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E-Health und ihre Lobbyisten
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 17.02.08, 17:21    Titel: E-Health und ihre Lobbyisten Antworten mit Zitat

Mit der sogenannten E-Health wird in Deutschland eine Technologie gefordert, mit Steuergeldern und Kassenbeitrgen im Milliardenumfang gefrdert und zwangsweise eingefhrt, von der niemand wei, wie sie sich auf so fragile Strukturen wie die medizinischen Versorgungssysteme oder die Arzt-Patienten-Beziehung auswirkt.

Vorrangige dem Brger zugesagte - Ziele waren: Rationalisierung, die Steigerung von Produktivitt, Effektivitt und der Effizienz im Gesundheitswesen. Manche versprachen gar, mit E-Health werde sich alle Gesundheitsfrsorge verbilligen.

Doch keines dieser Ziele ist vorab auf die Chancen seiner Erreichung berprft worden, Deutschland befindet sich im Blindflug, kein Mensch wei, ob E-Health anderen nutzt als ihren Herstellern, Verkufern und Beratern.
Auch im lngst angelaufenen (Telemedizin, elektronische Chipkarte !) Monsterbetrieb fehlt es noch immer an Kriterien und Werkzeugen, die gestatten wrden, den Grad der Zielerreichung auch nur zu schtzen. Vorausgesagt ist bislang nur, dass neben der Industrie die Kassen zu den Gewinnern gehren sollen.

Der vernachlssigbare Rest an Patienten, rzten, Apothekern, Therapeuten im Land wird gar nicht mehr betrachtet, soll jedoch vor allem im Laufbetrieb die Hauptlast tragen, und hat davon dennoch keinerlei erkennbaren Nutzen.

Damit wird jedem im Land klar, dass die belsten Lobbyisten im Gesundheitswesen in der Berliner Regierung sitzen.

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Zuletzt bearbeitet von PR am 18.02.08, 01:34, insgesamt 1-mal bearbeitet
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gesundbrunnen
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Anmeldungsdatum: 01.11.2007
Beitrge: 297
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 17.02.08, 19:34    Titel: Antworten mit Zitat

Sie rgern sich ber Lobbyisten? Ich mich auch.

Betrachten wir doch einmal, was Ihre Lobbyisten so alles treiben:

Diesen ist es zu verdanken, dass die sog. "Pille danach" in Deutschland - im Gegensatz zu den meisten anderen europischen Lndern - noch immer nicht aus der Rezeptpflicht entlassen worden ist. Stolz schreibt der Gynkologenverband:

"Diese Entwicklung wertet der BVF zurecht als groen Erfolg , da wir auf Basis einer umfangreichen Argumentation smtliche Landes-Gesundheitsminister bzw. Gesundheits-Senatoren fr diese Thematik sensibilisiert hatten. Dieses war notwendig geworden, nachdem klar war, dass die Bundesregierung und die sie tragenden Fraktionen nicht bereit waren, unserer wohl begrndeten Argumentation zu folgen."

http://www.bvf.de/presse_info.php?r=2&m=0&s=1&artid=198

Man beachte die um Kaschierung nur wenig bemhte Wortwahl: Die Lnder wurden sensibilisiert (!), weil die Bundesregierung - wie unerhrt - der Argumentation der Lobbyisten nicht folgen wollte (!!).

Auch das Einjahresrezept fr die Pille, wie in der Schweiz und in Frankreich blich, wurde von Lobbyisten - bisher erfolgreich - blockiert:

Es ist aus medizinischer Sicht nicht zu verantworten, generell orale Kontrazeptiva fr die Dauer eines Jahres ohne zwischenzeitliche Kontrolluntersuchungen zu verordnen. ... Der Berufsverband der Frauenrzte e.V. hat daher die Bundesministerin fr Gesundheit in einem Schreiben am 13.01.2004 aufgefordert von dem Vorhaben "Einjahresrezept" Abstand zu nehmen. ... Der Vorschlag des Gesundheitsministeriums zum Einjahresrezept ist nicht diskussionsfhig und generell abzulehnen.

http://www.bvf.de/presse_info.php?r=2&m=0&s=1&artid=88

Im Klartext: Der Rechtszustand in der Schweiz, in Frankreich und in vielen anderen Lndern der Welt ist aus medizinischer (!) Sicht nicht zu verantworten, nicht diskussionsfhig und generell abzulehnen. Alles klar.

