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Datensicherheit - d a s Thema der Brger
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Anmeldungsdatum: 27.12.2006
Beitrge: 939

BeitragVerfasst am: 24.09.08, 00:14    Titel: Da war ich noch nicht... Antworten mit Zitat

PR hat folgendes geschrieben::
...In Husern, in denen Sie schon mal irgendwann w a r e n...
sollten Ihre Daten schon zugreifbar sein, wahrscheinlich bis zum Tag des St. Nimmerlein...

Oops, da wo ich angerufen hatte, war ich aber noch nie!
Bei einer von zwei oder drei Kliniken mit meinen Daten, wo ich noch nie war, wrde mir noch die Version einfallen wollen, dass dort mal meine Frau Ende der 1990er Jahre war.

Insgesamt hatte ich fnf angerufen.
Ehrlich gesagt war und ist es mir auch egal, ob meine Daten da schon waren oder nicht.
Indiz war ja, mir die Strasse meiner Adresse zu sagen, und die richtige Schreibweise zu erfragen und woanders zum Abschlu mir meine KK zu benennen, also alles noch so richtig?

Nun ja, wer wei welche Wege manchmal so Daten nehmen, vielleicht ja mal ber Anfragen irgendwo hin.
Nur dort hin? Daran kann ich mich nicht erinnern.

Ein Beitragszahler
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 24.09.08, 13:26    Titel: Das ist nicht normal. Antworten mit Zitat

Ich wte keinen Grund, warum eine Klinik die persnlichen Daten eines Menschen bevorraten sollte, der in dieser Klinik noch nie war. Ich wte auch keine legalen Weg, auf dem sie dran kommen knnte. Merkwrzig.

W e r b r a u c h t denn die eCard ?
Sie nicht. Ich nicht. Die Patienten nicht, die rzte auch nicht.
Wer die eCard zu brauchen meint, das sind

1. die Politiker. Gesundheitspolitik ist in Deustchland auch im Jahr 2008 noch ein Blindflug, jedenfalls was die Epidemiologie angeht. Fr Morbidittsdaten gibt es tausendundeine niemals aktuelle Quelle, deren jede jeweils fr was ganz Anderes gemacht ist, blo nicht fr eine Gesundheitsberichterstattung. Sowas ist freilich fr jede Synopse bldsinnig, weil immer schiefe Bilder entstehen. Nicht mal gibts ein bundeseinheitliches Krebsregister, die Lnder haben die ihren berwiegend zugemacht. Jedoch brauchen die Politiker keine personenbezogenen Daten.

2. die IT-Industrie. Die geifert danach, die Symposien ber "e-Health" purzeln nur so. Da wird die nchste brave new world geplant. Wenn das nicht so wr, kme auch die IT-Industrie mit personenunabhngigen Daten aus.

3. die Kassen. Fr ihre noch immer explodierende Kontrollbrokratie wollen die natrlich personenbezogene Daten. Schon heute wird mit mehreren Millionen Leseberechtigten gerechnet.Erzhle mir keiner, die Daten blieben da noch auf ewig innerhalb des Kreises der Schweigepflichtigen und sonst Nichtinteressierten.
Die Geschichte mit der Verschlsselung der Daten zum Transoport, fr die wir in den Praxen und Kliniken einen immensen Aufwand treiben sollen, ist doch blo Augenwischerei. Die Kasen betreiben schon heute data mining in groem Umfang und haben dazu bereits groe Rechenzentren ins Land gestellt.
Ich zweifle nicht: der nchste Schritt wird die Verknpfung der Daten mit der lebenslangen Steueridentifikationsnummer sein.
Auch wenn den Brgern sowas heute (erinnere mich noch an die Volkszhlungsproteste zu meiner Schul- und Studienzeit) egal zu sein scheint: wer sowas von Staats wegen einfhrt, muss dazu das Volk dezidiert gefragt haben. Doch was geschieht ? Das Volk wird gezielt hinters Licht gefhrt ("die Tschippkartendaten sind sicher").

