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Blutwerte - Abweichungen
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litla
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 31.08.2008
Beitrge: 43

BeitragVerfasst am: 17.09.08, 23:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und guten Abend!

Dann muss ich mir also keine Sorgen machen, hier quasi Selbstgesprche zu fhren Winken

Bislang habe ich mich wunderbar von Herrn Dr. Flaccus betreut gefhlt, auch wenn seine Beitrge einige Male sehr unbequem waren Cool - zu Recht, wie sich spter herausstellte, denn in der Uniklinik wurde ketzte Woche eine jungen Frau mit hnlich hohen Werten eingeliefert, sie musste wiederbelebt und notoperiert werden, das war das Wochenende, an dem ich einen Anruf von der Uniklink bekam, wegen der schlechten Werte direkt am Montag wieder zu erscheinen. Ohne die, nennen wir es "sehr direkt formulierten Ratschlge" Winken htte ich mich vermutlich nicht umgehend in der Uniklink vorgestellt, obwohl ich ein schlechtes Gefhl nach dem Besuch beim Nuklearmediziener hatte, sondern htte mich vermutlich damit abgefunden, von eben diesem Arzt mit einer Packung Tabletten hinauskomplimentiert zu werden und in zwei, drei Wochen ggf- zur Blutkontrolle zu gehen. So, das musste ich mal loswerden Verlegen

Wegen des Eintrags in meinem Notfallsausweis hatte ich bereits einmal nachgefragt und damals eine sehr ausfhliche Antwort von Ihnen, FataMorgana, bekommen (fr die ich mich schndlicherweise noch nicht einmal bedankt hatte). Ich habe mit Sicherheit irgendwo den echten Befund, die Stichworte "Antikrpersuchtest POSITIV" und "Enzymphnomen" sind nmlich aus dem o.g. Notfallausweis, den ich kommentarlos ausgehndigt bekommen hatte. Blutkonserven habe ich in meinem Leben definitiv noch keine erhalten, ich habe noch nicht einmal ein Krankenhaus (als Patient) von innen gesehen *dreimalaufHolzklopf". Den Befund suche ich gerne heraus, das schaffe ich aber heute Nacht nicht mehr.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit fr meine Fragen nehmen - und danke fr die guten Wnsche!

Ich wnsche eine gute Nacht,
Steffi
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litla
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 31.08.2008
Beitrge: 43

BeitragVerfasst am: 18.09.08, 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und guten Abend!

Wie versprochen habe ich mal die alten Befunde herausgesucht - lese sie heute zum ersten Mal, habe sie mir damals mitgeben lassen und nie wieder 'reingeschaut, ich dachte, der Hausarzt wird schon etwas dazu sagen... (ja, ich wei - ich bin ein schlechter Patient). Die dort empfohlenen Kontrollen alle 3-6 Wochen habe ich nie machen lassen... Verlegen

Auslser fr den Bluttest damals war V.a. monoklonale Gammopathie (?) sowie Immunkoagulopathie (auch das muss ich erst einmal nachlesen).
Neben drei Seiten mit zahlreichen Werten, von denen ich noch nie gehrt habe, steht dort u.a.:
Blutgruppenformel: A Rh positiv
Direkter Coombstest : negativ
Antikrpersuchtest: positiv (Notfallausweis), Enzymphnomen (Papain 37)

Ich sehe gerade, dass auch damals schon meine Leukozyten stndig unterhalb des Referenzbereiches lagen (bei einem Ref. von 4.0-10.0 lagen meine Werte stets zwischen 2.9-3.1), anscheinend komme ich schon immer ganz gut mit wenigen Leukozyten aus... Diesbezglich hatte ich mir ja etwas Sorgen gemacht, da das Medikament, dass ich nun relativ hochdosiert nehme einer Blutkontrolle bedarf wg. der Gefahr einer Leukopenie.
Zur Zeit ist alles im grnen Bereich. Smilie

Herzliche Gre und Gute Nacht,
Steffi
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FataMorgana
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beitrge: 3419

