zu handeln, wie er handelt ? fragt Beske.

Es ist die Ideologie einer demokratisch schlecht kontrollierten = demokratisch schlecht legitimierten winzigen Experten-Clique, die die Zerschlagung einer flchendeckenden gutteils aus breit gestreutem klein gestckeltem Privateigentum finanzierten Versorgungsinfrastruktur zu Gunsten in- und auslndischer Groinvestoren herbeigesetzgebern lassen will, meine ich. Mu ich Namen nennen ?

Wir bekommen hier mit skandinavischer Lyrik US-amerikanische Verhltnisse herbeiregiert, sagte ein junger Pfiffikus auf einer Tagung der Friedrich Ebert Stiftung.

Mit Newspeak eben.

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rs
Interessierter


Anmeldungsdatum: 09.11.2007
Beitrge: 12
Wohnort: Luzern

BeitragVerfasst am: 27.11.07, 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

Das deutsche Gesundheitswesen ist nicht schlecht, insbesondere wenn man es aus der Sicht von Patienten sieht. Aber es ist ineffizient. In der OECD- Statistik streiten sich D und CH jedes Jahr um den 2.Platz bei den Kosten. 1.Platz sind die USA, aber die zhlen nicht, weil die eine ganz andere Vorstellung von Gesundheitswesen haben als wir.

Steht die Frage, wo bleibt in D das viele Geld? rzte sind schlecht bezahlt, Medikamente im Vergleich zu CH recht preiswert, Klinikaufenthalte auch.

Einen Lwenanteil sehe ich bei der Politik, es ist schon eine Frechheit an sich, dilletantisches Basteln an der Finanzierung der Gesundheitsversorgungssysteme als 'Gesundheitsreform' zu deklarieren. Wie reformiert man Gesundheit? Geht nicht.

Es gibt schon viel zu reformieren im deutschen Gesundheitswesen, aber das schafft Politik nicht. Das berkommene duale Krankenkassensystem, die mittelalterlichen Hierarchiestrukturen der Kliniken, die EBM aus Wirtschaftswunderzeiten. Politik will keinem weh tun und wenn ja nur den indolent Gemachten. Das sind aber meist unsere Patienten und am Ende leiden wir mit denen mit.

Ralf Schrader
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