Wie sieht es also wirklich aus mit den Lobbyisten im Gesundheitswesen?
Mir fllt da nur der Spruch mit dem Glashaus und mit den Steinen ein.
Aber wahrscheinlich sind die eigenen Forderungen die reine Stimme der Vernunft - Lobbyismus sind nur die Anliegen der anderen.
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 17.02.08, 21:58    Titel: Gibt es Ihrerseits Antworten mit Zitat

i r g e n d eine Vorstellung darber,

liebe/r "gesundbrunnen",

welches Ausma der eine u n d der andere Lobbyismus
hinsichtlich Kosten und Auswirkungen hat ?

Peanuts "Pille danach" als Ablenkungsmanver ?

Der Berufsverband - dessen Mitglied ich bin, dessen Lobbyist ich nicht bin - freut sich.

Nichtsdestoweniger: die verbindlichen Richtlinien werden vom GemBA gemacht.

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gesundbrunnen
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Anmeldungsdatum: 01.11.2007
Beitrge: 297
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 17.02.08, 22:22    Titel: Antworten mit Zitat

Auerdem wre noch anzumerken, dass E-Health vorangetrieben wird "von Non-Professionals, namentlich den Patienten (oder, im E-Health-Jargon, den Konsumenten), die mit ihren Interessen neue Services im Gesundheitswesen entstehen lassen zumeist um ihre Emanzipationsbestrebung durch den Zugang zu Informationen und Wissen zu strken" (Della Mea, 2001; cf. Allen, 1999).

Dieser "Lobbyismus" ist mir wesentlich sympathischer.
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
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BeitragVerfasst am: 17.02.08, 23:12    Titel: E-Health wird n i c h t von Patienten vorangetrieben Antworten mit Zitat

In gar keiner Hinsicht. Finanziell nicht, ideell nicht, organisatorisch nicht.
Das ist jetzt schlicht und einfach unwahr.

SATIRE=ON
Ich finde Ihren Ton vllig unangebracht. Dennoch werde ich Ihnen die Gnade erweisen, einige Ihrer Irrtmer zu korrigieren.
SATIRE=OFF

Ich kenne nur Patienten- V e r b n d e , die sich enorm davor frchten, dass z.B. eine eCard ber sie gebracht wird, mit der sie nichts anfangen knnen, was sie ohne sie nicht auch anfangen knnten.

Was die Patienten wollen, ist eine anstndige Versorgung. Die haben sie. Vielleicht wollen sie sogar noch eine bessere Versorgung vorantreiben. Auch die knnen sie kriegen.

Jedoch wird die eCard an der Versorgung nichts verbessern, was nicht auch ohne sie - und damit milliardisch billiger - verbessert werden knnte.

Was die eCard ausgerechnet mit der Emanzipationsbestrebung von Patienten zu tun haben soll, das mssen Sie mir nun wirklich erklren. Dient es etwa der Emanzipation der Patienten, wenn ihre Krankheitsdaten auf Gigaservern herumliegen ?

Den DMP-Patienten sind die neuen Services bereits bekannt.
Denen gehen die nmlich lngst granatenmig auf den Sack.

PR
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Zuletzt bearbeitet von PR am 18.02.08, 02:31, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 18.02.08, 02:22    Titel: Hallo gesundbrunnen, Antworten mit Zitat

sind Sie ein E-Health-Lobbyist ?

Ich hab da mal sowas gelesen...

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Anmeldungsdatum: 01.11.2007
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BeitragVerfasst am: 18.02.08, 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Lobbyist war ich zuletzt im Urlaub, als ich in der Lobby des Hotels einen Tee trank.

Die elektronische Gesundheitskarte liegt brigens sehr wohl im Interesse der Patientinnen und Patienten, zumal, wie Sie wissen, die meisten Anwendungen freiwillig bleiben.

