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Neuer Diabetiker und viele Fragen
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heidu
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Anmeldungsdatum: 04.11.2006
Beitrge: 386

BeitragVerfasst am: 19.07.08, 12:42    Titel: Antworten mit Zitat

hi sir henry,

glaubst an so was im ernst?

eine restlebensspanne von 15-20 jahren oder darunter mag fr den schlecht eingestellten
diabetiker durchaus gelten.

habe erst vor 2 tagen einen lteren herren (78 j.) zum arzt begleitet, fuss
beim radfahren verstaucht.
dieser hat seit ber 30 jahren dm typ2. anfangs tabletten, seit 5 jahren insulin.
fhlt sich top fitt und bekmpft sein bergewicht mit radfahren.
lsst regelmig alles berprfen und sieht ohne brille noch gut.

ein freund von mir geht jetzt auf 40 jahre dm typ 1 zu, ohne folgeschden.
obwohl die behandlung damals drftig war, durchschnittswerte von 200 mg/dl
und ein hba1c von 8 galt als nicht besorgniserrregend.

allerdings haben auch einige das zeitliche gesegnet, denen ein arztbesuch
erst gelang, nachdem die zehen schwarz waren.

wer jedoch seine stoffwechselstrung ernst nimmt und optimal behandelt,
hat heute berechtigte hoffnung alt zu werden.

oder wird einem frisch erkannten diabetiker keine lebensversicherung mehr verkauft?

das leben kann schn sein, an restlebensspanne denke ich nicht und werde
mir auch keinen grabplatz suchen.

ein schnes wochenede und gnnt euren verzuckerten blutkrperchen eine
sauerstoffanreicherung beim pilze sammeln.
doch vorsicht, giftige verringern die restlebensspanne auf 0.

gruss rudi
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Sir Henry
DMF-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 22.10.2006
Beitrge: 123

BeitragVerfasst am: 19.07.08, 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

heidu hat folgendes geschrieben::
hi sir henry,
glaubst an so was im ernst? [...] gruss rudi
Nicht wirklich. Winken
Mir ist nur aufgestossen, da in einem ffentlichen Forum solch eine Aussage berhaupt gemacht wird.
Stell Dir mal vor, dies liest ein etwas labiler Typ. Der kauft sich doch nen Strick und erschiesst sich...
Solche Aussagen knnen allenfalls zwischen Arzt und Patient fallen.
_________________
Gru,
Sir Henry
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Hans Reuter
DMF-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 11.08.2006
Beitrge: 652
Wohnort: Rhld.-Pfalz

BeitragVerfasst am: 21.07.08, 11:03    Titel: Antworten mit Zitat

@ Sir Henry
Zitat:
Mir ist nur aufgestossen, da in einem ffentlichen Forum solch eine Aussage berhaupt gemacht wird.
Stell Dir mal vor, dies liest ein etwas labiler Typ. Der kauft sich doch nen Strick und erschiesst sich...
Solche Aussagen knnen allenfalls zwischen Arzt und Patient fallen.

Sehe ich ebenso.

Die Verkndung einer Restlebensspanne nach der Manifestation eines Diabetes ist vllig daneben. Eine solche Verallgemeinerung ist allenfalls geeignet, unntigen Frust bei Patienten auszulsen anstatt ihnen Mut zuzusprechen.

Bis vor einigen Jahrzehnten fhrten erst deutliche Symptome chronischer diabetischer Komplikationen zur Diagnose eines Typ2, d.h. die Krankheit wurde erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt. Die Hyperglykmie lag meistens deutlich
ber den heutigen Zielvorgaben fr eine gute Einstellung. Die Lebenserwartung war je nach Alter und Komorbiditten stark beeintrchtigt.

Bei rechtzeitiger Diagnose, guter Stoffwechselfhrung nebst Kontrolle der Blutdruck-, Blutfettwerte und des Krpergewichts ist die heutige Prognose auch fr Diabetiker gut. An Lebenserwartung brauchen sie keine groen Abstriche gegenber denen geichaltriger Menschen zu machen. Und deren Lebenserwartung ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.
_________________
Mit freundlichen Gren
Hans Reuter
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baerbchen
Interessierter


Anmeldungsdatum: 13.07.2008
Beitrge: 7
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 03.08.08, 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu,

Ich habe mal wieder eine Frage:

Seit knapp drei Wochen spritzt sich mein Mann nun 3x tglich Rapid-Insulin vor den Mahlzeiten.
Seit einigen Tagen liegt der BZ-Wert vor der Mittagsspritze zwischen 60 und siebzig.
Ist das ein Wert, bei dem an der Insulin-Dosis morgens was gendert werden sollte?