BeitragVerfasst am: 19.09.08, 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend Steffi,

litla hat folgendes geschrieben::
Blutgruppenformel: A Rh positiv
Direkter Coombstest : negativ
Antikrpersuchtest: positiv (Notfallausweis), Enzymphnomen (Papain 37)


Das spricht fr meine Vermutung, dass es sich um unspezifische irregulre Antikrper handelte, die nur im Enzymmilieu (nach Vorbehandlung der roten Blutkrperchen mit dem Enzym Papain) nachweisbar waren. Steht zwar nicht explizit dort, ich wrde es aber so interpretieren. Das wre etwas gleichzeitig relativ Hufiges und Harmloses. Eine Spezifitt bzw. ein Titer ist jedenfalls nicht angegeben. Steht im Notfallausweis, um was fr Antikrper es sich genau handeln soll?

Der negative direkte Coombstest spricht klar gegen eine Autoimmunhmolyse. Insofern kann man den positiven AKS auch nicht als Hinweis auf eine Neigung zu Autoimmunkrankheiten deuten.

Wurden bei Ihnen eigentlich schon die TRAK bestimmt (TSH-Rezeptor-Antikrper)? Und was ergab der Ultraschall der Schilddrse?

litla hat folgendes geschrieben::
Ich sehe gerade, dass auch damals schon meine Leukozyten stndig unterhalb des Referenzbereiches lagen (bei einem Ref. von 4.0-10.0 lagen meine Werte stets zwischen 2.9-3.1), anscheinend komme ich schon immer ganz gut mit wenigen Leukozyten aus... Diesbezglich hatte ich mir ja etwas Sorgen gemacht, da das Medikament, dass ich nun relativ hochdosiert nehme einer Blutkontrolle bedarf wg. der Gefahr einer Leukopenie.


Es gibt Menschen, die etwas weniger Leukozyten haben als der Durchschnitt, ohne dass dies einen Krankheitswert htte. "Nur" etwa 95 % der gesunden Menschen liegen bei Parametern wie der Leukozytenzahl innerhalb des Referenzbereichs.

Ich wnsche Ihnen weiterhin gute Besserung!

Viele Gre von FataMorgana

P. S.: Ich bin brigens auch ein groer Freund der Alten Musik. Singen Sie hauptberuflich, oder spielen Sie (auch) ein Instrument?
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litla
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 31.08.2008
Beitrge: 43

BeitragVerfasst am: 19.09.08, 22:56    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend FataMorgana,

noch jemand, der sich fr alte Musik interessiert - wie schn!
Neben dem Gesang spiele ich noch ein paar Instrumente
(Nyckelharpa, Schalmeien, Renaissance-Flten etc.). Trotzdem war ich latent schockiert, als das Thema OP zur Sprache kam, denn auch aus beruflichen Grnden kann ich auf keinen Fall das Risiko eingehen, evtl. meine (Gesangs-) Stimme zu verlieren.

Zitat:
Eine Spezifitt bzw. ein Titer ist jedenfalls nicht angegeben. Steht im Notfallausweis, um was fr Antikrper es sich genau handeln soll?


Leider nein, dort findet man keine weiteren Infos - vermutlich auch nicht besonders hilfreich fr denjenigen, der im Notfall in den Pass schaut...

Zitat:
Wurden bei Ihnen eigentlich schon die TRAK bestimmt (TSH-Rezeptor-Antikrper)? Und was ergab der Ultraschall der Schilddrse?



Einen TRAK-Wert kann ich in den Befunden leider nicht finden, dort steht "Das Ergebnis fr TRAK und TAK steht noch aus und wird bei Therapierelevanz nachgereicht."