Wie sagte so schn einmal Prof. Lauterbach: Die rzte haben zu Recht Angst vor der elektronischen Gesundheitskarte - und zwar die schlechten.
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
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BeitragVerfasst am: 18.02.08, 12:46    Titel: Mal so, mal so :-)) Antworten mit Zitat

Der Patient Lauterbach braucht die eCard selbstverstndlich nicht zu frchten, denn im Ausland - wo er sich nach eigenem Bekunden ausschlielich behandeln lassen wrde, so er msste, gibt es sie nicht.

D a s ist der Grund dafr, dass die eCard demnchst jedem aufs Auge oder sonstwohin gedrckt werden soll, der das Privileg der uneingeschrnkten Auslandsbehandlung nicht besitzt: das Kind soll ein Exportschlager und smtliche Testphasen zur Weltmarktreife sollen auf dem Rcken der deutschen Kassenmitglieder und -sklaven absolviert werden.

Eine eCard, die nichts mehr knnte (und nach Patientenwillen auch nichts mehr soll) als die bisherige Chipkarte, wre sowieso fr niemanden auer den Herstellern ihr Geld wert.

Die Pflichtanwendungen sind datenschutzrechtlich problematisch, da beit kein Thomas Maus keinen Faden ab. Auf alle Flle sollen die Kassen mit Datenmllbergen berschttet werden, die sie schon heute lngst nicht mehr bewltigen, nicht alleine, und nicht mit Hilfe der vielen externen (selbstverstndlich alle bis ins Grab schweigepflichtigen) "Dienst"leister, die sie zunehmend so um sich herum scharen.

Notfalldaten auf eCard sind per se ein Witz, fragen Sie mal Notrzte und Rettungssanitter.

Es sind die freiwiligen Anwendungen, auf die die IT-Branche scharf ist, weil sie den Markt fr allerlei Schnickschnack aufreien sollen.

Wir werden auch diesen Mist bewltigen, aber es soll hinterher keiner kommen und sich beschweren, wenn pltzlich Firma Hinz und Kunz Werbemll fr dies und das und jenes ins Haus karren lsst, was, komisch, komisch, genau zur Diagnosenliste passt.

So wie es heute schon vielen Kassenmitgliedern geht. Die Patientin, die eben von auen die Tr hinter sich zugemacht hat, hat laut geklagt ber die stndigen Anrufe irgendwelcher Callcenter, die sie ins DMP COPD drngen wollen, weil sie zwar keine COPD aber mal ein Kassenrezept fr einen Kortikoidspray eingelst hat.

Schne neue IT-Welt !

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Anmeldungsdatum: 01.11.2007
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BeitragVerfasst am: 18.02.08, 13:50    Titel: Re: Mal so, mal so :-)) Antworten mit Zitat

PR hat folgendes geschrieben::
im Ausland ... gibt es sie nicht.


Na das stimmt ja man gar nicht.

Siehe zum Beispiel bei den Eidgenossen:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/60962

Und siehe etwa auch in Austria:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/60058
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
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BeitragVerfasst am: 18.02.08, 14:00    Titel: Es gibt die eCard Antworten mit Zitat

in der Form und dem Umfang

insbesondere mit einer zentralen Vorratsdatenspeicherung

wie sie den Deutschen aufs Auge gedrckt werden soll

nicht.

In sterreich ist das vor wenigen Jahren angelaufen mit gaaanz bescheidenen Daten,
kein Fatz mehr als auf einem kleinen Pappkrtchen stehen konnte,
und hat mehrfach tagelang den gesamten Medizinbetrieb lahmgelegt.
Die Welt hat zugeguckt und gelacht.

Die Welt wrde gern auch ber ein deutsches Maut II - Event lachen.

PR
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Anmeldungsdatum: 01.11.2007
Beitrge: 297
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BeitragVerfasst am: 16.03.08, 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Die elektronische Gesundheitskarte- wem nutzt sie?

Zum ersten mal ein Abbild der Leistungsstrme im Gesundheitssystem meint die PKV laut ihrem Verbandsgeschftsfhrer Dietz mit der elektronischen Gesundheitskarte zu haben.

