Navigationspfad: Home
medizin-forum.de :: Thema anzeigen - probleme hilfe anzunehmen
Deutsches Medizin Forum
Foren-Archiv von www.medizin-forum.de
Achtung: Keine Schreibmglichkeiten! Zu den aktiven Foren whlen Sie oben im Men "Foren aus!
 
 SuchenSuchen 

probleme hilfe anzunehmen

 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    medizin-forum.de Foren-bersicht -> Psychiatrie
Vorheriges Thema anzeigen :: Nchstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Ladi
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.03.2008
Beitrge: 28

BeitragVerfasst am: 13.04.08, 18:49    Titel: probleme hilfe anzunehmen Antworten mit Zitat

hallo

ich habe eine ziemlich lange krankengeschichte hinter mir, da ich vor jahren einen unfall hatte der leider nicht ganz repariert werden konnte. nun muss ich andauernd schmerzmittel nehmen und bin auch andauernd krank und die heilung geht dann wieder ziemlich lange.
nun habe ich immer probleme wenn ich zum arzt gehen sollte... ich weiss eigentlich dass ich gehen sollte, habe aber angst davor und brauche immer jemand der mich dann dort hin schupst. beim arzt habe ich dann immer probleme, sobald der (es ist eigentlich eine sie) mich anfassen muss um mich zu untersuchen. das heisst sobald ich mich nicht gut fhle, kann ich es kaum vertragen dass mich dann jemand anfasst. auch bei meinen freunden habe ich diese probleme. ich lasse auch kaum zu, dass sie mir helfen und vor allem drfen die mich dann auch nicht anfassen.
am liebsten wrde ich mich einschliessen wenns mir nicht gut geht obwohl ich weiss dass ich hilfe brauche...
wenn mir dann meine freunde die hilfe so zu sagen aufzwngen fhle ich mich dabei auch nicht sonderlich gut. allerdings bin ich um die hilfe dann doch ziemlich froh, auch wenn es nur das einkaufen ist.

ich weiss nicht genau wie ich mit diesem problem umgehen soll, ich schade mir damit eher selbst, schaffe das verhalten jedoch nicht wirklich zu ndern.

dazu muss ich sagen, ich bin zielich ehrgeizig und bekomme die meisten probleme damit hin, dass ich mich selbst unter druck setze bis es wieder klappt. bei dem thema hilfe klappt es aber einfach nicht und auch das mit dem anfassen klappt nicht obwohl ich es manchmal eigentlich gerne htte wenn mich jemand in den arm nimmt. mein krper lsst das aber dann einfach nicht zu.

gruss ladi
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Bambi86
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 16.09.2006
Beitrge: 36
Wohnort: CH

BeitragVerfasst am: 18.04.08, 17:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ladi,

habe ich dich richtig verstanden, du hast probleme damit, dir hilfe zu holen, weil du angst hast, vor berhrungen bzw. angefasst zu werden?

denkst du, es geht eher darum, dass du allgemein probleme hast, dir hilfe zu holen, also jegliche hilfe, egal ob arztbesuch, gesprch, einkauf etc.
oder geht es eher um diese angst angefasst zu werden?

wrdest du hilfe auch ablehnen wenn es nur um ein gesprch ginge, ohne hilfe?

weisst du warum du angst hast, dass du angefasst wirst? liegt dass an deinem unfall bzw. den schmerzen oder hat das andere grnde?

So wie du schreibst macht das schon sehr den eindruck, als wrdest du sehr darunter leiden, dass du dir keine hilfe holen kannst aufgrund diesen ngsten.
ich wrde dir raten dir versuchen hilfe zu holen bei einem psychologen oder psychiater.
weil es klingt so, als wre das anfassen das problem und dass msstest du vielleicht schon mal nher mit einer fachperson anschauen!

Tut mir leid fr die vielen fragen, frage um mir ein besseres bild machen zu knnen.