Folgende Werte habe ich:

01. September:
Freies Trijodthyron 19.8 pg/ml (Ref. 2.3-4.2)
Freies Thyroxin 4.09 ng/dl (Ref. 0.8-1.8 )
Thyreotropin: TSH < 0.01 uIU/ml (Ref. 0.35-4.5, < 0.1 = supprimiert)
Anti-Thyreoidale Peroxida 18.6 U/ml (Ref. bis 35)

05. September:
FT4 5.33 ng/100ml Ref. 0.7-2.2
T3 415.51 ng/100ml Ref. 80-200
TSH 0.05 mU/l Ref.0.3-3.5

11.September

FT4 2.85 ng/100ml Ref. 0.7-2.2
T3 189.68 ng/100ml Ref. 80-200
TSH 0.06 mU/l Ref.0.3-3.5

Also quasi wieder normal! Sehr glcklich

Der Befund der Ultraschalluntersuchung lautet: Etw. vergrerte SD (20ml, Ref. bis 18ml). Reflexmuster echoarm und inhomogen, erhebliche Hypervaskularisation".

Achtung, hier kommt wieder eine laienhafte Frage:
Muss man bei dieser Befundkonstellation zwingend von einer Autoimmun-Erklrankung (wie M.B.) ausgehen oder kann dieser Zustand auch durch andere Auslser hervorgerufen worden sein? Ich frage deshalb, weil ich mich zeitgleich zum Ausbruch der Symptome viele Wochen lang vorrangig von Salzstangen ernhrt habe, meist mehr als 200g pro Tag. Natrlich wei ich, dass das nicht besonders klug war, aber vor allem aus Zeitgrnden bot es sich damals an (wenig Zeit, Stress, Prfung...) Verlegen
Knnte es vielleicht auch ein Jod-Overkill der SD sein?

Herzliche Gre und gute Nacht,
Steffi
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FataMorgana
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Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beitrge: 3419

BeitragVerfasst am: 20.09.08, 07:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Steffi,

litla hat folgendes geschrieben::
Einen TRAK-Wert kann ich in den Befunden leider nicht finden, dort steht "Das Ergebnis fr TRAK und TAK steht noch aus und wird bei Therapierelevanz nachgereicht."


Danach sollten Sie noch einmal fragen. Der Wert ist fr die Differenzialdiagnose ganz wichtig.

litla hat folgendes geschrieben::
Folgende Werte habe ich:

01. September:
Freies Trijodthyron 19.8 pg/ml (Ref. 2.3-4.2)
Freies Thyroxin 4.09 ng/dl (Ref. 0.8-1.8 )
Thyreotropin: TSH < 0.01 uIU/ml (Ref. 0.35-4.5, < 0.1 = supprimiert)
Anti-Thyreoidale Peroxida 18.6 U/ml (Ref. bis 35)

05. September:
FT4 5.33 ng/100ml Ref. 0.7-2.2
T3 415.51 ng/100ml Ref. 80-200
TSH 0.05 mU/l Ref.0.3-3.5

11.September

FT4 2.85 ng/100ml Ref. 0.7-2.2
T3 189.68 ng/100ml Ref. 80-200
TSH 0.06 mU/l Ref.0.3-3.5

Also quasi wieder normal! Sehr glcklich


Na ja, normal noch nicht wieder. Der Verlauf sieht aber gut aus.

litla hat folgendes geschrieben::
Der Befund der Ultraschalluntersuchung lautet: Etw. vergrerte SD (20ml, Ref. bis 18ml). Reflexmuster echoarm und inhomogen, erhebliche Hypervaskularisation".


Das hat wahrscheinlich zu dem Verdacht auf Morbus Basedow gefhrt. Der Ultraschallbefund wrde dazu wesentlich besser passen als zu einem autonomen Adenom.

litla hat folgendes geschrieben::
Achtung, hier kommt wieder eine laienhafte Frage:
Muss man bei dieser Befundkonstellation zwingend von einer Autoimmun-Erklrankung (wie M.B.) ausgehen oder kann dieser Zustand auch durch andere Auslser hervorgerufen worden sein?


Neben einem M. Basedow knnte z. B. auch eine Schilddrsenautonomie (autonomes Adenom) die Ursache sein. Die Befunde passen aber insgesamt besser zu einem M. Basedow. Deswegen wre es auch sehr interessant, ob die TRAK erhht sind.

litla hat folgendes geschrieben::
Ich frage deshalb, weil ich mich zeitgleich zum Ausbruch der Symptome viele Wochen lang vorrangig von Salzstangen ernhrt habe, meist mehr als 200g pro Tag. Natrlich wei ich, dass das nicht besonders klug war, aber vor allem aus Zeitgrnden bot es sich damals an (wenig Zeit, Stress, Prfung...) Verlegen
Knnte es vielleicht auch ein Jod-Overkill der SD sein?


