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Alternative zu Amiodaron

 
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Yvi-1983
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 23.05.2006
Beitrge: 64
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 15.09.08, 21:33    Titel: Alternative zu Amiodaron Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

zu meiner Person: Ich bin 25 jahre alt, w, 1,76m gro, 58kg, NR, kein Alkohol, bis vor kurzem viel Sport, gelernte Erzieherin, fast fertige Dipl. Sozialpdagogin - Schwerpunkt Sozialmedizin und Psychophatologie, Nebenbeschftigung in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie, zeitgleich arbeite ich im Rahmen meiner Diplomarbeit an einer Studie mit diversen Kliniken, rzten und Therapeuten deutschlandweit zusammen

zu meinen Diagnosen:
art. Hypertonie seit meinem 17Lj, nun ohne Medis wechsel zwischen hypoton und hyperton

Synkopen seit dem 13 Lj, mit 21J. dann Event- Recorder, 2 Monate spter SM Implantation wg. Sick- Sinus Syndrom, neurokardiogene Synkopen

6 Monate spter anfallsartiges Herzrasen, Hyperthyreose - Teilentfernung der Schilddrse, immer noch Herzrasen, dann vor 2 Jahren EPU mit Ablation wg. AV- Knoten- Reentrytachykardien, 4 Wochen spter kam es zu einem Rezidiv mit regelmig neuen Anfllen - medikamentse Behandlung schlug nicht gut an

Zwischenzeitlich kam es noch mehrere Knie OPs (wobei ich postoperativ immer wg Komplikationen auf der Intensivstation lag), gastrointestinale Blutungen, chron. Hmaturie- V.a. chron. Nierenentzndung.

Letztes Jahr wurde ich wg. der Tachykardien stationr auf Amiodaron eingestellt (400mg tglich). In Kombination mit einem Betablocker hatte ich auch keine Probleme mehr mit den Tachy. Mitte August wurde dann eine Resektion der Schilddrse aufgrund erneuter Struma multinodosa vorgenommen. berraschenderweise erbrachte der hist. Befund ein Schilddrsenkarzinom. Damit fing das ganze Theater an: Der NUK und der Onkologe bestehen auf eine Radiojodtherapie - die aber unter Amiodaron nicht mglich ist. Die Kardiologen wollen eine erneute Ablation vornehmen, die ich aber nicht wg. schlechter Erinnerungen mchte. Ich ziehe eine med. Alternative vor. Dies ist beim Amiodaron nicht so ganz einfach.

Hat jemand Erfahrungen mit solch einer Situation? Bislang habe ich als ungefhr gleichwertige Alternativen Dronedaron (wird n Jahr zugelassen) und dofetilide (in den USA zugelassen) in Erfahrung gebracht. Fr weitere Infos wre ich natrlich dankbar.

Letzte Woche wurden Tumormarker abgenommen, das weitere Staging ist in Planung. Insgesamt haben wir uns fr die Risikovariante entschieden, d.h. die Lymphknoten bleiben vorerst auf gut Glck drinne- wurde bei der OP wohl nicht weiter beachtet.

Als weitere Diagnose besteht noch eine Posttraumatische Belastungsstrung, weshalb ich auch in Behandlung bin und mich zum Teil auch selber behandel.


So, mehr fllt mit gerade nicht ein. Es ist insgesamt eine ziemlich komplizierte Situation, aber sowas solls geben.
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Lieben Gru von der Yvi
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jaeckel
Administrator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 16.09.08, 08:12    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Yvi-1983,

Yvi-1983 hat folgendes geschrieben::

Der NUK und der Onkologe bestehen auf eine Radiojodtherapie - die aber unter Amiodaron nicht mglich ist. Die Kardiologen wollen eine erneute Ablation vornehmen, die ich aber nicht wg. schlechter Erinnerungen mchte. Ich ziehe eine med. Alternative vor. Dies ist beim Amiodaron nicht so ganz einfach.


halten wir fest: medizinisch wird Ihnen also dazu geraten, richtig?

- Ablation
- Amiodaron absetzen
- Radiojodtherapie

Sie lehnen das ab wegen "schlechter Erinnerungen". Das ist Ihr gutes Recht. Sie sind dazu quasi Profi fr das Aufarbeiten von "schlechten Erinnerungen". Sicher sind Sie sich auch ber die ev. fatalen Folgen bewut, wenn man jetzt das medizinisch Notwendige aus inneren Grnden nicht macht? Bessere konkrete Ratgeber als Ihre rzte und Ihren Therapeuten werden Sie im Internet schwerlich finden.

Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jckel
Facharzt fr Innere Medizin
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downcase
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 18.02.2005
Beitrge: 239

BeitragVerfasst am: 23.09.08, 17:20    Titel: Antworten mit Zitat

wenn es sich um avnrts handelt, wre es auch denkbar, das amiodaron abzusetzen und auf eine erneute ablatio zu verzichten; immerhin ist die rhythmusstrung ungefhrlich, das karzinom nicht. sollte nicht tolerable symptomatik auftrten, kann man das immer noch neu diskutieren.
ich sehe ein ganz anderes problem und zwar in der pharmakokinetik des amiodarons. bis das nach dem absetzen aus dem krper heraus ist, dauert es wochen. ist das bei der planung einer evtl. radiojodtherapie bercksichtigt worden? die knnte man nicht grade nchste woche machen.
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Yvi-1983
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 23.05.2006
Beitrge: 64
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 24.09.08, 09:46    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank fr die Antworten.

Es handelt sich um AVRNT`s, aber es wurden auch schon ventrikulren Rhythmusstrungen aufgezeichnet. Whrend der Rhythmusstrungen kommt es meistens zu Synkopen, teiweise mit Verletzungsfolge (Knochenbrchen, Gehirnerschtterung). Manchmal hre ich whrend einer Synkope auch auf zu atmen, weshalb ich auch schon mehrmals mit Krankenwagen und Notarzt ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Von daher sind diese Situationen, zudem ich auch noch alleine wohne, nicht unproblematisch.

Die Probleme mit dem Amiodaron und der Radiojodtherapie kenne ich. Die Therapie kann laut Nuk erst in 6-12 Monaten erfolgen, was natrlich ein gewisses Risiko mit sich bringt. Ist halt eine schei Kombination. Momentan stehen viele Untersuchungen wg. Verdacht auf Progression an (CT Schdel/Thorax/Abdomen, Kochenszintigramm, Sonographie der Halsweichteile). Tumormarker wurden schon bestimmt. Besprechung der Ergebnisse ist mitte Oktober. Anschlieend fahre ich in die Reha.

Herzliche Gre
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