Navigationspfad: Home
medizin-forum.de :: Thema anzeigen - Fragen zu Ventrikelseptumdefekt
Deutsches Medizin Forum
Foren-Archiv von www.medizin-forum.de
Achtung: Keine Schreibmglichkeiten! Zu den aktiven Foren whlen Sie oben im Men "Foren aus!
 
 SuchenSuchen 

Fragen zu Ventrikelseptumdefekt

 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    medizin-forum.de Foren-bersicht -> Kardiologie
Vorheriges Thema anzeigen :: Nchstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
ElMeroMero
Interessierter


Anmeldungsdatum: 20.04.2008
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 15.09.08, 14:01    Titel: Fragen zu Ventrikelseptumdefekt Antworten mit Zitat

Hallo,

ich bin medizinischer Laie und habe ein Problem.

Ich bin 19 Jahre alt und leide seit meiner Geburt an einem Ventrikelseptumdefekt. Das Loch in der Herzscheidehand ist nie ganz zugewachsen, jedoch so klein dass es keine Auswirkung auf meine krperliche Fitness hat. Jedoch bentige ich eine Endokarditisprophylaxe.

Meine Fragen:

1. Unter welcher Gardationsstufe wrde ich in dieser Liste eingestuft werden knnen? Bzw. kann bei sehr schwacher Ausprgung der Krankheit hier "ein Auge zugedrckt werden" ?
http://www.zentralstelle-kdv.de/pdf/musterung-gnr-46.pdf

2. Kann ich in meinem Fall erwarten dass das Lochirgendwann noch zuwchst oder auf die Endokarditisprophylaxe verzichtet werden kann?

3. Wo genau liegt der unterschied zwischen einem Ventrikelseptumdefekt und einer Foramen ovale? Knnte man beide Krankheiten auf eine Ebene stellen und ist bei der Foramen ovale ebenfalls eine Endokarditisprophylaxe notwendig?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
jaeckel
Administrator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 15.09.08, 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber ElMeroMero,

zu 1) kann ich nichts sagen.

zu 2) Leider eher nein. Wenn, wre das bis jetzt schon geschehen. Man beobachtet Spontanverschlsse bei Jugendlichen.

zu 3) Umgangssprachlich liegt das Loch beim offenen Foramen ovale im Vorhofbereich und bei Ihnen im Ventrikel = Kammerbereich. Anders als bei einem sog. Ventrikelseptumdefekt ist die Endokarditisgefahr bei einem isoliertem Vorhofdefekt eher gering.

Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jckel
Facharzt fr Innere Medizin
www.medizin-forum.de

Hat Ihnen die Antwort weiter geholfen?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ElMeroMero
Interessierter


Anmeldungsdatum: 20.04.2008
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 16.09.08, 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

Laut diesem Bericht werden nur noch Patienten mit hohem endokarditisrisiko bei bestimmten medizinischen Eingriffen mit Antibiotika versorgt.
http://idw-online.de/pages/de/news228591
trifft das ebenso auf einen schwach ausgeprgten Ventrikelseptumdefekt zu?

Laut Wikipedia ist beim Ventrikelseptumdefekt das endokarditisrisiko eher gering, jedoch weiss ich nicht wie glaubwrdig diese Quelle ist.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
jaeckel
Administrator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 16.09.08, 16:00    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber ElMeroMero,

die entsprechende Leitlinie zur Prophylaxe der infektisen Endokarditis
(Literaturnachweis: Der Kardiologe, Band 1, Nr. 4 Kardiologe 2007 1:243250) sieht die zwingende Prophylaxe nur vor bei

Zitat:
Patienten mit Klappenersatz (mechanische und biologische Prothesen)
Patienten mit rekonstruierten Klappen unter Verwendung von alloprothetischem Material in den ersten 6 Monaten nach Operationa, b
Patienten mit berstandener Endokarditis
Patienten mit angeborenen Herzfehlern
Zyanotische Herzfehler, die nicht oder palliativ mit systemisch-pulmonalem Shunt operiert sind
Operierte Herzfehler mit Implantation von Conduits (mit oder ohne Klappe) oder residuellen Defekten, d. h. turbulenter Blutstrmung im Bereich des prothetischen Materials
Alle operativ oder interventionell unter Verwendung von prothetischem Material behandelten Herzfehler in den ersten 6 Monaten nach Operationb
Herztransplantierte Patienten, die eine kardiale Valvulopathie entwickeln


Bei geringgradigen Fehlern ist nach Einschtzung der Autoren wohl nicht mehr von einem erhhten Risiko auszugehen. Allerdings knnen Patienten, die nach den bisherigen Empfehlungen eine Prophylaxe erhalten hatten, dies in Rcksprache mit Ihren Arzt auch weiter so handhaben.
_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jckel
www.medizin-forum.de
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ElMeroMero
Interessierter


Anmeldungsdatum: 20.04.2008
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 16.09.08, 17:57    Titel: Antworten mit Zitat

Ich werde demnchst nochmal ein Gesprch mit meinen Kardiologen fhren und ihn um ein Attest bitten.

vielen dank fr ihre Hilfe.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beitrge vom vorherigen Thema anzeigen:   
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    medizin-forum.de Foren-bersicht -> Kardiologie Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  
Sie knnen keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Sie knnen auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Sie knnen an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
© Deutsches Medizin Forum 1995-2019. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de.