Der morgendliche Nchtern-Wert liegt immer etwas ber 100.
Dann gibt es 12 Einheiten Insulin, Frhstck und vormittags etwas Obst oder einen Joghurt.
Die vormittglichen Aktivitten sind unterschiedlich, aber immer mit krperlichen Ttigkeiten verbunden.

Selbstndig werden wir die Dosis sicher nicht verndern, aber ich berlege, ob die Diabetes-Beraterin morgen deshalb berhaupt angesprochen werden soll.
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hjt
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Anmeldungsdatum: 01.03.2007
Beitrge: 438

BeitragVerfasst am: 03.08.08, 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

@ Sir Henry, rudi und Hans:
Epidemiologie und Verlauf des Diabetes mellitus in Deutschland
Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG), Stand Juli 2000
Die Therapie hat sich seitdem in keinem Punkt wesentlich gendert. Deswegen zum Thema "verkrzte Lebenserwartung" insbesondere Seite 16.

@ bearbchen
Da Du nicht schreibst, wie der BZ den Morgen ber unter welchen Bedingungen genau verluft, nehme ich mal an, dass Ihr das nicht beobachtet und einfach erst zum Mittag wieder messt.
Wenn der BZ schon von z.B. 11-12 oder 13 Uhr mit krperlichen Aktivitten immer um 60-70 verluft und er sich dabei wohl fhlt, ist es ok.
Wenn die BZ-Kurve nicht schon lnger waagerecht verluft, sondern auf den Mittag zu sinkt und mit ner Stunde weiterem Zuwarten ohne Essen oder/und noch etwas krperlicher Arbeit auch unter 60 absinkt, oder wenn er sich eh dabei nicht wohl fhlt, ist es eindeutig zu niedrig.

Allgemein:
Mit insgasamt gegenber der Diagnose vor ein paar Wochen niedrigerem BZ sinkt erfahrungsgem auch der Insulinbedarf pro BE.

WICHTIG weil Dein Mann auch fter mit dem Auto unterwegs ist:
Wenn er seinen BZ zuverlssig steuern kann, wird er mit 80-100 mg/dl sicher fahren knnen. Einstweilen wrde ich mich an seiner Stelle nicht mit weniger als 100 ans Lenkrad trauen und meinen BZ unterwegs in Halbstundenschritten berprfen!
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Hans Reuter
DMF-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 11.08.2006
Beitrge: 652
Wohnort: Rhld.-Pfalz

BeitragVerfasst am: 04.08.08, 09:22    Titel: Antworten mit Zitat

@baerbchen

Zitat:
Seit einigen Tagen liegt der BZ-Wert vor der Mittagsspritze zwischen 60 und siebzig. Ist das ein Wert, bei dem an der Insulin-Dosis morgens was gendert werden sollte?

Nicht unbedingt, es sei denn, er verrichtet ungewhnliche Arbeiten (krperliche Aktivitten, Autofahrt) oder der Wert sinkt < 60 mg/dl.

Tipps:
Mittagsspritze ohne Spritzessabstand(SEA).
Vor Antritt des Fhrens eines Kfz Blutzuckerspiegel anheben auf 90-110 mg/dl.
_________________
Mit freundlichen Gren
Hans Reuter
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heidu
DMF-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 04.11.2006
Beitrge: 386

BeitragVerfasst am: 04.08.08, 18:27    Titel: Antworten mit Zitat

hallo jrgen,

>> Epidemiologie und Verlauf des Diabetes mellitus in Deutschland
Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG), Stand Juli 2000<<

wurde 2004 aktualisiert.
fr deutschland sind vornehmlich daten aus der ehemaligen DDR verfgbar,
die aussagen ber das ausma der verringerten lebenserwartung liefern.

die therapien habe sich seitdem (nicht bei allen) verbessert.

die normale lebenserwartung, also so alt werden wie nichtdiabetiker,
lsst sich durch eine optimale einstellung von blutfett, blutdruck und
blutzucker deutlich anheben.

jedoch nur, wenn, frau, mann seine stoffwechselstrung ernst nimmt.
einen gesundheitsbewussten lebensstil anstebt.
zusammen mit seinem dia-doc eine erfolgreiche theapieform
entwickelt und diese auch konsequent durchzieht.

gruss rudi
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baerbchen
Interessierter


Anmeldungsdatum: 13.07.2008
Beitrge: 7
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 28.09.08, 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallchen,

ich wollte mal ein Update abgeben.

