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paar Monate nach Absetzung von Antidepressiva

 
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I-user
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Anmeldungsdatum: 29.04.2005
Beitrge: 1985
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 02.05.08, 22:05    Titel: paar Monate nach Absetzung von Antidepressiva Antworten mit Zitat

Guten Abend, hier bin ich wieder Smilie. Es gibt einen Fall:
Eine Person war depressiv, das wurde u.a. mit Medikamenten behandelt. Hat auch geholfen. Dann hat die Person das Medikament abgesetzt und zuerst nichts gesprt. Paar Monate spter wurde sie ganz allmhlich wieder depressiv.
Frage: Kommt so etwas oft vor oder ist das eher eine Ausnahme?
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dora
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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 1319

BeitragVerfasst am: 02.05.08, 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

hallo

wurde das Medikament in Absprache mit dem Arzt abgesetzt ?
<ich weis von zwei Bekannten die das Medikament einfach selbst abgesetzt haben weil sie meinten es ginge ihnen wieder gut. Da wars dann so, dass es bei Beiden einen Rckfall gab.

Gru dora
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I-user
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Anmeldungsdatum: 29.04.2005
Beitrge: 1985
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 02.05.08, 23:35    Titel: Antworten mit Zitat

Danke fr die Antwort.
Zitat:
wurde das Medikament in Absprache mit dem Arzt abgesetzt?
Ich glaube, nein.

Zitat:
<ich weis von zwei Bekannten die das Medikament einfach selbst abgesetzt haben weil sie meinten es ginge ihnen wieder gut. Da wars dann so, dass es bei Beiden einen Rckfall gab.
Paar Monate nach dem Absetzen oder schneller? Eigentlich haben solche Medikamente eine relativ kurze Halbwertszeit (ein Tag oder so)...
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Kasi
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Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beitrge: 367

BeitragVerfasst am: 03.05.08, 07:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
Zitat:
Frage: Kommt so etwas oft vor oder ist das eher eine Ausnahme?

Ja, leider!! Es wird immer wieder derselbe Fehler begangen, das Antidepressivum wieder abzusetzen, wenn es erstmal ganz gut geht. Zumeist aus der Befrchtung heraus, "was es denn sonst noch mit einem machen knnte" und immer hufiger nachdem in irgendwelchen Anti-Antidepressiva Foren dazu geraten wird. Das ist wirklich rgerlich, weil dieser Fehler manchesmal der Beginn einer wesentlich lngeren Behandlung ist.
Die Rckfallqote lsst sich erheblich reduzieren, wenn das AD einige Monate ber die Beschwerdephasen hinaus genommen wird, bei erneuter Erkrankung evt Monate bis Jahre - wie lange entscheidet sollte eben der behandelnde Arzt entscheiden und nicht die momentane Stimmungslage.
VG Kasi
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I-user
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Anmeldungsdatum: 29.04.2005
Beitrge: 1985
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 03.05.08, 11:59    Titel: Antworten mit Zitat

Kasi hat folgendes geschrieben::
Die Rckfallqote lsst sich erheblich reduzieren, wenn das AD einige Monate ber die Beschwerdephasen hinaus genommen wird, ...
Aber man kann das Antidepressivum ja auch einige Monate nach den letzten krankhaften Beschwerden absetzen, ohne den Arzt zu fragen bzw. ohne dass der Arzt dazu geraten hat.
Soll ich das so verstehen: Je lnger nach den letzten Beschwerden man das zur Besserung gefhrte Antidepressivum genommen hat, desto lnger dauert es nach dem Absetzen, bis die Depression wieder kommt?
_________________
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Kasi
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Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beitrge: 367

BeitragVerfasst am: 03.05.08, 12:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
Zitat:
Aber man kann das Antidepressivum ja auch einige Monate nach den letzten krankhaften Beschwerden absetzen, ohne den Arzt zu fragen bzw. ohne dass der Arzt dazu geraten hat.

