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WPW Syndrom - OP?

 
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-Susi-
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.10.2008
Beitrge: 17
Wohnort: Oberbayern

BeitragVerfasst am: 05.10.08, 12:21    Titel: WPW Syndrom - OP? Antworten mit Zitat

Hallo,

ich wollte fragen ob hier vielleicht jemand Erfahrungen mit dem WPW-Syndrom und der Behandlung hat.
Ich bin mir nmlich nicht ganz sicher, ob ich diese Operation wirklich machen soll.
Ich habe viel darber gelesen. Bei den meisten ist es zwar geglckt, aber ich denke mir, es ist ja doch kein so kleiner Eingriff, da es ja am Herzen ist.
Ich habe gelesen dass man danach ein Medikament bekommt, durch das man zum Bluter wird! Stimmt das?

Hat jemand Erfahrungen und kann sie mir berichten?
Ich hoffe dass ich dann zu einer Entscheidung komme!

MfG

Susi
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Wer glaub gut zu sein hrt auf besser zu werden!
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Coza
DMF-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 343

BeitragVerfasst am: 05.10.08, 15:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Susi!

Wie ist das WPW-Syndrom festgestellt worden: zufllig oder anllich eines Herzrasens? Wie hufig tritt Herzrasen bei Ihnen auf? Wir oft haben sie sich durch das WPW in lebensbedrohlichen Situationen befunden?

Bei einem Zufallsbefund ohne jegliche klinische Symptomatik wre ich mit einer Op zurckhaltend. Bei hufigen Herzrasen mit entsprechenden Symptomen und notwendigen notrztlichen Eingreifen wre ein Op-Versuch sicher sinnvoll.

Liebe Gre

Coza
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-Susi-
Interessierter


Anmeldungsdatum: 05.10.2008
Beitrge: 17
Wohnort: Oberbayern

BeitragVerfasst am: 05.10.08, 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Also eigentlich wurde es zufllig festgestellt.
Ich bekam beim sport immer schwierigkeiten.
Im Krankenhaus wurde dann das WPW-Syndrom festgestellt. Wir wollten so einen "Anfall" verursachen aber das klappte nicht ganz. Jetzt wissen wir nicht, ob das Rythmusstrungen sind, oder ob dies am Kreislauf liegt!

Stimmt das mit dem Bluter?

MfG
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Coza
DMF-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 343

BeitragVerfasst am: 05.10.08, 23:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke eher zeitweise, um im Falle von Rhythmusstrungen eine Thrombose oder einen Schlaganfall zu vermeiden.

Liebe Gre

Coza
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kadihela
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 10.10.2008
Beitrge: 2

BeitragVerfasst am: 10.10.08, 08:04    Titel: WPW- Behandlung Antworten mit Zitat

Hallo Susi,

ich hatte selber jahrelang das WPW, ohne dass ich davon gewusst htte. Bei mir traten seit einem Alter von etwa mitte bis Ende 20 (bin heute 38 Jahre) vor allem beim Sport gelegentliche Herzrythmusstrungen auf, meist ausgelst durch tiefes Durchatmen meinerseits whrend starker Anstrengung,
Ich hatte mir da nie gro Gedanken drber gemacht, meist ging es auch sptestens nach 30 Minuten wieder weg und man liest ja immer wieder, dass Herzrythmusstrungen was vllig Normales sind.

Nun gut. Vor einem Jahr dann hatte ich wieder bei Sport so etwas, nur mit dem Unterschied, dass mein Herzrasen ber Nacht - also ber 12 Stunden ahielt, da bin ich dann vorsichtshalber ins Krankenhaus, die dann das WPW bei mir vermutet haben.

Der Chefarzt in unserem Krankenhaus hat diese Herzfrequenz von gut 250 ber eine solche Dauer dann durchaus als bedrohlich fr das Herz tituliert.

Ich denke, beim WPW-Syndrom sollte man sich im Klaren darber sein, dass man keine schwere Erkrankung hat - aber verharmlosen sollte man es auch nicht!!! Gerade in Verbindung mit Sport kann es gefhrlich sein, wie ich mittlertweile wei. Die Flle, in denen z.B. Fussballspieler pltzlich auf dem Platz umkippen haben teilweise auch damit zu tun.