Liebe Grsse,
Bambi
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ladi
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.03.2008
Beitrge: 28

BeitragVerfasst am: 18.04.08, 18:50    Titel: Antworten mit Zitat

hallo bambi

danke fr deine antwort! versuche es nun noch etwas genauer zu beschreiben Winken
das anfassen und das hilfe holen sind eigentlich zwei probleme die bei rzten dann ein grosses werden. rzte mssen einem immer mal wieder anfassen und ich lasse mich eigentlich nur von guten freunden anfassen, denen ich vertraue!
das problem mit dem anfassen habe ich schon seit ich denken mag, aber je nach dem wie es mir geht wird es strker oder schwcher. wenn ich zum beispiel schmerzen habe, dann lasse ich mich auch nicht von freunden anfassen, da ich angst habe es knnte eine falsche bewegung entstehen und ich krieg noch mehr schmerzen.

durch meinen unfall bin ich eigentlich auf hilfe angewiesen, ich kann nicht mehr all zu viel heben und berall im alltag kommen situationen die ich eigentlich umgehen sollte. ich mache aber trotz dem alles selbst und zahle danach die rechnung mit schmerzen. ich lehne auch praktisch alle hilfeangebote zuerst mal ab, da ich mir nicht zugestehen kann dass es besser ist es von andren machen zu lassen.

ich habe aber auch probleme einen arzt aufzusuchen wenn ich krank bin oder wenn ich mich irgendwie verletzt habe. so lange der leidensdruck nicht zu gross ist (und ich halte eigentlich viel aus) gehe ich nicht zu den rzten... ich suche dann auch immer alle ausreden damit ich auch meinen verstand ausschalten kann.

ich bin durch den unfall bei einem psychiater in der schmerztherapie und habe mit ihm auch schon mal darber gesprochen, das hat aber irgendwie nur gebracht, dass er mir die termine immer aufzwingt. anfangs meinte er, ich soll anrufen wenn ich einen termin mchte, das hat dann aber nicht geklappt. in sachen hilfe oder arzttermine brauche ich immre klare ansagen sonst schiebe ich es raus und gehe schlussendlich gar nicht.

mein verhalten wenn es mir aus irgend welchen grnden nicht gut geht, ist dass ich mich einfach einschliesse und abkapsle. irgendwie hoffe ich dann innerlich, dass jemand vorbei kommt und gleichzeitig will ich keine menschen seele sehen und einfach in ruhe gelassen werden.

ich hoffe du kannst damit etwas mehr anfangen Winken es ist irgendwie noch schwierig das genau zu erklren...

salds ladi
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Bernadette-Th.Pr
Account gesperrt


Anmeldungsdatum: 07.10.2007
Beitrge: 75

BeitragVerfasst am: 19.04.08, 19:05    Titel: Antworten mit Zitat

hallo ladi,

ich kann Dich ganz gut verstehen, weil ich ebenfalls ein ausgeprgtes Vermeidungsverhalten praktizieren mu. Bei mir ist es so extrem, dass ich niemals eine rztliche Untersuchung hatte und alle Beschwerden negiere. Anfassen oder ausziehen geht gar nicht.

Vielleicht hast Du auch die Erfahrung gemacht, dass Berhrtwerden mit Schmerz bzw. einer unangenehmen Situation verbunden ist und Deine Scheu knnte dadurch verursacht worden sein. Vielleicht gab es auch unsensible oder sogar gegen Deinen Widerstand durchgefhrte Behandlungen.

Ich wnsche Dir, dass Du das gut berstehst und zu einem normalen Leben fhig bist. Viele Gre, Bernadette
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ladi
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.03.2008
Beitrge: 28

BeitragVerfasst am: 21.04.08, 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

hallo bernadette

hast du dieses verhalten noch heute? oder wie hast du es hinbekommen es zu ndern?

untersuchen lasse ich mich schon, in diesen situationen kann ich mich so zusammen nehmen dass ich die berhrungen akzeptiere. angenehm finde ich sie aber auch nicht Winken. das problem kommt dann einfach, wenn der arzt noch das gefhl hat er msse mich sonst irgendwie anfassen um mitgefhl oder weiss auch nicht was zu zeigen.

ich hatte da schon mal einige ereignisse die zimlich schmerzhaft waren bezglich untersuchungen. die rzte damals hatten berhaupt kein gefhl dass mir etwas weh tun knnte und haben die situation dann so ausgereizt, dass ich in ohnmacht gefallen bin vor schmerzen. und dann war da noch mal eine ziemlich unangenehme cortisonspritze in ein gelenk, was auch nicht gerade angenehm war und ich fhlte mich da eher bei einem metzger als bei einem arzt. seither habe ich auch hllische angst vor jeglichen spritzen. usserlich sieht man mir die angst aber nicht mehr an... nur innerlich bin ich total fertig wenn ich mal wieder ne spritze kriege...

