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medizin-forum.de :: Thema anzeigen - Reha nur alle 4 Jahren laut Leistungskatalog der Krankenkass
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Reha nur alle 4 Jahren laut Leistungskatalog der Krankenkass
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Helmes63
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Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beitrge: 294
Wohnort: Nrvenich

BeitragVerfasst am: 11.08.08, 08:27    Titel: Reha nur alle 4 Jahren laut Leistungskatalog der Krankenkass Antworten mit Zitat

Sehr geehrte Forenteilnehmer,

... wenn ich richtig informiert bin kommt eine Reha bzw. Kur fr Kassenpatienten nur alle 4 jahre ab sofort in Frage. Das bedeutet wenn ich das richtig sehe, dass nur eine bestimmte Indikation hier als Ausnahme gelten kann.

Kann bei einem Hrtefall ein Kassenpatient auch in diesem Punkt einen speziellen Ombudsmann einschalten, wenn er sich ungerecht behandelt fhlt und wo sitzt dieser ?!
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Miie
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Anmeldungsdatum: 01.04.2008
Beitrge: 294
Wohnort: Nrnberg

BeitragVerfasst am: 11.08.08, 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr geehrte Herr Schuhl,
Zitat:
Reha nur alle 4 Jahren laut Leistungskatalog der Krankenkass

Sie haben Recht, Grundstzlich knnen die rzte alle 4 Jahre eine Reha genehmigen.
Aber weshalb "nur"? Ich halte diese Frist noch fr zu Kurz. Leider wird die Reha teilweise als Ersatz fr einen Urlaub auf Kosten der Steuerzahler gesehen. Falsch.

Wenn man sich "ungerecht" behandelt fhlt, dann kann man Wiederspruch einreichen.

Gre
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zackbohne
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Anmeldungsdatum: 14.06.2008
Beitrge: 471

BeitragVerfasst am: 11.08.08, 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
Leistungen zur medizinischen Rehabilitation durch den Krankenversicherer konnten und knnen auch abweichend von der ominsen "Vierjahresfrist" beantragt werden, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht. Meines Wissens nach gelten nach wie vor die Verordnungsrichtlinien des MDK: http://www.mdk.de/media/pdf/Rehabilitations-Richtlinien_1.4.2004.pdf.

Bei Widersprchen gg. Entscheidungen des KK-Sachbearbeiters geht der Vorgang blicherweise an den MDK. Wird erneut Widerspruch eingelegt, entscheidet i.d.R. ein anderer Gutachter des MDK. Die dem MDK bergeordnete Behrde ist des Sozialministerium der Lnder. Da der MDK jedoch im Auftrag der Kassen ttig wird, bleibt fr den Versicherten der Ansprechpartner die KK. Die bergeordnete Aufsichtsstelle fr die Krankenkassen ist das Bundesversicherungsamt (BVA).

Den Ombudsmann gibt es meiner Kenntnis nach nur fr private Versicherer, allerdings gibt es dezentrale Schiedsstellen in Sozialangelegenheiten, die ggf. weiterhelfen knnten. Wo die "sitzen", wei ich leider nicht.
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zackbohne
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Anmeldungsdatum: 14.06.2008
Beitrge: 471

BeitragVerfasst am: 11.08.08, 10:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Miie,
Miie hat folgendes geschrieben::
Sie haben Recht, Grundstzlich knnen die rzte alle 4 Jahre eine Reha genehmigen.

rzte knnen eine Reha-Manahme i.A. ihrer Patienten beantragen, genehmigen (und bezahlen) tut's die Kasse.
Miie hat folgendes geschrieben::

Aber weshalb "nur"? Ich halte diese Frist noch fr zu Kurz. Leider wird die Reha teilweise als Ersatz fr einen Urlaub auf Kosten der Steuerzahler gesehen. Falsch.