PR
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Miie
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Anmeldungsdatum: 01.04.2008
Beitrge: 294
Wohnort: Nrnberg

BeitragVerfasst am: 06.10.08, 15:31    Titel: Antworten mit Zitat

Naja wenigstens kann PR die zu 90 % falschen Daten seiner Patienten selber abndern. Auf den Arm nehmen
Gre
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 06.10.08, 18:25    Titel: Echt ? Antworten mit Zitat

wut ich noch garnicht.

Was ich demgegenber (woanders wiederholt) geschrieben hatte, war, dass ich meine hauseigene Patientendatenbank hab. Die kann ich ndern.

Was aber fr alle kassenrelevanten Formulare verwendet wird, ist der auf Tschippkarte gespeicherte Auszug der kasseneigenen Patientendatenbank, die leider viel zu oft Fehler enthlt. Die kann ich nicht ndern. Das leitet viele Briefnachrichten an Patienten erst ein- bis zweimal fehl, kostet mich vllig unntz Geld und Zeit und bringt den vom Kassenschlamp betroffenen Patienten u.U. verschleppten Behandlungsbeginn.

PR
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Miie
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Anmeldungsdatum: 01.04.2008
Beitrge: 294
Wohnort: Nrnberg

BeitragVerfasst am: 07.10.08, 13:18    Titel: Antworten mit Zitat

ja, in Zukunft sollen die Adressen von den rzten und Kassen gendert werden knnen, ohne gleich eine neue Karte zu bestellen. Das ist ein Punkt, der eindeutig positiv ist. Dadurch wird auch viel Geld gespart.
Gre
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 07.10.08, 17:10    Titel: Tschippkartendaten von rzten gendert... Antworten mit Zitat

Da hab ich erst mal massive Zweifel, ob das kommt.
Zum Anderen ist das Aktuellhalten der Adredaten ureigene Hausaufgabe der Kassen. Wie die das machen ist mir wurscht. So wie sie's bislang nicht richtig machen, ist es skandals und unertrglich.
Zum Dritten will ich Geld sehen, wenn ich den Kassen ihre Hausaufgaben machen soll.

PR
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Miie
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Anmeldungsdatum: 01.04.2008
Beitrge: 294
Wohnort: Nrnberg

BeitragVerfasst am: 08.10.08, 10:17    Titel: A su a schmarn, Antworten mit Zitat

Fr eine eigene kleine Datenbank (welche garantiert nicht so gut geschtzt ist wie die groen Zentralserver) reichen die Verwaltungsabschlge. Ich finde es SKANDALS, dass jeder kleine futzelige Arzt seine eigene Datenbank anlegen kann. Auf ganz normalen PCs, mit einem SEHR SICHEREM "Fenster"-System und seinen ach so verschwiegenen Arzthelferinnen. Bevor hier einer gegen groe, geschtzte Serverfarmen vorgehen will, der sollte erstmal seine eigenen kleinen Schweinereien beseitigen. Ich bin mir sicher, wenn zu einem Durchschnittsarzt ein Einbrecher in die Praxis einsteigt, sind keinerlei Daten richtig verschlsselt (Ausnahme die eigenen Steuerdaten vielleicht). Eigentlich sollten solche eigenen kleinen Datenspeicherungen verboten werden. Dieses ist meiner Meinung nach deutlich risikogefhrdeter als ein groes Zentrum mit eigenen IT-Fachleuten und Qm-Betreuern.
Mit freundlichen Gren Miie
Fr eine eigene kleine Datenbank (welche garantiert nicht so gut geschtzt ist wie die groen Zentralserver) reichen die Verwaltungsabschlge. Ich finde es SKANDALS, dass jeder kleine futzelige Arzt seine eigene Datenbank anlegen kann. Auf ganz normalen PCs, mit einem SEHR SICHEREM "Fenster"-System und seinen ach so verschwiegenen Arzthelferinnen. Bevor hier einer gegen groe, geschtzte Serverfarmen vorgehen will, der sollte erstmal seine eigenen kleinen Schweinereien beseitigen. Ich bin mir sicher, wenn zu einem Durchschnittsarzt ein Einbrecher in die Praxis einsteigt, sind keinerlei Daten richtig verschlsselt (Ausnahme die eigenen Steuerdaten vielleicht). Eigentlich sollten solche eigenen kleinen Datenspeicherungen verboten werden. Dieses ist meiner Meinung nach deutlich risikogefhrdeter als ein groes Zentrum mit eigenen IT-Fachleuten und Qm-Betreuern.
Mit freundlichen Gren Miie
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Humungus
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Anmeldungsdatum: 10.09.2007
Beitrge: 2004