Theoretisch kann bei Schilddrsenautonomie die berfunktion durch Jodzufuhr von auen ausgelst werden (aber nicht verursacht - nur ausgelst). Dem Jod aus der Nahrung misst man dabei aber im allgemeinen keine groe Bedeutung zu (eher z. B. Rntgenkontrastmittel). Da bei Ihnen aber vieles fr einen M. Basedow spricht, hat die berfunktion vermutlich gar nichts mit den Salzstangen zu tun.

Weiterhin alles Gute wnscht
FataMorgana
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litla
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 31.08.2008
Beitrge: 43

BeitragVerfasst am: 21.09.08, 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und guten Abend,

vielen Dank fr die Erklrugen!

Da ich sptestens am Donnerstag wieder zur Blutkontrolle muss, werde ich nach den Ergebnissen von TRAK und TAK fragen.

Mir geht es inzwischen ganz gut, nur meinen Puls und die Herzrhythmusstrungen bekomme ich trotz der Betablocker einfach nicht in den Griff. Ich war am Wochenende auf einer Veranstaltung im Sden und fhlte mich abends so schlecht, dass ich schon wieder den zustndigen Sanittern einen Besuch abgestattet habe, Blutdruck und Puls wurden gecheckt. Trotz Betablocker lag (und liegt) der Puls ohne Anstrengung oder Stress bei 120, bei Anstrengung noch hher. Blutdruckwerte hab ich vergessen, waren aber auch zu hoch. Dazu dieses fiesen Herzrhythmusstrungen - man schaute wieder sehr besorgt, auch ob des auffallend sehr unregelmigen Herzschlags und wollte noch vor Ort ein EKG schreiben, ich hab aber abgelehnt, da wir einen sehr straffen Zeitplan hatten und habe unter heftigem Protest des Rettungsdienstes die San.-Station wieder verlassen Verlegen
Vielleicht frage ich den Doc am Donnerstag, ob man den Betablocker noch erhhen kann, das kann so nicht bleiben Traurig

So, genug gejammert...

Gute Nacht,
Steffi
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Dr. A. Flaccus
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 06.03.2005
Beitrge: 3181
Wohnort: Hildesheim

BeitragVerfasst am: 22.09.08, 09:17    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen, liebe Steffi!

Zitat:
Vielleicht frage ich den Doc am Donnerstag, ob man den Betablocker noch erhhen kann, das kann so nicht bleiben


Vllig richtig. So gehts nicht.

Mein Vorschlag: Rufen Sie einfach heute kurz Ihren Doc an. Meines Erachtens drfte bei Ihren Werten eine sofortige Steigerung der Dosis unproblematisch sein.
Es macht keinen Sinn, das tagelang "auszusitzen", handeln Sie noch heute, bitte Smilie

Wieviel nehmen Sie denn aktuell ?

Liebe Gre

Dr. A. Flaccus
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Dr. A. Flaccus
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litla
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Anmeldungsdatum: 31.08.2008
Beitrge: 43

BeitragVerfasst am: 23.09.08, 08:48    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen, Herr Dr. Flaccus!

Ich freue mich, von Ihnen zu lesen, ich hatte schon fast befrchtet, Sie vergrault zu haben Verlegen

Ich glaube die Dosis Propranolol, die ich zur Zeit nehme, ist nicht wirklich hoch, 120mg tglich.
Den Doc habe ich gestern telephonisch nicht erreichen knnen, ich werde es zwischendurchnoch einmal versuchen - habe ab heute leider richtig Stress, zwei Auftrittstermine und die Hochzeits-Orga meiner besten Freundin. Da muss ich fit sein - mein Krper hat sich einen wirklich ungnstigen Zeitpunkt ausgesucht...
Ich bin jedoch sehr zuversichtlich, denn immerhin ist das Zittern schon fast verschwunden, die Kraft kommt langsam zurck, hoffentlich auch bald die zurckgebildeten Muskeln - an meinen Schultern und Oberarmen kann man zur Zeit noch Knochenbau-Anatomiestudien durchfhren. Manchmal frage ich mich, wie ich alle Symptome so lange verdrngen konnte... Verlegen