Seit dem 15. Juli hat mein Mann also Insulin gespritzt.
Dreimal tglich vor den Mahlzeiten.
Sechs Wochen lang funktionierte das gut, der Blutzucker pendelte sich auf guten Werten ein.
Danach erhhte sich scheinbar die Insulinempfindlichkeit.
Auf jeden Fall brauchte mein Mann fast tglich weniger Insulin.
Nach vier Wochen hat er aufgehrt, Insulin zu spritzen.
Nun hat er seit fnf Tagen kein Insulin mehr gespritzt und trotzdem sind die BZ-Werte nchtern und vor den Mahlzeiten zwischen 80 und 90.

Ist das die Belohnung fr gezielte Ernhrung und die Gewichtsreduktion von 100 auf 90 kg?
Drfen wir uns freuen?
Oder ist er gar kein Typ 2, sondern Typ 1 und befindet sich in der Remission?
Und braucht in Krze wieder Insulin?
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Hans Reuter
DMF-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 11.08.2006
Beitrge: 652
Wohnort: Rhld.-Pfalz

BeitragVerfasst am: 29.09.08, 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hauptsache der Blutzuckerverlauf hat sich nachhaltig normalisiert.

Es geschieht im Frhstadium des Typ2 sehr oft so, dass allein nach der Ernhrungsumstellung, mehr Bewegung und Gewichtsabnahme die Zuckerwerte sinken. Die Insulinempfindlichkeit wird weitgehend wieder hergestellt. Die prandiale Insulintherapie wirkt zudem untersttzend.
Bei "guter Fhrung" kann sich die Lage sehr lange auch ohne Insulingaben stabil halten.
Eine Art von "Remission", die man aber beim Typ2 nicht so bezeichnet.

Typ1 in der Remissionsphase eher unwahrscheinlich.
_________________
Mit freundlichen Gren
Hans Reuter
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Hammy
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 01.11.2006
Beitrge: 48
Wohnort: irgendwo in Bayern

BeitragVerfasst am: 29.09.08, 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
wurde 2004 aktualisiert.
fr deutschland sind vornehmlich daten aus der ehemaligen DDR verfgbar,
die aussagen ber das ausma der verringerten lebenserwartung liefern.

die therapien habe sich seitdem (nicht bei allen) verbessert.

Zum ersten - wenn die Daten aus der DDR stammen (die es fast 20 Jahre nicht mehr gibt),
wieso stehen dann die Daten in einem Bericht von 2000? Wenn dem so wre, wrden sie
sich vornehmlich auf DM T1 beziehen, die 2er waren in der DDR fast immer ltere Menschen,
deren Lebenserwartung (egal ob mit oder ohne DM) eh nur im genannten Zeitraum lagen.
Aber selbst fr die 1er stimmen die Zahlen nicht - ich habe mit T1 selbst 30 Jahre in der
DDR gelebt (und lebe immer noch) und die vergleichbaren 1er, die ich dort kannte, leben
(wenn auch mit Sptschden) fast alle noch. Was mich wundert: Keine Erhebungen in
der BRD - gab es hier keine Diabetiker? Oder wurden sie nicht beachtet? Sehr fragwrdig!
Zum zweiten - stimmt, die Therapien (nicht fr alle? Einem Arzt, der die schlechteren
anwendet, gehrt die Approbation entzogen!) und Hilfsmittel haben sich verbessert,
was aber nicht heisst, dass man sich daran hlt. Dem entsprechend knnte der Zeitraum
(wie andere schon schrieben) fr diese stimmen - aber das hat ja wohl jeder selbst in der Hand.

Gruss Hammy
_________________
Die Erforschung der Krankheiten hat so groe Fortschritte gemacht, dass es immer schwerer wird,
einen Menschen zu finden, der vllig gesund ist.
(Aldous Huxley, engl. Dichter, 1894-1963)
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heidu
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 04.11.2006
Beitrge: 386

BeitragVerfasst am: 03.10.08, 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

hallo hammy,

im nationalen diabetesregister der ehemaligen ddr wurde eine landesweite totalerfassung aller diabetiker realisiert.

von 1958/59 bis 1989 erfolgte eine jhrliche aufnahme und klassifikation aller bekannten,
neu erkrankten und verstorbenen diabetiker. aufgeschlsselt nach alter, geschlecht und therapieart.
bei 98% meldesicherheit waren flchendeckende diabetesambulanzen vorhanden.

daraus konnten wichtige erkenntnisse ber hufigkeit, verteilung der therapiearten und
qualitt der betroffenen diabetiker gewonnen werden.