BeitragVerfasst am: 08.10.08, 11:33    Titel: Re: A su a schmarn, Antworten mit Zitat

Miie hat folgendes geschrieben::
Bevor hier einer gegen groe, geschtzte Serverfarmen vorgehen will, der sollte erstmal seine eigenen kleinen Schweinereien beseitigen.
Jawoll, das wollen wir haben. Ein zentralistisches Datenverarbeitungssystem, zu dem Berufene und Zahlende jederzeit Zugriff haben. Die rzte sind dann zwar die Finanzierer, aber sonst nur lstige Gste. Und wenn einer es mal zu doll treibt, wird einfach sein Kabel gekappt, nicht?

Der Statistikwut der Krankenkassen wird dann so richtig Untersttzung geleistet. Ich hoffe allerdings, dass dann nur die auch Zugriff auf die Daten haben, die davon Ahnung haben und nicht nur Propagandisten.

Miie hat folgendes geschrieben::
Eigentlich sollten solche eigenen kleinen Datenspeicherungen verboten werden.
Genau. Warum werden nicht auch "so kleine rzte" nicht vllig verboten? Sie sollten daran denken, dass Dezentralisierung immer ein wesentlicher Sicherheitsgewinn ist.

Abgesehen davon: kein Einbrecher wird Praxissysteme mitnehmen. Der ist nmlich wesentlich fachkundiger als ein Krankenkassenmitarbeiter oder Lobbyist und wei, dass die Doktors eh nur lahme Kisten betreiben, bei denen das Schleppen an sich schon nix bringt. Und den Datenklau wird man bei einem zentralen System viel, viel besser erreichen knnen.
miie hat folgendes geschrieben::
Dieses ist meiner Meinung nach deutlich risikogefhrdeter als ein groes Zentrum mit eigenen IT-Fachleuten und Qm-Betreuern.
Man merkt Ihren Sachverstand deutlich: Ich sage es ganz offen: durch Qualittsmanagement, wie es heute verstanden und bezahlt wird, ist kein einziger Handlungsablauf verbessert worden. Vielmehr wurde eine Branche von Brokraten aus dem Boden gestampft, deren einziges Ziel der Selbsterhalt ist. Aber das kennen wir ja schon zur Genge: wenn man keine Ahnung hat, ruft man nach einem Fachmann (da war doch mal was bei der ARGE...), den man teuer bezahlt. Der gibt dann kluge Ratschlge, die meist an der Praxis vorbei gehen, kassiert und verschwindet wieder. Toll! Und die Risiken bei einem zentralen System (und auch die Kosten) sind wesentlich hher als bei dezentralen Lsungen.

Nur, damit kein Missverstndnis aufkommt: ich bin ein Befrworter einer Karte, auf der Daten stehen, weil so tatschlich vieles vermieden werden kann, aber: das Ei des Kolumbus ist die geplante Lsung wirklich nicht. Mal sehen, wie viele Omis ihre PIN vergessen...
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 08.10.08, 11:58    Titel: Die eigenen kleinen Schweinereien Antworten mit Zitat

"SKANDALS, dass jeder kleine futzelige Arzt seine eigene Datenbank anlegen kann", allerwerteste Miie,

ergeben sich nahtlos aus der gesetzlichen und berufsrechtlichen Dokumentations- und Aufbewahrungspflicht fr jeden einzelnen in einer Arztpraxis getanen und unterlassenen Handgriff und jedes gesprochene Wort.