Herzliche Gre,
Steffi
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Dr. A. Flaccus
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 06.03.2005
Beitrge: 3181
Wohnort: Hildesheim

BeitragVerfasst am: 23.09.08, 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Steffi!

Es ist jetzt umso wichtiger, konsequent zu handeln.
Ich verstehe ja Ihre private Situation sehr gut, aber nach wie vor gehen Sie hohe Risiken ein!
Der Zeitpunkt solcher Erkrankungen ist nie gnstig.

Wenn Sie zur Hochzeit Ihrer Freundin nicht selbst im Krankenhaus liegen wollen, rate ich Ihnen eine dringende weitere rztliche Abklrung an. Die Symptome mssen beherrscht werden, damit der Krper endlich zu Ruhe kommt. Ihnen droht sonst ein Kollaps, deren Folgen ich Ihnen hier lieber nicht im Detail schildere... Winken

Denken Sie an sich selbst zuerst. Ein echte "Freundin" wird das verstehen (Ihre Freunde mten ja auch merken, das es Ihnen z.Zt. nicht gut geht).

Ich hoffe, Sie werden noch ein wenig vernnftiger, denn das was ich jetzt wieder las:

Zitat:
Trotz Betablocker lag (und liegt) der Puls ohne Anstrengung oder Stress bei 120, bei Anstrengung noch hher. Blutdruckwerte hab ich vergessen, waren aber auch zu hoch. Dazu dieses fiesen Herzrhythmusstrungen - man schaute wieder sehr besorgt, auch ob des auffallend sehr unregelmigen Herzschlags und wollte noch vor Ort ein EKG schreiben, ich hab aber abgelehnt, da wir einen sehr straffen Zeitplan hatten und habe unter heftigem Protest des Rettungsdienstes die San.-Station wieder verlassen


klingt nicht sehr gut.
Ich verstehe ja, das man persnlich eingebunden ist in gewisse Dinge, aber was Sie machen, ist gefhrlich!
Werden Sie vernnftig, sorgen Sie dafr Ihre Probleme rztlich regeln zu lassen und bleiben Sie zu Hause!

Mit wirklich gut gemeinten Gren, aber gleichzeitig recht verrgert...

Dr. A. Flaccus
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litla
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Anmeldungsdatum: 31.08.2008
Beitrge: 43

BeitragVerfasst am: 23.09.08, 17:05    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist nicht fair - ich gehe doch brav jede Woche zum Arzt, sogar auerplanmig, wenn es mir nicht gut geht so wie letzte Woche. Ausrufezeichen
Da die Blutwerte fast wieder normal sind, besteht laut Uniklinik kein Handlungsbedarf, es bruchte halt seine Zeit, bis sich die Krperfunktionen wieder regulieren.

Ich darf ausdrcklich arbeiten, lediglich als die Werte noch schlecht waren wurde es gutgeheien, dass ich im Umkreis der Uniklinik meinem Job nachgehe, so da ich im
Falle einer Verschlecherung zeitnah dort sein kann. Aber diese Gefahr besteht doch nicht mehr.
Wenn der Prof gesagt htte, ich solle im Bett bleiben, htte ich das vermutlich sogar getan!

Viele Gre,
Steffi
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Dr. A. Flaccus
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Anmeldungsdatum: 06.03.2005
Beitrge: 3181
Wohnort: Hildesheim

BeitragVerfasst am: 23.09.08, 18:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Wissen Ihre rzte von dem immer wiederkehrenden Herzrasen ?
rzte sind keine Hellseher - wenn Sie nicht sagen, das Ihre Frequenz zu hoch ist und das Sie sich phasenweise schlecht fhlen, dann kann auch niemand reagieren.

