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Diabetes und Hormonblockade / Prostatacrzinom
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Flugi
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.11.2007
Beitrge: 7
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 25.08.08, 11:34    Titel: Diabetes und Hormonblockade / Prostatacrzinom Antworten mit Zitat

Hallo Leidensgenossen, wirkt sich die Hormonblockade ( Trenatone + Casodex 50mg ), auf Diabetes Typ 2, aus? Ich nehme noch keine Medikamente ( HbA1c immer um 6.5 ) doch in letzter Zeit habe ich eine Steigerung, morgens, nchtern, meist leicht ber 100 mg/dl und letzte Messung HbA1c 6,8 ?? Mein Gewicht ist 73kg bei 174 cm. 1/2/3 Messung nach Mittagessen war 169/100/89 nach Abendessen 126/131/124 ?? Was sagt ihr dazu ???
_________________
Flugi Mainz
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Hans Reuter
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Anmeldungsdatum: 11.08.2006
Beitrge: 652
Wohnort: Rhld.-Pfalz

BeitragVerfasst am: 27.08.08, 10:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ein HbA1c von 6,8% bedeutet einen Mittleren Blutzuckerwert von 165 mg/dl .
Vermutlich bestehen whrend gewisser Phasen hhere Werte als die angefhrten punktuellen Testergebnisse abbilden.

Vielleicht ist eine medikamentse Therapie des Diabetes ntig und eine Anpassung/Ergnzung der Medikation vom Arzt vorzunehmen.
_________________
Mit freundlichen Gren
Hans Reuter
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Sir Henry
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Anmeldungsdatum: 22.10.2006
Beitrge: 123

BeitragVerfasst am: 27.08.08, 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hans Reuter hat folgendes geschrieben::
Hallo, ein HbA1c von 6,8% bedeutet einen Mittleren Blutzuckerwert von 165 mg/dl .
Nach der mir bekannten Formel komme ich bei 165 auf ca. 7,5%. Bei einem HbA1c von 6,8% kommt bei mir ein BZ von 140 raus.
Natrlich knnen Ergebnisse (auch die aus der Formel) vom tatschlichen Wert im Labor gemessen abweichen, aber tatschlich so viel?
_________________
Gru,
Sir Henry
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Hans Reuter
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Anmeldungsdatum: 11.08.2006
Beitrge: 652
Wohnort: Rhld.-Pfalz

BeitragVerfasst am: 29.08.08, 16:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sir Henry,

es gibt unterschiedliche Labormethoden mit ebenso unterschiedlichen Ergebnissen fr die Bestimmung des HbA1c.
Zur annherungsweisen mathematischen Ermittlung sind mindestens zwei Beziehungen bekannt:
So erhlt man in diesem Beispiel fr die

Mittlere Plasmaglukose (mg/dl ) = 35,6 x HbA1c(%) - 77,3 = 165 mg/dl oder
nach Umstellung der Beziehung
HbA1c(%) = Mittlerer Blutzucker [mg/dl ] + 86) / 33,3 fr den Mittleren Blutzucker 140 mg/dl.

Siehe z.B. Umrechnung auf folgenden Seiten:
http://www.diabetologe.de/rechner/rechner/hba1c_-_blutzucker_rechner.html
oder http://www.hba1c.info/hba1c.php

Die Umrechnungen sind somit nur grobe Anhaltspunkte.
Auch eine Mittlere Plasmaglukose von 140 mg/dl bedeutet, dass ab und an auch hhere Werte zu vermuten sind.
_________________
Mit freundlichen Gren
Hans Reuter
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hjt
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Anmeldungsdatum: 01.03.2007
Beitrge: 438

BeitragVerfasst am: 30.08.08, 07:24    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Sir,

der HBA1c-Wert stellt den Durchschnitt aller BZ-Werte der letzten etwa 3 Monate dar, die lnger als etwa 3 Stunden angehalten haben. Lnger als etwa 3 Stunden deswegen, weil die Bindung des Zuckers an das Eiwei der roten Blutkrperchen (bei manchen anderen Eiweien nicht!) bis zu etwa 3 Stunden wieder aufgelst wird, wenn der Blutzucker dann wieder abgesunken ist. Das heit, wenn jemand 100 vor dem Essen misst und der BZ in den 1-2-3 Stunden danach eine flache Kurve bei 140-120-100 beschreibt, dann hat der den gleichen HBA1c, wie jemand, bei dem 1-2-3 Stunden nach dem Essen 240-160-100 gemessen werden. (Aber bei der Analyse eines Stckchens der Haut - unser grtes Organ - wrde die unterschiedliche Zuckerbelastung sehr deutlich sichtbar!)