ber Sinn und Unsinn von Reha-Kuren wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Allerdings wird heute schon recht strikt auf den medizinischen Nutzen geschaut und nicht -wie in den "fetten" Jahren Deutschlands- staatlich verordneter Urlaub gewhrt. Bei nahezu komplett fehlenden Alternativen, gerade im psychisch/psychosomatischen Bereich, wre eine (ersatzlose) Abschaffung m.E. der falsche Weg - vielmehr mten geeignete (auch kostengnstigere) Substitute geschaffen werden.
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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 11.08.08, 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

Miie hat folgendes geschrieben::
Zitat:
Reha nur alle 4 Jahren laut Leistungskatalog der Krankenkass

Sie haben Recht, Grundstzlich knnen die rzte alle 4 Jahre eine Reha genehmigen.
Aber weshalb "nur"? Ich halte diese Frist noch fr zu Kurz. Leider wird die Reha teilweise als Ersatz fr einen Urlaub auf Kosten der Steuerzahler gesehen. Falsch.

Rehabilitationsmassnahmen, ugs. Kuren, waren ein Mittel, dass mit guten Ergebnissen eingefhrt wurde, als die Menschen noch hart arbeiten mussten und durch diese harte Arbeit auch nicht so hohe Lebenserwartungen hatten.
Ich rede da vorwiegend von Bergbau und Stahlindustrie, also die Branchen, die in den Nachkriegsjahren groe, vor allem verarmte und buerliche Landstriche im Sden unserer Republik finanziell hochgepppelt hatten.
Auch die Menschen mit Wissen und Knnen kamen zu diesen Zeiten bis heute oft aus dem Norden und vor allem Westen nach Sden, bin ja selbst quasi so ein spter und bescheidener Entwicklungshelfer aus dem Westen fr den Sden, zuvor fr den Osten.

So, und unsereiner knnte alle zwei Jahre eine Kur ohne Probleme beantragen, mache dies aber nicht.
Oh ja, habe schon zwei neurologische Rehabilitationsmassnahmen hinter mir, 8 Wochen und 6 Wochen, die wirklich extrem viel brachten und ich mich durch die notwendig erbrachten, interdisziplinren Leistungen ernsthaft frage, wie ich das in einem Urlaub erreichen knnte, den man brigens mit einer Kur in Verbindung bringen sollte, also davor und/oder danach, nur mal so als Tipp zur Verbesserung einer Nachhaltigkeit.

Ich habe dort auch Menschen kennen gelernt, die das jedes Jahr machen und sich durch die intensiven Massnahmen dort regelmssig in der Lage sehen, Ihre Berufe weiter auszuben, so wie z.B. einer, den ich da kennen lernen durfte, ein Leiter einer IT-Abteilung, der die Wochen intensiven Sprach-Trainings sehr gut fr die erfolgreiche Ausbung seines Berufes gebrauchen kann.
Er ist auch einer, der so wie ich etwas mehr verdient und diese Rentenkassen, aus denen Kuren finanziert werden, ohnehin mitfinanziert.

Ein Beitragszahler
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Miie
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Anmeldungsdatum: 01.04.2008
Beitrge: 294
Wohnort: Nrnberg

BeitragVerfasst am: 11.08.08, 14:24    Titel: Antworten mit Zitat

zackbohne hat folgendes geschrieben::
Hallo Miie,
rzte knnen eine Reha-Manahme i.A. ihrer Patienten beantragen, genehmigen (und bezahlen) tut's die Kasse.
Aber weshalb "nur"? Ich halte diese Frist noch fr zu Kurz. Leider wird die Reha teilweise als Ersatz fr einen Urlaub auf Kosten der Steuerzahler gesehen. Falschber Sinn und Unsinn von Reha-Kuren wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Allerdings wird heute schon recht strikt auf den medizinischen Nutzen geschaut und nicht -wie in den "fetten" Jahren Deutschlands- staatlich verordneter Urlaub gewhrt. Bei nahezu komplett fehlenden Alternativen, gerade im psychisch/psychosomatischen Bereich, wre eine (ersatzlose) Abschaffung m.E. der falsche Weg - vielmehr mten geeignete (auch kostengnstigere) Substitute geschaffen werden.

