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Mutter hat Bulimie....Hilfe?!

 
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Kitty1987
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.02.2007
Beitrge: 17

BeitragVerfasst am: 03.02.08, 20:45    Titel: Mutter hat Bulimie....Hilfe?! Antworten mit Zitat

Hallo,

ich hoffe, dass ich dieses Thema hier richtig gepostet habe, falls nein: Tut mir leid.

Es geht im folgendes:

Meine Mutter, 44 Jahre alt, 173cm gro, ca. 65kg hat Bulimie.

Und das schon seit geschtzten 6 Jahren.
Es fing an als meine Eltern sich getrennt haben, sie fing an extrem viel Sport zu machen und jedes mal wenn sie gegessen hat, hat sie sich danach bergeben.
Selbstverstndlich hat sie versucht es zu verbergen, aber man merkt das, bzw. riecht es auch nachdem sie im Bad war.

Sie hat damals knapp 45Kg abgenommen, hat dann noch ca. 53Kg gewogen, viel zu wenig fr ihre Krpergre. Dann hat sie auf anraten von vielen rzten nun wieder bis auf fast 65Kg zugenommen.
Sie sieht jetzt viel viel besser und gesnder aus, das findet sie selbst aber nicht. Jeden Tag darf ich mir anhren wie fett sie sich findet usw.

Mittlerweile hat sie dadurch auch gesundheitliche Probleme. Sie hat andauernd eine Magenschleimhautentzndung, hat immer Halsschmerzen (laut HNO-Arzt durch die "Gastritis" wegen der Magensure usw.), die Zhne sehen noch gesund aus, aber dafr sind die Fingerngel extrem kaputt.

Ich habe jetzt mal einige Seiten im Internet durchgelesen ber Bulimie und bin bei Wikipedia auf etwas gestoen:

"Oft begleiten folgende seelische und/oder soziale Probleme die Bulimie:

* Missbrauch von Alkohol, Drogen, Medikamenten, starkes Rauchen
* autodestruktives Verhalten, Selbstverletzungen oder -verstmmelungen
* unkontrolliertes Mode- und Konsumverhalten, bertriebenes Geldausgeben, so genannte Frustkufe, nicht selten auch Kaufsucht und Ladendiebsthle
* soziale Isolation, aber auch das Gegenteil: eine beranpassung an Gruppe, Familie, Leistungszwang, Karrieredrang (jung, dynamisch und erfolgreich)
* Depressionen, Minderwertigkeitsgefhle, Unzufriedenheit ber die eigene Geschlechtsrolle, zum Beispiel die Ablehnung der Weiblichkeit und Sexualitt allgemein"


Davon passt einiges.

1. Meiner Meinung nach ist sie "Alkoholikerin", da sie jeden Abend mindestens 1 Flasche Wein trinkt. Dazu raucht sie Tglich mindestens 35-40 Zigaretten.

2. Jeden Tag kauft sie sich neue Anziehsachen, die dann im Schrank bleiben weil sie "zu fett" dafr ist. Kaufsucht hat sie bestimmt auch, zumindest ein unkontrolliertes Kaufverhalten. Meine Mutter hat monatlich zum Leben fr 4 Personen fast 800 zur Verfgung, Miete usw. ist da nicht mehr mit drin, nur zum leben, das heit 200 pro Woche nur fr Nahrung, Kleidung, Freizeit, ich denke, dass das viel Geld ist, aber jeden monat um den 14.-15. rum muss ich ihr nochmal 400-500 zustecken und wenn ich kein Geld habe irgendwelche Dinge verkaufen, damit wir durchkommen. Also ein ziemlich "gestrtes" Verhltnis zu Geld.

3. Mit Freunden geht sie gar nicht weg. Sie meint immer es wrde jeder ber sie Reden.

4. Depressionen und Minderwertigkeitskomplexe hat sie auch ziemlich doll.


Dazu kommt dann noch, dass sie andauernd davon anfngt, ob ich mich denn um meine kleinen Brder kmmern wrde, wenn sie mal tot ist und sie msste ja auch nur noch 10 Jahre leben (da meine kleinen Brder 8 sind) usw...

das alles belastet mich natrlich auch extrem.

