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Grippe im Krankenhaus behandeln ?

 
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Dr. A. Flaccus
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 06.03.2005
Beitrge: 3181
Wohnort: Hildesheim

BeitragVerfasst am: 27.02.08, 16:19    Titel: Grippe im Krankenhaus behandeln ? Antworten mit Zitat

Guten Tag,

eine sehr merkwrdige Pressemeldung las ich heute morgen:

Der Ministerprsident Niedersachsens hat einen grippalen Infekt, der ihn lt. Presse "sehr geschwcht" hat.

Um nun am - wichtigen - Termin der Vereidigung seines Kabinetts anwesend zu sein, begab sich der Ministerprsident (MP) vorher ins Krankenhaus um dort mit Infusionen wieder gestrkt zu werden.

Das Foto zeigt im brigen einen lchelnden Ministerprsidenten.

Ich frage mich:

1. War das eine (Privat-)Kassenleistung ?
2. Werden jetzt alle grippalen Infekte mit "Infusionstherapie im Krankenhaus" behandelt ?
3. Steht einem diese Leistung nur bei "wichtigen Terminen" zu ?
4. Was ist an einer simplen Vereidigung wichtig (den Termin kann man auch spter fr den MP nachholen, oder ? ) ?

Aber vor allem interessiert mich:

5. Welchen Eindruck macht das wohl auf "Otto Normalverbraucher", wenn der "wichtige" Herr MP sogar eine Sonderbehandlung im Krankenhaus erfhrt - wegen einer simplen Grippe... ?

Als ich es las, habe ich jedenfalls nur den Kopf geschttelt.

Dr. A. Flaccus
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Dr. A. Flaccus
Facharzt fr Ansthesie
- Notfallmedizin -
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Susanne.Reuter
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Anmeldungsdatum: 21.05.2005
Beitrge: 3513

BeitragVerfasst am: 27.02.08, 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ironie-Smilie

Aber Herr Dr. Flaccus,

Sie wollen doch wohl nicht eine Ministerprsidenten-Grippe mit einer ganz popeligen Otto-Normalverbraucher-Grippe vergleichen? Ich bin doch sehr verwundert.

Zum Einen bin ich berzeugt, dass es sich sicherlich um eine ganz besondere Art von Grippe gehandelt hat - zum Anderen kann doch von so einem Politiker wohl kaum erwartet werden, dass er einfache Hausmittel anwendet. Das macht nur das einfache Volk. (Das kann sich zum Teil die 10 Praxisgebhr sowieso nicht leisten und Medikamente schon gar nicht)

Und dann kommt noch hinzu, dass durch solche Pressemeldungen die Wichtigkeit des Ministerprsidenten unterstrichen wird. Und seine Opferbereitschaft - schlielich hat er sogar Infusionen (mit Nadeln!) auf sich genommen: Und das nur, damit er seine Termine wahrnehmen kann.

Da kann er doch wohl etwas mehr Mitleid oder Verstndnis erwarten....

Susanne
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H.S.
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Anmeldungsdatum: 11.02.2008
Beitrge: 152

BeitragVerfasst am: 27.02.08, 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

Der Fall wre einer eingehenderen Diskussion wrdig, wenn er so aussergewhnlich wre.

Ist er aber nicht, wie all diejenigen zu berichten wissen, die sowohl gesetzlich als auch privat versichert waren bzw. sind.

Konsens der Beteiligten (Entscheidungstrger, rzte, Versicherer usw.) ist es nunmal, an diesem System festzuhalten, weil alle, sei es beruflich, sei es privat, davon profitieren.
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 27.02.08, 23:02    Titel: Wie sicher war die Diagnose "Grippe" Antworten mit Zitat

was lag an Befunden vor
und was war in der Infusion drin ?

Solang ich das nicht wei, kann ich nur den Kopf schtteln.

ber die Presse, die sowas schreibt.

PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 27.02.08, 23:51    Titel: "...sowohl gesetzlich als auch privat versichert...&quo Antworten mit Zitat

Lach mich futsch - sag ich's nicht ?

PR
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Dr. A. Flaccus
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 06.03.2005
Beitrge: 3181
Wohnort: Hildesheim

BeitragVerfasst am: 28.02.08, 09:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

da Schweigepflichten offenbar fr MPs nicht gelten, verlautete heute mehr:

- fraglicher "Kollaps"
- dazu "Dementi" vom MP - KEIN Kollaps
- sicherheitshalber "Einweisung durch Hausarzt"
- "Schwche, Schmerzen, hohes Fieber"
- nur der Termin "Vereidigung" wurde wahrgenommen, ansonsten htet er das Bett


Zitat:
Konsens der Beteiligten (Entscheidungstrger, rzte, Versicherer usw.) ist es nunmal, an diesem System festzuhalten, weil alle, sei es beruflich, sei es privat, davon profitieren.


Aha ?

Gru

A. Flaccus
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H.S.
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Anmeldungsdatum: 11.02.2008
Beitrge: 152

BeitragVerfasst am: 28.02.08, 10:29    Titel: Antworten mit Zitat

Dr. A. Flaccus hat folgendes geschrieben::
Zitat:
Konsens der Beteiligten (Entscheidungstrger, rzte, Versicherer usw.) ist es nunmal, an diesem System festzuhalten, weil alle, sei es beruflich, sei es privat, davon profitieren.


Aha ?


Ja. Fragen Sie doch mal PR. Der zieht es auch vor, sich nicht auf Chipslette behandeln zu lassen. Ganz so wie die meisten Politiker. Wenigstens da ist man sich einig.
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 28.02.08, 13:39    Titel: Jedenfalls kenne ich Politiker, Antworten mit Zitat

die mit dem verstauchten Fu die Chipslette ins Pressefoto halten und zur "Vorsorgeuntersuchung" gegen Rechnung das Ausland aufsuchen.

PR
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Blmchen1234
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Anmeldungsdatum: 27.09.2006
Beitrge: 37

BeitragVerfasst am: 28.02.08, 20:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

leider gibt es auch zig weitere einfache poplige Ottonormalverbraucher, die deswegen in eine KH gehen und auch behandelt werden (mit Infusion und Co und nach 5 Std. wieder gehen) - kleiner feiner Unterschied - ber sie steht nichts in der Presse.

Gru Bl.
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