Hallo Zackbohne,
Sie haben an meinen Beitrgen wohl das "Grundstzlich" berlesen.
Bei der richtigen medizinischen Indikation ist alles Mglich.

Nur ihr Substitut wrde mich Interessieren.
Wo sehen Sie eine Alternative?
Statt Rgen vllt. Spanien?

@Beitragszahler
Bei der richtigen medizinischen Indikation ist alles Mglich und einiges Sinnvoll...
lg
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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 11.08.08, 15:05    Titel: Antworten mit Zitat

Miie hat folgendes geschrieben::
...Bei der richtigen medizinischen Indikation ist alles Mglich und einiges Sinnvoll...

Hm, also das ist wirklich nicht so einfach, so perfekt in dieser Krze kann ich es mir nicht vorstellen, bei aller Erfahrung, selbst wenn ich mich sehr bemhe es mal davon gelst zu betrachten.
Die Richtige medizinische Indikation gab es bei mir nie, weil zu komplex.
Das war immer ein Problem, wo gehre ich denn hin, bis man sich beim Schwerpunkt Neurologie traf, da dort die meisten Defizite anzusiedeln wren.
Viel beim ersten mal dazu gelernt, bestand ich beim zweiten Durchgang auf eine schon vorab klare Kombination aus Neurologie und Psychosomatik.
Wobei zum Glck die Psychosomatik ohnehin fester und m.E. sehr wichtiger Bestandteil von Kuren geworden ist.

Wer das nun hier liest und sich sagt ja nicht verrckt zu sein, wird vielleicht Abstand von Kuren nehmen?
Na ja, muss ja jeder selbst fr sich entscheiden.

Ok, zurck zum Universalsatz von oben, so ist lange nicht alles mglich, einiges entwickelt sich erst vor Ort an Mglichkeiten, war davon nachhaltig wirksam sehr berrascht, war so nicht eingeplant, oder einiges ist dann auch mal nicht mglich nach Vorortentscheidung oder aus Mngeln heraus.

Was sinnvoll ist, wird auch doch eher regelhaft vor Ort entschieden, von rzten, von einem selbst, im Konsens, zumindest in meiner offenen und neugierigen, wenn auch mal widerspenstigen Art, war dadurch alles sinnvoll.

bereinstimmung sehe ich allerdings dort, wo sich viele Menschen gar nicht darber im Klaren sind, welchen effektiven Nutzen so eine Aktion haben soll, obwohl doch smtliche Broschren ausfhrlich darber aufklren.

Ja sicherlich habe ich deshalb als seltene Einzelflle auch so genannte Rentenneurotiker erlebt, echt verbitterte Menschen die ich nicht in meiner Nhe wnsche, aber auch als Einzelflle mal kleine Trppchen die eine Kneip(p)-Kur wohl etwas falsch verstanden hatten.

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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 11.08.08, 20:29    Titel: " Ich halte diese Frist noch fr zu Kurz" Antworten mit Zitat

Fr dieses Statement wrde mich nun doch

1. die allgemeingltige Begrndung interessieren, sowie
2. eine Aussage darber, was denn als Kriterium angesehen wird, wenn die Frage im Raum steht, ob eine Reha "gerecht" zugeteilt oder verweigert wurde.

Wenn Rehamanahmen eben kein Kurlaub auf Steuerzahlers Kosten sind, dann geht es
berhaupt nicht um die Frage irgend einer Verteilungsgerechtigkeit sondern um die Sachgerechtigkeit = darum, ob eine Reha WANZ (WirtschaftlichAusreichendNotwendigZweckmig) ist oder nicht.

Das jedoch lsst sich doch gar nicht ex ante dekretieren, sondern nur ex post konstatieren.

PR
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Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
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zackbohne
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Anmeldungsdatum: 14.06.2008
Beitrge: 471

BeitragVerfasst am: 11.08.08, 21:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
Miie hat folgendes geschrieben::

Nur ihr Substitut wrde mich Interessieren.
Wo sehen Sie eine Alternative?
Statt Rgen vllt. Spanien?