Gerade auch, weil auch ich dadurch kein "Leben" mehr habe. Ich bleibe andauernd zu Hause, damit sie nicht noch mehr aus Frust trinkt, weil ich mal unterwegs bin. Ich verkaufe alle meine Dinge die ich mir hart erarbeitet habe damit wir den Rest des Monat etwas zu Essen haben usw.

Ich will nicht jammern, ganz und gar nicht, aber da muss etwas gemacht werden.

Das Problem ist nur: WIE?

Ich kann nicht einfach zu meiner Mutter gehen und ihr sagen, dass sie zu einem Psychiater gehen soll. Sie hat ja auch schonmal eine berweisung vom Hausarzt bekommen, hat aber nie einen Termin gemacht.

Kann ich nicht mit ihrem Hausarzt reden und der spricht mit ihr wenn sie das nchste mal da ist?


Wie wrdet ihr das anstellen?


Danke schonmal.
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dietines
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 02.04.2007
Beitrge: 30

BeitragVerfasst am: 05.02.08, 00:47    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend,

es gibt sicherlich kein Patentrezept in Ihrem Fall.
Ihrer Schilderung nach ist Ihre Mutter schwer krank, und es wre gut, wenn sie zu einer Behandlung motiviert werden knnte. Hierzu msste sie selbst aber erkennen, dass sie krank ist. Wissen Sie eigentlich, wie Ihre Mutter ber den eigenen Zustand denkt? Vielleicht knnen Sie durch vorsichtige Gesprche doch einen Kontakt herstellen.
Mit dem Hausarzt zu sprechen ist sicherlich eine gute Mglichkeit, die Sache anzupacken.
Fr SIe selbst Kitty , ist es eine vertrackte Situation: eigentlich knnen SIe die Situation nicht gutheien und haben schon gemerkt,dass Sie an Ihre Grenzen gelangen, andererseits wollen Sie Ihre Mutter und die Geschwister nicht hngenlassen und spielen das Spielchen mit .
Ich glaube, Sie mssen sich viel Hilfe suchen, damit Sie in Zukunft auch Ihr eigenes Leben gestalten knnen. Der Weg zum Hausarzt ist ein guter erster Schritt, vielleicht kann er Ihnen weitere Tipps geben. Da wohl auch eine Suchtproblematik besteht, knnten Sie auch Kontakt mit einer Suchtberatungsstelle aufnehmen, es findet dort auch immer Beratung von Angehrigen statt und es existieren auch Selbsthilfegruppen fr Angehrige von Suchtkranken.
Bleiben SIe am Ball und suchen SIe das Gesprch mit anderen!

Viel Gck, dietines
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prudence
Account gesperrt


Anmeldungsdatum: 11.01.2008
Beitrge: 11
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 05.02.08, 18:38    Titel: Scheibe klar?! Antworten mit Zitat

Also die beschriebenen Wahrnehmungen weisen tatschlich auf einen schweren klinischen Fall hin.
und das Kind ist das Klrwerk.
Kann es sein, das Sie etwas mischen, das nicht eine konkrete Person betrifft, sondern
diejenigen, die fr sie mtterliche Instanz sind, in einen Topf werfen?!
Ess-brech- sucht lsst sich hervorragend in Selbsthilfegruppen nach dem AA Muster
klren. Also vielleicht machen sie "IHR" diesen Vorschlag, dort einmal zu kontakten.
Weil "Heil" sagen nun nicht die Endlsung sein kann.
Will sagen MUTTER wird eingewiesen, weil Sie nicht macht, was Sie wollen. [Miller]
-und der Hausarzt klrt definitiv nur die physischen Probleme.
Z.b. hat mir eine Urologe zugestanden tglich 0,5 Liter Wein zu trinken und ich trinke gerade mal 0,25 Liter.
Die Leberwerte sind entscheidend und so etwas wie das Ma des Menschen, da kann jeder
wohl auf sich selber aufpassen.
Wo sich jemand massiv selbst schdigt, bedarf es sicher eines Eingreifens,
allerdings wrde ich dann mit "IHR" selber sprechen und die bengstigenden
Symptome benennen.
Also vielleicht den Korken nach einer halben Flasche draufmachen.....
_________________
klar oder clean
welches mittel heiligt den zweck!
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jaeckel
Administrator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 06.02.08, 09:05    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Kitty1987,

ein Ansatz knnte sein:

