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Nierentransplantatschaden

 
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Thomas Wenk
Gast





BeitragVerfasst am: 17.01.05, 16:03    Titel: Nierentransplantatschaden Antworten mit Zitat

Hallo,

ich bin seit Ende August diesen Jahres nierentransplantiert. Hinter mir habe ich
6 Jahre Dialyse. Die transplantierte Niere lief sehr gut an aber die Werte besserten sich nur langsam. Diese Niere hatte eine
kleine akute Abstossung hinter sich , eine chron. interstitielle, immer wurde mit Kortsonsto behandelt.

Die Niere hat einen Tubulusschaden und ist eingeschrnkt leistungsfhig. Als ich entlassen wurde, war keine Abstossung mehr da, langsam besserten sich die Werte bis auf einen Krea Wert von 2.0, dann stieg er wieder auf 2,7 ( wie bei Entlassung) jetzt liege ich in Hann.Mnden im Transpl. Zentrum, habe einen Infekt, wieder eine chronische Abstossung, man untersucht noch
auf einen Virus (Polio....)und wrde mir am liebsten Antikrper geben, versucht es jedoch erst noch mal mit Kortison, wegen dem Infekt, nach dem INfekt, falls es sich nicht bessert und das Virus negativ ist, will man noch mal Antikrper versuchen.

Meine Frage: Kann man nach 3 Abstossungen und einer vorgeschdigten Niere (Spenderniere war wohl nicht ganz o.K.)
noch auf eine lngere Funktion hoffen?
Ich habe nur vor folgendem Angst:

Ich kann keine Perit-Dialyse mehr machen, habe zahlreiche frustrane Shuntanlagen hinter mir, (selbst der Bad Hersfelder Shunt ist zu gegangen)trotzdem keine Gerinnungsstrungen vorliegen (Arteriosklerose relativ weit fortgeschritten)und auch Katheteranlagen sind kaum noch machbar ( noch ein geeignetes Gefss am Hals ist vorhanden) also mit Hmod. siehts auch schlecht aus.

Wenn mein Transplantat nun statt in einem halben Jahr in 1 Jahr versagt, wird diese TX
als Erfolg gewertet, obwohl das Organ wohl nicht o.K. war und muss ich dann eventuell wieder 7 Jahre oder lnger warten. Ich wte nicht, wie ich das an der Dialyse druchstehen soll, ich werde ene lange Zeit wohl nicht berleben.

Knnte man erwarten, dass bei nicht mehr vorhandenen Dialysezugngen an Armen und wenn auch kein Goretex mglich ist erwarten, dass an den Beinen weiter gemacht wird oder htte ich eine Chance angesichts der Umstnde
auf die High Urgency Liste zu kommen, denn
das Organ war ja wirklich nicht in Ordnung.
Wer trgt die Veranbtwortung, wenn solche Organe transplantiert werden, nur ein Jahr halten, muss man dann wirklich akzeptieren das diese Tx als geglckt angesehen wird.

Was knnen Sie mir angesichts meiner Lage
empfehlen, sollte es nach einem Jahr zum Transplantatversagen kommen? Ich nehme Prograf, Cellcept und Kortison als Therapie.
Ist die Chance auf das Erhalten einer Niere , die schon beschdigt ist mit Rapamune besser oder ist die Abstossungsgefahr grer, als der Nutzen
der nicht vorhandenen Nephrotoxizitt von Rapamune.

Ich bin 38 und habe einen minderjhrigen Sohn. Was knnten Sie mir denn raten?

Ich habe viel gefragt, Sie sollen nicht viel schreben, antworten Sie doch ruhig in Sicpunkten, ic will Ihre knappe zeit nicht bermig beanspruchen. Vielen Dank fr die Mglichkeit zu fragen.

Mit den besten Gren

Thomas Wenk, Magdeburg
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B. Kirsch
Gast





BeitragVerfasst am: 28.01.05, 23:09    Titel: Dr Antworten mit Zitat

Sehr geehrter Herr Schwenk!

Ich bin ein Assistent an der Nephrologie in Wien und mchte Ihnen gerne antworten.

Es ist leider nicht mglich eine genaue Prognose des Transplantatberlebens (also wie lange Ihre Niere funktionieren wird) zu erstellen. Trotzdem wrde ich an Ihrer Stelle die Flinte nicht so schnell ins Korn werfen. Sie schreiben, dass Sie aktuell einen Infekt durchmachen - ein transienter Kreatinin-Anstieg in dieser Situation ist hufig zu sehen.
Die Strategie Ihrer rzte, zuerst den Infekt zu behandeln und dann erst eine intensivierte Immunsupression bzw. Abstoungstherapie zu fahren, finde ich gut. Falls noch nicht geschehen, sollte man mittels Nierenbiopsie das Vorliegen einer Abstoung berprfen.
Falls eine Polyoma-Virus Infektion vorliegt, sollte jedoch eine Reduzierung der Immunspression erwogen werden.
Bezglich eines Wechsels des Immunsuppressivums, sollten sie auf den Rat Ihrer behandelnden rzte vertrauen, da dies eine Entscheidung darstellt, welche von zahlreichen Faktoren abhngte, sowie eine, welche gut erwogen sein sollte.
Im brigen: In unserer sehr groen Ambulanz (>2000 transplantierte) kenne ich einige Patienten, die wie Sie mit etwas hherem Kreatinin gestartet sind, aber nun schon seit Jahren auf hherem Niveau stabil sind.

Ihrer Fragen bezglich Dialyse:
Ich arbeite selbst zur Zeit an einer Dialyse-Station und betreue Patienten mit Oberschenkel-Shunts; das geht eigentlich ganz gut!

Bezglich HU-Meldung:
Zumindest hier in sterreich wrden Sie nicht fr eine HU-Meldung in Frage kommen; ich glaube auch nicht, da das in Ihrem Fall wnschenswert wre:
Die immunologische bereinstimmung solcher Organe mit dem Empfnger ist oft sehr mangelhaft - groe Probleme mit Abstoungen daher hufig.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausfhrungen gedient zu haben und halte Ihnen die Daumen, da Ihr Organ eine zufriedenstellende Funktion aufnimmt!

Alles Gute und Gre aus Wien

Dr. B. Kirsch
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B. Kirsch
Gast





BeitragVerfasst am: 28.01.05, 23:30    Titel: Dr. Antworten mit Zitat

Sehr geehrter Herr Wenk!

Ich habe gerade meinen Irrtum bezglich Ihre Namens bemerkt und mchte mich dafr entschuldigen!

Gre
Dr. B. Kirsch
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Ormaity
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 18.08.2005
Beitrge: 2
Wohnort: Charlottenburg

BeitragVerfasst am: 22.08.05, 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Mit den Augen rollen Hi Thomas ! Bin 40 und auch 5 Jahre an der Dyli. Zugnge findet man an Armen und Beinen .Warte auch auf ne Transplantation .Vielleicht kannst Du mir mal n paar Schilderungen zu kommem lassen ,wie mann sich unmittelbar danach fhlt oder was Dir eben so einfllt.Besorg Dir n Laptop ich mach das schon von Anfang an .Die Zeit vergeht so schnell, wenn mann am Computer sitzt .Also Durchhalten ! Versuch die zeit zu genieen ohne Dialyse ,das is das Beste was Du machen kannst,wenn der Infekt weg is .Dirk aus Berlin
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