Die rzte sind aus genau diesem Grund in Aufruhr. "Es geht um eine Machtverschiebung hin zu den Krankenkassen", sagt Frank Ulrich Montgomery, Chef des rzteverbandes Marburger Bund und Vize-Prsident der Bundesrztekammer. .. "Ja, die rzte sind die Bremser bei der Einfhrung der Karte solange sie nicht berzeugt sind vom Datenschutz und der Finanzierbarkei", sagt Montgomery. .. Er kennt die Aussagen des strengen Bundesbeauftragten fr den Datenschutz, der die Gesundheitskarte fr ziemlich sicher hlt es ist genau geregelt, dass die gesetzlichen Kassen hchstens auf anonymisierte Daten zum Zweck der Versorgungsforschung Zugriff haben. ..

"Transparenz fehlt noch mehr als Geld", urteilt der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. Der sonst gegenber dem Ministerium kritische Kopf ist bei der Gesundheitskarte mal ganz auf dessen Seite. Und er uert sich freimtig: "Manche rzte haben zu Recht Angst vor der Karte nmlich die schlechten." Wenn ein Mediziner in die Daten des anderen hineinschauen kann, um einem Patienten zu helfen, dann werden unsinnige Behandlungen viel strker auffallen als bislang. Und irgendwann knnte die Regierung die Kassenrztliche Vereinigung anweisen, derlei stichprobenartig zu prfen selbst wenn das noch "eine Vision" sei. ..

Dass sich Gesundheitsschutz und Kostensenkung nicht widersprechen mssen, zeigt auch ein anderes Element. Geschtzt 16.000 Menschen sterben hierzulande pro Jahr an Medikamentenunvertrglichkeiten, in 120.000 Fllen gibt es ernste Nebenwirkungen. Jeder Tag im Krankenhaus aber kostet auch Geld. Werden smtliche Verordnungen eines Patienten als elektronisches Rezept auf seiner Karte abgelegt, knnte eine Datenbank automatisch Alarm geben, sollten zwei Arzneien fatale Wechselwirkungen auslsen. So lieen sich bis zu 500 Millionen Euro jhrlich sparen, erklren Forscher. Allerdings: Wer sein Viagra nicht auf der Karte speichern lassen will, der hat auch in Zukunft das Recht dazu. ..

http://www.capital.de/politik/100008259.html?mode=print
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
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BeitragVerfasst am: 16.03.08, 21:59    Titel: Bitte doch dringend Antworten mit Zitat

um den genauen Wortlaut smtlicher Gesetze, die genau dies

Zitat:
hchstens auf anonymisierte Daten zum Zweck der Versorgungsforschung Zugriff haben


regeln.

Hier existiert nmlich ein Beitrag von Ihnen persnlich, der als ganz selbstverstndlich bezeichnet, dass Kassen ber Diagnosen und Behandlungen ihrer Mitglieder (sehr genau) bescheid wissen.

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Zuletzt bearbeitet von PR am 16.03.08, 22:30, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 16.03.08, 22:19    Titel: Das Geschichtchen vom Tee trinkenden Lobbyisten im Hotel Antworten mit Zitat

hatt ich brigens schon mal gehrt.

Live.

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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 16.03.08, 22:29    Titel: Lauterbach Antworten mit Zitat

btw

ist deswegen auf der Seite der "Gesundheitskarte", weil der Staat die Softwarevertrge in den USA schon gemacht hat, mit der knftig Weltkonzerne das Geschehen im deutschen Gesundheitswesen "steuern" wollen.

Dies ist leider weder ein Witz noch Ausfluss irgend einer Verschwrungstheorie.

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GS
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Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beitrge: 32

BeitragVerfasst am: 16.03.08, 23:41    Titel: Antworten mit Zitat

[
Zitat:
quote="gesundbrunnen"]Die elektronische Gesundheitskarte- wem nutzt sie?

Zum ersten mal ein Abbild der Leistungsstrme im Gesundheitssystem meint die PKV laut ihrem Verbandsgeschftsfhrer Dietz mit der elektronischen Gesundheitskarte zu haben.