- Ruhiges offenes Gesprch suchen (Zeit, Gelegenheit sollte passen).
- Schwerpunkt sollte sein, nicht Vorwrfe zu machen sondern Ihre eigene Betroffenheit und Sorge aber auch Ihr Veranwortungsgefhl und das damit verbundene Dilemma rberzubringen.
- "Ich habe das Gefhl, dass ich aus Sorge um Dich etwas unternehmen muss - wenn Du es schon selbst nicht tust".

Das kann einen Impuls setzen, dass Sie sich selbst sich- oder Ihnen zuliebe in Behandlung begibt.

Wenn nichts hilft, ist der Hausarzt eine gute Adresse. Aber auch die Freundinnen und/oder nahe Angehrige, zu denen ein "innerer Draht" besteht, knnten einbezogen werden.

Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jckel
Facharzt fr Innere Medizin
www.medizin-forum.de
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Bernadette-Th.Pr
Account gesperrt


Anmeldungsdatum: 07.10.2007
Beitrge: 75

BeitragVerfasst am: 06.02.08, 21:02    Titel: Antworten mit Zitat

jaeckel hat folgendes geschrieben::
Liebe Kitty1987,

ein Ansatz knnte sein:

- Ruhiges offenes Gesprch suchen (Zeit, Gelegenheit sollte passen).
- Schwerpunkt sollte sein, nicht Vorwrfe zu machen sondern Ihre eigene Betroffenheit und Sorge aber auch Ihr Veranwortungsgefhl und das damit verbundene Dilemma rberzubringen.
- "Ich habe das Gefhl, dass ich aus Sorge um Dich etwas unternehmen muss - wenn Du es schon selbst nicht tust".

Das kann einen Impuls setzen, dass Sie sich selbst sich- oder Ihnen zuliebe in Behandlung begibt.

Wenn nichts hilft, ist der Hausarzt eine gute Adresse. Aber auch die Freundinnen und/oder nahe Angehrige, zu denen ein "innerer Draht" besteht, knnten einbezogen werden.

Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jckel
Facharzt fr Innere Medizin
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hallo Dr. Jckel,

darf ich hierzu eine Frage anschlieen? Ich verhalte mich in einem hnlichen Fall sehr unvernnftig, kognitive Einsicht ist vorhanden, jedoch keinerlei Umsetzungspotential. In Folge teilweise schwere Selbstverletzung und suizidale Tendenzen. Arzt ist nicht vorhanden, da zu groe Angst/Scheu. Keinerlei soziale Kontakte auerhalb der Arbeit.

Was knnte da noch helfen, ehe alles eskaliert? Oder kann man wirklich niemandem helfen, der sich nicht helfen lassen will/kann? Danke!


Hallo Kitty,

es ist sicher eine schwere Belastung, die die Krankheit Deiner Mutter auf Dein Leben hat. Doch vielleicht geht es ihr hnlich wie mir: sie kann und will keine Hilfe annehmen, selbst wenn sie die Angebote hat und ihr Leidensdruck enorm ist. Sie hat wohl das Bedrfnis, irgendetwas zu kompensieren, Alkohol und Kaufsucht sind da deutliche Anzeichen. Doch sie setzt Dich mit ihrer Jammerei auch sehr unter Druck, im Grunde ist es eine Form von Erpressung.

Patienten von Estrungen und auch anderen psychischen Krankheiten sind oft wenig krankheitseinsichtig. Ich wre selbst gespannt, was man Dir raten wird.

Alles Gute, Bernadette
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Stefan4242
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.01.2007
Beitrge: 337

BeitragVerfasst am: 07.02.08, 13:01    Titel: Re: Mutter hat Bulimie....Hilfe?! Antworten mit Zitat

Hallo,

Kitty1987 hat folgendes geschrieben::
Das Problem ist nur: WIE?

