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Schwere Depressionen/Psychiatrie???
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hubbabubba
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.01.2008
Beitrge: 50

BeitragVerfasst am: 06.02.08, 01:14    Titel: Antworten mit Zitat

Stefan,
wir sind alle geboren worden, um zu sterben.

Warum Du allerdings die Zeit nicht abwarten kannst oder willst, bis Deine Uhr abgelaufen ist, ist mir ein Buch mit sieben Siegeln.
Viele Menschen haben schlimme Erlebnisse hinter sich, deswegen baden sie aber trotzdem nicht den ganzen Tag (und vielleicht auch noch Nachts) in Selbstmordabsichten.

Hast Du keine anderen Dinge, die Dich beschftigen?
Hast Du nie einen anderen Lebensinhalt gehabt als einen Selbstmord zu verben?
Was willst Du damit eigentlich bezwecken?
Willst Du bestimmte Menschen von Deiner Anwesenheit befreien?
Gibt Dir der Gedanke etwas, dass sie sich anschliessend mit einem schlechten Gewissen abplagen mssten?

Hast Du Dich eigentlich mal gefragt, was wre, wenn gar keiner Notiz von Deinem Tod nehmen wrde, wre Dein Ziel dann verfehlt worden, httest Du dann vergeblich Hand an Dich gelegt?

Und noch etwas bewegt mich.
Was wre, wenn Dein Selbstmordversuch fehlschlagen wrde, wenn der Zug Dir nur die Beine abtrennen wrde, (und sag jetzt nicht, das wrde mir nicht passieren) und Du anschiessend als Krppel von Deinen Eltern gepflegt werden wrdest?
wenn Du komplett von ihnen abhngig wrest und nicht nur von ihrem Geld.
Du httest dann keine Beine mehr, um vor ihnen davonzulaufen, Du wrest ihnen hilflos ausgeliefert, meinst Du dann ginge es Dir besser als heute?


Denk also gut darber nach, was Du tust, Dein Leben knnte schlimmer werden, als Du es jetzt empfindest.

LG
hubba
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bluebell
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 25.02.2008
Beitrge: 45

BeitragVerfasst am: 17.03.08, 10:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wrme den Thread mal auf, weil ihr hier von eigenen Erfahrungen spricht.

Meine Situation ist folgende: Ich selbst bin mit mir sehr zufrieden und leide an keine Depressionen. Mein Freund jedoch nahm 5 Jahre lang Antidepressiva, welche er vor 2 Jahren abgesetzt hat. Wir sind seit 3 Jahren zusammen, also habe ich ihn sowohl mit Antidepressiva gekannt, wie auch die Absetzung miterlebt. Diese war - bis auf einige Wutausbrche - nicht weiter auffllig, die letzten 2 Jahre fhlt er sich gut (zumindest sagt er das, aber ich sehe ja auch, dass er eher frhlich und in seiner Arbeit sehr produktiv ist), hat jedoch manchmal emotionale Tiefs (aber hat die nicht jeder? oder sollte ich mir Sorgen machen?), in denen er sehr traurig ist und denkt, er wre der letzte Dreck (sagt er). Diese Tiefs halten aber meist nur ein paar Stunden/einen Tag an, und am nchsten Tag ist dann wieder alles in Ordnung (ich gebe mir ja auch jede Mhe mit Pep-Talks usw.).

Nun mache ich mir jedoch Sorgen um die Zukunft. Mein Freund ist nmlich sehr ambitioniert, und mchte - obwohl er schon ber 30 ist - noch "viel" erreichen, also Doktoratsstudium an der weltbesten Uni usw. Er hat bis heute noch nie wirklich gearbeitet, bis auf einen Job dieses Jahr der ihn jedoch eher frustriert, da er nicht seiner Ausbildung entspricht. Statt zu arbeiten hat er "nur" studiert - und seine Studienrichtungen auch alle abgeschlossen (insgesamt 5). Nun mchte er das Doktoratsstudium absolvieren, und ich muss ehrlich sagen, dass ich seinen Plan, es an einer der besten Unis zu absolvieren, fr unrealistisch halte (er hat nicht besonders gute Noten). Noch dazu wird er immer lter, und ich bin viel jnger als er (Anfang 20.) - und ich bin nicht in der Lage, Verantwortung fr ihn zu bernehmen, da ich ja selbst noch studiere, und zuerst mal Verantwortung fr mich selbst bernehmen muss.

Meine Frage lautet nun, inwieweit die Gefahr eines Rckfalls besteht, wenn er sein "Lebensziel" doch nicht erreichen sollte? Seine emotionalen Tiefs stehen nmlich alle in diesem Kontext (dass er schon so alt ist, dass er 5 Jahre seines Lebens "verloren" hat, aber er kann kein Leben ohne Doktorat anfangen, denn das ist die Vorraussetzung fr einen supertollen Job den er haben mchte, und er will das Doktorat nicht irgendwo machen, sondern nur an der besten Uni, obwohl er wei, dass er keine wirklichen Chancen hat, und wie wird er sich das alles berhaupt finanzieren knnen, warum hat er jetzt keinen guten Job etc. etc). Er spricht auch immer wieder, dass er vielleicht professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sollte, um sein Selbstbewusstsein aufzubauen. Inwieweit sollte ich ihn bei der Suche nach professionelle Hilfe untersttzen? Ich persnlich denke ja, aber ich kenne Depressionen ja nicht, dass jeder solche Probleme hat, und das nicht unbedingt fr eine psychische Krankheit steht. Und wie sieht es mit einem Rckfall von jemandem aus, der sich schon einmal gefangen hat? Er meint ja, dass er jetzt die Anzeichen der Krankheit erkennen kann und sich davor auch schtzen kann, doch kann ich ihm da wirklich vertrauen?

brigens: Er kommt aus einem wohlbehteten Haus, jedoch ohne viel Liebe.
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