Wenn ich das wte, wre ich wohl Gesunheitspolitiker geworden Winken.

Es gibt sicherlich viele Anstze, die man (Experten) sich anschauen knnte. Das geht von Selbstbeteiligungen im ertrglichen Mae bis ber Schaffung ambulanter Alternativen. Beispielsweise ist es kein Geheimnis, dass Behandlungen wegen psychisch/psychosomatischer Zustnde ("Burn-Out", Depressionen, Angststrungen ...) heute einen beachtlichen Teil der Reha-Manahmen ausmachen. Meines Erachtens liegt dies u.a. auch daran, dass den Betroffenen ein "Zwischenglied" zwischen halbjhrlicher Vorstellung beim Hausarzt/Psychotherapeuten und Einweisung in eine Nervenklinik brauchen, es so etwas (von Ausnahmen wie einigen berfllten Tageskliniken oder auf diesem Gebiet eher nicht qualifizierten Sozialdienst-Sprechstunden abgesehen) aber nicht gibt. Ich knnte mir vorstellen, dass es hier ambulante Alternativen geben knnte, die gravierend kostengnstiger als eine Kurverschickung sind. Bei den ebenfalls hufigen Reha-Indikation der WS/Gelenkbeschwerden und Onkologie verhlt sich m.E. analog, wobei es bei allen Dreien zweifelsohne Flle gibt, in denen es prinzipiell keine Alternative zur vollstationren Reha gibt und schon aufgrund des Leidensdrucks man diesen Patienten einfach mit dem "vollen Programm" helfen mu. Die Kostensenkung mte dann allerdings auch an die Versicherten weitergegeben werden, damit ein schlssiger Kreislauf entsteht. Momentan (und vor dem Hintergrund des Themas "KK-Managergehlter und Miwirtschaft") ist eher das Gegenteil der Fall.

Grle
zackbohne
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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 11.08.08, 21:58    Titel: Antworten mit Zitat

zackbohne hat folgendes geschrieben::
...Beispielsweise ist es kein Geheimnis, dass Behandlungen wegen psychisch/psychosomatischer Zustnde ("Burn-Out", Depressionen, Angststrungen ...) heute einen beachtlichen Teil der Reha-Manahmen ausmachen...

Verzeihung, aber hier liegen viele falsche Informationen vor, so wie oben aus gleicher Feder behauptet wurde, dass die Massnahmen durch die Krankenkassen bezahlt werden wrden.
Rehabilitationsmassnahmen werden durch die Rentenversicherungstrger finanziert.

Einen beachtlichen Teil der seelischen Behandlung machte es brigens schon immer aus.
Heute geht man nur offensiver mit dieser Thematik um, denn frher war ja jeder gleich verrckt.
Was man frher trickreicher verpacken musste, geht eben heute direkter ab.
Denn wer mal richtig krperlich krank war oder ist, fr den besteht kein Zweifel daran, dass diese Belastungen zu ngsten, Depressionen und Erschpfung fhren.
Es tut mir leid, aber von groer Sachkenntnis, will ich nicht behaupten wollen, aber von Erfahrung m.E. nach, sprechen die Einlassungen von Zackbohne keinesfalls.

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Miie
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Anmeldungsdatum: 01.04.2008
Beitrge: 294
Wohnort: Nrnberg

BeitragVerfasst am: 12.08.08, 07:52    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Kostensenkung mte dann allerdings auch an die Versicherten weitergegeben werden, damit ein schlssiger Kreislauf entsteht. Momentan (und vor dem Hintergrund des Themas "KK-Managergehlter und Miwirtschaft") ist eher das Gegenteil der Fall.