Aufgrund meiner lebensbedrohlichen Situation wurde ich letztes Jahr sehr schnell ins Herzzentrum Bad Oeynhausen eingewiesen, was glcklicherweise nur 20km von uns entfernt ist. Dort wurde dann am 2. Tag eine Katheter-Ablation gemacht, darber will ich Dir jetzt kurz berichten:

Erstmal handelt es sich dabei nicht um eine Operation! Es werden lediglich in die Venen wischen den Beinen die Katheter eingefhrt (wenn Du Glck hast vielleicht sogar nur links, bei mir was es beidseitig), die dann Richtung Herz geschoben werden. Den Schnitt in die Venen merkt man nicht. Das Schieben der Katheter tut auch nicht weh ist aber schon recht unangenehm, wenn er in den Adern mal "verkantet". Auch habe ich deutlich gemerkt, als der Linke Katheter von unten in mein Herz eingefhrt wurde - ich will es mal als eine Art Herzbeklemmung beschreiben. Wie gesagt, das verursacht berhaupt keine Schmerzen aber wenn man im Herz einen Fremdkrper sprt, ist das schon nicht gerade schn...
Als beide Katheter mit den Elektronen dann im Herz waren, wurde ab und an Stromste losgeschickt, um damit das WPW-Syndrom bewusst auszulsen und berhaupt erst sicher zu diagnostizieren (bis daher waren es ja nur Vermutungen). Das merkt man aber nur daran, dass das Herz einmal kurz zuckt. Ich nehme an, die rzte tasten sich so an die Stelle vor, wo der "Kurzschluss" (nichts anderes ist ja ein WPW-Syndrom) normalerweise entsteht. Nach einer weile bekam ich dann ber die eh offenen Wenen ein leichtes Beruhigungsmittel gespritzt, was ich als sehr angenehm empfand, da ich doch ganz kurz wegtrat ohne allersings wirklich einzuschlafen. Whrend dieser Phase haben die die Stromschlge etwas intensiver losgejagt aber da ich nicht ganz da war, machte mir das nix. Irgendwann merkte ich dann das Herzrasen, dass ich auch sonst beim Sport gesprt hatte. Nur Sekunden spter kam vom Operateur zu seinen Kollegen der Kommentar: "Da haben wir ihn!"
Er warnte mich dann vor, dass sie die eben gefundene Leiterbahn jetzt "durchschmurgeln" wrden, und dass knnte etwas unangenehm sein.
Das war es dann auch. Fhlte sich an, als wenn ein ganz kleiner Fleck im Herzen "verbrannt" wird - so hnlich ist es ja wohl auch.
Nach der Ablation war dann na ganze Weile Pause, die Katheter blieben aber drin. Mir wurde das so erklrt, dass die Leiterbahnen - wenn sie sich regenerieren - dass meist in den ersten 15 Minuten schon tun und dann htte man das einfach nochmal wiederholt. Nach diesen 15 Minuten hat man dann nochmal versucht, dass WPW auszulsen aber es ging nicht mehr. Fazit: Vorerst geheilt.

Das bldeste an der ganzen Geschichte kam dann erst im Nachhinein. 12 Stunden mit Sandscken auf den Leisten steif im Bett liegen, was mir dann noch nen schnen Kreislaufkollaps beschert hat. Auerdem hatte ich in den ersten Nchten danach hufiges Herzstolpern, was zwar normal ist, aber nach einem solchen Erlebnis hat man dann doch die schlimmsten Gedanken. Ich hatte also die ersten Wochen danach massive psychische Probleme mit der ganzen Geschichte - im Nachhinein unbegrndet - habe aber es gottlob nicht in mich reingefressen sonder meiner Frau, rzten usw. erzhlt, dass ich Angst habe. Ich glaube das war der Beste Weg, diese Angst dann eben auch schnell wieder loszuwerden...

Das ganze ist jetzt ziemlich genau 1 Jahr her. In 3 Wochen muss ich zur 2. Nachuntersuchung aber meine Beschwerden sind seitdem weg. Ab und an merke ich mal im Herz diesen Impuls, der frher das Herzrasen ausgelst hat aber es bleibt eben bei dem Impuls.

Ein Medikament habe ich brigens nie bekommen. Weder vor, noch nach dem Eingriff!!!
Das WPW ist ja relativ selten aber im Herzzentrum haben sie mir auch ganz klar gesagt, dass ich einer der wenigen Patienten bin, die sie als "geheilt" entlassen knnen.

Ich bin jedenfalls froh, dass ich es hab machen lassen - trotz all meiner ngste, die ja auch nicht jeder so hat.

Falls Du noch fragen hast, kannst Du Dich gerne bei mir melden!

Liebe Gre,
Kai
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