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Skandal Zweiklassenmedizin
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Kreuzspinne
Gast





BeitragVerfasst am: 02.04.08, 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Ich hatte mal vor langer Zeit ein Buch zur Hand, in dem ich ganz interessante Dinge las. Dieses Buch wurde von einem Medizinjournalisten geschrieben, welcher schon als Assistensarzt in einer Kinik praktizierte und dort unglaubliche Sachen erlebte und diese in einem Buch wider gab. Zum einen ging es um ganz erschreckende Dinge, und u.a auch wg. Zweiklassensymstem aber auch mit einer neuen Art wo auch Privatversichte zuschauen mssen wie der Hase luft.. - weswegen eine ganze Station abrcken musste und neu erichtet wurde fr sagen wir mal fr Menschen mit viel Geld !!!

Ich Zitiere :

"Die Rangliste, die von den Verantwortlichen in der Klinik aufgestellt worden war, war eindeutig. An erster Stelle kamen die auslndischen Barzahler, das heit zahlreiche Geschftsleute aus dem Nahen Osten oder den USA. Natrlich konnten die Pat. auch aus anderen Lndern kommen, aber die Scheichs und die Amerikaner machten nun mal den Groteil dieser Klientel aus. Auslndische Pat. waren berhaupt sehr beliebt, denn sie hatten oft Sonderkonditionen anzubieten.

Gerne genommen wurden auch deutsche Barbezahler. Die gab es, das war eine Gruppe, die das Geld auf den Tisch legte und deshalb noch deutlich vor den Privatpatienten rangierte. Diese kamen an nchster Stelle, denn ohne Privatpat. konnte die Klinik dicht machen.

Wir konnten es kaum glauben, der Oberarzt zeigte uns die vertrauliche Liste mit der Hackordnung der Patienten.

Fortan sollten die rzte strker darauf achten, dass sie solche Patienten fr die Klinik gewannen, schlielich waren sie es, die dem Krankenhaus Geld einbrachten [b]und nicht diese aufwendigen Kassenpatienten. Um die solle man sich im brigen nicht extra bemhen, die kmen von alleine.[/b]

Dass diese interne Besprechung nicht nur den Sinn der leitenden rzte dafr schrfen sollte, wie die Klinik mehr Profit erwirtschaften konnte, sollten wir bald merken.

Es gab zwar schon lnger eine Privatstation, die sich in Ausstattung und Service erheblich von den Stationen fr gewhnliche Sterbliche unterschied. Jetzt wurde aber mit dem Umbau eines Krankenhausteils begonnen, in dem bisher eher die chronischen Pat. untergebracht waren.

Der Trakt mit den zwei Stationen wurde komplett entkernt, dafr wurden grere Zimmer eingerichtet und der Boden mit feinsten Steinen ausgelegt. "


- Also... als ich das las.. bekam ich ne aufsteigende Wut, man hatte zwar vorher schon gemerkt das es erhebliche Unterschiede zu "Geldscken" - Privat und Kassenpat. gab.. aber von rzten oder von weiter oben diese Worte : Um die Kassenpat. brauche man sich nich extra bemhen.. das also.. hallo... Bse


Es mag sein, das Privatpat. mehr Geld einbringen, aber daher sollte ein Arzt trotzallem jeden Menschen nach seinen individuellen Problemen untesttzen und behandeln, und nicht die Kassenpat. mit billigen Abklatsch vertrsten , und dem Privatpat. das Geld aus der Tasche ziehen und ihn mit allem mglichen Sachen vollstopfen!!!!

Auch wenn man bsp. sich stationr in einer Klinik melden muss, es wird immer gleich gefragt , so wars jedenfalls bei mir, welche Versicherung ich habe...
ungefr so "Guten Tag, aha blablablabla.... - Welche Versichung haben Sie?"... *jaa hallo erstmaaaal..*

Lg Kreuzspinne

ps. ich dachte der Auszug aus dem Buch wrde gut reinpassen*smile*
[/u]
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 02.04.08, 16:23    Titel: Den link kannte ich schon Antworten mit Zitat

und war stark versucht, ihn zu zitieren. Habs dann bleibenlassen, weil mir langsam die Geduld ausgeht mit den Verwechslungen, aber bittschn.

Lauter Bach bekmmerte sich ber Wartezeiten auf einen Termin,
die Staatssekretrin bekmmerte sich ber Wartezeiten whrend einem Termin.

Das sind zwei Paar Stiefel, die ausschlielich ber das Tertium "Kundenorientierung" miteinander zu tun haben. Ansonsten stehen sie zueinander in Konkurrenz und eklatantem Widerspruch.

Entweder ich lass jeden ohne Termin kommen. Dann warten immer alle im Wartezimmer.
Oder ich plane perfekt. Dann warten immer alle zuhause.
Tertium non datur mit freundlichem Gru an die anwesenden Altphilologen.
So einfach ist das.

Wenn hier eine Kasse anruft, hust ich der Folgendes: Sie garantieren mir mit wasserdichtem Vertrag einen Stundenmindestumsatz von 200 unabhngig von der Zahl der gesehenen Patienten - oder vergessen das Ganze.

Und wenn ein Kollege anruft, klopf ich wie bisher berstunden. Dann kanns natrlich sein, dass das Wartezimmer auch mal eine Stunde wartet...