Sie ergeben sich weiterhin nahtlos aus dem massiven Druck, den die IT-Lobbyisten unter den Gesundheizpolitikern seit Jahrenden veranstalten: weg von der handgeschriebenen Karteikarte und hin zur, nawaswohl, Datenbankspeicherung.

Meine am heutigen Tag neuntausendsechsundfnzig Datenstze sind doch berhaupt fr niemanden interessant.

Aber die groen ach so geschtzten Serverfarmen sind eben nicht geschtzt vor dem Zugriff des Riesenkreises der Zugriffsberechtigten. Auch ist nach meiner Kenntnis nirgendwo festgelegt, wozu die Daten denn dann alles ge- und missbraucht werden drfen. Um von den Einbrechern in die groen geschtzten Datenfarmen mal ganz zu schweigen.


Gegen die groen ach so geschtzten Serverfarmen gehe ich nicht vor. Niemand im Volk kann mehr dagegen vorgehen, denn lngst gibt es die groe Koalition der IT-Lobbyisten, schon heute Hand in Hand mit riesigen international agierenden Meinungskonzernen, morgen dann Hand in Hand mit hunderterlei international agierenden weiteren Dienstleistern, die alle brennend an Millionen intimer personenbezogener Gesundheitsdaten interessiert sind.

Die dann mit aller Sicherheit eintretenden Datenskandale wird man genau so jahrelang unterm Tisch halten wie die vielen kleinen und groen Datenskandale unserer Tage, wie zB bei der deutschen Funktelefonpost.

Das eben gehrt dem Volk gesagt, heute und hier und berall.

Ich kann nicht so recht glauben, dass Ihnen das alles wirklich fremd ist.

PR
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Miie
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Anmeldungsdatum: 01.04.2008
Beitrge: 294
Wohnort: Nrnberg

BeitragVerfasst am: 08.10.08, 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

PR, Humugus ich bitte Sie.,
Ich selbst bin kein Freund von Massen oder gar Vorratsdatenspeicherung.Staatliche berwachung an den Unntigstens Stellen.
Dennoch sehe ich es einfach als Problem wie Tausende Patientendaten auf "einfachen alten Kisten (bei einem Einbrcher geht es garantiert nicht um alte PCs)" ohne Verschlsselung und CRM (Rechtesteuerung) in den vielen Deutschen Arztkliniken liegen. Ich bin mir sicher, es ist leichter viele kleine rzte auszulesen als einen groen Zentralserver. Der Datenschutz wird durch die Zentrale Speicherung nicht unbedingt komfortabler, und wenn die Bombe Platz dann richtig. Aber viele kleine Bomben erzeugen auch eine ordentlich Verwstung. Hardware-Keylogger usw. kann man in einer Praxis schnell und einfach installieren. Das Risiko wird bei Farmen extrem geringer.
mfg
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Humungus
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Anmeldungsdatum: 10.09.2007
Beitrge: 2004