Zitat:
Blutdruckwerte hab ich vergessen, waren aber auch zu hoch.


Das nehme ich Ihnen nicht ab. Sie sollten doch mittlerweile sehr genau wissen, worauf es ankommt.

Zitat:
Ich darf ausdrcklich arbeiten,


...wahrscheinlich, weil Sie ausdrcklich danach gefragt haben. Hat Ihnen denn niemand geraten, das es besser wre, krzer zu treten? Das kann ich kaum glauben!

Haben Sie denn nun jemanden erreicht in Sachen Betablocker ?
Oder hatten Sie "keine Zeit", um sich um Ihre Gesundheit zu kmmern...

Ich mag Ihnen Unrecht tun, aber ich befrchte, Sie verschwiegen den Kollegen vor Ort wichtige Symptome. So, wie Sie das schildern, drfen Sie m.E. voerst nicht arbeiten.

Entschuldigen Sie meine erneut harten Worte. Ich bin besorgt, weil Sie unvernnftig erscheinen.

Gru

Dr. A. Flaccus
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litla
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Anmeldungsdatum: 31.08.2008
Beitrge: 43

BeitragVerfasst am: 23.09.08, 18:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Ich habe dem Arzt in der Uniklinik diese Symptome nicht verschwiegen, im Gegenteil: wegen genau dieser Symptome bin ich ja auerplanmig letzte Woche dort hin gegangen (hoher Puls, Herzrhythmusstrungen, wieder starkes Muskelzittern). Daraufhin wurde die Dosis Betablocker beibehalten und das Carbimazol entgegen dem ursprnglichen Plan weiter in der hohen Dosis verordnet.
Ich wei, dass es nicht klug war, die Symptome ber Monate hinweg zu ignorieren - aber seitdem ich bei dem kompetent wirkenden Prof. in der Uniklinik in Behandlung bin, befolge ich strikt dessen Anweisungen. Ich hatte ja extra die "Behandlung" des ersten Nuklearmediziners (vor allem nach Ihren Beitrgen!) fr nicht ausreichend befunden, da dieser gar kein groes Problem mit meinen Werten und meinen Symptomen sah, mir Tabletten verordnete und mich in ein paar Wochen wiedersehen wollte.
In der Uniklinik sah man alles wesentlich kritischer, aber sagte mir, ich solle lediglich auf sportliche Aktivitten verzichten (was mir sehr schwer fllt, aber auch hieran halte ich mich, sowie ich viel schlafe, gesund esse und mich weite Strecken zu entfernten Veranstaltungsorten fahren lasse etc. ).
Und da ich meinen behandelnden Arzt tatschlich immer noch nicht persnlich erreichen konnte, werde ich mich morgen frh wieder auf den Weg in die Uniklinik machen.
Also bitte nicht nur draufhauen, ich lern ja dazu! Traurig

Viele Gre,
Steffi
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Dr. A. Flaccus
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Anmeldungsdatum: 06.03.2005
Beitrge: 3181
Wohnort: Hildesheim

BeitragVerfasst am: 23.09.08, 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, liebe Steffi!

Zitat:
Und da ich meinen behandelnden Arzt tatschlich immer noch nicht persnlich erreichen konnte, werde ich mich morgen frh wieder auf den Weg in die Uniklinik machen.


Smilie

Diesen Satz wollte ich lesen.

Und Sie erzhlen dann bitte genau, was Ihnen in den letzten Tagen so alles widerfahren ist, und zwar im Detail, ja ?
Und Sie fragen bitte aktiv nach ob der Arzt es wirklich fr klug hlt, das Sie weiter arbeiten, zumindest solange diese Rythmusstrungen bestehen.
Schildern Sie dem Arzt mal ganz ehrlich und offen Ihren "Arbeitstag" und das, was Sie demnchst sonst noch so vorhaben (Hochzeitsvorbereitung). Und dann soll er Ihnen ehrlich sagen, wie er das anhand Ihrer aktuellen Situation einschtzt.