Ich kann nicht einfach zu meiner Mutter gehen und ihr sagen, dass sie zu einem Psychiater gehen soll. Sie hat ja auch schonmal eine berweisung vom Hausarzt bekommen, hat aber nie einen Termin gemacht.

Kann ich nicht mit ihrem Hausarzt reden und der spricht mit ihr wenn sie das nchste mal da ist?

Ich kann mich Hr. Jaeckel da nur anschlieen. Das Gesprch suchen, wenn der Augenblick dafr geeignet ist. Oder schauen, ob es jemanden ausser dir gibt, auf den deine Mutter vielleicht anspricht. Das Schwierigste drfte wirklich sein, im Gepsrch mit deiner Mutter deine Emotionen im Griff zu behalten. Schlielich bist du ja auch nicht unwesentlichen betroffen davon (der Begriff des "Klrwerks" Tochter hrt sich zwar gemein an, ist aber IMHO gar nicht so aus der Luift gegriffen).

Zitat:
Wie wrdet ihr das anstellen?

Zunchst mal wrde ich nichts hinter dem Rcken deiner Mutter unternehmen. Sicher kannst du mit ihrem Hausarzt sprechen. Aber wenn er dann mit ihr spricht und sie ahnt, dass du ihn darauf gebracht hast... ich glaube kaum, dass das ihre Behandlugsbereitschaft steigert.

Was ich tun wrde, hat wenig zu sagen, weil es mir an Verstndnis und Mitgefhl fr Eltern fehlt. Aber trotzdem: ich wrde Klartext mit ihr reden (Tatsachen, keine Vorwrfe, sofern mglich). Wenn das nicht hilft, ihre "Lieblingsthemen" konsequent abblocken, also schlichtweg nicht mehr drber reden. Schon gar nicht, wenn sie betrunken ist. Und ihr kein Geld mehr geben, sondern dieses Geld selbst ausgeben - fr Lebensmittel.

Das ist natrlich die hart-und-scheinbar-herzlos-Variante, mit der die husliche Situation evtl. recht schnell eskalieren kann. Keine Empfehlung; das muss jeder so machen, wie er am besten damit leben kann. Ich kann halt mit einem "Ende mit Schrecken" besser leben als mit einem "Schrecken ohne Ende". Wie das bei dir ist, weisst du selbst am besten.

Viele Gre,
Stefan
_________________
Ich glaube nicht (an einen persnlichen Gott), aber ich kenne eine persnliche Kraft, deren Wirkung kein Widerstand entgegengesetzt werden kann. Ich nenne sie Gott. (C.G.Jung)
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sh
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Anmeldungsdatum: 15.02.2005
Beitrge: 71

BeitragVerfasst am: 07.02.08, 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kitty,
schau mal im Internet nach der Adresse von Dick und Dnn. Die sind dort spezialisiert auf Estrungen und knnen dich auch telefonisch beraten.
Mit hat das Gesprch mit ihnen sehr geholfen.
Meine Tochter hat seit Jahren Bullmie ist aber auf dem Weg sich Hilfe zu holen.
Simone
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Kitty1987
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.02.2007
Beitrge: 17

BeitragVerfasst am: 08.02.08, 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

dietines hat folgendes geschrieben::
Guten Abend,

es gibt sicherlich kein Patentrezept in Ihrem Fall.
Ihrer Schilderung nach ist Ihre Mutter schwer krank, und es wre gut, wenn sie zu einer Behandlung motiviert werden knnte. Hierzu msste sie selbst aber erkennen, dass sie krank ist. Wissen Sie eigentlich, wie Ihre Mutter ber den eigenen Zustand denkt? Vielleicht knnen Sie durch vorsichtige Gesprche doch einen Kontakt herstellen.
Mit dem Hausarzt zu sprechen ist sicherlich eine gute Mglichkeit, die Sache anzupacken.
Fr SIe selbst Kitty , ist es eine vertrackte Situation: eigentlich knnen SIe die Situation nicht gutheien und haben schon gemerkt,dass Sie an Ihre Grenzen gelangen, andererseits wollen Sie Ihre Mutter und die Geschwister nicht hngenlassen und spielen das Spielchen mit .
Ich glaube, Sie mssen sich viel Hilfe suchen, damit Sie in Zukunft auch Ihr eigenes Leben gestalten knnen. Der Weg zum Hausarzt ist ein guter erster Schritt, vielleicht kann er Ihnen weitere Tipps geben. Da wohl auch eine Suchtproblematik besteht, knnten Sie auch Kontakt mit einer Suchtberatungsstelle aufnehmen, es findet dort auch immer Beratung von Angehrigen statt und es existieren auch Selbsthilfegruppen fr Angehrige von Suchtkranken.
Bleiben SIe am Ball und suchen SIe das Gesprch mit anderen!

