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freier Wille (?)

 
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schwarzerLeguan
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 05.07.2008
Beitrge: 1

BeitragVerfasst am: 05.07.08, 10:01    Titel: freier Wille (?) Antworten mit Zitat

Hallo erstmal ! Ich wei nicht ob der Beitrag hier richtig ist, doch ich hoffe es.
Meine Frage erscheint vielleicht etwas seltsam, und ich hoffe das ich niemanden damit zu nahe trete, denn das ist nicht meine Absicht.
doch war ich gestern eine recht hitzige Diskussion verwickelt, welche sich zemlich kreisfrmig um das alte thema des freien Willnes bewegte.
das gesprch, welches mich zu diesem Post veranlasste begann mit den Risken des Autofahrens, transformierte sich aber recht schnell in eine disskusion ber dem konflikt zwischen dem, na wer errts, freien willen vs hypokratischer eid, aus.

und zwar durch folgendes szenario:

nr 1: man wird in einen Autounfall verwickelt, und droht zu verbluten, die notwendige Konsequenz: Amputation einer Extremitt.
nun, angenommen der betroffene ist aber noch halbweges bei bewusstsein und besteht ausdrcklich darauf NICHT zu amputierene sonder auf eigenverantwortung die konseqnzen zu tragen (Tod) (wobei hier natrlich im Nachhinein ohne Zeugen nicht mehr nachgewiesen werden kann ob dies so war)
hat der mensch nicht das Recht eine solche schwerwiegnde und sein leben so tief traumatisierende entscheidng selbst zu treffen?

nun an der stelle warf nun jemand in unsrer illustren runde ein, dass diese Entscheidung nicht zwangsweise frei sei, da er durch Schok oder dergelichen in seiner Entscheidungsfhigkeit starkt eingeschrnkt sei.

das wiederrum nderte das szenario dahingehen dass nun jemand eine art patientenverfgung oder eine einverstndnisserklrung oder etwa sin der Art (nein ich kann meine unwissenheit kaum verbergen:-) ) ins spiel brachte,
sprich wie oberen szenario kommt zu der verbalen beteurerung des eigenen wunsches (wobei ihc an dieser stelle anmerken will, das es nicht um die sinnhaftigkeit dieses geht sondern nur ums Prinzip) auch die Verfgung die der Betroffene aus Brusttasche zieht hinzu.

Nun die eigentliche frage:
Wre es in einem solchen fall (wie ich befrchte) so, dass der wunsch des Betroffenen dem hypokratischen eid untergeordnet ist, und ist es wirklich und in wie weit moralisch vertretbar?

Ich freu mich schon auf Antworten von Wissenden und auf allerlei verscheidenn Meinungen,
lieben Gru
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jaeckel
Administrator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 05.07.08, 10:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo schwarzerLeguan,

man kann ggf. so eine sinnvolle Struktur in die berlegungen bringen:

Suizidalitt / Selbstmordabsichten / Selbstgefhrdung sind ein Grund fr eine Behandlung ggf. sogar gegen den eigenen Willen (richterliche Zwangseinweisung, geschlossene psychiatrische Abteilung).

Wenn jemand rettbar ist und im akuten Trauma so etwas uert, wrde man das ebenfalls auf den Schock zurckfhren und eine Behandlungspflicht sehen (Stichwort Garantenpflicht).

Mit einer Patientenverfgung hat das nichts tun. Das wird von medizinischen Laien oft verwechselt. Die Patientenverfgung kommt erst dann ins Spiel, wenn man z.B. an einer unheilbaren Erkrankung leidet oder keine Chance mehr besteht ein selbstbestimmtes Leben zu fhren.

Insgesamt ist zu sagen, dass durch die Medien ganz unrealistische Horrorvorstellungen darber im Umlauf sind, wie Intensivmedizin heute aussieht. Genau aus diesem Grund, weil die Bevlkerung hier nmlich nicht objektiv aufgeklrt sondern medienreierisch manipuliert ist, ist aus meiner Sicht eine Patientenverfgung immer dann bedenklich und ethisch irrelevant, wenn nicht eine umfassende und objektive Aufklrung erfolgt ist.
_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jckel
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