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Coza
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 343

BeitragVerfasst am: 31.08.08, 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Herr Jaeckel!

Gerade, weil hier weltweit, zumindest im deutschsprachigen Raum, ausgestrahlt wird, wollte ich das nicht ausfhrlich diskutieren.
Viele Studien und Leitlinien haben als wesentlichen Endpunkt (das gilt nicht nur fr Kardiologie, besipielsweise auch fr die Onkologie) die Lebensdauer bzw. die Verlngerung des Lebens. Die Lebensqualitt wird oft nur am Rande oder gar nicht betrachtet. Fr mich (als Patient) wre aber die Lebensqualitt ein wesentlicher Entscheidungsfaktor fr oder gegen eine diagnostische oder therapeutische Manahme, wesentlicher als einige Tage/Wochen/Monate Lebensgewinn. Das ist aber keine verallgemeinbare Auffassung und mu letztlich jeder fr sich selbst entscheiden.
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Pablo1000
Account gesperrt


Anmeldungsdatum: 03.09.2005
Beitrge: 144

BeitragVerfasst am: 02.09.08, 12:58    Titel: @Coza u. Bully, Lebensqualitt bei Vorhofflimmern Antworten mit Zitat

Das Thema Lebensqualitt muss viel mehr beachtet werden bei medizinischen Behandlungen

Unter der Einnahme der blicherweise verordneten Medikamente bei (paroxysmalem) Vorhofflimmern existiert KEINE Lebensqualitt mehr. Dies sind meine eigenen Erfahrungen. Ich persnlich kann nirgendwo mehr teilnehmen an Sport, Veranstaltungen, Reisen, Feiern. Immer habe ich Angst vor den pltzlich aus heiterem Himmel auftretenden Serien von Extrasystolen, die dann sehr schnell zu Vorhofflimmern entarten knnen. Um die Serien abzuwettern muss man sich still in eine Ecke setzen bevorzugt in spezieller Krperhaltung (z.B. Hockhaltung oder Kutscherhaltung im Extremfall muss man sich mit angezogenen Knien in Linkslage hinlegen. Derartige Handlungen stren jede Feier, auch wenn eine Rckzugsmglichkeit in einen Nebenraum existiert.
Ich bin inzwischen total isoliert und vermeintliche Freunde haben sich reihenweise absentiert. Die Krone dieser Entwicklung schaffte mein Yachtclub. Er entzog mir den Liegeplatz wegen geringen Gebrauchs!! Unsere bisher besten Freunde luden uns zum 70. Geburtstag nicht mehr ein. Begrndung: Auf der letzten Feier der Frau, htte ich ab 23:00 Uhr nur noch missmutig dagesessen und wre vorzeitig nach Hause gefahren.

Nur meine Frau steht eisern zu mir. Aber ich schme mich allmhlich auch Ihre Gesundheit durch diese stndigen psychischen Belastungen (und Isolierungen), die sie ertrgt, zu ruinieren.

Wie sagte Prof. Lderitz (Bonn) so zutreffend: Vorhofflimmern ttet nicht aber es macht dein Leben lausig (it just makes your life lousy).

Untersttzt wird diese, meine Erfahrung durch u.a. Eintragungen von hermes zu diesem Thema hier im Forum (an die anderen mit hnlichen Erfahrungen erinnere ich mich nicht mehr bzw. es gelang mir nicht mit diesen eine Diskussion per privater Nachricht zum Themenkreis Herzkrppel durch medikamentse Behandlung mit Antiarrhythmika zu fhren.

Zum Schluss mein Fazit auf Grund der bisherigen Erfahrungen: Die bisherige Behandlung (Verapamil, Betablocker, Digitalisierung, Kombinationen obiger Medikamentationen) ist keine Behandlung sondern eine Misshandlung gewesen. Die Symptome Behandlung war wirkungslos, ja die Anfallhufigkeit fr Vorhofflimmern wurde sogar gesteigert.

Das Herz wurde zunehmend zustzlich geschdigt. (Wenn man krperlich arbeitete blieb der Puls ber Stunden auf Werte von > 90 bpm.

Die Nebenwirkungen fllen groe Tabellen. Hierbei ist die Lustlosigkeit und das Herumhngen fr Normal Blutdruckmenschen noch eine harmlose Nebenwirkung.

Die Tabletten wie z.B. Betablockern fhren zu einer Abhngigkeit nach lngerer Einnahmedauer, die dann ein Absetzen nur unter grssten Problemen zulassen. Man ist quaisi Suchtkrank. Fr diese Probleme interessiert sich niemand. Als ich in dieser Angelegenheit eine Stellungnahme des Ministeriums fr Arzneimittel erzwang, hrte ich nur den blichen Verharmlosungbericht.