was mich aber noch mehr stresst als das angefasst werden bei rzten, ist dass ich mich oft nicht mal von meinen freunden anfassen lasse. eigentlich htte ich manchmal eine umarmung gern, aber ich kann das dann nicht zulassen oder geniessen. ich stehe dann eher stock steif da und habe keine ahnung was ich nun tun soll... nur meine 3 besten freunde und mein bruder knnen mich manchmal umarmen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Bernadette-Th.Pr
Account gesperrt


Anmeldungsdatum: 07.10.2007
Beitrge: 75

BeitragVerfasst am: 23.04.08, 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ladi,

ich habe dieses Verhalten noch heute. Ich lebe auch allein und vllig zurckgezogen, so dass es keinerlei freundschaftliche Umarmungen oder Berhrungen gibt, geschweige denn etwas anderes.

Fr mich ist leider jede Berhrung sofort Gefahr, es blinken sofort alle Alarmlichter auf. Dabei habe ich nie eine rztliche Untersuchung gehabt, es ist mir somit bei einem Arzt auch nie was Schlimmes passiert. Und doch ist nur die harmloseste Untersuchung wie Blutdruckmessen undenkbar, ich wrde sofort Panik bekommen.

Du bist da auch viel weiter als ich und ich finde es schn, dass Du von einigen Freunden oder Familienangehrigen Umarmungen zulassen kannst, sie vielleicht auch irgendwann geniet ohne zu berwachsam zu sein.

Hierfr alles Gute, Bernadette
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Lieschen
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 22.02.2007
Beitrge: 133
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 01.05.08, 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ladi, hallo Bernadette-Th.Pr,
als ich diesen Thread las, kam mir das alles sehr sehr bekannt vor und ich konnte mich hier identifizieren.

Bei Berhrungen ist es bei mir schon vorgekommen, dass ich im Affekt zugeschlagen habe. Hysterisch, stand dann im Arztbrief. Doch ich habe einen guten HA. Wenn er mich mal untersuchen mu, lt er mir Zeit, fragt dann, ob`s los gehen kann, ich klammere mich dann mit den Hnden an irgendeinen Gegenstand fest, zur Zeit nur an einem Taschentuch oder an der Liege selbst. Lege ich schtzend doch mal die Hnde auf den Bauch (unbewut), lchelt er mich nur an und gibt mir damit zu verstehen, so gehts auch nicht und ich lchle zurck.
Bei anderen einfachen Untersuchungen schnattert er so viel, dass ich mich danach frage, hat er es jetzt getan oder nicht?
Das Ablenken durch Reden ist zur Zeit das beste bei mir (Arzt spielt mit).
Ich "schiebe" immer mein Kind vor, nehme es mit rein, nehme es auf den Scho, eine Art verkriechen hinter meinem Kind. Nicht ganz pdagogisch, ich wei, aber das hilft mir.

Wie ich zum Arzt komme?
Selten. Ich brauche ca. eine Woche um mich auf den Arztbesuch vorzubereiten, mir zu sagen, er MU dich untersuchen sprich anfassen. Das geht.
Wenn ich mir aber sage, na der braucht dich aber dafr nicht anzufassen, dann verstrke ich meine Angst und der Arztbesuch fllt in`s Wasser.
Da ich trotzdem groes Herzklopfen immer habe, sage ich das auch als Erstes und er kontrolliert als Erstes auch gleich den Blutdruck (mit viel Schnattern, Ablenkung), bischen umstndlich mit Kind auf dem Schoss, aber das ist sein Problem!
Danach bin ich ruhiger.

Ich mu aber dazu sagen, dass ich mir immer wie in einer Art Drance vorkomme, wenn ich zum Arzt gehe, danach habe ich Schwierigkeiten mich zu erinnern, was hat er denn nun gesagt? Nach einer Weile kommt das dann auch wieder.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beitrge vom vorherigen Thema anzeigen:   
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    medizin-forum.de Foren-bersicht -> Psychiatrie Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  
Sie knnen keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Sie knnen auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Sie knnen an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
© Deutsches Medizin Forum 1995-2019. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de.