Navigationspfad: Home
medizin-forum.de :: Thema anzeigen - Sind Kassen Firmen oder Behrden ?
Deutsches Medizin Forum
Foren-Archiv von www.medizin-forum.de
Achtung: Keine Schreibmglichkeiten! Zu den aktiven Foren whlen Sie oben im Men "Foren aus!
 
 SuchenSuchen 

Sind Kassen Firmen oder Behrden ?

 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    medizin-forum.de Foren-bersicht -> Gesundheitspolitik
Vorheriges Thema anzeigen :: Nchstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
PR
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 04.02.08, 19:08    Titel: Sind Kassen Firmen oder Behrden ? Antworten mit Zitat

Die Antwort wissen sie entweder selbst nicht, oder sie wollen einmal dies sein und ein andermal jenes, wies grad in den Kram pat.


Behrden sind ffentliche Auftraggeber. Ihre Auftrge an die Wirtschaft haben sie ffentlich auszuschreiben, um nicht per Intransparenz Tr und Tor fr Machenschaft, Mauschelei und Veruntreuung zu ffnen. Ein Geschftsgeheimnis knnen Behrden nicht haben, weil kein Geschft existiert.

Firmen schreiben ihre Auftrge oft aus, denn sie machen Geschfte. Deren Einzelheiten, insbesondere Verhandlungsresultate und Konditionen sind nach geltendem Recht zu wahrendes Geschftsgeheimnis, Mauschelei und Machenschaft sind mglich aber legitim.


Und die Kassen ?
Manche von ihnen beschftigen bis heute Beamte mit Treuepflicht und besonderen Rechten einschlielich Pensionsanspruch ohne Einzahlung in eine Rentenkasse. Hier wollen die Kassen Behrden sein.
Jedoch mchten die Kassen mit der Pharmaindustrie Rabattvertrge aushandeln, diese jedoch vermauscheln und keineswegs ffentlich machen, die Konkurrenz schlft schlielich auch nicht. Da wollen die Kassen Firmen sein.
Was denn nu ?

Und die Ministerin ?
Lt seit vielen Jahren diese Frage hbsch offen, mal so, mal so, wies grad in den Kram passt, die Parlamentsabgeordneten nicht allzusehr mit Nachdenken belastet - und die programmierten Streitfragen durch Sozialgerichte klren, von deren Richter jeder wei, dass sie sich keinem, der im Gesundheitswesen die Arbeit macht (und dort massiv Mehrwert herstellt), besonders verpflichtet fhlen.

Diese Rechtsungleichheit und unsicherheit ist politisch nicht nur toleriert, sondern erzeugt.

Doch noch immer wachsen im Land nur wenige Bananen, und so wird sich um diese Unordnung wohl das vereinte Europa kmmern. Dann wirds richtig spannend, denn dann entfllt auch fr die andern Krperschaften (KVen!) jede Notwendigkeit, es herrscht Markt!!! und hngt auch die rzteschaft nicht mehr am ministeriellen Befehlsstrang.

Ob dann morgen die Parteitagsparolen von heute noch der Wahrheit entsprechen, ist keine ganz andere Frage. Ich wrde sie bereits heute stellen.

PR
_________________
Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Kasi
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beitrge: 367

BeitragVerfasst am: 06.02.08, 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr schn auf den Punkt gebracht.

Letztenendes wird demnchst einiges in Europa entschieden und schon von der Enstehungsgeschichte her ist die europische Gesundheitspolitik rein konomisch ausgerichtet.
Stellt sich dann die Frage, ob es wirklich eine gute Idee ist, Europa die Entscheidung ber die Grundstrukturen unseres Gesundheitssystems zu berlassen.
Da werden sich einige Entscheidungstrger noch Vorwrfe gefallen lassen mssen, wo sie schon heute regelmig von der realen Umsetzung ihrer Ideen berfahren werden.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Catrin
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 10.04.2006
Beitrge: 205
Wohnort: BaW

BeitragVerfasst am: 06.02.08, 15:05    Titel: Antworten mit Zitat

Kasi hat folgendes geschrieben::

Da werden sich einige Entscheidungstrger noch Vorwrfe gefallen lassen mssen, wo sie schon heute regelmig von der realen Umsetzung ihrer Ideen berfahren werden.


Na ja, solange man sich hinterher im Parlament, Bierzelt oder wo auch immer hinstellen und die eigene vermaledeite Gesetzgebung damit rechtfertigen kann, dass "die da in Brssel" das so entschieden haben, wird das auch so bleiben. Solange bis der Souvern vielleicht doch mal nachfragt, wer "bei denen da in Brssel" eigentlich das letzte Wort hat. Oder eben hilfsweise der Gesetzgebungsreparaturbetrieb in Karlsruhe mal wieder eingreift.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beitrge vom vorherigen Thema anzeigen:   
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    medizin-forum.de Foren-bersicht -> Gesundheitspolitik Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  
Sie knnen keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Sie knnen auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Sie knnen an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
© Deutsches Medizin Forum 1995-2019. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de.