Naja, nach welchen Kriterien und Erfahrungswerten will man das dann machen?
Zitat:
Soll ich das so verstehen: Je lnger nach den letzten Beschwerden man das zur Besserung gefhrte Antidepressivum genommen hat, desto lnger dauert es nach dem Absetzen, bis die Depression wieder kommt?

Nein, nicht je lnger umso besser. Wie lange ist vom Einzelfall abhngig, aber eine gewisse Zeit lnger ist notwendig, damit es nicht wieder zu einem Rckfall kommt. Das heit nicht, dass es auch Flle gibt, die dennoch wieder depressiv werden, aber eben wesentlich weniger.
VG Kasi
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I-user
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Anmeldungsdatum: 29.04.2005
Beitrge: 1985
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 03.05.08, 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

Kasi hat folgendes geschrieben::
Zitat:
Aber man kann das Antidepressivum ja auch einige Monate nach den letzten krankhaften Beschwerden absetzen, ohne den Arzt zu fragen bzw. ohne dass der Arzt dazu geraten hat.

Naja, nach welchen Kriterien und Erfahrungswerten will man das dann machen?
Das ist bei den "ungehorsamen" Patienten unterschiedlich: Der Eine wartet 6 Monate, weil auf der Verpackung steht, dass nach dieser Zeit geprft werden soll, ob die Weitereinnahme ntig ist. Wenn der Arzt keine Lust hat zu prfen, setzt der Patient ab. Ein ungeduldigerer Patient wartet einfach, bis die Packung zu Ende geht. Bis dahin hat er vielleicht 3-4 Monate genommen. Wenn die Besserung erst spt eingetreten ist, wartet der Patient z.B. bis die zweite Packung zu Ende geht.
Ist jetzt keine Empfehlung an jemanden, Antidepressiva so abzusetzen, sondern nur Beantwortung der Frage!

Ich habe Euch so verstanden, dass Rckflle nach solchen Absetzungen nicht selten sind und
1) sowohl pltzlich als auch allmhlich und
2) sowohl nach Tagen als auch nach Monaten ab der Absetzung
kommen knnen. Richtig?
_________________
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Kasi
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Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beitrge: 367

BeitragVerfasst am: 04.05.08, 08:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo i-user,
Zitat:
Ich habe Euch so verstanden, dass Rckflle nach solchen Absetzungen nicht selten sind und
1) sowohl pltzlich als auch allmhlich und
2) sowohl nach Tagen als auch nach Monaten ab der Absetzung
kommen knnen. Richtig?

Ja, richtig. Ist der Zeitraum noch lnger, dann wird es irgendwann als eine Neuerkrankung gehandelt.
Mit Zahlen ist ja immer etwas schwierig, aber so als ganz grobe Orientierung kann man sagen, dass von allen, die erfolgreich auf eine Therapie ansprechen (das sind bei der einfachen Antidepressivatherapie etwa 60-80%) etwa 20% trotz Erhaltungstherapie einen Rckfall erleiden, ohne sind es etwa 40%. Entscheidend fr die Prognose ist die Dauer und Schwere der Erkrankung vor der Behandlung, die Dauer der Erhaltungstherapie und insbesondere, wie vollstndig man wieder "hergestellt" ist durch die Therapie.
Anhand dieser Kriterien kann man (besser der Fachmann) entscheiden wie lange die Therapie sinnvollerweise fortzusetzen ist. Das knnen 6-12 Monate sein oder auch im Einzelfall krzer (zB bei starken Nebenwirkungen..) oder lnger.

Daher ist diese Aussage von mir...
Zitat:
Nein, nicht je lnger umso besser.

...ist missverstndlich. Im ersten Jahr nach der "Wiederherstellung" trifft das oftmals zu, danach eher nicht. Zwar gibt es auch Studien, die fr eine Langzeiterhaltung bessere Ergebnisse gebracht haben, aber die Grenzen zu einer Prophylaxe sind dann schon flieend und diese macht man eigentlich nur, wenn man wiederholt an einer Depression erkrankt ist.
VG Kasi
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Anmeldungsdatum: 29.04.2005
Beitrge: 1985
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 04.05.08, 10:34    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, Kasi Smilie.
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