Ich bin gespannt, was Sie nach dem Gesprch berichten und wnsche Ihnen natrlich weiter gute Besserung! Und ich wnsche Ihnen natrlich auch, dass Sie Ihren Aktivitten soweit wie mglich nachgehen knnen. Ich hab schon kapiert, wie wichtig Ihnen das ist... Winken

Aber jetzt gehts erstmal um wichtigere Dinge - also: Morgen ganz ehrlich sein!

Liebe Gre

Dr. A. Flaccus
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Dr. A. Flaccus
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Georgia
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Anmeldungsdatum: 14.11.2007
Beitrge: 843

BeitragVerfasst am: 23.09.08, 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Steffi,
jetzt muss ich Dr. Flaccus mal untesttzen... (-;

Ich weiss aus eigener Erfahrung echte Krankheiten kommen IMMER zum vllig falschen Zeitpunkt, Immer dann wenn man GAR keine Zeit dafr hat. Ich bin auch selbstndig und ein lngerer Arbeitsausfall kann bei mir auch existenzbedrohend sein. Davor hat man dann auch Angst...

Aber auch schwere Erkankungen sind existenzbedrohend und zwar im wahrsten Sinne des Wortes... Sie verstehen sicher was ich meine...

Ich finde es einen super Vorschlag von Dr. Flaccus , dem behandelnden rzten zu schildern WIE genau ihr Arbeits-Alltag aussieht. Singen ist ja auch krperlich anstregend, denke ich, zumindest wenn man es wie Sie "richtig" macht. z.B. Reine Broarbeit wre sicher anders zu bewerten.

Ich wre (sicher genau wie Dr. Flaccus) sehr begeistert zu lesen, dass die rzte "grnes Licht" fr Ihre Arbeit und Reisen etc. geben, aber es mssen alle Fakten auf den Tisch um das einschtzen zu knnen - alles andere bleibt extrem gefhrlich fr Sie.

Offensichtlich ist Ihr Krper eben nicht fit, wenn ich das mit den diversen Besuchen bei den "Sani's" und den HR-Strungen lese...?? Es wre doch schade um Ihr tolles Talent, wenn Sie ernsthaft Schaden nehmen wrden - was glauben Sie wie sehr Sie sich ber sich selbst rgern wrden, einmal zu wenig beim Arzt gewesen zu sein...

Bitte verstehen SIe mich nicht falsch - Ich habe grosse Hochachtung vor Ihnen, dass Sie so mutig sind mit Kunst Ihr Leben zu bestreiten und offensichtlich auch noch mit Erfolg.
Aber manchmal ist zuviel Mut auch nicht so gut...

Ich hoffe Sie sind mir nicht bse ber meine offenen Worte, glauben Sie mir ich meine es nicht bse !!!

Viele Grsse

Georgia
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litla
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Anmeldungsdatum: 31.08.2008
Beitrge: 43

BeitragVerfasst am: 25.09.08, 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Da meine Leukozytenzahl pltzlich deutlich gesunken ist - der Wert war ja schon zu Beginn der Medikation unterhalb des Ref.-Bereiches - musste ich das Carbimazol sofort absetzen. Ich bekomme nun ein Medikament, dass eigentlich fr manisch-depressive Patienten gedacht ist, als Nebeneffekt aber eine Verbesserung der o.g. Werte bewirken soll (die Werte hatten sich unter Carbimazol nicht mehr gebessert). Die genauen Werte habe ich noch nicht, habe nur einen Anruf von der Uniklinik bekommen.
Wieso verschwinden meine Leukozyten? Und normalisiert sich das wieder von alleine? Wei jemand, ob das Psycho-Pharmakum Auswikrungen auf mich als psychisch Gesunde haben wird?
Traurig
LG,
Steffi

P.S: Ich habe noch eine vermutlich dumme Frage - ich habe spontan viele Hmatome bekommen an Stellen, wo ich mich definitiv nicht gestoen o.., sogar am Bauch, das kann doch mit dem niedrigen Leukozytenwert eigentlich nicht zusammen hngen, oder?
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