Die rzte sind aus genau diesem Grund in Aufruhr.


So so, die rzte sind im Aufruhr, weil die PKVein Abbild der Leistungsstrme erhalten soll.

Wer sich die Mhe macht, den Artikel ganz durchzulesen - immerhin vielen Dank fr den Link, lieber Gesundbrunnen - dem fllt jedoch auf, dass das Zitierte ein willkrlicher Auszug ist. Als wrden die Privaten Krankenversicherer hier den hauptschlichen Counterpart fr die rzte abgeben. Sie sind in dem Zusammenhang nicht viel mehr als der Schwanz, mit dem der Hund wackelt. Und die Zhne sind bekannt lich vorn.

Zitat:
"... Frank Ulrich Montgomery, Chef des rzteverbandes Marburger Bund und Vize-Prsident der Bundesrztekammer. .. kennt die Aussagen des strengen Bundesbeauftragten fr den Datenschutz, der die Gesundheitskarte fr ziemlich sicher hlt es ist genau geregelt, dass die gesetzlichen Kassen hchstens auf anonymisierte Daten zum Zweck der Versorgungsforschung Zugriff haben. ..

Ein strenger Datenschutzbeauftragter hlt die EGK also fr ziemlich sicher. Heit mit anderen Worten. Fr clevere Hacker nur eine Frage der Zeit. Fragt sich nur, ob die nicht diesmal im - natrlich niemals erteilten - Kassenauftrag rumhacken werden

Zitat:
"Transparenz fehlt noch mehr als Geld", urteilt der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. Der sonst gegenber dem Ministerium kritische Kopf ...

... wre natrlich lieber gern selbst Gesundheitsminister geworden, oder zumindest Staatsekretr. Fr beides hat es warum auch immer nicht gereicht, vermutlich fehlt die Hausmacht in einer Partei oder Fraktion, mit der es Professoren nun mal nicht leicht haben, ob sie nun Kirchhof (als Gegner im Wahlkampf), Rrup oder eben Lauterbach heien mgen. Wen wundert es, wenn er nun seine Chance nutzt, auf Unzulnglichkeiten im Ministerium hinzudeuten.

Was nicht heien soll, dass es unter ihm/mit ihm besser laufen wrde.

Zitat:
"Manche rzte haben zu Recht Angst vor der Karte nmlich die schlechten."

Wieder ein typischer 'Kalauterbacher', der aber auch aus dem Ministerium selbst stammen knnte. Ein Arzt, der gegen die Einfhrung der EGK in dieser Form ist, gesellt sich damit in der Ecke der schlechten rzte.Die sachlichen Grnde brauchen dann niemanden mehr zu interessieren.

Natrlich ist immer auch ein Teil Wahrheit in solchen platten Statements. Klar ist ein Arzt, der Fehldiagnosen am laufenden Band produziert, ein schlechter Arzt. Und klar hat so einer Angst vor der Karte, weil er dann im Zweifel frher auffliegt. Aber das knnte man das billiger haben. Eine durchdachte Mitgliederbefragung der Krankenkassen einmal im Jahr tte es auch. Dabei braucht man nicht die schlechten an den Pranger zu stellen, es reicht, wenn sich die anderen auf dem Podest drngeln.

Objektivitt wre natrlich wichtig. Was bedeuten soll, dass nicht etwa bei den Patienten gut abschneidende, aber bei den Kassen unbeliebte rzte versehenttlich vom Podest fallen.

Medikamentenunvertrglichkeit knnte eingegrenzt, aber sicher nicht beherrscht werden. Nicht alles was verordnet wird, wird auch so genommen wie verordnet. Und was verordnet wird, muss nicht alles sein, was genommen wird. Also auch von diesem Aspekt der EGK blo nicht zuviel erwarten.

Jetzt habe ich ohne Rcksprache mit meinem Arzt die Gesundheitskarte schlechtgeredet. Wahrscheinlich bin ich nun ein "schlechter" Patient.Winken

Gru von
Gerhard
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