Viel Gck, dietines



Hallo,


erst einmal Danke fr die Antworten.

Wie meine Mutter zu ihrer Krankheit steht......hm.......ich denke es ist ihr egal.....hauptsache sie wird nicht wieder dick.
Vor 3 Tagen habe ich sie auf einer lngeren Autofahrt mal darauf angesprochen, bzw. sie erzhlte wieder von ihrer Heiserkeit und wovon das nur kommen knnte und dann meinte ich halt vorsichtig, dass wir beide wissen wovon es kommt....und dann sagte sie nur ganz locker "Von meiner Bulimie, hm?".......und dann sagte ich ihr halt, dass, wenn sie es nicht schafft damit aufzuhren, dass sie es dann wenigstens Reduzieren soll usw. und dann sie doch mal eine Therapie machen solle......naja, sie meinte nur, dass sie ja sowieso keinen Termin bei einem Psychologen bekommen wrde und "sie msste mal sehen".....

Ich muss mal schauen wie ich das weiterhin anpacke.......andererseits muss etwas getan werden, denn ich merke ja, dass ich mir mein eigenes Leben damit auch verbaue.....ich wollte diesen Monat zum beispiel in meine Traumwohnung ziehen....ich bin schlielich jetzt 20 und da sollte es okay sein.......aber meine Mutter fing dann sofort mit ihren "Psychospielchen" an.....ich sollte aber nicht denken, dass ich dann jeden tag vorbei kommen drfe usw. und ich solle mal daran denken, dass sie auch nicht mehr ewig lebt und mir daher auch eine Wohnung suchen die gro genug ist, dass meine kleinen Brder spter auch dort wohnen knnen usw.....ich dachte mir dann, dass ich diesmal die Sprche ignoriere und es einfach durchziehe, weil ich seit 8 Monaten darauf warte, dass die Wohnung frei wird, aber dann brauchte gestern wieder Geld und naja, ohne Geld kann ich den Umzug + Kaution usw. nicht bezahlen ...nur gut, dass ich den Mietvertrag noch nicht unterschrieben habe.....

Ich denke ich werde heute Abend nochmal mit ihr sprechen.....momentan ist sie sehr gut gelaunt, weil ich viel Arbeiten kann und somit kommt auch viel Geld rein....
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Kitty1987
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.02.2007
Beitrge: 17

BeitragVerfasst am: 08.02.08, 15:39    Titel: Antworten mit Zitat

Wie wrde eigentlich so eine Therapie aussehen?

Msste sie in eine Klinik?
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sh
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 15.02.2005
Beitrge: 71

BeitragVerfasst am: 08.02.08, 15:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kitty,

sicherlich ist ein Aufenthalt in einer Klinik das Beste. Vor allem wre dann Deine Mutter aus Ihrem "Umfeld". Meine Tochter hat inzwischen auch eingesehen, dass sie es alleine nicht schafft. Demnchst geht sie fr ca. 14 Tage in eine Klinik, danach wird sie aber weiter durch eine Psychotherapie betreut. Es gibt bei "Dick und Dnn" bestimmt auch Adressen von Psychotherapeuten in Deiner Gegend, die darauf spezialisiert sind. Vielleicht telefonierst Du auch mal mit der Krankenkasse Deiner Mutter, inwieweit es von dort aus Hilfe gibt, wenn Deine Mutter in die Klinik mte und kleine Kinder im Haushalt sind.
Auf jeden Fall finde ich es von Deiner Mutter nicht gut,dass sie Dich dermaen unter "Druck" setzt. Wahrscheinlich ist sie selbst auch mit der ganzen Situation berfordert.