BeitragVerfasst am: 08.10.08, 14:36    Titel: Antworten mit Zitat

Miie hat folgendes geschrieben::
Staatliche berwachung an den Unntigstens Stellen.
Ts, ts. Und das von einem Angestellten einer GKV...
Miie hat folgendes geschrieben::
Dennoch sehe ich es einfach als Problem wie Tausende Patientendaten auf "einfachen alten Kisten (bei einem Einbrcher geht es garantiert nicht um alte PCs)" ohne Verschlsselung und CRM (Rechtesteuerung) in den vielen Deutschen Arztkliniken liegen.
Soso, Sie meinen, die Daten wren unverschlsselt? Dann versuchen Sie doch mal, die Daten zu lesen, Sie werden merken, dass das gar nicht so einfach ist.
Miie hat folgendes geschrieben::
Ich bin mir sicher, es ist leichter viele kleine rzte auszulesen als einen groen Zentralserver.
Aber was will man denn bei einem kleinen Arzt so lesen? Den Blutdruck einer alten Dame? Ja, auf den Zentralrechnern ist alles mundgerecht, und vor allen Dingen vollstndig vorhanden, siehe auch Telekom-Datenklau. Da lohnt sich ein Hack schon einmal deutlich eher!
miie hat folgendes geschrieben::
Der Datenschutz wird durch die Zentrale Speicherung nicht unbedingt komfortabler, und wenn die Bombe Platz dann richtig.
Genau meine Worte: wer da eindringt, wird alles haben. Schn, dass auch Sie es erkannt haben. Und wenn so ein Server abstrzt, ist Schicht im Schacht, und zwar bei allen, die angeschlossen sind. Ja, ich wei, es gibt Redundanz und andere schne Worte, aber haben Sie mal an gezielte Attacken gedacht? Dagegen ist eine rztedemo eine Geburtstagsfeier fr unsere Volksvertreter, die sich nachher die Beschwerden anhren drfen!
miie hat folgendes geschrieben::
Hardware-Keylogger usw. kann man in einer Praxis schnell und einfach installieren.
Dazu muss man entweder an den Rechner kommen oder einen Kollegen erwischen, der unbeleckt ist und einen Zugriff von auen auf den Server zulsst. So einfach ist es doch nicht. Bei eienr Serverfarm reicht eine kleine Bestechung aus. Ach ja, das hatten wir ja vor kurzem...
miie hat folgendes geschrieben::
Das Risiko wird bei Farmen extrem geringer.
Wissen Sie, ich habe das Geschftsgebaren einer solchen Firma vor gar nicht so langer Zeit erlebt: sie stahl eine Idee eines Kollegen und modifizierte sie mithilfe eines groen deutschen Gerteherstellers leicht. Dann wurden die Kunden mit Nachdruck acquiriert, und wer nicht wollte, dem wurde der Support fr das alte System knallhart abgedreht. Ich persnlich habe dadurch eine Untersuchung einer Patientin verloren, und glauben Sie mir: meine Anrufe dorthin fhrten ins Nirvana. Ich habe lieber alles in meiner Hand.
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Miie
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Anmeldungsdatum: 01.04.2008
Beitrge: 294
Wohnort: Nrnberg

BeitragVerfasst am: 08.10.08, 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich habe lieber alles in meiner Hand.

Haben wir den Punkt. Es geht eigentlich nicht um die Sicherheit, sondern darum die Kontrolle zu behalten. Nicht nur ber die Versicherten sondern auch ber Diagnosen usw... Stellen wir uns mal eine Gleichschaltung vor. Jeder andere Arzt kann sehen was sein Vorgnger richtig oder Falsch entschieden hat. Schlimm.. Alles noch Zukunftsmusik und vllt auch eine falsche Denkweise.

Zitat:
Dazu muss man entweder an den Rechner kommen oder einen Kollegen erwischen, der unbeleckt ist und einen Zugriff von auen auf den Server zulsst. So einfach ist es doch nicht. Bei einer Serverfarm reicht eine kleine Bestechung aus. Ach ja, das hatten wir ja vor kurzem...

Kennt sich Ihre Putzfrau, der Hausmeister usw gut mit dem PC aus? Hier geht es nicht um Server sondern um alte Kisten.. Da schick ich meine Oma. In meiner Nachbarschaft hatte ein Supermarkt sein WLAN offen, da Praxen ja kein Ge3ld haben und somit auch keines ausgeben mchten mssen Sie wohl auch auf den It-Fachmann verzichten...
Schade...
Gre
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Humungus
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Anmeldungsdatum: 10.09.2007
Beitrge: 2004

BeitragVerfasst am: 08.10.08, 16:10    Titel: Antworten mit Zitat

Miie hat folgendes geschrieben::
Zitat:
Ich habe lieber alles in meiner Hand.