Sie sprechen hier 2 verschiedene Teilbereiche an. Leistungen und Verwaltung. Diese 2 Themen sind getrennt zu sehen. Nicht jede Kasse wirtschaftet automatisch schlecht. Einige haben sogar einen sehr niedrigen Verwaltungskostenanteil. Aber diesen Kassen rennen dann die Mitglieder weg, da die Versicherten ja lieber 1000 x die Woche bei Ihrer Ortskrankenkasse vorbeischauen mchten, weil der Arzt oder Finanzberater diese empfohlen hat und dabei krftig Provision kassiert. Leider mischen im Thema Vorstandsgehlter zu viele Personen mit Null-Plan-Syndrom mit. Diese schnappen irgendwo was in der Zeitung, haben aber kein weiteres Fachwissen. Kommt uns das nicht bekannt vor (Ulla lsst gren)?

Zitat:
1. die allgemeingltige Begrndung interessieren, sowie
2. eine Aussage darber, was denn als Kriterium angesehen wird, wenn die Frage im Raum steht, ob eine Reha "gerecht" zugeteilt oder verweigert wurde.

Wenn Rehamanahmen eben kein Kurlaub auf Steuerzahlers Kosten sind, dann geht es
berhaupt nicht um die Frage irgend einer Verteilungsgerechtigkeit sondern um die Sachgerechtigkeit = darum, ob eine Reha WANZ (WirtschaftlichAusreichendNotwendigZweckmig) ist oder nicht.

Das jedoch lsst sich doch gar nicht ex ante dekretieren, sondern nur ex post konstatieren.


Hallo PR,
Schn wieder etwas von Ihnen zu hren.
Sie haben Recht. Im Grundsatz geht es um WANZ.
Und eigentlich ist es aus Krankenkassen sicht eher Vorteilhaft, wenn diese beantragt wird. Somit erspart sich die Kasse enorm viel Geld (weniger Behandlungen etc.)
Und dennoch: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sobald eine Reha genehmigt wurde smtliche Gesundheitsfrdernde Manahmen sekundr gesehen werden. Es wird sich Intensiv auf die Reha vorbereitet und diese somit als Chance gesehen. Bleibt jedoch der erhoffte Erfolg aus, dann wird (so zeigen es meine Erfahrungen) die Chance auf die eine mgliche nchste Reha gelegt. Aus diesem Grund wrde ich die psychische Grenze von 4 Jahren noch weiter hochsetzen. Vllt. sehen dann weniger Patienten andere Wege als die teuere Reha.

Gre
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Christiane
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Anmeldungsdatum: 20.10.2004
Beitrge: 902

BeitragVerfasst am: 12.08.08, 08:53    Titel: Antworten mit Zitat

hi,

wie hier bereits einige sagten, gibt es unters. leistungstrger - rentenversicherung, gkv oder im falle vieler privatpatienten handelt es sich um selbstzahler, oder in falle eines berufsunfalls die entsprechende BG.

zudem werden hier weitere begriffe durcheinander gebracht - einerseits gibt es rehabilitationsmanahmen, andererseits (bder-)kuren.

und: natrlich gibt es ambulante rehabilitationsmanahmen sowie auch stationre.

vielleicht wrde zunchst ein blick ins SGB V ( 11 Abs. 2 oder auch 40) sowie eben solcher auf die site der rentenversicherung bund helfen, auch 9 SGB VI?

rehabilitationsmanahmen der gkv sind keine "almosengaben", sondern manahmen, um eine drohende bzw. bestehende behinderung zu positiv zu beeinflussen - sowie im falle der rentenversicherung die erwerbsfhigkeit zu sichern. es handelt sich bei beiden um wiedereingliederungsmanahmen.

kuren richten sich dagegen nach 23 SGB V und sind vorsorgeleistungen - gibt's auch ambulant oder stationr. aus der ambulanten vorsorge ist ja bestimmt auch der begriff des bderarztes ein begriff ... den gibt's tatschlich Winken alles weitere in obigen .

gru, christiane.
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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 12.08.08, 09:55    Titel: Antworten mit Zitat

Christiane hat folgendes geschrieben::
...aus der ambulanten vorsorge ist ja bestimmt auch der begriff des bderarztes ein begriff ... den gibt's tatschlich...