Ich habe fr mich vor zwei Monaten das letzte Medikament endgltig abgesetzt (in Absprache meines Hausarztes). Eine Verschlechterung/Verbesserung ist (bei den blicherweise ber Monate schwankenden Ereignis -hufigkeiten und intensitten) bezglich von Extrasystolen und Vorhofflimmern bisher nicht zu beurteilen. ABER: Da mein Puls nun wieder auf blichen Werten liegt (70 bpm) und der Blutdruck auch (120/75) ist in den Extrasytolen freien Zeitrumen das WOHLFHLEN eine lange vermisste Lebensqualitt. Ich habe wahrhaftig schon wieder mit Freude essen knnen!!

Pablo1000
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Bully
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 09.02.2008
Beitrge: 38

BeitragVerfasst am: 02.09.08, 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Pablo,

hrt sich nicht sehr gut an Dein Leidensweg.
Die Abwgung zwischen medizinisch sinnvoll, medizinisch mglich und Lebensqualitt, ist ein schwerer Balanceakt.....fr den Arzt und Patienten.
_________________
Bully
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Irene6
Account gesperrt


Anmeldungsdatum: 15.05.2008
Beitrge: 12

BeitragVerfasst am: 02.09.08, 19:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Pablo1000,

da haben Sie ja schon viel Leid erfahren!
Das Thema Lebensqualitt wird leider immer weniger unter rzten diskutiert und spielt in der rzteausbildung, wenn berhaupt, nur eine sehr geringe Rolle. Dabei ist die Lebensqualitt des Patienten das einzige Kriterium, das rzte bei ihrer Arbeit leiten sollte.

Ich bin Glaukompatientin, und gerade bei dieser Krankheit klaffen Wnsche des Patienten und Arztverhalten besonders krass auseinander. Man muss einen 95jhrigen keiner Glaukomoperation mit allen ihren schweren Nebenwirkungen unterziehen, um ihm das Sehen fr die nchsten 50 Jahre zu ermglichen.

Zurck zum Thema. Meiner Mutter (84) wurde vor 21 Jahren vom Hausarzt und vom Kardiologen dringend geraten, sich einen Herzschrittmacher implantieren zu lassen. Da sie hnlich negative Auswirkungen wie bei einer Kusine befrchtete, sagte sie 'Nein' und blieb auch dabei. Der Hausarzt und der Kardiologe sagten beide, sie wrden sie nicht weiter behandeln, wenn sie dem Herzschrittmacher nicht zustimmen wrden.
Sie suchte sich andere rzte und lebt trotz niedrigem Herzschlag und Herzrythmusstrungen immer noch und versorgt ihren Haushalt allein.

rzte und Patienten sind Partner. Der Arzt bert, der mndige Patient darf die Behandlungsvorstellungen des Arztes ablehnen, muss dann natrlich aber auch die Konsequenzen tragen.
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Berho
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 15.07.2008
Beitrge: 4

BeitragVerfasst am: 24.11.08, 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo an alle,

nachdem ich mich am 30.08.2008 das letzte mal gemeldet habe, mchte ich nun wieder mal einen Beitrag schreiben.
Nach meinem ersten Beitrag folgten fr Oma inzwischen zwei weitere Krankenhausaufenthalte von jeweils ca. 14 Tagen. Die letzte Entlassung steht morgen an.
Das Problem ist immer noch das gleiche: auf Grund der stndigen Bildung von Eiter an der HSM-Tasche, die mehrfach wieder aufgeschnitten und desinfiziert wurde, ist einfach kein Ende abzusehen.
Im Gegenteil, der zuletzt behandelnde Arzt im Krankenhaus erklrte, dieser Zustand wird wohl bis zum Lebensende anhalten. Da wir den ambulant behandelnten Arzt wechseln wollen (der letzte wollte eine vom Krankenhaus empfohlene Behandung nicht durchfhren)
wurde dieser mit Worten informiert,wie: knnen sie die Patientin aufnehmen, sie knnen ihr aber doch nicht helfen. Das war in unserem Beisein.
Langsam versteh ich die Welt nicht mehr.
Jetzt sind wir auf der Suche nach einem wirklichen Spezialisten fr Wundeiter.
Sollte jemand Experten kennen (Raum Sachsen, Chemnitz) teile er es mir bitte mit.

Mit freundlichen Gren an alle
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jaeckel
Administrator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 25.11.08, 09:39    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Berho,

nehmen Sie doch mal ein Beratungsgesprch bei der Krankenkasse wahr. Letztlich bedeuten immer wiederkehrende Einweisungen auch enorme Kosten. Vor diesem Hintergrund knnen die Ihnen ggf. eine Empfehlung aussprechen.

Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jckel
Facharzt fr Innere Medizin
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