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Schizophrenie?

 
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windspiel
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.07.2008
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 05.07.08, 14:31    Titel: Schizophrenie? Antworten mit Zitat

Hallo,

ich bitte um Expertenrat. Mein Freund (37) hat krzlich erfahren, dass seine Mutter sowie seine beiden Geschwister (keine Zwillinge) an Schizophrenie leiden (desweiteren Onkel mtterlicherseits, Vater dagegen nicht). Seine Kindheit und Beziehung zur Familie kann man unter dem Begriff katastrophal zusammenfassen (Gewalt, Alkoholismus etc.) Er steht nicht mehr in Kontakt zu ihnen. Jetzt hat er allerdings Angst, auch selbst an Schizophrenie zu erkranken. Ich habe bisher erfahren, dass die Erkrankung meist zwischen 15-30 Jahren ausbricht und genetische Faktoren eine gewisse Rolle spielen (er hat demnach ein etwa 10%-iges Risiko). Hinzu kommen soziale Faktoren, die bei ihm mit Sicherheit ungnstig waren sowie Komplikationen whrend Schwangerschaft/Geburt. Er kam 4 Wochen zu frh und mit Meningitis zur Welt. Nun meine Frage: Ist seine Angst begrndet, noch an Schizophrenie zu erkranken? Es sind an ihm keine erkennbaren Vernderungen festzustellen, auer Schlafstrungen, die er angebl. schon immer/lange hat. Nach dieser Nachricht hat sich sein Kinderwunsch im brigen auch erledigt, da er befrchtet, unser Kind knnte diese Erkrankung entwickeln (in meiner Familie ist kein derartiger Fall bekannt). Ich habe gelesen, Enkel schizophrener Menschen haben ein doppeltes Risiko (das wren demnach 2%). Ist von einem Kinderwunsch in unserem Fall dringend abzuraten? Seine schizophrene Schwester hat drei Kinder, die ebenfalls unter Psychosen leiden. Daher glaubt er, dass seine Kinder ebenfalls gefhrdet sein knnten, obwohl die Erkrankung bei ihm ja nicht nachgewiesen ist. Er wurde als Kind beim Psychologen als berdurchschnittlich intelligent getestet-ist das irgendein Hinweis oder eher gnstig im Sinne, diese Krankheit nicht zu entwickeln?

Ich hoffe sehr, jemand kann mir Auskunft geben.

Viele Gre
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dora
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 1319

BeitragVerfasst am: 05.07.08, 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

hallo

hier hab ich was gefunden ;

http://www.neue-medizin.de/html/schizophrenie.html
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windspiel
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.07.2008
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 10.07.08, 15:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dora,

vielen Dank fr den Link! Ich wei auch nicht - ich denke, die Diagnose und Definition psychischer Erkrankungen sind recht schwierig, ebenso deren Einordnung. Bin mir nicht sicher, wie ich ihm die Angst nehmen kann bzw. ob berhaupt. Das kann wohl auch niemand vorhersagen, ob er noch erkrankt - so wie es mit allem ist. Was sehr belastend fr mich ist, ist die Tatsache, dass er sich vehement strubt, mit seinem "kaputten Erbmaterial" (wie er es nennt), Kinder zu zeugen. Zu gro ist seine Befrchtung, sie knnten erkranken. Ich htte gern Meinungen dazu, ob wir uns wirklich jeglichen Kinderwunsch "verkneifen" mssen. Das wre sehr hart fr mich. Vielleicht hat jemand Erfahrungen o.., wie es mit der Vererbung derartiger Krankheiten aussieht und ob wir es uns wirklich aus dem Kopf schlagen mssen. Ich bin halt irgendwie der Meinung, dass gute soziale Faktoren und ein harmonisches Elternhaus eine etwaige Veranlagung evtl. abmildern und somit eine Manifestation beim Kind verhindern knnten. Oder ist das reines Wunschdenken?? Es gibt doch bestimmt Paare, bei denen ein Elterteil schizophren ist (obwohl das bei ihm - wie gesagt - ja nicht mal nachgewiesen ist) und die dennoch (gesunde) Kinder haben.

Vielen Dank an potentielle Beantworter meiner Fragen.
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Menschin
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 11.07.2008
Beitrge: 114
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 14.07.08, 16:22    Titel: Schizophrenie Antworten mit Zitat

Hallo Windspiel,

lasst Euch doch ruhig Zeit mit dem Kinderwunsch, bis er bei beiden 100%-ig ist. Das scheint mir bei Deinem Partner eher ein Selbstwertproblem (Versagensngste?) als "kaputtes Erbgut" zu sein. Lass ihm Zeit.