die in westdeutschland wenig verfgbaren daten, lassen nur aussagen zur vernderung der gesamtprvalenz zu.
deshalb wurde die ddr statistik in dem bericht von 2000 bernommen, da sich daraus die zeitliche entwicklung
der diabetesinzidenz und -prvalenz verfolgen lt.

viel sinnvolles aus dem osten, wurde total ignoriert. daher wurde das dieabetesregister nach der wiedervereinigung nicht weitergefhrt.

die erfolgreichen therapien im westen haben sich, wenn auch etwas spt, doch rasant entwickelt.
man darf hoffen, da sie konsequent umgesetzt und von den patienten auch angenommen werden.

jedoch kann nicht jeder erwarten, nach 30 jahren so wie du, ein neues leben ohne diabetes zu genieen.

wnsche dir noch viele, viele jahre, da es so bleibt.

gru rudi
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hjt
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Anmeldungsdatum: 01.03.2007
Beitrge: 438

BeitragVerfasst am: 08.10.08, 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

Vor annhernd 20 Jahren in 1989 haben sich unter der Schirmherrschaft der WHO und der fachlichen Begleitung fhrender Endokrinologen/Diabetologen im schnen italienischen rtchen St. Vinzenz die Gesundheitsminister Europas (damals, nicht heutige EU) mit der gleichnamigen Deklaration verpflichtet dafr zu sorgen, dass die Anzahl der diabetischen Endpunkte pro 1.000 Betroffene in 5-Jahres-Schritten halbiert werden sollte. Also nach 5 Jahren pro 1.000 Betroffene halb so viele blinde Augen, halb so viele appe Fe, halb so viele versagende Nieren, halb so viele ... - Tatschlich sagen alle verfgbaren Statistiken, dass bis heute nicht nur das Halbieren nicht ein einziges mal geschafft worden ist, sondern dass sich praktisch keine Verringerung der Inzidenzrate feststellen lsst.

Was tatschlich stattgefunden hat und einstweilen noch stattfindet, ist die seitdem sehr viel intensivere und bessere Versorgung der Folgekrankheiten, allerdings zu immer hheren Preisen - die in einzelnen europischen Lndern schon zunehmend dazu fhren, dass ohne horrende Zuzahlungen halt die einfachste Form der Dialyse gewhrt oder der Fu sofort abgeschnitten wird, statt ihn mit der Aussicht auf einen befristeten Heilungserfolg fr ein weiteres Jahr oder auch zwei aufwendig zu behandeln. Und dass man die Netzhaut mit diesen typischen Mikroaneurismen zwischen den Lasergngen weiter zu wachsen lsst, so dass sie halt in weniger Jahren als mit hufigen Lasern kleinerer berwucherungen entweder berwuchert oder halt verbraten ist. - Bezogen auf die BZ-Fhrung hat es tatschlich absolut keine Verbesserung der DM-Therapie gegeben.

Wenn die DMPs dennoch eine leichte Verbesserung Richtung HBA1c 7 oder gar 6 ausweisen, so danken wir die der typischen Milchmdchenrechnung. Die bezieht sich nmlich nicht auf eine Gruppe von Betroffenen und schaut, wie sich deren HBA1c verbessert, sondern die bezieht sich auf den Durchschnitt der jeweiligen Gesamtmenge. Und die hat mit den Anreizen des Typ2-DMPs fr Kassen und rzte einfach dadurch erheblich zugenommen, dass zunehmend Betroffene mit niedrigerem HBA1c diagnostiziert wurden. Schlielich kann man schon mit unter 6 die Diagnoselatte reien. Den Trend wird der Gesundheitsfonds wahrscheinlich noch fr einzwei Jahre verstrken, denn er belohnt jede Kasse fr jede Krankheit, die sie fr eines ihrer Mitglieder nachweisen kann. Also haben wir fr 2009-10 eine neue Typ2-Welle zu erwarten, die auch wieder nichts anderes macht, als nicht zustzliche sondern bestehende Betroffene eben ausdrcklich der Schublade mit dem Diabetes-Label zuzuordnen.

Will sagen: seit der ersten Definition des Typ2 in den 70ger Jahren des vorigen Jahrhunderts haben wir tatschlich eine in Wellen zunehmende Diagnosehufigkeit von vielleicht 10 auf inzwischen vielleicht 500-700 pro 1000 Betroffene. Um die immens zugenommenen und zunehmenden Typ2-Zahlen zu erklren, brauchte mithin nicht ein einziger Mensch zustzlich an Typ2 erkrankt zu sein. Genijahle Statistik Winken
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