PR
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jaeckel
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Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 02.04.08, 16:29    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Mitglieder,

gesundbrunnen hat folgendes geschrieben::
90 Prozent der Bevlkerung seien gesetzlich versichert und sie finanzierten den Lwenanteil des Systems


es ist doch illusorisch anzunehmen, dass all die 90% der Passagiere, die bislang Holzklasse fliegen, ohne enorme Mehrkosten auch Luxus-Klasse fliegen knnten. Genau das will uns aber die Politik vormachen und fordert lauthals die "Einheits-Luxus-RundumSorglos-Klasse". Dabei arbeitet sie nebenbei an dem Abbau der bislang noch sprlich gepolsterten Holzsitze und ersetzt sie durch hsslich zusammengezimmerte Sperrholzbretter (Steuerung in Versorgungsengpsse). Man hofft, dass das die Passagiere nicht merken werden und verkauft das als "effizienter", "freier", "marktwirtschaftlicher". Nein, dass ist keine Anekdote aus dem Kabarett sondern Realitt im Gesundheitswesen.

Wenn man so etwas liest
Zitat:
Aus Protest gegen niedrige Honorare wollen Hausrzte heute in Nrnberg symbolisch mit der Rckgabe ihrer Kassenzulassung beginnen.

darf man nicht auf die obige Klassenkampf-Variante der Politik hereinfallen: "Die freien rzte wollten sich bereichern." -Falsch!

Es ist vielmehr so: Die rzte beklagen sich fr Ihre Patienten, dass nur noch "Sperrholzsitze" bezahlt werden.
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Ihr Achim Jckel
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gesundbrunnen
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Anmeldungsdatum: 01.11.2007
Beitrge: 297
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 02.04.08, 17:30    Titel: Antworten mit Zitat

Herr Jckel, das ist doch unsinnig, die Wahrheit ist vielmehr:

Die gesetzlich Versicherten zahlen fr einen groen Mercedes und drfen einen kleinen Golf III fahren.

Selbst die Schweizer, die nur unwesentlich mehr ausgeben frs Gesundheitssystem als wir, haben eine dem entsprechende Top-Versorgung!

Wie erklren Sie sich denn diesen Widerspruch?
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jaeckel
Administrator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 02.04.08, 17:47    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe gesundbrunnen,

gesundbrunnen hat folgendes geschrieben::
Die gesetzlich Versicherten zahlen fr einen groen Mercedes und drfen einen kleinen Golf III fahren


dann sollte man mal den Hersteller (politische Gestalter) wechseln. Die politische Verantwortung aber in Klassenkampf-Parolen einer Berufsgruppe in die Schuhe schieben zu wollen fhrt nur weiter in die Versorgungsmisere. Es wundert sich doch lngst niemand mehr, wenn jemand diesen Behandler-Job in diesem Land an den Nagel hngt oder garnicht erst mehr ergreifen will.

Futterneid und Migunst shen ist sicher kein Ausweg. Wenn Politik Mist macht, und "Zahlen fr einen groen Mercedes und einen kleinen Golf dafr bekommen" ist Mist, dann sollte sich Politik der Wahrhaftigkeit verpflichtet fhlen, Ahnungslosigkeit und Ratlosigkeit zugeben und abdanken.
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GS
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Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beitrge: 32

BeitragVerfasst am: 02.04.08, 20:20    Titel: Mist ist das Stichwort Antworten mit Zitat

Die Bundesgesundheitsmisterin macht einen Haufen Mist, lsst ihn anderen vor die Haustr kippen, hlt sich die Nase zu und ruft: Pfui, stinkt es da.

Dabei kommt der Odeur aus dem Gesundbrunnen.

Gru von
Gerhard.
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gesundbrunnen
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Anmeldungsdatum: 01.11.2007
Beitrge: 297
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 02.04.08, 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

Gerhard, erstaunlicherweise schreiben Sie immer, wenn PR grad mal nichts zu meckern hat - und umgekehrt. Und dann noch diese auffllige hnlichkeit im Nicknamen. Und in Stil und Syntax ohnehin.
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GS
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Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beitrge: 32

BeitragVerfasst am: 03.04.08, 01:55    Titel: Re: Gesundbrunnen Antworten mit Zitat

gesundbrunnen hat folgendes geschrieben::
Gerhard, erstaunlicherweise schreiben Sie immer, wenn PR grad mal nichts zu meckern hat - und umgekehrt. Und dann noch diese auffllige hnlichkeit im Nicknamen. Und in Stil und Syntax ohnehin.

Ja, das mag schon sein.

Ich bin aber nicht PR, schreibe weder in seinem Auftrag noch in Absprache mit ihm. Ich bin auch kein Mediziner geschweige denn Arzt, allenfalls wenn medizinisch notwendig, mal Patient, aber - soviel sei verraten - niemals beim Gynko-, sondern, wenn schon, beim Urologen.

Stil und Syntax? Danke fr den Hinweis. Ich denke darber nach. Kopieren will ich niemanden, auch nicht PR. Aber ich ndere es nicht deshalb, nur weil an anderer es genauso oder so hnlich macht. Es geht hier ja nicht um die Garderobe.

Bleibt noch die hnlichkeit im nickname. PR - GS? Ja und? PR wrde jetzt vllt schreiben: Simple Zweibuchstabenforisten ohne Ehrgeiz beim Erfinden von kreativen nicknames Lachen
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 03.04.08, 22:27    Titel: Kopieren... Antworten mit Zitat

mich ???
Nanana, jetzt bertreibt aber einer Auf den Arm nehmen

Spass beiseite. EInen flockigen Schreibstil haben wir beide. Ist doch prima, oder ?

PR
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