Simone
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Stefan4242
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DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.01.2007
Beitrge: 337

BeitragVerfasst am: 08.02.08, 16:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Kitty1987 hat folgendes geschrieben::
Wie wrde eigentlich so eine Therapie aussehen?
Msste sie in eine Klinik?

Das ist wahrscheinlich. Ess-Strungen (Anorexie / Bulimie) sind leider oft nur schwer und langwierig zu behandeln. Zumal, wenn dann auch noch andere Sachen dazu kommen (Depris, Alkoholkonsum, usw.)

Deine Mutter knnte z.B. in eine Einrichtung der stationren Psychotherapie kommen, wo sie zum einen durch bung lernt, wieder ein "normales" Verhltnis zum Essen zu bekommen. Da wird halt gemeinsam gekocht und gegessen. Und nicht nur darber geredet, sondern auch ber die "Begleiterscheinungen" dieser Krankheit. Also z.B. Alkohol, "Kaufsucht" u.. Die Therapieangebote sind da vielflfig und erprobt.

Das Wichtigste ist halt: deine Mutter muss das wollen. Wenn sie nicht einsieht, dass sie Hilfe braucht und diese in Anspruch nehmen sollte, wird es schwierig. Weil gegen den Willen des Patienten nunmal gar nichts geht.

Viele Gre,
Stefan
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Xavier
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Anmeldungsdatum: 11.02.2008
Beitrge: 2
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 11.02.08, 16:37    Titel: global village oder achtsamer direkter kontakt! Antworten mit Zitat

hallso, ich denke das suche im internet nach lsungen fr suchtphnomene nur als kontaktschneise sinnvoll ist.
sucht, im beschriebenen fall als sich selbst schdigendendes verhalten beschrieben,
kann nur langsam ersetzt werden, durch achtsamkeit fr sich selbst.
der arzt, der norm setzt, entzieht und/oder andere medikamente als ersatzstoffe anbietet,
kann diesen dienst nicht fr die person leisten, die in der bredouille ist.
sie selbst kann dieses lernen, wenn sie einsicht hat.
sich etwas abgewhnen, z.B. essen und brechen und stattdessen nahrung als ntigen energiestoff fr andere aktionen begreifen.
also grounding bzw. vernunft und instinkt anstelle verantwortung an einen anderen deligieren.
kluge stze, die allerdings in selbsthilfegruppen als folie sinnvoll erprobt werden knnen.
mutter ist nun erstmal eine biologische funktion oder rolle, die probleme bergen kann und nicht nur ansprche zu erfllen hat.
hotel mama ist glaub ich nicht angesagt wenn diese rolle ernst genommen wird.
doormat. Pfeil
_________________
silent green and no sadistic hand in!
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DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 15.02.2005
Beitrge: 71

BeitragVerfasst am: 22.02.08, 11:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kitty,

konntest Du in der Zwischenzeit schon mit Deiner Mutter ein Gesprch fhren?
Wenn ja, war es sicherlich nicht einfach.

Gibt es bei Euch noch Oma und Opa? Meine Tochter macht mir auch die Vorwrfe, wir htten Mitschuld an der ganzen Situation. Wir htten in der Erziehung versagt,da sie
nicht genug Selbstbewutsein hat. Mich hat diese ber Jahre andauernde Situation und andere nervlich an den Rand gebracht und ich bin dann letztendlich in der Klinik gelandet. Dort habe ich auch gelernt, dass ich nicht die Ursache fr die Krankheit meiner Tochter bin. Demnchst geht sie auch in die Klilnik, voraussichtlich fr 14 Tage. Anschlieend wir sie eine Psychotherapie machen. Eine Heilung knnen wir in so kurzer Zeit noch nicht erwarten, aber zumindest ist schon der Wille und die Einsicht vorhanden,dass etwas passieren mu.

Simone
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