Grsse
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bluebell
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 25.02.2008
Beitrge: 45

BeitragVerfasst am: 14.07.08, 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenne 3 Flle von Schizophrenie: Beim ersten Fall handelt es sich um den Bruder eines Bekannten, bei dem die Schizophrenie nach einem traumatischen Erlebnis in seinen 20ern aufgetreten ist. Weder seine 3 anderen Brder, noch deren Kinder, noch seine Kinder (heute 30 Jahre alt) sind an Schizophrenie erkrankt.

Der zweite Fall betrifft den Cousin meiner Mutter. Bei ihm ist die Schizophrenie ebenfalls nach eine traumatischen Erlebnis kurz vor seinem 20. Geburtstag aufgetreten. Sonst ist keiner in der Familie schizophren, seine Tochter ist noch zu jung, um irgendetwas sagen zu knnen, aber seine Frau ist eine rztin (d.h. die wird wohl das Risiko gekannt haben...)

Der dritte Fall betrifft die Cousine meines Vaters. Ihre Schizophrenie ist ebenfalls nach einem traumatischen Erlebnis (Vergewaltigung) aufgetreten, ansonsten ist niemand in der Familie schizophren.

Ich wei jetzt nicht, inwiefern die "traumatische" Schizophrenie mit der "vererbten" in Verbindung steht. Auch haben diese Flle keinen empirischen Wert. Meiner Laienmeinung nach ist meistens ein Auslser fr psychische Krankheiten vorhanden, den man mit einem geschtzten und liebevollen familiren Verhltnis wohl umgehen kann.
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windspiel
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.07.2008
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 03.08.08, 10:29    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank fr eure Antworten! Klingt eigentlich "positiv" - ich glaube halt auch, dass eine Veranlagung nicht ausreichend fr eine Krankheitsentstehung ist...Er hat v.a. aber deshalb Bedenken, weil es nicht blo mal einen Fall in der Familie gibt, sondern irgendwie der gesamte Ast mtterlicherseits betroffen ist. Knnte natrlich sein, dass dies ein zu hohes Risiko bedeutet...Wre es denn unverantwortungsvoll, in solch einem Fall an Kinder zu denken??
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-=Toprider=-
Interessierter


Anmeldungsdatum: 23.06.2005
Beitrge: 6
Wohnort: Nhe Nrnberg

BeitragVerfasst am: 09.08.08, 19:25    Titel: Achtung! Antworten mit Zitat

Auerhalb der SO [Scientology Organisation, Anm.d.Verf.] selbst finden die von ihr propagierten Feindbilder bis-
lang nur bei Minderheiten Resonanz, etwa bei Personen, die sich zuneh-
mend von der Schulmedizin abwenden oder so genannten Verschwrungs-
theorien anhngen. Ein im Verfassungsschutzbericht Baden-Wrttemberg
2001 erwhnter Betreiber des Internetforums Psychopolitik bedient in
seiner wchentlich erscheinenden Depesche mehr wissen besser leben
weiterhin auch einen solchen Leserkreis. Hier liegen Hinweise vor, dass
die Broschrenserie zunehmend auch Anklang im hiesigen scientolo-
gischen Milieu findet.
Folgende Titel sind eine kleine Auswahl der darin publizierten Themen:
Die Neue Medizin nach Dr. Hamer
Anmerkung: 1986 wurde dem Genannten die rztliche Approbation ent-
zogen.

Die Internetseite neue-medizin.de gehrt zu Dr. Hamer Ausrufezeichen Ausrufezeichen Ausrufezeichen

Quelle:
http://www3.landtag-bw.de/WP13/Drucksachen/2000/13_2205_D.PDF
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Daya
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.03.2005
Beitrge: 980
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 10.08.08, 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenne ein Paar, das bei der Lebenshilfe (ich wei das ist "was anderes") ist, aber deren Kind ist vllig normal!
Gru Daya
_________________
Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist
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dora
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 1319

BeitragVerfasst am: 10.08.08, 21:34    Titel: Re: Achtung! Antworten mit Zitat

-=Toprider=- hat folgendes geschrieben::

Die Neue Medizin nach Dr. Hamer
Anmerkung: 1986 wurde dem Genannten die rztliche Approbation ent-
zogen.

Die Internetseite neue-medizin.de gehrt zu Dr. Hamer Ausrufezeichen Ausrufezeichen Ausrufezeichen

Quelle:
http://www3.landtag-bw.de/WP13/Drucksachen/2000/13_2205_D.PDF


das wusst ich nicht, gut dass du das schreibst.
Danke

Gru dora
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