Stimmt, denn wer mal in Kurorten unterwegs war, also dort, wo auch die Rehabilitationsmassnahmen in den dort angesiedelten Kliniken durchgefhrt werden, der wird etwas schmunzelnd sogar den Begriff des "Badearztes" hier und da an Husern finden.
Es steht natrlich jedem frei so einen Badearzt zu besuchen, die Einzelanwendungen sind ja auch nicht teuer.
Innerhalb der Rehabilitationsmassnahmen werden aber nach Erfahrung keine Unterschiede zwischen Kur und Reha gemacht.
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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 12.08.08, 10:16    Titel: Antworten mit Zitat

Miie hat folgendes geschrieben::
...Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sobald eine Reha genehmigt wurde smtliche Gesundheitsfrdernde Manahmen sekundr gesehen werden. Es wird sich Intensiv auf die Reha vorbereitet und diese somit als Chance gesehen...

Sorry, aber da habe ich andere Erfahrungen gemacht, als Betroffener, Anspruchnehmer und gleichzeitig fast 3 Jahrzehnte lang krftig Einzahlender.
Ist ja auch etwas fatal bei fortlaufend akuten Behandlungen den Griffel fallen zu lassen, nur weil eine untersttzende und aufbauende Massnahme ansteht.
Tja, was man da nicht so alles fr akute Flle in neurologischen Rehabilitationseinrichtungen sieht, die da mit Sicherheit so akut ankamen und hnlich akut wieder entlassen werden.
Bei einem selbst sieht es da schwankender aus, aber von der Tendenz doch dagegen sehr selbststndig und ich einfach nur darauf zu achten habe, nicht auch so zu enden, ist eben dieses Risiko bei bestimmten Defiziten.
Miie hat folgendes geschrieben::
...Bleibt jedoch der erhoffte Erfolg aus, dann wird (so zeigen es meine Erfahrungen) die Chance auf die eine mgliche nchste Reha gelegt. Aus diesem Grund wrde ich die psychische Grenze von 4 Jahren noch weiter hochsetzen. Vllt. sehen dann weniger Patienten andere Wege als die teuere Reha...

Was sind das fr merkwrdige Erfahrungen, die m.E. keine sein knnen, denn es ist ja auch ein Widerspruch erst oben zu schreiben, dass alles zurckgefahren wird, um sich auf die Reha zu konzentrieren, andererseits bei noch nicht ausgiebigem Erfolg die nchste Reha abzuwarten,bedeutet ja dann fr den armen Patienten in akuter Situation unversorgt zu bleiben, weil ja alles auf die nchste Reha konzentriert wird? Hier passt nach Logik und Erfahrung etwas nicht zusammen, oder?
Das bedeutet hiernach auch fr evtl. nur langsam genesende z.B. Apoplex-Patienten, dass diese also zusehen sollen, wo sie bleiben, also mehr als 4 Jahre auf Anschlutherapien in einer Reha warten sollen?

Das ist mir alles zu verworren und wenig ausgegoren.

Es tut mir leid, aber das kann meiner Erfahrung nach auch nur von Menschen geuert werden, die noch nicht in kritischen Situationen waren, diese Menschen ebenfalls nach meiner Erfahrung in solchen destruktiven Situationen, wo sie jetzt noch so gesund, klar und technisch alles berblicken wollen, dann die besonders jammernden und beklagenden Individuen werden.

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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 12.08.08, 10:51    Titel: Das ist mir alles zu verworren und wenig ausgegoren. Antworten mit Zitat

So isses. Ich glaub, mit Absicht.

SoFas htten sonst weniger zu tun.
Rechtsanwlte und Richter htten sonst weniger zu tun.
KVen htten sonst weniger zu tun.
rzte htten sonst weniger zu tun.

W a s zu tun ?
Papierarbeit. Das wr offenbar schlimm.

Diejenigen, die von mir einen Antrag kriegen, profitieren davon. Die mit dem ewig dicken Arm nach MammaOP oder Bein nach Wertheim kommen jedenfalls mmer mit fast schlankem Arm oder Bein zurck und haben seltener ein Erysipel.

PR
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