Nur wenn der BZ nach 3 Stunden noch z.B. 160 ist und dann erst zur nchsten Mahlzeit auf 100 absinkt, wird ein hherer HBA1c gemessen. Aber gemessen und nicht aus dem Durchschnitt im BZ-Messer gerechnet, in dem ja nur die jeweils 100 vor dem Essen stehen. Das heit, der HBA1c erfasst nie zeitlich krzere noch so hohe BZ-Spitzen, und gibt daher die tatschliche Zuckerbelastung nur zum Teil wieder. So haben Gruppenstudien mit kontinuierlicher Messung ergeben, dass schon ein HBA1c von 6,5 ber 10 von 24 Stunden ber 180 bedeuten kann. Und der rechnerische erfasst berhaupt keine tatschlichen BZ-Verlufe zwischen den Mahlzeiten und muss mit dem gemessenen berhaupt nicht bereinstimmen.

Bisdann, Jrgen
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Hans Reuter
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Anmeldungsdatum: 11.08.2006
Beitrge: 652
Wohnort: Rhld.-Pfalz

BeitragVerfasst am: 30.08.08, 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Erstaunlicherweise korrelieren trotzdem Mittlere Blutglukose und HbA1c-Wert in Studien belegt - recht gut miteinander. Die Effizienz der glykmischen Kontrolle lsst sich anhand der Mittleren Blutglukose gut beurteilen. Die Wertigkeit dieses Parameters ist aber nur dann gro, wenn mindestens 3-4 Blutglukosewerte tglich erhoben werden und etwa ein Drittel aller Messungen stichprobenweise postprandial durchgefhrt wird. Wenn man aus den Mittelwerten des Tages einen Blutzuckerwert der Woche erstellt, so bekommt man schon einen ziemlich aussagekrftigen Parameter.

Es gibt derzeit Bestrebungen und bereits einen internationalen Konsens, dass der HbA1c-Wert nicht mehr nur in Prozent sondern zustzlich wissenschaftlich korrekt - auch in mmol/mol sowie als Mittlere Blutglukose MBG- in mg/dl bzw. mmol/l angegeben werden.
Da beide Parameter Durchschnitsswerte sind, bilden sie selbstverstndlich keine Blutglukosefluktuationen Hyper- oder Hypoglykmien ab.
_________________
Mit freundlichen Gren
Hans Reuter
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hjt
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Anmeldungsdatum: 01.03.2007
Beitrge: 438

BeitragVerfasst am: 30.08.08, 18:48    Titel: Antworten mit Zitat

Genau unter der Voraussetzung. Nur, wer wird von seinem Dok dazu angeleitet und misst 1/3 seiner Messungen postprandial? Und dann noch 2 Stunden? Denn die meistens viiiiiiiiel hhere Spitze nach 1 Stunde knnte a) nachdenklich machen und b) den angestrebt gut korreliereden Durchschitt versauen Traurig
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Sir Henry
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Anmeldungsdatum: 22.10.2006
Beitrge: 123

BeitragVerfasst am: 30.08.08, 23:59    Titel: Antworten mit Zitat

Wie soll ich also messen, um so nahe wie mglich an die Laborergebnisse zu kommen?
_________________
Gru,
Sir Henry
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hjt
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Anmeldungsdatum: 01.03.2007
Beitrge: 438

BeitragVerfasst am: 31.08.08, 07:21    Titel: Antworten mit Zitat

fr's richtige Funktionieren des Rechenprogramms immer 2mal vor dem Essen und 1mal 2 Stunden nach dem Essen, dann wieder 2mal vor dem Essen und 1mal nach dem Essen, dann... . Und wenn Du zu anderen Zeiten das Gefhl hast, messen zu mssen, dann mit einem zweiten Gert, damit die Messwertsammlung in dem Gert fr den HBA1c-Wert nicht gestrt wird Winken
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Hans Reuter
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Anmeldungsdatum: 11.08.2006
Beitrge: 652
Wohnort: Rhld.-Pfalz

BeitragVerfasst am: 31.08.08, 15:29    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wie soll ich also messen, um so nahe wie mglich an die Laborergebnisse zu kommen?

Dazu meine persnliche Erfahrung:
Ich teste immer morgens nchtern, vor den Mahlzeiten, vor dem Einschlafen und stichprobenweise ca. 2 Stunden postprandial.
Der mir von DIABASS gelieferte MBG- Wert fr 3 Monate liegt dann regelmig sehr nahe am errechneten Wert aus dem Laborergebnis fr das HbA1c.
Letztes Beispiel:
MBG = 105 mg/dl(DIABASS)
HbA1c = 5,1 % (Labor)
MBG nach
http://www.diabetologe.de/rechner/rechner/hba1c_-_blutzucker_rechner.html 104 mg/dl.
_________________
Mit freundlichen Gren
Hans Reuter
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Sir Henry
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Anmeldungsdatum: 22.10.2006
Beitrge: 123

BeitragVerfasst am: 31.08.08, 22:55    Titel: Antworten mit Zitat

Noch ne Frage, die mir leider zu spt eingefallen ist:
Wann sollte ich meine Tabletten (metformin und gliben) einnehmen:
1) Morgens vor oder nach dem Frhstck und
2) Abends vor oder nach dem Abendessen
3) Soll ich eine gewisse Zeit verstreichen lassen, bis ich nach der Tabletteneinnahme etwas esse bzw. wenn ich was gegessen habe und die Tabletten einnehmen mchte?
Danke fr eure Mhen.
_________________
Gru,
Sir Henry
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Hans Reuter
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Anmeldungsdatum: 11.08.2006
Beitrge: 652
Wohnort: Rhld.-Pfalz

