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20% Herzleistung - Klinikwahl - Bypsse dicht

 
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micado76
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 16.09.2008
Beitrge: 1
Wohnort: Potsdam

BeitragVerfasst am: 16.09.08, 19:59    Titel: 20% Herzleistung - Klinikwahl - Bypsse dicht Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,

ich habe als absoluter Laie in dem Gebiet - eigentlich kann man ja darber froh sein - keinerlei Erfahrung - bentige dennoch mal einen offenen und ehrlichen Rat.

Mein Onkel - den ich sehr schtze hat vor ber 15 Jahren einen schweren Herzinfarkt gehabt und zwei Byepsse bekommen. In den letzten 2 Jahren ist zunehmend nicht mehr in der Lage seinen geliebten Garten zu bearbeiten - bzw. sich berhaupt krperlich zu bettigen. Er nimmt jeden Tag mehrmals seinen Medikamenten-Cocktail - immer wenn es ihm wieder schlechter geht, wird er neu eingestellt (die eine Pille weg - dafr 3 andere). Im letzten Jahr ist er mir vor der Tr zusammengeklappt und ich habe ihn ins Krankenhaus bringen lassen. Er lag ein paar Wochen in der Klinik - danach ging es ihm wieder einigermaen. Diagnose - beide Byepsse sind dicht.

Jetzt ist es wieder soweit - am Wochenende haben wir ihn wieder einliefern lassen, da er voller Wasser gewesen ist und er nicht mehr atmen konnte. Seine Frau berichtet mir nun davon, was diagnostiziert wurde (natrlich stark vereinfacht). Bei der Untersuchung sei nun herausgekommen, dass seine Herzleistung nur noch 20 Prozent betrgt - und dies nur noch medikaments behandelt werden knne. Die Umstellung auf diese Medikamente knne aber erst erfolgen, wenn man das Problem mit dem Wasser in den Griff bekommen hat.

Angeblich soll der Arzt gesagt haben, dass es fr ihn nichts zu tun gbe, da er mit fast 70 kein neues Herz bekommen wrde und falls doch - es zweifelhaft wre, ob er das berlebt. Es knne morgen vorbei sein - nchstes Jahr oder in fnf Jahren. Nochmal an die Bypse zu gehen wre ebenfalls nicht mglich.

Da er nun in einem kleinen Kreiskrankenhaus liegt - frage ich mich - ob es nicht sinnvoller wre - ihn in eine "richtige" Fachklinik - wie die Charite nach Berlin oder ins Deutsche Herzzentrum zu schicken. Ich habe einfach ein Problem damit - mich mit einer solchen Aussage zufriedenzugeben.

Ist das tatschlich so, dass es eine "Altersbegrenzung" fr ein Herz gibt?

Was knnt ihr mir empfehlen - was soll ich tun - mit wem kann ich sprechen?

Ich wrde mich ber ein paar Erfahrungen und Empfehlungen freuen

Viele Gre

Michael
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jaeckel
Administrator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 17.09.08, 08:01    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Michael,

die Fortschritte der Medizin verleiten zu dem Irrglauben, dass man mit entsprechendem Aufwand alles reparieren knnte/sollte.

Die Biologie belehrt uns leider eines Besseren.

Zitat:
eine "Altersbegrenzung" fr ein Herz


Die gibt es. Nicht im rein numerischen Sinn (Jahreszahl) sondern im biologischen Zustand. Auch wenn Sie auf eine Transplantation anspielen, gibt es die natrlich. Allerdings frdert allein die Existenz der Transplantationschirurgie obigen Irrglauben im Sinne einer Reparaturbetriebes-Medizin.

Ihrem Onkel alles Gute und es tut mir leid, dass es keine besseren Nachrichten gibt.
Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jckel
Facharzt fr Innere Medizin
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Korinthe
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.07.2005
Beitrge: 19
Wohnort: Norddeutschland

BeitragVerfasst am: 17.09.08, 09:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michael,

vielleicht helfen Dir die Worte eines Betroffenen

Ich bin 53 und hatte vor 9 Jahren einen Herzinfarkt. Auch bei mir sind nur etwa 20% Leistung geblieben. Wasser ist fr mich ebenfalls ein arges Problem ( mit den Wassertabletten ist das morgendliche Einkaufen eher wie "die 4 komfortabelsten WCs des Einkaufszentrums in 45 Minuten" ). Manchmal sind meine Hnde so angeschwollen, dass der Ring am Finger schmerzt und ich keine Faust bilden kann. Jede Wettervernderung, jede "schwere Mahlzeit", feuchtwarmes Wetter und was wei ich noch alles wirft mich auf die Matte. Treppensteigen? - Macht die Lunge zur Orgel... Dazu noch eine nette Diabetes, um das Ganze abzurunden.

Aber: Meine Kardiologen haben mich medikaments so gut eingestellt, dass ich durchaus mit dieser Krankheit leben kann. Ich kann natrlich nicht in vollem Umfang an allem teilnehmen, aber mein Leben ist noch lange nicht zuende. Sicher, ich leide, physisch und psychisch, aber ich bin noch da und kann dem Wenigen durchaus Positives abgewinnen.

Wenn Dein Onkel das Wasserproblem hinter sich hat, wenn das Krpergewicht ( bei mir dramatisch zu hoch ) im richtigen Bereich und die Medikamente richtig dosiert sind, sollte es ihm wieder ein wenig besser gehen. Zumindest ist es bei mir so. Auch mit so kleiner Herzleistung ist da noch eine Menge Luft, wenn man sich entsprechend verhlt und sich bewut ist, mit einer Zeitbombe zu leben...

Alles Gute fr Deinen Onkel, viele Gre von
Korinthe
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