Haben wir den Punkt. Es geht eigentlich nicht um die Sicherheit, sondern darum die Kontrolle zu behalten.
Es geht um die Sicherheit und um die Kontrolle. Die werde ich keiner profitorientierten Firma in die Hand geben, bei der ich befrchten muss, dass sie ihren Profit ein wenig optimieren will.
miie hat folgendes geschrieben::
Stellen wir uns mal eine Gleichschaltung vor. Jeder andere Arzt kann sehen was sein Vorgnger richtig oder Falsch entschieden hat. Schlimm..
Aha. Das soll also durch die ECard mglich sein? Erzhlen Sie doch mal, wie Sie das erreichen wollen. Folge der ECard wird eine Datenexplosion auf Ihren Serverfarmen sein, und es werden nicht diejenigen, die bezahlen, die Bevollmchtigten sein, sondern diejenigen, die bezahlt werden. Und wieder eine Behrde mehr, und wieder Kosten mehr, und wieder ein Risiko mehr...

miie hat folgendes geschrieben::
Kennt sich Ihre Putzfrau, der Hausmeister usw gut mit dem PC aus?
Die haben keinen Zugriff und knnen ihn auch nicht erreichen. Gut, dass es in Serverfarmen keine Putzfrauen und Hausmeister gibt, und auch keine Angestellten mit Gewinnbedarf, nicht?
miie hat folgendes geschrieben::
IIn meiner Nachbarschaft hatte ein Supermarkt sein WLAN offen, da Praxen ja kein Ge3ld haben und somit auch keines ausgeben mchten mssen Sie wohl auch auf den It-Fachmann verzichten...
Ich? Bestimmt nicht. Als Niedergelassener bin ich ja zur Beschftigung eines Wasserkopfs aus lauter IT-Experten verpflichtet. Sie haben Nachholbedarf in Ihrem Wissen: die Praxissoftware unterliegt strengen Richtlinien, die nur solche Experten erfllen knnen, und nderungen in der Rechner(Netzwerk-)struktur mssen auch von denen vorgenommen werden.

Nun gut, werde ich also das, was ich bisher fr andere Zwecke spende, dann den Serverfarmen spenden.

Da war doch mal was mit Orwell. Lesen Sie Bcher? Wissen Sie, welche Gefahren in der Zentralisierung liegen, insbesondere bei zentraler Datensammlung?
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PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 09.10.08, 18:50    Titel: Wem die Daten auf meinem Rechner g e h r e n Antworten mit Zitat

ist vollkommen klar: meinen Patienten, jedem die seinen. Deren Treuhnder bin ich. Wenns der Patient will, ist es der nchste Arzt. Und sonst niemand. Basta. Die Kasse auch nur dann, wenns der Patient will oder es im Gesetz steht. Wenns im Gesetz zu stehen kommt, dass die individuellen Patientendaten zuordenbar den Kassen zu bereignen seien, dann ist das eine Enteignung. Und die kommt dann vors Verfassungsgericht. So einfach ist das.

PR
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 09.10.08, 19:08    Titel: Einfache alte Kisten Antworten mit Zitat

Mit Miie sprach mal wieder die Frau vom Fach.

Einer meiner Jobs ist im IT-Ausschuss meines rztenetzes. Die letzte Umfrage ist keine zwei Monate alt. Die Kollegen sind hoch gerstet. Ich hab in fnfzehn Jahren Praxis die gesamte Anlage viermal ausgetauscht. Die IT macht nach Lhnen und Nebenkosten den vierthchsten Posten meiner laufenden Ausgaben und den zweithchsten meiner Wiederbeschaffungsinvestitionen. Das alles selbstverstndlich zum Nulltarif.

PR
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