BeitragVerfasst am: 01.09.08, 13:27    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn vom Arzt nichts anderes verordnet wurde und in der Packungsbeilage nichts Gegenteiliges aufgefhrt ist, sollten diese Medikamente zu (Metformin) bzw. vor (Gliben) den Mahlzeiten unzerkaut und mit ausreichend Flssigkeit eingenommen werden.
Eine Wartezeit ist im Allgemeinen nicht erforderlich.
_________________
Mit freundlichen Gren
Hans Reuter
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hjt
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Anmeldungsdatum: 01.03.2007
Beitrge: 438

BeitragVerfasst am: 01.09.08, 13:39    Titel: Antworten mit Zitat

Nennen wir Deine Medis 1 und 2.

1. gehrt zur Gruppe der Biguanide und senkt nicht aktiv den Blutzucker. Es verhindert lediglich, dass die Leber Zucker ausgibt.
Gesund gibt die Leber (grter Zuckerspeicher und hervorragende Zuckerfabrik) nur Zucker aus, wenn der Blutzucker unter die persnliche Untergrenze irgendwo zwischen 50 und 70 mg/dl sinkt.
Eine der wesentlichen Strungen des Diabetes kann darin bestehen, dass die Leber falsche Steuerimpulse bekommt und Zucker ausgibt, wenn keiner notwendig ist, z.B. frh morgens (Einnahme vor dem Schlafengehen) oder auch nach den Mahlzeiten (Einnahme nach Mglichkeit deutlich vor dem Fhstck).
Wann das Medikament am besten hilft, kann man selbst messen, indem man die Messergebnisse von einigen Tagen mit mit einigen Tagen ohne vergleicht.

2. gehrt zur Gruppe der Sulfonylharnstoffe, treibt also die Inselzellen zur vermehrten Insulinausgabe an, so lange sich da noch etwas antreiben lsst. Die besten Ergebnisse erzielen Leute, die es etwa eine halbe Stunde vor dem Essen nehmen, damit die Insulinproduktion dann nach dem Essen auf mglichst vollen Touren luft.
Wann das Medikament am besten wirkt und auch wie lange nach dem Essen, kann man selbst messen, indem man die Messergebnisse von einigen Tagen mit mit einigen Tagen ohne vergleicht, und indem man an Tagen mit den BZ-Verlauf wenigstens in Stundenschritten nach dem Essen verfolgt, bis der BZ nicht mehr weiter sinkt.

Kritisch ist, dass bei vielen Typ2 die Inselzellen C-Peptid und Insulin ungetrennt als intaktes Proinsulin ausgeben. Intaktes Proinsulin kommt in stoffwechselgesundem Blut kaum vor, hat nur etwa 10% der BZ-senkenden Wirkung von einfachem Insulin, frdert aber besonders Adipositas und Arteriosklerose. Wer mehr als Spuren von intaktem Proinsulin im Blut hat, sollte keine Insulintreibmittel nehmen, denn die wrden bei ihm ja wesentlich die Ausgabe von schdlichem intaktem Proinsulin verstrken.
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Sir Henry
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Anmeldungsdatum: 22.10.2006
Beitrge: 123

BeitragVerfasst am: 01.09.08, 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hans Reuter hat folgendes geschrieben::
Wenn vom Arzt nichts anderes verordnet wurde und in der Packungsbeilage nichts Gegenteiliges aufgefhrt ist, sollten diese Medikamente zu (Metformin) bzw. vor (Gliben) den Mahlzeiten unzerkaut und mit ausreichend Flssigkeit eingenommen werden. Eine Wartezeit ist im Allgemeinen nicht erforderlich.
Danke, jetzt, wo Du es erwhnst, meine ich, mich erinnern zu knnen, da mein Arzt mir gleiches gesagt hat.
Noch ne abschliessende Frage:
Ab wann beeinflusst die Einnahme der Medikamente die Werte, wenn ich mich morgens nchtern messen mchte und ich aus Versehen meine Tabletten schon eingenommen habe?
Danke fr die Mhen, hoffe, ich werde nicht lstig... Verlegen Winken
_________________
Gru,
Sir Henry
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Sir Henry
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Anmeldungsdatum: 22.10.2006
Beitrge: 123

BeitragVerfasst am: 01.09.08, 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

@hjt:
Danke fr Deine Erklrungen, dadurch ist mir manches doch etwas klarer geworden.
Bin ja mal gespannt auf meine erste Diabetes Schulung nchste Woche. Seit ca. 13-14 Jahren die erste Schulung berhaupt. Ich habe zwar meinen Diabetes Wert einigermassen im Griff, will aber grssere Ausrutscher, sofern welche vorhanden, in Zukunft lieber vermeiden.
_________________
Gru,
Sir Henry
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